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Gespensterjagd auf schwäbisch

An einem Samstagnachmittag im Herbst 2018 sieht man in einem Waldstück eine Horde Kinder. Jedes Kind steht an einem Baum. Sie klatschen Lehm an die Rinde und formen Gespenster daraus. Einige Minuten später, etwas tiefer im Wald, stehen Eltern an einem Netz, das aus Seilen gebastelt wurde und zwischen Bäumen gespannt ist. Sie heben Kinder durch das Netz. Keines der Kinder darf das Seil berühren. Zwei Stunden später, in der Abenddämmerung, marschieren die Eltern mit ihren Kindern von der Ruine Forchtenberg abwärts. Sie halten Fackeln in den Händen. So sieht eine Familienaktion des Schwäbischen Albvereins der Ortsgruppe Kupferzell aus, an der über 40 Personen teilnehmen.

Seit fast zwei Jahren baut der Schwäbische Albverein der Ortsgruppe Kupferzell eine Familiengruppe für Familien mit Kindern im Kindergarten- und Grundschulalter auf. „Das war nicht einfach“, erklärt Adelheid Antlauf, Naturpädagogin, die im Hauptverein in Stuttgart eingestellt wurde, um Ortsgruppen zu helfen: „Am Anfang gab es wenig Interesse. Einige Veranstaltungen sind auch ausgefallen. Aber mit der Unterstützung der Ortsgruppe Kupferzell sind wir in die Kindergärten gegangen und haben dort Werbung gemacht. Seitdem boomt es.“

Mit gesammelten Eicheln müssen die Kinder die Münder der Gespenster treffen. Foto: GSCHWÄTZ

Die Fackelwanderung an der Ruine Forchtenberg ist aber keine gewöhnliche Wanderung. Auf dem Weg zur Ruine müssen die Kinder Aufgaben erledigen – um das kleine Gespenst von seinem Fluch zu befreien. Im Wald sind vier kleine schwarze Gespenster versteckt. An jedem einzelnen Gespenst gilt es, eine Aufgabe zu meistern. Mit Lehm ein Gespenst an einem Baum formen, von den Eltern durch ein Spinnennetz gehoben werden, ohne es zu berühren. Ein Gespenst mit einer Astgabel schnellstmöglich balancieren und selbst gesammelte Eicheln in den Mund eines großen und kleinen Gespenstes reinwerfen. An der Ruine angekommen darf jedes Kind eine Tüte – ein Dankeschön vom Gespenst – suchen. Bis es richtig dunkel ist, basteln die Kindern selbst noch ein kleines Gespenst auf der Ruine. Gegen 18.30 Uhr beginnt die Fackelwanderung zurück. Ein Nachmittag voller Abenteuer.

Gudrun Schickert, die sich selbst als Omi der Familiengruppe sieht und seit über 30 Jahren im Schwäbischen Albverein ist, erklärt, warum das Verjüngungsprinzip der Albvereine so wichtig ist: „Man möchte neue Mitglieder und vor allem eben junge Mitglieder, die auch neue Ideen in die Vereinsarbeit bringen und das geht nur über die Familien und die Jugend.“ Schickert weiter: „Uns ist es wichtig, die Kinder und die Eltern raus in die Natur zu bringen. Das Interesse für Aktionen in der Natur zu wecken und weg vom Computer zu kommen.“

Bloß nicht das Spinnennetz berühren, lautet die Faustregel. Foto: GSCHWÄTZ

 

Geplante Termine für 2019:

Sonntag, den 24. März 2019: Vom Schaf zum Wollfaden

Samstag, den 11. Mai 2019: Backen im Backhaus

Sonntag, den 02. Juni 2019: Alpakawanderung in Bauersbach oder Goggenbach

Sonntag, 07. Juli 2019: Das Leben im Fluss

Sonntag, 20. Juli 2019: Steinsuppe im Kupfertal

Sonntag, 22. September 2019: Drachensteigen auf dem Einkorn

Sonntag, 13. Oktober 2019: Kürbiskönige und schaurige Fratzen schnitzen

Samstag, 16. November 2019: Laternen- und Fackellaufen auf den Feldern

Sonntag, 01. Dezember 2019: Backen mit Kindern und Senioren

 

Anmeldungen bei Christina Hansel unter der E-Mail albverein-og-kupferzell@gmx.de.

 

 

 

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