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Pfedelbacher Chor Cocopelli sorgt für gute Laune – 2 Weihnachtskonzerte

„Hihihi“, „Hahaha“ – die Tonleiter rauf und runter singen rund 30 Frauen im Alter von etwa 25 bis 60 Jahren an diesem Abend in der Nobelgusch in Pfedelbach. Dazu recken sie die Arme, strecken sich und gehen in die Knie. Was sich für den Laien eher lustig anhört, sind Aufwärmübungen des Frauenchors Cocopelli. „Das ist wichtig für die Stimmen und Stimmbänder“, sagt Dirigentin Zelma Wachholz-Mezriczky. Die Übungen sorgen dafür, dass „der ganze Körper da ist“.

Vielseitiges Repertoire auch ohne Männerstimmen

Doch dann legen die Damen los und bringen mit „It’s raining men“ von den Weather Girls ihre ganze Sangesfreude zum Ausdruck. Sie begleiten sich mit rhythmischem Klatschen, strahlen über das ganze Gesicht und haben sichtlich Spaß. Zelma Wachholz-Mezriczky spielt die Melodie dazu auf dem Klavier und singt den Sopran. Dass es nur Frauen sind, hat sich einfach so ergeben. „Die Männer sind nie geblieben, obwohl wir immer ganz nett waren“, sind sich die Frauen einig. Es könne auch nicht am Repertoire liegen, dass keine Männer mitsingen, denn das „ist sehr vielseitig“. Aber um Pfedelbach herum gebe es sehr viele Chöre. Wenn dann doch mal Männerstimmen nötig sind, „leihen wir uns einfach welche aus“.

Indianischer Flötenspieler als Namensgeber

Den Chor Cocopelli gibt es seit 2009. Er ist entstanden aus dem Gesangsverein Concordia, der 2015 aus Altersgründen aufgelöst wurde. Leiterin der sangesfreudigen Damen ist seit Beginn Zelma Wachholz-Mezricky, eine ausgebildete Sopranistin. Die hatte auch die Idee zu dem eher ungewöhnlichen Namen des Chors. Cocopelli ist ein indianischer Flötenspieler aus Südamerika und das Symbol des Chors. Das Repertoire ist bunt gemischt: von Oldies bis modern, Bekanntes, aber auch Raritäten. Aber immer müsse es abwechslungsreich und spannend sein – darauf legen die Damen Wert. „Wir sind ein junger, dynamischer Chor, also darf es auch was Modernes sein“, sind sie sich einig. Die Lieder sucht die Dirigentin aus, stimmt sie aber mit den Frauen ab. „Sie traut uns wirklich was zu“, erzählen die. „Sie ist toll, aber auch perfektionistisch.“ Das finden die Sängerinnen gut, denn „so entwickeln wir uns weiter“. Schließlich wollen alle, dass sich ihr Gesang gut anhört. Intensiv geübt wird vor jedem Konzert bei einem Probenwochenende. „Dann nehmen wir uns Feinheiten vor“, sagen die Frauen.

Jeder darf mitsingen

Besonders wichtig ist ihnen eine gute Gemeinschaft. „Manchmal schleppt man sich hierher, geht dann aber fröhlich wieder heim“, erklärt eine. Eine andere meint: „Aktives Singen berührt, man fühlt sich dann freier und alles wird leichter“. Studien würden besagen, dass Singen guttut. Einig sind sich alle: Das, was sie verbindet, sind Freundschaften geworden. Doch auch neue Sängerinnen sind jederzeit willkommen. „Bei uns darf jede mitsingen“, erklären sie. „Wir nehmen alle gut auf.“ Vorerfahrungen oder Notenkenntnisse seien keine nötig. Reine Soli eher selten. Meist singen Grüppchen von fünf bis sechs Frauen miteinander. Die nötige Technik vermittelt die Dirigentin, die großen Wert auf Stimmbildung und Präzision legt.

Verschiedene Konzerte und Auftritte

Zwei eigene Konzerte veranstaltet der Chor jährlich: jeweils eines im Sommer und in der Adventszeit. Dann wird auch das Umfeld der Frauen eingebunden: Partner, Kinder, Geschwister und Eltern helfen beim Auf- und Abbau. Die musikalische Begleitung beim Sommerkonzert bestreiten Bekannte und Freunde auf Saxofon, Klavier, Geige oder Schlagzeug.

Der Chor tritt aber auch beim Volkstrauertag auf und im privaten Umfeld wie beispielsweise zu Hochzeiten oder Geburtstagen. Auch beim Chorfest auf der Buga in Heilbronn waren die Frauen dabei. Rund 20 Lieder singen sie bei einem Konzert, passend gekleidet zu den jeweiligen Themen.

Vierter Platz beim Grand Prix der Popchöre

Ein Highlight in 2019 war die Teilnahme am Grand Prix der Popchöre im Oktober 2019. „Da haben wir ganz spontan mitgemacht“, erzählen sie. „Eigentlich muss man sich dafür bewerben, aber wir wurden eingeladen, weil ein anderer Chor ausfiel.“ Größte Hürde dabei: Vor rund 600 Zuhörern mussten sie ein A Capella-Stück, ein deutsches Lied und einen Popsong auswendig singen, obwohl sie vorher kaum Zeit zum Proben hatten. Das Publikum und die anderen Chöre bewerteten dann jeweils die Auftritte. Cocopelli sang „The Rose“, „Das kann uns keiner nehmen“ und „It’s raining men“ und belegte einen beachtlichen vierten Platz. „Es war auch sehr interessant, sich mal mit anderen Chören zu vergleichen“, blicken sie zurück. Eine gute Erfahrung, die allen viel Spaß gemacht habe.

Zwei Konzerte im Dezember

Der Chor Cocopelli veranstaltet am Samstag, den 14. Dezember 2019, in der evangelischen Kirche in Adolzfurt und Sonntag, den 15. Dezember 2019, in der katholischen Kirche in Pfedelbach ein Winterzauber-Konzert mit Beiträgen aus verschiedenen Musikrichtungen. Als Gastchor mit dabei ist der MGV Geddelsbach.

Los geht es jeweils um 18 Uhr, Einlass ist jeweils 30 Minuten vor Konzertbeginn. Der Eintritt ist frei, es wird um Spenden gebeten.

Die Frauen des Chors Cocopelli haben auch außerhalb der Proben viel Spaß miteinander. Foto: Chor Cocopelli

 

 

Vor dem Singen müssen Stimme und Körper aufgewärmt werden. Foto: GSCHWÄTZ