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  • Bürgermeister Thilo Michler feierte mit den Öhringern 25 Jahre Große Kreisstadt. Foto: Stadtverwaltung Öhringen

Öhringen sticht Künzelsau: „Der direkte Draht nach Stuttgart“

,25 Jahre ist es her, dass Öhringen durch den damaligen Ministerpräsident Erwin Teufel zur Großen Kreisstadt ernannt wurde‘ heißt es auf der Internetseite der Stadt Öhringen. So feierten die Öhringer im Rahmen eines Sommerfestivals am 31. Juli 2019 ihr 25-jähriges Jubiläum.

In den letzten 25 Jahren ging es voran. „Egal ob Westtangente, Limespark, Stadtbahn oder Landesgartenschau, schon diese Meilensteine zeigen beispielhaft, wie dynamisch sich Öhringen in den letzten zweieinhalb Jahrzehnten entwickelt hat“, so Thilo Michler, Oberbürgermeister der Großen Kreisstadt Öhringen.

Erweiterter Zuständigkeitsbereich für Öhringen

Nachdem Öhringen 1993 die Einwohnerschwelle von 20.000 Einwohnern überschritten hatte, beschloss der Gemeinderat am 18. Januar 1994 einen Antrag gegenüber der Landesregierung zu stellen, um zur Großen Kreisstadt ernannt zu werden, erklärt Leona Weber, die in Öhringen für das Stadtmanagement und die Wirtschaftsförderung zuständig ist. Aber was ist eigentlich der Unterschied zwischen einer Kreisstadt und einer Großen Kreisstadt, abgesehen von der Einwohnerzahl? Weber verdeutlicht: „Eine Kreisstadt ist einem Landkreis zugeordnet. Sie teilt sich kommunale Aufgaben mit dem Landratsamt des jeweiligen Landkreises.

Große Kreisstädte haben dann weitere Zuständigkeiten als so genannte untere Verwaltungsbehörde. Eine Große Kreisstadt wird zudem von einem
Oberbürgermeister geleitet, der nicht mehr der Rechtsaufsicht des Landkreises untersteht, sondern dem Regierungspräsidenten des übergeordneten
Regierungsbezirks, also Stuttgart, Rechenschaft ablegen muss. Eine Große Kreisstadt ist beispielsweise Denkmalschutzbehörde, sie führt ein Ausländeramt, eine Wohngeldstelle, ebenso ein Rechnungsprüfungsamt.“

Keine Konkurrenz zwischen Öhringen und Künzelsau

Im Alltag hieße das vor allem Bürgernähe. Zudem könne Öhringen als Große Kreisstadt den direkten „Draht“ nach Stuttgart ins Regierungspräsidium im Verwaltungsalltag nutzen, um Unterstützung oder Antworten bei Verwaltungsfragen von oberer Stelle zu erhalten. „Gerade für die Durchführung
der Landesgartenschau 2016 war der direkte Austausch mit den Referaten und Abteilungen im Regierungspräsidium Stuttgart enorm wichtig und sehr
fruchtbar, um das Großprojekt zeitlich und finanziell optimal durchführen zu können“, so Weber. Die gesamte Region und auch der Landkreis profitiere davon, wenn vor Ort eine Große Kreisstadt mit ihrem Oberbürgermeister ihr gewisses „Gewicht“ in verschiedenste Anträge und Vorhaben legen könne, schildert Weber.

Zwischen Öhringen und Künzelsau bestünde auch keine Konkurrenz, sondern vielmehr arbeiten die beiden Mittelzentren in vielen Bereichen eng
zusammen, um den Hohenlohekreis und die Region gemeinsam weiter voranzubringen. Dabei sei es, laut Weber, bei Anfragen in der Landeshauptstadt sicher kein Nachteil, wenn auch eine Große Kreisstadt und ein Oberbürgermeister gewisse Anfragen stellt und sich für die Region einsetzt.

 

Mit einem großen Fest im Hofgarten feierten die Öhringer ihre Große Kreisstadt. Foto: Stadtverwaltung Öhringen

 

 

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