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  • Beim Tag der offenen Tür der IFF (v.l.): Stefan Neumann, Ursula Mühleck, Pfarrerin Sybille Leiß, Viktoria Gedenk und Oswin Fuhr. Foto: GSCHWÄTZ

Stimmt etwas nicht mit meinem Kind?

Die interdisziplinäre Frühförderstelle Hohenlohe (IFF) in Künzelsau öffnete am Freitag, den 05. Oktober 2018 am Tag der offenen Tür ihre Türen für alle. Wenn Eltern unsicher sind, ob ihr Kind sich richtig entwickelt hinsichtlich Kommunikation, Motorik und/oder Sozialverhalten, können sie sich seit Mai 2018 bei der IFF Rat holen. In dem IFF-Team sind Logopäden, Physiotherapeuten und Ergotherapeuten sowie Heilpädagogen und Psychologen, die alle in einem Gebäude untergebracht sind. Sie erstellen Förder- und Behandlungspläne und begleiten Kinder von der Geburt bis zu ihrer Einschulung.

Das IFF-Team (v. links): Julia Zaffran (Empfang), Veronika Gedenk (Leitung), Annika Koch (Physiotherapeutin), Beate Kärcher (Ergotherapie), Judith Mich (Logopädin), Margret Knecht (Heilpädagogin).
Foto: GSCHWÄTZ

Veronik Gedenk, die Leiterin der IFF in Künzelsau, erklärt was die ersten Schritten sind: „Man vereinbart hier bei uns einen Termin zu einem Beratungsgespräch. Wir versuchen, den Eltern die Ängste zu nehmen. Falls Handlungsbedarf besteht, muss ein Kinderarzt aufgesucht werden. Wir arbeiten sehr eng mit den Kinderärzten zusammen und erstellen eine Förderbehandlung für das Kind.“ Bei der IFF sind laut Gedenk bereits über 50 Familien die Unterstützung bei der Förderung ihres Kindes bekommen. „Manchmal sind es veränderte Lebensumstände, wenn sich die Eltern zum Beispiel trennen oder das Kind ein Geschwisterchen bekommen. Hier bekommt das Kind die Unterstützung, die es braucht, um solche Dinge zu verarbeiten“, so Gedenk.

„Mit Hilfe von Identifikationsfiguren Stärken umsetzen“

„Die Kinder haben Spaß an der Therapie. Sie dürfen sich austoben, schreien und alles rauslassen. Sie dürfen das Leben spüren und sollen wissen, dass es okay ist, wenn das Herz mal pocht“, erzählt die Physiotherapeutin Annika Koch. Die Kinder können Kinder sein, ihren Körper spüren lernen und werden gleichzeitig therapiert.

Die Kinder dürfen sich bei der Physiotherapie austoben. Foto: GSCHWÄTZ

Die Heilpädagogin Margrit Knecht berichtet von ihrer Tätigkeit mit den Kindern: „Durch spielen stärke ich die Kinder emotional. Kinder identifizieren sich mit Figuren. Zum Beispiel mit einer Polizisten-Spielzeugfigur oder mit einem Plüsch-Löwen. Sie wollen stark wie ein Löwe sein und können mit Hilfe ihrere Identifikationsfigur so ihre Stärken umsetzen.“ Sie hilft den Kindern, ihren Alltag zu bewältigen „Wenn sich Kinder schlecht konzentrieren können, kann man ihnen zum Beispiel mit Legobausteinen Farben, das Zählen und auch die Sprache beibringen.“

Die Kinder haben Spaß bei der Therapie, da sie spielerisch umgesetzt wird. Foto: GSCHWÄTZ

„Es okay, anders zu sein und Stärken und Schwächen zu haben“

Sven Seuffert-Uzler ist zuständig für die Unternehmenskommunikation der evangelischen Stiftung Lichtenstern. Er selbst hat ein Kind mit Behinderung und weiß, aus Sicht des Elternseins, die Vorteile zu schätzen, dass Logopäden, Physiotherapeuten und Ergotherapeuten sowie Heilpädagogen und Psychologen in einem Gebäude sind. „Die ganze Praxis ist mit Tiermotiven geschmückt. Die Tiere spiegeln die Verschiedenartigkeit mit allen Stärken und Schwächen wider und es okay anders zu sein und Stärken und Schwächen zu haben“, so Seuffert-Uzler.

Tiere spiegeln die Verschiedenartigkeit wider. Foto: GSCHWÄTZ

Neben dem Träger der evangelischen Stiftung Lichtenstern sind auch Krankenkassen und der örtliche Sozialhilfeträger an der Frühförderung beteiligt. Die Erstberatung und Diagnose ist kostenfrei. Die IFF ist ein vom Landkreis gefördertes Projekt.

Kontakt: IFF. Keltergasse 47; 74653 Künzelsau.
Öffnungszeiten: Montag bis Donnerstag 8.30 bis 12 Uhr. Dienstag: 14 bis 16 Uhr.
Telefon: 07940/50 308 76.

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