07940 | 935 557
 0,00 (0 Gegenstände)

Keine Produkte im Warenkorb.

  • Kaufland nimmt seinen Landwirten Obst und Gemüse mit optischen Mängeln ab. Foto: Kaufland

Die etwas Anderen – Obst und Gemüse mit optischen Mängeln

In einer dreimonatigen Testphase bei Kaufland werden Äpfel, Karotten und Kartoffeln mit optischen Mängeln in über 240 Filialen in Baden-Württemberg, Bayern und im Saarland sowie im südlichen Hessen und Rheinland-Pfalz angeboten. Auch in den Filialen in Künzelsau und Öhringen gibt es die so genannten „etwas Anderen“ zu kaufen.

Seit Anfang Januar 2019 stehen die etwas Anderen gesondert platziert in den Filialen. „Normal liegen die Äpfel bei den Äpfeln, die Karotten bei den Karotten und die Kartoffeln bei den Kartoffeln. Aber zum Start der Aktion werden die etwas Anderen gesondert platziert und mit einem Pappaufsteller auf sie aufmerksam gemacht“, erklärt Andrea Kübler, Pressesprecherin von Kaufland, auf GSCHWÄTZ-Nachfrage.
Mit einer gesonderten Platzierung und zusätzlichen Kommunikationsmaßnahmen will Kaufland seine Kunden von den etwas Anderen überzeugen. Mittlerweile sind „die etwas Anderen“ beim anderen Obst und Gemüse gattungsbezogen platziert. Sie sollen anhand eines Plakates und ausgewiesenen Klasse zwei erkennbar sein.
Und sparen kann man auch noch. Kübler ergänzt, dass „die etwas Anderen“ – sowohl die Äpfel, Karotten und die Kartoffeln – 88 Cent pro Kilo kosten. Dies ist laut Kübler ein deutlich günstigerer Preis im Vergleich zur herkömmlichen Ware.

 

„Eine ungewöhnliche Form hat keine Auswirkungen auf den Geschmack“

 

Laut Kaufland soll beim Obst- und Gemüseeinkauf meist nach optischen Kriterien entschieden werden. Frisches Obst oder Gemüse, das ungewöhnlich aussieht, schafft es daher oft nicht in den Handel.
Was vielen Kunden nicht bewusst ist: Die inneren Werte der etwas Anderen seien gegenüber den bereits vorhandenen Produkten identisch – allerdings könne beispielsweise schon ein Stein im Feldboden dafür sorgen, dass eine Möhre eine andere Form als gewöhnlich bekomme, heißt es in der Pressemitteilung von Kaufland.
„Wir nehmen unseren Landwirten Obst und Gemüse mit optischen Mängeln ab und zeigen, dass ungewöhnliche Formen keine Auswirkung auf gesunde Lebensmittel und einen vollwertigen Geschmack haben“, so Markus Mutz, Einkauf Obst und Gemüse Kaufland.
Kübler ergänzt: „Die Landwirte verkaufen sonst die Ware mit optischen Mängeln an die Produktion. Das heißt: Aus nicht so schönen Äpfeln wird dann zum Beispiel Apfelmus hergestellt. Jedoch erhalten die Landwirte weniger Geld, wenn sie ihr Obst und Gemüse an die Produktion verkaufen.“
Nach erfolgreicher Testphase sollen die etwas Anderen deutschlandweit zur Verfügung stehen. Das Sortiment wird dann noch mit weiteren regionalen Obst- und Gemüsesorten ergänzt. Saisonbedingt sollen von diesem Gesamtsortiment immer wieder unterschiedliche Artikel in den Märkten angeboten werden.

Aktuelle Beiträge