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  • Tauben. Foto: GSCHWÄTZ/Archiv

Künzelsau/Stuttgart: Anton Baron stellt Antrag für Taubenhaus und kritisiert Stadtverwaltung Künzelsau

Anton Baron (AfD), Landtagsabgeordneter für den Wahlkreis Hohenlohe, beurteilt die Arbeit der Künzelsauer Taubenfreunde sehr positiv: „Durch die artgerechte Fütterung konnte eine Schädigung der Gebäude weitgehend verhindert werden. Die Entnahme von über 2.100 Eiern aus den Nestern hat zudem eine weitere Vergrößerung der Population abwenden können. Die weit überwiegend unentgeltliche Tierschutzarbeit der Taubenfreunde, für die ich selbst auch schon gespendet habe, ist daher von großem Mehrwert für die Stadt. Die Verantwortlichen im Künzelsauer Rathaus scheinen diese Bedeutung jedoch zu wenig zu beachten, was den Fortbestand des Vereins gefährdet.“ 

„Dr. Peter Hauck beurteilt die Maßnahmen der Taubenfreunde genauso positiv wie ich“

Baron hatte daher neben einem Brief an Landwirtschaftsminister Dr. Peter Hauk auch einen Antrag zu diesem Thema eingereicht, der nun von der Landesregierung beantwortet wurde. „Diese beurteilt die Maßnahmen der Künzelsauer Taubenfreunde ebenso positiv wie ich. Weiterhin geht aus der Antwort hervor, dass eine andere baden-württembergische Stadt jährlich 72.000 Euro an Personal-, Futter- und Materialkosten für elf Taubenschläge beisteuert. Überträgt man diese Summe auf den Künzelsauer Taubenschlag, wären dies für die Stadt also Ausgaben von 6.000 bis 7.000 Euro anstelle der aktuellen 2.000 Euro. Mittels derart moderater Mehrausgaben könnte der unter einem Mangel an ehrenamtlichen Helfern leidende Künzelsauer Taubenschlag etwa einen Minijob finanzieren und wäre zumindest nicht mehr im Fortbestand gefährdet. Ich appelliere daher an Herrn Bürgermeister Neumann und die Gemeinderäte, nach dem Vorbild anderer Kommunen die nötigen Gelder bereitzustellen, die sich für die Stadt garantiert rentieren werden“, resümiert der Landtagsabgeordnete.

Das Fehlen ehrenamtlicher Mitarbeiter sei das Hauptproblem

In Künzelsau gibt es allerdings anstatt elf Taubenschläge, lediglich ein Taubenhaus. Dementsprechend geringer sind auch die entsprechenden Ausgaben. Elke Sturm von der Stadt Künzelsau verwies im Dezember 2019 auf GSCHWÄTZ-Nachfrage darauf, dass „die ursprünglich vom Gemeinderat beschlossene Förderung des Taubenhauses mit 1.000 Euro bereits auf 2.000 Euro verdoppelt“ worden sei. Die Stadt habe auch das Grundstück zur Verfügung gestellt. Mitarbeiter des städtischen Bauhofs hätten beim Aufbau des Taubenhauses und Einrichten des Grundstücks angepackt. „Voraussetzung für die städtische Förderung war von Beginn an, dass die Betreuung des Taubenhauses dem Verein obliegt. Der Gemeinderat hat in seinem Beschluss im Juli 2015 bereits deutlich formuliert, dass der Betrieb des Taubenhauses und die finanzielle Förderung eingestellt werden, sollte die nachhaltige Betreuung durch das Stadttaubenprojekt nicht sichergestellt sein. Dass es nun eventuell so kommt, ist schade. Die Aktiven des Vereins Taubenfreunde Künzelsau haben, nach eigener Aussage, leider nicht die ausreichenden ehrenamtlichen Mitarbeiter und weitere finanzielle Förderer gefunden. Diese Aufgabe gut zu meistern ist und bleibt eine Herausforderung und ist eine Existenzfrage für viele Vereine. Nicht allein deshalb bietet die Stadtverwaltung mit der Ehrenamtsbörse eine Plattform und unterstützt Künzelsauer Vereine finanziell mit rund 45.000 Euro jährlich.“

Quelle: Pressemitteilung des Landtagsabgeordneten Anton Baron/Recherche GSCHWÄTZ

Stellungnahme der Landesregierung zu der Anfrage von Anton Baron bezüglich des Taubenhauses. Foto: GSCHWÄTZ

Stellungnahme der Landesregierung zu der Anfrage von Anton Baron bezüglich des Taubenhauses. Foto: GSCHWÄTZ

Stellungnahme der Landesregierung zu der Anfrage von Anton Baron bezüglich des Taubenhauses. Foto: GSCHWÄTZ

Stellungnahme der Landesregierung zu der Anfrage von Anton Baron bezüglich des Taubenhauses. Foto: GSCHWÄTZ

Stellungnahme der Landesregierung zu der Anfrage von Anton Baron bezüglich des Taubenhauses. Foto: GSCHWÄTZ

 

 

 

 

 

Anton Baron fordert, dass die Stadtverwaltung mehr Geld für die Tauben jährlich in die Hand nimmt. Foto: GSCHWÄTZ/Archiv

Die Stadtverwaltung verweist darauf, dass sie die Taubenfreunde in den vergangenen Jahren bereits sehr unterstützt hat. Foto: Gschwätz