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  • Biomülltonne im Hohenlohekreis. Foto: GSCHWÄTZ

Abfallwirtschaft schlägt Alarm: Zu viel Verpackungen in der Biotonne

18. Mai 2019 von Gschwätz Künzelsau 0 Kommentare

Aufkleber „Kein Plastik in die Betty“ sollen beim Müll-Trennen helfen

In den nächsten Tagen beklebt die Abfallwirtschaft des Hohenlohekreises alle 40.000 Bio-Energie-Tonnen mit dem Aufkleber „Kein Plastik in die Betty“. „Die Aktion ist eine logistische Herausforderung, aber dringend nötig“, so der Geschäftsführer der Abfallwirtschaft Sebastian Damm. Hintergrund ist der hohe Anteil an Plastikverpackungen im Bioabfall. Zu den häufigsten Fehlwürfen in der Betty zählen verdorbene Lebensmittel, die mitsamt der Umverpackung aus Plastik in die braune Tonne geworfen werden.

Tonnen sollen nicht gleich weggeräumt werden

Der Aufkleber, der jetzt auf jeden braunen Tonnendeckel im Hohenlohekreis  kommt, soll die Bürger beim täglichen Befüllen der Betty unterstützen. „Wir wollen das Thema jetzt ganz offensiv angehen, weil die Qualität des Bioabfalls noch nicht die ist, die wir brauchen“, berichtet die Betriebsleiterin der Abfallwirtschaft Silvia Fritsch. Für die Aktion fährt in den nächsten zwei bis drei Wochen ein Team des Dienstleisters der Abfallwirtschaft hinter den Bio-Müllfahrzeugen her und beklebt die Tonnen. Die Abfallwirtschaft bittet daher die Bürger, die Bettys am Tag der Leerung noch einige Stunden an der Straße stehen zu lassen.

Neue Aktion der Abfallwirtschaft: Betty mag kein Plastik. Foto: Abfallwirtschaft

Hintergrund

Aus dem Biomüll entstehen laut der Abfallwirtschaft wertvolle Erden und Komposte. Der Kompost wird unter anderem zur Bodenverbesserung auf landwirtschaftlichen Flächen und in Gärten ausgebracht. Die hochwertigen Erden, die aus dem Hohenloher Bioabfall gewonnen wurden, werden beispielsweise auch beim Garten- und Landschaftsbau auf dem Buga-Gelände in Heilbronn eingesetzt. Um die hohen Qualitätsansprüche zu gewährleisten, müssen deshalb Plastikanteile im Bioabfall sehr aufwendig aussortiert werden, was wiederum hohe Kosten verursacht.

Die Qualitätsoffensive mit dem Team um Abfallberater Rainer Mugler geht auch in diesem Jahr weiter. Hierbei sind die Mitarbeiter der Abfallwirtschaft persönlich im Landkreis unterwegs und werfen einen Blick in die Bettys. Somit will man mit den Bürgern direkt ins Gespräch kommen und Hilfestellung beim richtigen Müll-Trennen geben. Außerdem gibt es seit Kurzem eine Buswerbung mit Abfallberater Rainer Mugler. Auf einem NVH-Bus ist er überlebensgroß zu sehen und gibt den Hinweis: „Kein Plastik in die Betty“.

Wichtig ist Mugler aber vor allem eines: „Mit der Aktion wollen wir kein Fehlverhalten anprangern, sondern eine Erinnerungshilfe beim Müll-Trennen geben“. Denn eines weiß Mugler aufgrund der vielen Rückmeldungen aus der Bevölkerung: „Die meisten Fehlwürfe passieren nicht absichtlich, sondern aus Unwissenheit“.

 

Service-Hotline Bürgertheke Abfallwirtschaft: 07940/18-555.

Quelle: Pressemitteilung der Abfallwirtschaft des Hohenlohekreises

 

Bildunterschrift:

„KEIN PLASTIK in die BETty“ Mit diesem Aufkleber will die Abfallwirtschaft die Qualität beim Bioabfall verbessern. v.l. Betriebsleiterin Silvia Fritsch, Abfallberater Rainer Mugler und Geschäftsführer Sebastian Damm

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