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  • Um die Baustellenarbeiter zu schützen, wird künftig die Geschwindigkeit der Autofahrer in der Baustelle kontrolliert. Foto: Landratsamt des Hohenlohekreis

Blitzer im Baustellenbereich – Arbeitsschutzmaßnahmen für Baustellenarbeiter

6. Oktober 2019 von Gschwätz Allgemein, Hohenlohe 0 Kommentare

In den kommenden Wochen und Monaten wird es an Baustellen im Straßenverkehr vermehrt stichprobenartig durchgeführte Geschwindigkeitsmessungen, das heißt Blitzer, geben. Diese Maßnahme dient in erster Linie dem Arbeitsschutz.

Im März 2019 hat das Bundesministerium für Arbeit und Soziales neue Sicherheitsanforderungen für Arbeitsplätze im Straßenverkehr festgelegt. Allgemeines Ziel der Verkehrssicherungsmaßnahmen an Arbeitsstellen ist der Schutz von Verkehrsteilnehmern und dort arbeitenden Personen. Je nach Örtlichkeit stehen verschiedene Arbeitsschutzmaßnahmen zur Verfügung. Diese gehen von Geschwindigkeitsbeschränkungen, deren Einhalten durch Geschwindigkeitsanzeigetafeln und Geschwindigkeitskontrollen gewährleistet wird, über halbseitige Sperrungen bis hin zu Vollsperrungen.

 

Vollsperrungen sollen vermieden werden

 

Unter Abwägung der Interessen des Autofahrers und des Arbeitsschutzes wird im Hohenlohekreis versucht, die Behinderungen für den fließenden Verkehr so gering wie möglich zu halten. Das Ziel ist es, Vollsperrungen, wenn es irgendwie möglich ist, zu vermeiden. Nach aktuellem Stand ist bei Unterhaltungsarbeiten im Straßenraum jedoch mit einem deutlichen Anstieg der Sperrungen zu rechnen. Ist die verbleibende Restbreite der Straße zu gering, das heißt unter 3 Metern, wird die Straße grundsätzlich vollgesperrt. In Ausnahmefällen kann eine Vollsperrung auch noch bei einer Restbreite von 2,75 Metern vermieden werden. Ein solcher Ausnahmefall wäre eine Geschwindigkeitsbegrenzung unter 50 km/h. Eine Vollsperrung unter der Bedingung einer solchen Geschwindigkeitsbegrenzung zu vermeiden, setzt aber voraus, dass die vorgegebene Geschwindigkeit auch eingehalten wird. Daher sind seit April 2019 zwei Geschwindigkeitsanzeigetafeln im Einsatz. Diese zeigen die tatsächlich gefahrene Geschwindigkeit und den Hinweis „langsam“ oder „danke“ an. Überprüft werden diese Arbeitsschutzmaßnahmen künftig auch durch stichprobenartig durchgeführte Geschwindigkeitsmessungen.

Das Landratsamt appelliert an alle Verkehrsteilnehmer, sich sowohl zum Schutz der arbeitenden Menschen als auch zum eigenen Schutz an die vorgegebene Geschwindigkeit zu halten. Nur wenn die vorgegebenen Geschwindigkeiten eingehalten werden, können Vollsperrungen vermieden werden.

 

Hintergrund

 

Gemäß einem Bericht des Statistischen Bundesamtes vom 09. Juli 2019 passierten im Jahr 2018 1.829 Unfälle mit Personenschaden im Baustellenbereich auf Autobahnen. 2008 waren es lediglich 1.011 Unfälle. Innerhalb der vergangenen zehn Jahre ist die Anzahl somit um rund 80 Prozent gestiegen.

Quelle: Pressemitteilung des Landratsamtes des Hohenlohekreises

 

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