07940 | 935 557
 0,00 (0 Gegenstände)

Keine Produkte im Warenkorb.

  • Demonstration vor dem Krankenhaus Künzelsau zum Erhalt des Krankenhausstandortes. Foto: GSCHWÄTZ/Archiv

In 6 Monaten zu: Krankenhaus Künzelsau – Notaufnahme offen bis Ende November – Hospiz im Gespräch

Der Countdown läuft. Die Tage des Künzelsauer Krankenhauses sind gezählt. Wir haben die BBT-Gruppe (zu welcher das Hohenloher Krankenhaus mit seinen beiden Standorten Öhringen und Künzelsau gehört) gefragt, wie lange die Künzelsauer ihr Krankenhaus noch nutzen können und in welchem Umfang.

„Alle Abteilungen stehen bis Ende November in vollem Umfang zur Verfügung“

Ute Emig-Lange, Pressesprecherin der BBT-Gruppe, verweist dabei auf den „Beschluss des Kreistages vom vergangenen Dezember 2019, die akutstationäre Versorgung schon Ende diesen Jahres am Standort Künzelsau zu beenden und am Standort Öhringen zu konzentrieren. Derzeit laufen die Vorbereitungen für den Umzug. In Öhringen sind verschiedene Umbaumaßnahmen notwendig, um die Abteilungen aus Künzelsau dort aufnehmen zu können. Der Umzug wird nach jetzigem Planungsstand Ende November 2019 stattfinden. Bis zu diesem Zeitpunkt stehen alle Abteilungen und die Notaufnahme im Krankenhaus Künzelsau in vollem Umfang für die Versorgung von Patienten zur Verfügung.“

BBT: Keine betriebsbedingten Kündigungen bis 2021

Wie viele Mitarbeiter wurden beziehungsweise werden im Zuge der Schließung des Krankenhauses in Künzelsau gekündigt und wie viele arbeiten nach der Schließung in Öhringen weiter?, wollte GSCHWÄTZ von BBT unter anderem wissen. Ute Emig-Lange: „Wir haben gemeinsam mit dem Betriebsrat in der vergangenen Woche die Mitarbeitenden von HK und HSB in Betriebsversammlungen sowohl in Künzelsau als auch in Öhringen über den mittlerweile zwischen Arbeitgeber- und Arbeitnehmervertretern ausgehandelten Interessenausgleich und den Sozialplan informiert und diese ausführlich erläutert. Dabei haben wir noch einmal ausdrücklich betont, dass es keine betriebsbedingten Kündigungen bis zum 31. Dezember 2021 geben wird. Zu diesem Versprechen der BBT-Gruppe stehen wir. Vielmehr sollen – sofern als möglich – alle am Standort Künzelsau tätigen Mitarbeiter innerhalb der HK, der HSB oder in einem anderen Unternehmen in der Region Tauberfranken-Hohenlohe bzw. der BBT-Gruppe weiterbeschäftigt werden.“ Konkretere Angaben zu den genauen Zahlen konnte Emig-Lange zu dem jetzigen Zeitpunkt jedoch noch nicht machen. Sie erklärt: „Die von der Standortzusammenlegung der Krankenhäuser betroffenen Mitarbeitenden haben in den nächsten Wochen nun die Gelegenheit, über sogenannte Präferenzlisten mehrere Optionen anzugeben, wo sie nach Beendigung der stationären Versorgung in Künzelsau eingesetzt werden wollen. Es gibt dazu viele differenzierte Angebote. Die Stimmung in beiden Betriebsversammlungen war sachlich und lösungsorientiert – wie schon zuvor die Verhandlungen mit dem Betriebsrat und der Gewerkschaft. In den kommenden Tagen und Wochen bieten Direktorium, Personalleitung und Betriebsrat diverse Gesprächsmöglichkeiten für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zur individuellen Beratung an. Erst wenn diese Phase abgeschlossen ist, lassen sich Zahlen über die künftigen Einsatzorte der Mitarbeitenden aus Künzelsau nennen.

Nachnutzung: Psychiatrische Tagesklinik bleibt, Hospiz im Gespräch

Wie wird das Krankenhausgebäude künftig genutzt? Bei der Mitarbeiterversammlung sei unter anderem von Thomas Weber von der BBT-Gruppe kommuniziert worden, so berichteten es interne Quellen gegenüber GSCHWÄTZ, darüber gesprochen worden, dass möglicherweise ein Hospiz in die Räumlichkeiten kommt. Laut Emig-Lange stehe jedoch noch nichts sicher fest: „Über die Nachnutzung des Standorts Künzelsau führen wir zurzeit vielfältige Gespräche mit verschiedenen Partnern.“ Die psychiatrische Tagesklinik, die einen Stock des Gebäudes belegt, solle aber auch zukünftig am Standort Künzelsau erhalten bleiben.

Foto: GSCHWÄTZ/Archiv

 

 

Markiert in BBTKrankenhaus