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  • Die Ehefrau von Timmy Hatton bei einer Blutentnahme. Foto: privat

Noch Plätze im Flieger zurück nach Deutschland frei – Timmy Hatton & seine Frau dürfen nicht mit – Aserbaidschaner helfen

Während sich auch in Deutschland die Ereignisse angesichts der Coronakrise überschlagen, verändern sich die Umstände auch in Aserbaidschan. Nach unserer Berichterstattung und unserem YouTube-Video über den Fall Timmy Hatton (Artikel siehe unten) meldeten sich Aserbaidschaner bei dem Ehepaar und bieten ihre Hilfe und Unterstützung vor Ort an. Die Hattons sind dankbar. Unter anderem wird ihnen eine kostenlose Unterkunft für ihre Zeit in Aserbaidschan angeboten.  Die Ehefrau eines Polizisten hat während des Quarantäneaufenthalts auf die Hunde aufgepasst. Nun will sie ihnen helfen, eine passende Klinik für die Geburt zu finden. Aktuell hat Aserbaidschan noch eine relativ kleine Zahl an gemeldeten Coronafällen gegenüber Deutschland.

Charterflug nach Deutschland

Dann überschlagen sich nochmal die Ereignisse. Am 18. März 2020 geht ein Charterflug nach Deutschland mit freien Plätzen – im Rahmen der Reiserückrufwelle im Zuge der Corona-Pandemie. Die Hattons versuchen noch einmal alles in Bewegung setzen. Die Ansprechpartnerin der Hattons in der Deutschen Botschaft ist im Urlaub, wird ihnen gesagt. Der Leiter der Visastelle der Botschaft in Baku (Aserbaidschan) verweist  darauf, dass Timmy Hattons türkische Frau Duygu schwanger sei und kein Visum für Deutschland habe. Es bleibt den Hattons keine Zeit mehr, ein Attest vom Arzt zu holen, der bestätigt, dass Duygu noch fliegen kann. Das Büro von Christian von Stetten hat laut den Hattons versucht, die Botschaft zu erreichen, jedoch ohne Erfolg. Doch der  Kontakt mit dem Außenministerium ist erfolgreich, Duygu dürfe in dieser Situation nach Deutschland einreisen.

Das Büro von Christian von Stetten schaltet sich ein

Die Visastelle in Baku verweist nun jedoch auf die Lufthansa, die darüber entscheidet, ob die Hattons in diesem Charterflug mitfliegen dürfen. Die Hattons antworten, dass die Lufthansa bereit wäre, sie mitzunehmen. Die darauf folgende Antwort der Visastelle ist ernüchternd: „Ich bitte um Verständnis, dass es noch zahlreiche weitere deutsche Staatsangehörige gibt, die an der Rückholmaßnahme interessiert sind.“