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Ingelfingen: Umfrage über Einbahnstraße gestartet – Gewerbetreibende bitten Anwohner: Sagt Nein! – Stadt positioniert sich klar

Vergangene Woche erst, am Donnerstag, den 07. November 2019, lud die Stadtverwaltung Ingelfingen die Bürger in den Christian-Bürkert-Saal im Schwarzen Hof zu einer Informationsveranstaltung, ob die Mariannenstraße nach einem ersten dreimonatigen Probelauf nun gänzlich zu einer Einbahnstraße umgestaltet werden soll. An diesem Abend teilten sich die Meinungen. Während Wohngebäudeeigentümer eine ruhigere Straße befürworten, verdeutlichten viele Gewerbetreibende, dass sie so kaum überlebensfähig seien (wir berichteten). Bereits zu Beginn der neuen Woche begann die Stadt Ingelfingen nun mit der Verteilung der Fragebögen an die Anwohner der Mariannenstraße und des Hohen Berges, die ebenfalls mitentscheiden dürfen. Die Frage: Sind die Anwohner für oder gegen die Einbahnstraße? Die Mehrheit entscheide, so Bürgermeister Bauer bei der öffentlichen Informationsveranstaltung. Dafür werde er sich im Gemeinderat stark machen. Diverse Bürger kritisierten indes, dass nicht ganz Ingelfingen mit den Teilorten abstimmungsberechtigt sei, obwohl diese Änderung sei, alle Einwohner beträfe.

Die Gewerbetreibenden indes möchten die Anwohner, darunter einige studentische Mieter, bitten, an die kleinen Gewerbetreibenden vor Ort zu denken und daher der Einbahnstraße ein „Nein“ zu geben.

Für weiteren Unmut bei den Gewerbetreibenden sorgt bereits der zweite Satz in dem von der Stadtverwaltung Ingelfingen geschriebenen Anschreiben zu der Umfrage. Es sei nicht nachvollziehbar, warum die Stadtverwaltung abermals davon spreche, dass der Einbahnstraßenregelung „Anregungen aus dem Gewerbervein vorausgegangen“ seien. Das sei nicht korrekt. Bürgermeister Bauer hat diese Behauptung, die bereits mehrfach veröffentlicht wurde, bei der öffentlichen Veranstaltung denn auch richtiggestellt. Nun beinhalte dieses Schreiben an die Anwohner wieder diesen irreführenden Satz.

Während Bürgermeister Bauer während der Informationsveranstaltung zur Einbahnstraße noch mehrfach betonte, dass er bei diesem Thema „emotionslos“ sei, sprich, ihm egal sei, wie letzten Endes die Entscheidung zur Einbahnstraße ausfalle, positioniert er sich in dem Anschreiben zur Umfrage nun ganz klar Pro Einbahnstraße: „Wir sind der Meinung, dass dies eine Chance für die Mariannenstraße darstellt, um sie attraktiver und verkehrsberuhigter zu gestalten“, heißt es darin.

Die Fragebögen sollten bis 27. November 2019 wieder an die Stadt Ingelfingen zurückgeschickt werden.

Fragebogen der Stadtverwaltung Ingelfingen vom 11. November 2019. Foto: GSCHWÄTZ


 

Seite 1 des Anschreibens der Stadtverwaltung Ingelfingen vom 11. November 2019. Foto: GSCHWÄTZ


 

Seite 2 des Anschreibens der Stadtverwaltung Ingelfingen vom 11. November 2019. Foto: GSCHWÄTZ