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  • Erinnerungsmale für Künzelsauer Juden - Gedankensteine in Künzelsau. Foto: Stadtverwaltung Künzelsau.

Paten für Stolpersteine gesucht

Seit 2015 wurden 55 Stolpersteine in der Künzelsauer Kernstadt verlegt, die an das Schicksal der früher hier lebenden Juden erinnern. Nun sollen im kommenden Herbst die letzten 19 an ihren Standort kommen. Um dieses finanzieren zu können, wird für jeden Stein je ein zahlender Pate gesucht, der die Kosten von jeweils 120 Euro übernimmt.

Gunter Demnig ist der Künstler, der auf die Idee kam. Er hat die Erinnerungsmale entworfen, die in vielen Städten schon im Straßenpflaster eingefügt wurden. Insgesamt sind es weit über 70.000 Stück. Mit nationalen und internationalen Auszeichnungen wurde der Kölner Künstler für sein Engagement belohnt. Er wird auch dieses Mal die Steine in Künzelsau verlegen.

In der Vergangenheit wurde mit den Stolpersteinen hauptsächlich an jüdische Getreide- und Viehhändler erinnert. Nun stehen noch die Familien Adler und Stern aus, die als Versorger ihrer Glaubensangehörigen mit koscheren Lebensmitteln, mit rituell reinen Produkten als Metzger und Bäcker tätig waren. Auch die Lehrerswitwe Wissmann wird bedacht, deren Mann einst der erste Künzelsauer Gemeinderat jüdischen Glaubens war.

Mehr Informationen bei Stefan Kraut von der Stadtverwaltung Künzelsau. Kontakt: Stefan.Kraut@Kuenzelsau.de , Telefon 07940 129-117.

Quelle: Pressemitteilung der Stadtverwaltung Künzelsau

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