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  • Über zwei Stunden diskutierten die Gemeinderäte über die Einbahnstraße. Foto: GSCHWÄTZ

Ingelfingen: Gemeinderat stimmt mit großer Mehrheit gegen die Einbahnstraße

Paukenschlag in Ingelfingen: Der Gemeinderat stimmte in der heutigen Sondersitzung am Dienstag, den 10. Dezember 2019, mit großer Mehrheit gegen die von der Stadtverwaltung empfohlene langfristige Umwandlung der Mariannenstraße zu einer Einbahnstraße. Bürgermeister Michael Bauer legte dem Gemeinderat in der heutigen Sondersitzung nahe, sich an dem Ergebnis der zuvor von der Stadtverwaltung durchgeführten Umfrage zu orientieren. Beim Umfrageegerbnis wurden die Haushalte in der Mariannenstraße und an der Straße Am Hohenberg befragt. Das Ergebnis: Mit einem hauchdünnen Vorsprung von drei Haushalten überwog die Mehrheit pro Einbahnstraße. Allerdings wurde nur rund jeder zweite Fragebogen überhaupt beantwortet. Zudem kritisierten einige Anwohner, dass nicht alle Einwohner Ingelfingens abstimmen durften. Vorausgegangen waren zudem Proteste der dort ansässigen Gewerbetreibenden (wir berichteten).

Insgesamt stimmten Bürgermeister Michael Bauer und drei (Katrin Ehrmann, Erich Landes und Dr. Ulrich Baum) von 23 Gemeinderäten für die Einbahnstraße, 13 dagegen, es gab eine Enthaltung. Vier Gemeinderäte durften nicht abstimmen wegen Befangenheit, unter anderem Susanne Schmezer und Michael Heink als Anwohner und Gewerbetreibende. Überraschenderweise wurden auch Bernd Weidner und Holger Kunze (alle CDU) von der Abstimmung ausgeschlossen, weil, erklärt die Stadtverwaltung, sie Verwandtschaft zweiten Grades in der Mariannenstraße haben. Dr. Ulrich Baum von der Freien Wählern hingegen durfte an der Abstimmung teilnehmen, obwohl Anwesende bemängelten, dass eines seiner Grundstücke an die Mariannenstraße angrenzt. Zwei Gemeinderäte (Stephan Müller und Philipp Streckfuß, beide FWV) waren an der heutigen Abstimmung entschuldigt.

Aufgrund des knappen Abstimmungsergebnisses sprachen sich einige Gemeinderäte für eine Betrachtung von Alternativen für eine innerstädtische Verbesserung aus. Angesprochen wurden dabei unter anderem die Möglichkeiten einer Tempo-30-Zone und Blumenkübel als Tempobremser. Zudem sollen, wenn möglich, die Bushaltestellen langfristig nach aussen, etwa an die Landesstraße verlagert werden.

Viele Besucher waren erschienen. Foto: GSCHWÄTZ