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  • Künzelsaus digitale Litfaßsäule in der Hauptstraße. Foto: GSCHWÄTZ

Digitalisierung erreicht Künzelsau – Kostenlose Werbung für Veranstaltungen möglich

Die Digitalisierung des öffentlichen Raumes hat endlich auch Künzelsau erreicht. Aber vielleicht nicht so, wie sich der Bürger und die Bundesregierung mit ihrem Digitalpakt sich das so vorstellen:
Da stand eine Litfaßsäule mitten in der Stadt. Eine richtig moderne. Nicht so eine alte, bei der man die Plakate draufkleisterte und jedes Jahr einer mit schwerem Gerät die gesammelten Plakate des letzten Jahres abgefräst und danach dem Stadtarchivar übergeben hat.

Alle Veranstaltungen im Blick

Nein, es war eine ganz moderne, bei der man, wenn man dazu berechtigt war und den Schlüssel hatte, das gläserne Rund öffnen und Plakate und Mitteilungen mit Reißzwecken befestigen konnte.
Einmal im Kreis um die Litfaßsäule laufen und alle Kulturveranstaltungen im Blick haben. Was einen interessiert, konnte man näher inspizieren, Uninteressantes konnte man wegblenden. Innerhalb weniger Sekunden war man informiert.
Der Mensch ist recht gut darin, mit einem flüchtigen Blick zu erfassen, dass da unter vielen Unwichtigkeiten etwas ist, was ihn interessiert. Diese Fähigkeit hat ihm zu Zeiten der Säbelzahnkatze oft das Leben gerettet.
Man konnte aber auch einfach vorbeigehen, ohne Kenntnis zu nehmen, irgendwie angenehm unaufdringlich, das Teil.
Und das Allerbeste: Die Säule war nachts sogar beleuchtet.

Zeitgemäßes Ding mit Touch-Funktion

Jetzt steht da so ein zeitgemäßes digitales Ding mitten in der Künzelsauer Innenstadt. Anschaffungskosten: 24.000 Euro. Es zeigt einem eine Veranstaltung an und wenn man gerade genauer nachlesen will – husch – ist das Bild weg und es erscheint irgendwas, was einen nicht interessiert. Warten, bis nach wie vielen anderen Werbebotschaften die eine, die mich interessiert, wiederkommt? Nein, das muss man zum Glück nicht, denn die Säule hat eine Touch-Funktion, mit der man sich auch selbstständig durch das Angebot navigieren kann. Aber diese funktioniert teilweise nur seeeehr stark zeitverzögert. Aber ganz ehrlich: Übersichtlicher fand ich persönlich die gute alte Litfaßsäule.

Ich bin jedenfalls gespannt, wann das Teil zum ersten Mal gehackt wird. Weltweit machen sich ja Menschen einen Spaß aus sowas daraus – und plötzlich erscheinen ganz andere Informationen auf dem Display.

Veranstaltungen kostenlos ankündigen

Wer kein Hacker ist, kann – ganz old school – seine Anliegen über diese neue digitale Säule bewerben lassen. Kostenlos, wie die Stadtverwaltung betont.
Laut Elke Sturm, Pressesprecherin der Stadtverwaltung Künzelsau, gibt es „zwei Möglichkeiten, Veranstaltungen über das Info-Terminal zu bewerben. Die erste Möglichkeit ist der Veranstaltungseintrag auf der Homepage. Der Veranstaltungskalender der Homepage ist mit dem Info-Terminal verknüpft und erscheint somit automatisch. Jeder darf Veranstaltungen in Künzelsau auf der Homepage eintragen, die nach einer Prüfung von uns genehmigt werden. Die zweite Möglichkeit ist die Bewerbung der Veranstaltung durch ein digitales Plakat auf der Info-Tafel. Das Plakat muss in JPG-Format an helen.buehler@kuenzelsau.de gesendet werden. Beide Möglichkeiten sind kostenlos.“

Ein Kommentar von: Matthias Lauterer

Einmal im Kreis um die Litfaßsäule laufen und alle Kulturveranstaltungen im Blick haben, wie hier in Seligenstadt, das war einmal. Foto: Symbolfoto Litfaßsäule. Quelle: GSCHWÄTZ

 

https://www.gschwaetz.de/2020/01/30/landratsamt-gibt-klares-bekenntnis-zur-kreisstadt-ab-sitz-der-verwaltung-des-hohenlohekreises-bleibt-kuenzelsau/

 

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