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Neumann: „Viele Nationalitäten leben in Künzelsau zusammen“

15. Mai 2019 von Gschwätz Künzelsau 0 Kommentare

Video-Interview mit Künzelsaus Bürgermeister Stefan Neumann bei der Kundgebung am Kokolores: ,Für Demokratie gegen Faschismus‘, die am Montag, den 13. Mai 2019 parallel zur AfD-Veranstaltung in der Künzelsauer Stadthalle abgehalten wurde.

Stefan Neumann bei der Kundgebung ,Für Demokratie gegen Faschismus‘. Foto: GSCHWÄTZ

GSCHWÄTZ: Herr Neumann, Sie sind heute auf die Kundgebung gekommen: ,Für Demokratie gegen Faschismus.‘

Neumann: Ich finde es gut und wichtig, dass es diese Veranstaltung gibt und ich freue mich, dass ein paar gekommen sind. Wenn es nach mir geht, hätten es ruhig noch ein paar mehr sein dürfen. Das Programm ist gut, die Musik übrigens auch. Es ist wichtig, dass man den Diskurs  sucht und darüber redet, welche Positionen die einzelnen Parteien vertreten. Das ist gerade im Vorfeld zu den Kommunal- und Europawahlen wichtig.

GSCHWÄTZ: Wie bunt ist Künzelsau?

Neumann: Künzelsau ist sehr bunt. Das betrifft nicht nur die Zusammensetzung des Künzelsauer Gemeinderates, sondern auch, wieviel Nationalitäten bei uns in Künzelsau zusammenleben und zwar seit Jahren. Künzelsau fällt hier nicht negativ auf. Wir tun viel für Integration. Und ich glaube, es ist unsere gemeinsame Aufgabe, dass es so auch künftig weitergeht.

GSCHWÄTZ: Parallel zu der Veranstaltung hier am Kokoleres gibt es die AfD-Veranstaltung in der Stadthalle. Werden Sie da auch noch hingehen?

Neumann: Die AfD-Veranstaltung beginnt um 19 Uhr. Da ich um 19.30 Uhr gleich wieder einen Anschlusstermin habe, gehe ich nicht dorthin. Aber ich glaube, es ist wichtig, dass nicht nur AfD-Anhänger hingehen, sondern auch Leute, die bereit sind, öffentlich  dagegenzuhalten und Fragen zu stellen, auch kritische Fragen.

Organisator Hans-Jürgen Saknus (SPD) lud zur Kundgebung.

Saknus: „Die ewig Gestrigen verklären die Vergangenheit“

Bei der Kundgebung sprachen unter anderem Caroline Vermeulen, SPD-Kreisvorsitzende in Hohenlohe, die ehemalige Kreisrätin Magda Reichardt aus Niedernhall und Dieter Hummel, der ehemalige Schulleiter des Schlossgymnasiums. Veranstaltungsleiter Hans-Jürgen Saknus (SPD) betonte in seinem Schlusswort: „Das, was wir hier in der Stadt leben wollen, ein Zusammenleben ohne Hass und Ausgrenzung, ein Zusammenleben, ohne sich seiner Herkunft oder Hautfarbe rechtfertigen zu müssen, ein Zusammenleben in Frieden und Freiheit, ist heute nicht selbstverständlich. Das, was wir hier für uns wollen, ist das gleiche was wir auch für das Zusammenleben in Europa wollen, für das Zusammenleben aller Europäer – egal welche Sprache sie sprechen, welchen Glauben sie leben, oder ob sie reich oder arm sind. Europa ist die Zukunft, ein Europa wo wir in Frieden und in Freiheit und in Freundschaft zusammenleben können und zusammenleben wollen.“

Saknus: „AfD ist eine Anti-EU-Partei“

Kritische Worte hielt Saknus für die parallel verlaufende Veranstaltung der AfD in der Stadthalle bereit: „Die ewig Gestrigen, die sich als neue politische Kraft sehen und dessen Spitzenpersonal sich gerade in der Stadthalle trifft und sich ihr Europa der Vaterländer ausmalt, verklären die Vergangenheit und betreiben  einen Geschichtsrevisionismus. So propagiert das Spitzenpersonal Gauland und Höcke: Hitler war nur ein Vogelschiss in der deutschen Geschichte und das Mahnmal der Schande muss weg. Ein Mahnmal soll weg, das für das unvorstellbare industrielle Ermorden von 6 Millionen Juden steht.Wer die Vergangenheit verklärt, will aus der Geschichte nicht lernen.“ Die AfD sei, so Saknus, seit ihrer Gründung eine Anti-EU-Partei. Er fordert die Zuhörer auf: „Lasst uns laut werden, wenn eine Neiddebatte losgetreten wird, dass Europa uns nur was kostet und nichts bringt. Neid, Angst, Hass dürfen keine Motivation sein für politisches Handeln.“

 

 

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