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Kupferzell // Es knallt fast jeden Tag auf der A6

16. März 2018 von Gschwätz Allgemein 0 Kommentare

Auf dem Streckenabschnitt zwischen Heilbronn und Kupferzell der A6 kommt es fast an jedem Arbeitstag in beiden Fahrtrichtungen zu einem Unfall. Im vergangenen Jahr 2017 gab es 254 Unfälle bei 260 Arbeitstagen. Richtung Nürnberg (Osten) waren es 112 Unfälle und Richtung Mannheim (Westen) waren es 142 Unfälle, so Herr Gerhard Zeh vom Polizeipräsidium Heilbronn auf GSCHWÄTZ-Nachfrage. 2016 ereigneten sich auf demselben Streckenabschnitt sogar 300 Unfälle, wohingegen es 2015 „lediglich“ 224 Unfälle waren.

Richtung Osten (Nürnberg):             2017: 112 Unfälle // 2016: 148 Unfälle // 2015: 93 Unfälle

Richtung Westen (Mannheim):        2017: 142 Unfälle // 2016: 152 Unfälle // 2015: 131 Unfälle

Gesamt:                                               2017: 254 Unfälle // 2016: 300 Unfälle // 2015: 224 Unfälle

 

// Aktuelle Verkehrsunfallstatistik für den Raum Heilbronn //

 

Laut der aktuellen, am 16. März 2018, vom Polizeipräsidium Heilbronn veröffentlichten Verkehrsunfallstatistik im Zuständigkeitsbereich Heilbronn, sei die hohe Zahl von Verkehrsunfällen mit Lkw-Beteiligung „bemerkenswert, die letztlich mit der hohen Schwerverkehrsbelastung der Autobahnen korrespondiert. An 396 der insgesamt 928 Verkehrsunfälle mit bedeutendem Sachschaden beziehungsweise mit Personenschaden im gesamten Heilbronner Zuständigkeitsbereich waren Lkw beteiligt, was einem Anteil von 42,6  Prozent entspricht. Bei deutlich mehr als der Hälfte der Unfälle mit Personenschaden haben Lkw-Fahrer die Unfälle verursacht.“

Positik ist: Die Zahl der Personen, die 2017 im Rahmen von Verkehrsunfällen verletzt wurden, ging  im Vergleich zum Jahr 2016 um 22 Prozent zurück. Die Zahl der dabei schwer Verletzten sank um 24 Prozent.

 

// Unfallursachen //

 

Nicht angepasste oder überhöhte Geschwindigkeit (333 Unfälle) sowie mangelnder Abstand (172 Unfälle) sind auf den Autobahnen laut der Unfallstatistik die häufigsten Hauptunfallursachen. Bei den Unfällen mit Personenschaden liegen Abstandsverstöße mit 47 Prozent noch vor den Geschwindigkeitsverstößen (44 Prozent) an erster Stelle.
Im Bereich der Verkehrstüchtigkeit war 36 mal Übermüdung des Fahrzeugführers die Unfallursache, in 19 Fällen lag die Ursache im vorangegangenen Alkoholgenuss. Drei Verkehrsteilnehmer standen unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln und fünf Fahrer nahmen mit sonstigen körperlichen Mängeln am Verkehr teil.

 

// Gaffer, Handybenutzer, Standstreifenparker: Überwachungsschwerpunkte 2018 //

 

2018 will die Polizei verstärkt kontrollieren, ob Fahrer mit Mobiltelefonen am Ohr unterwegs sind, da mehr als jeder zehnte Unfall dadurch resultiere, dass die Fahrer mit dem Handy oder dem Navigationsgerät hantieren.
Da es immer wieder zu gefährlichen Situationen komme, wenn Lkw an den Zu- und Ausfahren von Parkplätzen halten, werde auch in diesem Bereich verstärkt kontrolliert werden, betont Karl Himmelhan, der Leiter der Verkehrsunfallaufnahme der Verkehrspolizeidirektion. Erster Polizeihauptkommissar Joachim Feucht weiß, dass „blockierte Rettungsgassen die Retter viel Zeit kosten, die für die Versorgung der Verletzten an der Unfallstelle dringend gebraucht wird. Hierdurch können entscheidende Minuten verloren gehen, die über Leben und Tod eines Verunglückten entscheiden. Neben der verstärkten Überwachung dieses Phänomens durch die Polizei hat auch der Gesetzgeber mit einer drastischen Erhöhung des Bußgeldes reagiert.“

In immer stärkerem Maße führe das Verhalten von Gaffern und rücksichtslosen Schaulustigen zu gefährlichen Situationen auf den Autobahnen. Dadurch verlängere sich nicht nur der Stau durch den Unfall, sondern es komme dadurch auch zu Folgeunfällen.

// Foto: GSCHWÄTZ/Archiv. Aufgenommen im November 2016 bei einer Polizeikontrolle auf der A6

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