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  • Bildtext: Kreisforstamtsleiter Roland Hartz (Zweiter von rechts) demonstriert Minister Peter Hauk (links daneben) und Landrat Dr. Matthias Neth (rechts) die Schäden an Buchen. Ganz links: Forstmitarbeiter Joachim Glück. Foto: Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg

Alarmstufe rot: Hohenloher Wald trocknet aus – Minister Hauk verspricht finanzielle Hilfen für Waldbesitzer

Wenn ein Landesminister sich zu einem Kreisbesuch angesagt hat, gibt es sehr oft einen freudigen Anlass. Den hätte Peter Hauk, Minister für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg, sicherlich auch gerne gehabt, doch da machte ihm das Klima einen Strich durch die Rechnung. Der bedenkliche Waldzustand, bedingt durch die Trockenheit der vergangenen Monate und Jahre, veranlasst den CDU-Politiker derzeit, sich vor Ort ein Bild von den Schäden zu machen.

Gefahr herabfallender Äste

Zu seinem Besuch im Staatswald Mühlberg bei Künzelsau hatte Hauk – wie Landrat Dr. Matthias Neth scherzhaft meinte – zwar seine ganz eigene Soforthilfe mitgebracht, denn kurzzeitig regnete es recht ergiebig. Doch das hob die Stimmung nur kurz, denn der Ernst der Lage ist jedem Beteiligten schon länger bewusst. Forstamtsleiter Roland Hartz zeigte dem Minister an mehreren Stellen, dass nach der Fichte nun auch die Buche – die Hauptbaumart in Baden-Württemberg – stark in Mitleidenschaft gezogen ist. Spröde Äste, abgestorbene Kronen: der Wassermangel hat die Abwehrkraft der Buchen so geschwächt, dass sie sich vor allem gegen den Borkenkäfer nicht mehr wehren können. Herabfallende Äste sind mittlerweile sowohl für Waldbesucher als auch für Autofahrer durch absterbende Bäume entlang der Straßen ein Risiko.

Peter Hauk will Waldbesitzern finanziell unter die Arme greifen

Da die Holzpreise durch das Überangebot an Schadholz stark gefallen sind, bahnt sich für die Waldbesitzer auch finanziell eine Katastrophe an, die das Land zu versucht abzumildern: Ein Notfallplan für die Wälder Baden-Württembergs sei in Vorbereitung, erklärte der Minister. „Die Gesellschaft darf die Waldbesitzer mit dieser ernsten Krise nicht alleine lassen.“ Außerdem werde das Land auf den Bund zugehen und eine schnelle finanzielle Beteiligung einfordern. Das begrüßte Landrat Dr. Matthias Neth: „Wenn wir die Herausforderung stemmen wollen, dann brauchen wir die entsprechende Unterstützung, vor allem auch für den Klein-Privatwald und für den Kommunalwald.“

Im Anschluss besichtigte der Minister die neuen Gebäude des Landwirtschafts- und Veterinäramtes in Kupferzell. Dezernent Dr. Wolfgang Eißen wies in diesem Zusammenhang auf die Synergieeffekte hin, die durch die direkte Nachbarschaft zur Akademie für Landbau und Hauswirtschaft(ALH) entstehen.

Goggenbacher Schweinestall als Vorzeigestall

In Goggenbach machte sich der Minister ein Bild vom neuen Schweinestall der Kirchbühl GbR. Der moderne Stall erfüllt die höchsten Anforderungen an das Tierwohl. Als Besonderheit wurde ein Besucherraum eingerichtet, der auch den Verbrauchern den Blick in den Stall ermöglicht. Zum Abschluss ging es dann noch zum Betrieb des neuen Bauernverbandsvorsitzenden Jürgen Maurer in Feßbach – dort wurden im Rahmen des Projektes F.R.A.N.Z. verschiedene biodiversitätsfördernde Maßnahmen angelegt. Die vom Landratsamt Hohenlohekreis, Landwirtschaftsamt, initiierte Biotopvernetzungskonzeption in der Gemeinde Kupferzell wurde von Minister Hauk als vorbildhaft und wichtige Maßnahme für mehr Biodiversität und Artenvielfalt gewürdigt.

Quelle: Pressemitteilung des Landratsamtes des Hohenlohekreises

 

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