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  • Hans-Jürgen Saknus (links) am Wahlsonntag am 26. Mai 2019 im Landratsamt. Foto: GSCHWÄTZ

„Dem schwächeren Pferd den Zuschlag erteilt“: Warum Hohenlohe zwei Kreisstädte hat

Hans-Jürgen Saknus, Integrationsbeauftragter der Stadt Öhringen, kann sich noch sehr gut zurückerinnern, wie das war, als Öhringen vor 25 Jahren, also 1994, zur Großen Kreisstadt des Hohenlohekreises aufstieg. Zu diesem Zeitpunkt war Künzelsau bereits seit geraumer Zeit Kreisstadt des Hohenlohekreises. Der Hohenlohekreis wurde zum 01. Januar 1973 durch Zusammenlegung der Altkreise Künzelsau (KÜN) und Öhringen (ÖHR) gebildet.

Laut Saknus wollte Lothar Späth, Ministerpräsident des Landes Baden-Württemberg von 1978 bis 1991, dass beide Zentren des Hohenlohekreises – Künzelsau wie auch Öhringen – erhalten bleiben. Daher „hat er dem schwächeren Pferd den Zuschlag erteilt“: Künzelsau wurde Kreisstadt. Öhringen werde von alleine wachsen und gedeihen. Und tatsächlich ist Öhringen Künzelsau mittlerweile entwachsen und hat die 20.000 Einwohnermarke geknackt. Künzelsau hat rund 5.000 Einwohner weniger.

Übrigens, verrät Saknus weiter, ähnlich habe es sich im Landkreis Calw verhalten. Calw wurde Kreisstadt, Nagold überschritt auch ohne diesen Titel die 20.000er Marke bei der Einwohnerzahl. Der einzige Unterschied zum Hohenlohekreis: Die Kreisstadt Calw ist auch weiterhin die Stadt mit den meisten Einwohnern.

 

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