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  • Wochenlange Trockenheit: Mais im August 2022 im Hohenlohekreis. Foto: GSCHWÄTZ

„Wenn das Futter nicht mehr reicht, müssen Rinder geschlachtet werden“

Trockenheit und Dürre so weit das Auge derzeit reicht. Landwirte schauen derzeit mit Sorge auf ihre Felder. Der Mais lässt seine Kolben hängen. Im Ackerboden tun sich tiefe Risse der Trockenheit auf, Abgeerntet werden teilweise halb vertrocknete Pflanzen. Wenn das Futter nicht reicht für die Tiere, müssen die ersten Rinder geschlachtet werden, so ein Landwirt aus dem Hohenlohekreis, der nicht namentlich genannt werden will.

Unter anderem Mais dient als Futter für die Tiere. Wenn aber dieser Mais nun halb vertrocknet abgeerntet wird, reicht das Futter möglicherweise nicht, um alle Tiere im Stall sattzukriegen. Im Herbst / Winter kann es dadurch zu ersten Notschlachtungen kommen, wie sich ein Landwirt aus dem Hohenlohekreis nun gegenüber GSCHWÄTZ geäussert hat.

Was für die Tiere bitter wäre und auch für die Landwirte, könnte auf dem derzeit sehr hochpreisigen Lebensmittelmarkt die Preise für Rindfleisch fallen lassen – was den Verbraucher sicher zunächst freuen wird, wenn er die Hintergründe hierfür nicht kennt.

Eine Lösung könnten staatliche Hilfen für die Landwirte sein, die mit dem Klimawandel auch im Hohenlohekreis zu kämpfen haben. Es regnet zu wenig, die Trockenheit breitet sich auch hierzulande immer weiter aus.

Nach dem Trockensommer 2018 beschloss die Bundesregierung diverse Maßnahmenpakete, um Landwirte zu unterstützen, die on größeren Ernteausfällen betroffen sind. So heißt es seit Mai 2022: „Bund und Länder können auf Grundlage einer Nationalen Rahmenrichtlinie zur Gewährung staatlicher Zuwendungen zur Bewältigung von Schäden in der Land- und Forstwirtschaft verursacht durch Naturkatastrophen oder widrige Witterungsverhältnisse (NRR) Hilfe in Form von Zuschüssen leisten.“

Dennoch werden anhaltende Dürreperioden für die Weltgemeinschaft insgesamt immer mehr zum Problem, da international betrachtet die Menschheit bei gleichbleibenden Abläufen bei anderen Witterungsbedingungen zu wenig Nahrung produzieren wird, um alle Menschen gleichermaßen zu versorgen. Es müssen daher Lösungen gefunden werden, wie die Landwirtschaft sich optimal auf die veränderten klimatischen Bedingungen einstellt, um wieder ertragreicher zu werden.

Zusätzlich steigt durch die häufiger autretenden Hitzeperioden in den vergangenen Jahren die Gefahr von Wald- und Flächenbränden auch im Hohenlohekreis, wie Künzelsaus Stadtbrandmeister Thomas Böhret unlängst in einem GSCHWÄTZ-Interview betont hat. Auch das bereitet den Landwirten Sorge.

Text: Dr. Sandra Hartmann

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