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Professor warnt in Künzelsau: „Handys sind aktive Verdummungsmaßnahmen“ für Schüler und schaden der Gehirnentwicklung

Im menschlichen Gehirn gibt es zwölf Mal so viele Nervenzellen wie Menschen auf der Erde leben. Wer jetzt gerade überlegt und rechnet, wie viele das sind, der hat seinem Gehirn schon etwas Gutes getan. Er hat es trainiert. Und je mehr ein Mensch lernt, desto besser. Das sagt der Psychiater Professor Manfred Spitzer. Am Dienstag, den 11. Februar 2020, hat er über Bildung, Hirnforschung und Digitalisierung in der Stadthalle Künzelsau gesprochen, die bis auf den letzten Platz besetzt war. Was Spitzer referierte, war für den einen überraschend, für den anderen beunruhigend.

GSCHWÄTZ-Videoreporter Dr. Felix Kribus hat die interessantesten Aussagen von Spitzer collagiert und mit dem Künzelsauer Publikum nach dem Vortrag gesprochen.

Während Schulpädagogen und die einen oder anderen Eltern die schleppend verlaufende Digitalisierung an den Schulen ihrer Kinder beklagen, ist Professor Manfred Spitzer von der Universität
Ulm, Neurowissenschaftler und Psychiater, skeptisch gegenüber dem Einsatz von Smartphone und Laptop in Bildungseinrichtungen, und das vor allem, je jünger das Klientel ist, das vor der kleinen Mattscheibe sitzt. Sie nähmen den Kindern das Denken ab, statt es zu fördern und zu unterstützten, so Psychiater Manfred Spitzer. Handys sind laut Spitzer aktive Verdummungsmaßnahmen für Schüler. So werde eine „digitale Demenz“ gefördert. Handys, so Spitzer, schaden der Gehirnentwicklung und erzeugen Sucht“ – ähnlich wie Alkohol. Deswegen gäbe es aber noch lange keine Alkoholkompetenztrainings in Kindergärten und Schulen, wie er augenzwinkernd bemerkt. Denn die Schüler würden durch solche Maßnahmen, so genannte Medienkompetenztrainings, eher „angefixt“.