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  • Auf dem alten Schlachthof-Areal, direkt neben dem TollKÜN-Schwimmbad, soll ein Kindergarten entstehen. Foto: Gschwätz

Zentrale Häuser statt Klein-Klein: Neuausrichtung der Künzelsauer Kindergartenlandschaft

von Elke Brand

Größer und zentraler – das ist der Leitspruch für die Neuausrichtung der Kindergartenlandschaft, den sich die Stadt Künzelsau bis 2035 auf die Fahnen geschrieben hat. Das ging aus einem Gespräch mit Carmen Class, der Verantwortlichen der Kindergärten in der Kreisstadt, Elke Sturm, Pressesprecherin der Stadt Künzelsau, sowie Elke Brand und Dr. Sandra Hartmann von GSCHWÄTZ hervor.

Neues Familienzentrum im alten Schlachthof-Areal

So möchte die Stadt Künzelsau unter anderem einen fünf- bis sechsgruppigen Kindergarten als Familienzentrum auf dem ehemaligen Schlachthof-Areal (der ehemaligen Grund- und Hauptschule) bauen lassen. Dafür wurden andere Kindergärten wie etwa die Karlspflege geschlossen. Die Stadt bevorzugt bei dem neuen Familienzentrum einen Neubau anstatt die Sanierung alter Gebäude, die, so die Stadtverwaltung, nicht selten teurer ist. Auch die Größe des Kindergartens sei bei der Wirtschaftlichkeitsfrage entscheidend. Die Stadt Künzelsau betont hier, dass eingruppige Kindergärten unwirtschaftlich seien, daher auch die Neuausrichtung in größere Zentren mit mehreren Gruppen. „Die Teilort-Kindergärten bleiben aber bestehen“, versichert Elke Sturm.

Geld soll – neben dem ehemaligen Schlachthof-Areal – in zwei weitere Kindergartenschwerpunkte fließen – zum einen in die Kindergartenlandschaft Taläcker. Dort wird es für Eltern zunehmend schwieriger, einen Kindergartenplatz zu finden (siehe Tabelle unten). Zum anderen werde auch in Gaisbach ein weiterer Schwerpunkt in der Kindergartenlandschaft im Zuge des neuen Baugebietes gesetzt.

Gebührenfreiheit bedeutet weniger Einnahmen

Die Stadt Künzelsau führte ab dem 01. Januar 2019 als – laut eigenen Aussagen – erste Kommune Baden-Württembergs die Gebührenfreiheit in ihren städtischen Kindertagesstätten/Kindergärten ein. Das heißt, einheimische Kinder ab einem Jahr bis zum Schuleintritt müssen keine Kindertagesstätten-/Kindergartengebühren bezahlen. Dadurch sehen viele Einwohner die Stadt als besonders familienfreundlich an. Der Nachteil: weniger Einnahmen, die unter anderem verwendet werden können für den Neubau oder die Sanierung von bestehenden Kindergartengebäuden sowie Personal.

In manchen Künzelsauer Bezirken wie Taläcker oder Nagelsberg stehen zugleich auch relativ wenig Kindergarten- beziehungsweise Kindertagesstättenplätze angesichts der Nachfrage zur Verfügung. Dennoch scheiterte bislang das private Kindertagesstättenkonzept Schatzkinder in Nagelsberg von Elvia Jakobi bislang an diversen Hürden, wie die Stadt gegenüber GSCHWÄTZ erklärte (wir berichteten). Jakobis Kita war klein, verschlang aber eine fast fünfstellige Summe im Monat, die die Stadt mit trug.

Für die Stadtverwaltung ist klar, wie die Zukunft der Künzelsauer Kindergartenlandschaft aussehen muss: Schwerpunkte setzen.

Belegungsplan der Kindergärten in und um Künzelsau. Quelle: Stadtverwaltung Künzelsau

 

In manchen Künzelsauer Bezirken wie Taläcker oder Nagelsberg stehen relativ wenig Kindergartenplätze angesichts der Nachfrage zur Verfügung. Hier zu sehen ist ein Kindergarten im Bezirk Taläcker. Foto: Gschwätz

 

 

 

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