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Artenrückgang in Hohenlohe

Zunehmende Landwirtschaft bedroht diverse Tier- und Pflanzenarten

Der Landschaftserhaltungsverband Hohenlohekreis unter dem Vorsitz von Hohenlohes Landrat Dr. Matthias Neth lädt am Donnerstag, den 11. Juli, 19 Uhr, zu einem Vortrag von Professor Dr. Peter Berthold auf Schloss Eyb in Dörzbach ein. Der Vortrag beschäftigt sich unter anderem mit dem Kampf gegen den Artenrückgang auch im Hohenlohekreis. Außerdem spricht Berthold über die Schaffung eines bundesweiten Biotopverbundes.

Über die Hälfte der Fläche Deutschlands nutzen Landwirte

Anbei veröffentlichen wir eine Pressemitteilung des Landschaftserhaltungsverbandes Hohenlohe:

„Über die Hälfte der Gesamtfläche Deutschlands wird landwirtschaftlich genutzt. Dieser Fläche kommt als Lebensraum für eine Vielzahl von Tieren und Pflanzen eine besondere Bedeutung zu. Eine intensive Bewirtschaftung kann enorme Belastungen für die Umwelt zur Folge haben und zu Biodiversitätsverlusten führen. Wie kann diesem Artenrückgang in Deutschland und speziell im Hohenlohekreis entgegengewirkt werden? Damit beschäftigt sich der Vortrag von Prof. Dr. Peter Berthold am Donnerstag, 11. Juli 2019, um 19 Uhr auf Schloss Eyb in Dörzbach.
Prof. Dr. Berthold ist Ornithologe und Verhaltensforscher. Er war Leiter der Vogelschutzwarte in Radolfzell, einer Zweigstelle des Max-Planck-Instituts für Ornithologie in Seewiesen, und Pro-fessor an der Universität Konstanz. Seit seiner Emeritierung im Jahr 2004 wirkt er im Stiftungsrat der Heinz Sielmann Stiftung mit und gab den Anstoß für den Biotopverbund Bodensee (BVB).
Die Heinz Sielmann Stiftung schafft seit 2004 ein Netz von neuen Lebensräumen für Tiere und Pflanzen in Sielmanns Biotopverbund Bodensee. Die Tier- und Pflanzenbestände sollen sich er-holen und verschwundene Arten sollen zurückkehren können. Dieses Projekt stellt den umfangreichsten Großversuch dar, der im Hinblick auf die Rettung der Artenvielfalt durchgeführt werden konnte.

Zurück zur Natur

Grundlage dafür ist ein im Jahre 1988 vorgestelltes neues Naturschutzkonzept: Renaturierung von etwa zehn Prozent der Fläche im Bereich jeder Gemeinde und dadurch Schaffung eines bundesweiten Biotopverbundes, basierend auf „Oasen aus Menschenhand – jeder Gemeinde sein Biotop“.
Zwischenzeitlich wurden auf 500 Quadratkilometern Fläche über 100 Einzelprojekte an 44 Standorten gemeinsam mit den Städten und Gemeinden aus ganz Deutschland im Wert von etwa fünf Millionen Euro realisiert. Neu angelegte Stillgewässer, renaturierte Bachläufe, aufgewertete Streuobstwiesen oder extensive Weideprojekte konnten innerhalb kürzester Zeit durch zahlreiche Vogelarten, Amphibien, Tagfalter, Libellen und andere Tiergruppen besiedelt werden.

Bachläufe, Streuobstwiesen, Platz für Amphibien

Auch im Hohenlohekreis nimmt der menschliche Nutzungsdruck auf die Landschaft schon seit Jahrzehnten zu. Flächenverbrauch sowie die Intensivierung von Land- und Forstwirtschaft haben dazu geführt, dass vielerorts Lebensräume von Tieren und Pflanzen verloren gingen und nur noch kleine, isolierte Flächen übrig geblieben sind. Um dem entstandenen Artenrückgang entgegenzuwirken, könnte in Zusammenarbeit mit der Heinz Sielmann Stiftung ein Naturschutzprojekt ins Leben gerufen werden. Dies kann nur gemeinsam erfolgen, durch Kommunen, über die Stiftung Naturschutzfonds Baden-Württemberg bis hin zur aktiven Beteiligung der Bevölkerung.“

Teilnahme nur nach schriftlicher Anmeldung. Anmeldungen bitte direkt beim Landschaftserhaltungsverband per Fax: 07940/18 755 oder E-Mail: michael.buss@hohenlohekreis.de

 

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