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  • Kind. Quelle: unsplash/Yousef Espanioly

Kita-Betreiberin Jakobi: „Familienfreundliche Stadt“ Künzelsau „nicht glaubwürdig“ – Letzte Chance: Stuttgart

Sie wollte aufgeben, aber Elvira Jakobi kämpft nun doch weiter um ihre private Kindertagesstätte (Kita) Schatzkinder in Künzelsau-Nagelsberg. Und das hat einen Grund.

In einem fünfseitigen Schreiben, datiert auf den 09. August 2019, wendet sie sich noch einmal an die Stadtverwaltung Künzelsau. Der Grund: Eltern, die ihr Kind in ihrer privaten Kita angemeldet hatten, finden nun laut ihren Aussagen keinen Platz in einer städtischen Kita, obwohl die Stadtverwaltung laut eigenen Aussagen gegenüber GSCHWÄTZ noch 29 Plätze frei hat (wir berichteten).

Jakobi möchte nun doch weiterkämpfen und wendet sich nach Stuttgart

Jakobi: „Nachdem sich die Eltern bei der zuständige Mitarbeiterin der Stadt Künzelsau um einen alternativen Platz zur Betreuung ihrer Kinder bemüht haben, wurde ihnen mitgeteilt, dass es erst in 1-2 Jahren die Möglichkeit einer Unterbringung in einer städtischen Kita gibt. Eine für die Eltern, Kollegen und nicht zuletzt für mich, als Betreiberin dieser Einrichtung unfassbare Aussage.
Aufgrund der Nachfrage interessierter berufstätiger Eltern, hat die private bilinguale Kindertagesstätte „Schatzkinder“ bei dem Landesjugendamt Stuttgart einen Antrag auf die Betriebserlaubnisänderung auf die Ganztagesbetreuung gestellt (die Anträge werden derzeit von der Behörde bearbeitet). Ich möchte Sie bitten, Ihre Entscheidung nochmals zu überdenken und die Kita „Schatzkinder“ (derzeit geführte VÖ- Gruppe, 12 Kinder) in die Bedarfsplanung 2019/2020 aufzunehmen. Die Stadt Künzelsau wirbt mit dem Slogan „familienfreundliche Stadt“- dieser Slogan ist mit dem Beschluss, unseren Kita nicht in die Bedarfsplanung aufzunehmen, nicht glaubwürdig.“

Doch zu wenig Kita-Plätze in Künzelsau?

Jakobi erklärt: „Der Bildungsausschuss des Landtags in Stuttgart hat im Juli 2019 beschlossen, den Stichtag für die Einschulung der Kinder auf den 30. Juni vorzuverlegen. Wenn das Schulgesetz geändert wird, können Kinder (die im Juli, August und September) sechs Jahre alt werden, ein Jahr länger in der Kita bleiben, dafür werden mehr Kinderplätze bei der Stadt Künzelsau benötigt.
Aktuell gibt es für mehrere Familie, die sich seit längere Zeit bei der privaten bilingualen Kindertagesstätte „Schatzkinder“ um einen Platz beworben haben, sichere Plätze. Die Eltern sind davon ausgegangen, das ihre Kinder ab September 2019 in der Kita gut untergebracht sind. Jetzt stehen die Familien vor einem großen Problem, sollte der Betreib in September nicht laufen (Stadt Künzelsau – Ablehnung der Kita in die Bedarfsplanung 2019/2020).“

Jakobi: Der Bedarf wird auch in Zukunft steigen

Jakobi widersprich in ihrem Schreiben daher der Ablehnung der Aufnahme in die Bedarfsplanung 2019/2020 (wir berichteten). „Angebot und Nachfrage sind entscheidende Faktoren bei der Bedarfsplanung der Kinderbetreuung. Im Idealfall decken sich beide Kriterien, sodass alle Kinder von nachgefragten Eltern bedarfsgerecht versorgt werden können. Derzeit ist diese Balance bei der Stadt Künzelsau noch nicht flächendeckend erreicht. Bereits aktuell übersteigt der Betreuungsbedarf das vorhandene Platzangebot. Bei der Versorgung der unter dreijährigen Kinder ist die Diskrepanz noch stärker ausgeprägt als im Elementarbereich. Die prognostizierte Bevölkerungsentwicklung sagt zudem einen Zuwachs in allen maßgeblichen Altersgruppen voraus. Aufgrund des unkalkulierbaren Flüchtlingszuzugs wird es mit großer Wahrscheinlichkeit zu einer weitere Zunahme der Nachfrage nach Betreuungsplätzen bei der Kommune kommen.“

 

 

 

 

 

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