Anette W. sitzt seit Anfang November in Haft.
Ihr „Vergehen“: Sie hat es nicht geschafft, ihre Tochter Julia (Name geändert) dazu zu bewegen, gegen Julias Willen zu ihrem Vater zurückzukehren.
Julia lebt nun in einem Kinderheim – anonym, isoliert, ohne Kontakt zu ihren Freunden, ohne ihren Sport, ohne Handy. Vor allem: ohne ihre Mutter.
Dabei wollte Julia seit Jahren immer nur eines: bei ihrer Mama bleiben. Die Rekonstruktion eines schier unglaublichen Falles - mitten in Deutschland.
Ihr Exmann behält nach der Trennung die Kinder in Dänemark, Christina Block wird daraufhin das alleinige Aufenthaltsbestimmungsrecht übertragen. Niemand greift ein. Irgendwann entscheidet das Gericht in Hamburg, dass die Kinder nun eben in Dänemark verwurzelt seien. Eine verzweifelte Mutter sucht nach Wegen, um wieder Kontakt zu ihren inzwischen völlig entfremdeten Kindern aufzubauen. Nun ein Mammut-Gerichtsverfahren, der sondersgleichen sucht. Eine Mutter, die im Scheinwerferlicht steht, während das Verhalten des Vaters nie richtig verhandelt wurde. Kein Verständnis für das Mutter-Sein, kein Verständnis für Emotionen, für die Entfremdung, für die Verzweiflung. Gut und Böse? Die Rollen sind klar verteilt. Die Kinder leben seit vielen Jahre völlig isoliert und abgeschottet in einem anderen Land. Warum aber will das die mediale Außenwelt nicht sehen? Die Antwort ist ganz einfach. Eine kleine Lehrkunde in Psychologie. Weiterlesen:
Wenn das Kind nicht zum Vater möchte: Mutter droht Haftstrafe | Kurioser Fall eines Sorgerechtsdramas | Politiker:innen und Wissenschaftler:innen sind entsetzt >>> Hier geht's direkt zum Video: