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Künzelsau: Gesprächskreis Gesundheit und Wohlbefinden

Der Gesprächskreis Gesundheit und Wohlbefinden lädt am Montag, den 16. März 2020, um 14 Uhr in die Feuerwache Künzelsau in der Lindenstr. 16. Es soll dann darum gehen, was jeder für seine Gesundheit getan und erreicht hat. Jeder soll sich an seinen Erfolgen erfreuen. Wer auf seinen zurückgelegten Weg schaut, kann vielleicht auch sein endliches Ziel erkennen. Auf dem Weg da­hin hat man vieles gesehen, erlebt und gelernt, auch wenn der Lernweg vielleicht manchmal schwierig war. Mit den reichlichen Erfahrun­gen kann man frohen Mutes weitergehen. 

Anmeldungen werden entweder per E-Mail an St.Georg1@t-online.de oder unter Telefon 07940/33 91 entgegengenommen.

 




Prof. Spitzer: TV & Internet fördert bei weniger Gebildeten die Unbildung

Im Rahmen eines Vortrags in der Stadthalle Künzelsau hat GSCHWÄTZ-Reporter Dr. Felix Kribus die Gelegenheit genutzt, um mit Hirnforscher Manfred Spitzer ein Interview zu führen. Medienkritiker Spitzer ist unter anderem ein Gegner von Smartphones bei Kindern. 

GSCHWÄTZ: Herr Professor Spitzer, früher hat man gesagt, Fernsehen macht kluge Leute klüger und dumme Leute dümmer. Gilt das heute fürs Smartphone und fürs Internet?

Spitzer: Jein. Das hat beim Fernsehen nur teilweise gestimmt. Ich wüsste nicht, wer da wirklich klüger geworden ist. Aber dass es tatsächlich bei weniger gebildeten Menschen vor allem auch die Unbildung noch stärker gefördert hat, das ist heute fürs Fernsehen in vielen Studien nachgewiesen. Fernsehen macht Ungebildete, Nichtgebildete – man hat ja geglaubt, man bringt jetzt Bildung in den letzten Winkel der Erde. Und das Gegenteil ist passiert, die Unbildung kam in den letzten Winkel der Erde. Jetzt wird für digitale Medien das Gleiche behauptet, jetzt haben wir die Cloud und können vom Smartphone jederzeit und an jedem Ort an jedes Fitzelchen von Wissen herankommen und das würde uns schlau machen. Fakt ist, dass dem nicht so ist. Ein bisschen stimmt’s, wenn jemand, der viel Vorwissen hat, in die Cloud geht und auch noch mehr Informationen sucht, dann wird der fündig, weil er schon viel weiß. Wer aber noch nichts weiß oder wenig weiß, der wird vor allem Unterhaltung im Netz finden der seichtesten Art und deswegen wird er nicht gebildet werden. Das stimmt heute in der digitalen Welt fast noch mehr als früher fürs Fernsehen. Die Gebildeten können das Netz tatsächlich für Bildung nutzen, aber die Ungebildeten werden nicht gebildeter, sondern noch ungebildeter.

„Wir müssen das Gehirn tatsächlich immer trainieren“

GSCHWÄTZ: Ich kram jetzt mal eine alte Kamelle raus. Neil Postman, Medienprofessor und sehr bekannt in den 80ern und 90ern, hat die Bücher geschrieben „Das Verschwinden der Kindheit“ und „Wir amüsieren und zu Tode“. Sein Tenor ist, dass durch das dauernde Bildschauen, wo auch nichts erklärt werden muss, dass da im Grunde der Geist des Kindes oder auch die ständige Verfügbarkeit von Inhalten Kinder eigentlich nicht reifer und erwachsener machen.

Spitzer: Also ich denke, wir wissen es heute einfach noch ein bisschen genauer, als man das in den 80ern und 90ern wissen konnte, weil die Gehirnforschung immer klarer gezeigt hat, wie wichtig die Benutzung des Gehirns für dessen Leistungsfähigkeit ist. Wir müssen das Gehirn tatsächlich immer trainieren, was Kinder von sich aus ja tun, indem sie sich der Welt zuwenden, mit der Welt umgehen, ausprobieren und so weiter. Und die ständige Verfügbarkeit scheinbar von allen Informationen über so ein kleines Glasbildschirmchen suggeriert Wissen, wo eigentlich nur Ablenkung ist. Deswegen ist sie gerade für sich entwickelnde Gehirne sehr schädlich. Das wissen wir heute besser als das Herr Postman wissen konnte vor 25 Jahren.

„Digitale Medien verhindern Bildungsprozesse“

GSCHWÄTZ: Jetzt haben Sie ja sehr energisch gegen Ende Ihres Vortrags gesprochen, Sie sind also ein relativer oder absoluter Gegner von Smartphones, solange die Kinder noch sehr klein sind. Wenn sie älter sind und mit Medien umgehen können und auch Informationen selektieren und filtern können, ist nochmal was anderes. Warum sind Sie so sehr dagegen?

Spitzer: Weil, wenn man noch kein Vorwissen hat, und das ist es, was man braucht, um Informationen zu filtern, dann kann man dieses Vorwissen durch digitale Medien viel schlechter erwerben – das ist nachgewiesen in vielen Studien – als man das durch Lernen mit Lehrern und mit Gemeinschaft kann. Deswegen sind digitale Medien, je kleiner jemand ist, umso schädlicher. Sie schaden dann ganz besonders der Bildung und verhindern Bildungsprozesse. Und dazu kommt dann eben noch, dass Smartphones nicht nur die Bildung behindern, sondern sie verhindern die richtige Entwicklung der Augen – die machen kurzsichtig. Sie behindern die motorische Entwicklung, die Kinder bewegen sich viel weniger, wenn sie Medien nutzen. Deswegen werden sie dicker. Das macht wiederum Risikofaktoren für kardiovaskuläre Erkrankungen. Das sind die häufigsten Killer, die wir sowieso haben. Also wenn man alles zusammenaddiert, dann kommt man auf eine unglaubliche Menge an Schaden und ganz wenig Nutzen. Und je kleiner die Kinder sind, desto größer die Schäden und desto gar nicht mehr vorhanden ist der Nutzen. Weswegen es mir gerade um Kinder und Jugendliche geht. Erwachsene sind für sich selbst verantwortlich. Da muss jeder selbst entscheiden, wie er mit den digitalen Medien umgeht und wie er sie auch für sich nutzt.

„Kinder ohne Smartphone reden mit anderen“

GSCHWÄTZ: Früher waren es Markenklamotten, heute sind es eben Smartphones. Wir reden immer über Ausgrenzung oder eben Gruppenzusammenhalt oder  Gruppenausgrenzung. Was würden Sie Eltern raten, deren Kinder jetzt kein Smartphone haben – solche Kinder gibt es wahrscheinlich auch noch –  und die Eltern wissen nicht, was sie machen sollen?

Spitzer: Also an Eltern die ganz klare Botschaft: Smartphones schaden Kindern. Weswegen der Erfinder des Smartphones, Steve Jobs, das seinen Kindern auch nicht gegeben hat. Bill Gates dachte, für meine 14-Jährige ein Smartphone, aber nur unter Aufsicht. Es ist definitiv falsch, den Kindern diese Instrumente zu früh in die Hand zu geben und dann auch noch ohne jegliche Begleitung. Das Smartphone ist der Zugang zum größten Rotlichtbezirk der Welt. Das drücke ich meiner Tochter nicht einfach so in die Hand und lass sie damit unbeaufsichtigt weiter damit umgehen. Das ist unverantwortlich. Und vielleicht noch ein Tipp für die Eltern: Was sie ihren Kindern nicht schenken, müssen sie ab dem Tag nicht dauernd verbieten und nicht drüber streiten. Und weiterhin gilt, wenn mein Kind als einziges kein Smartphone hat, dann ist es das einzige, das mit anderen Kindern redet und deswegen ist es hervorgehoben. Es wird auch über Smartphones gemobbt und es wird über Smartphones Depression verbreitet. Dass die Kinder depressiv werden und gemobbt werden, wenn sie kein Smartphone haben, ist schlichtweg eine Lüge und falsch. Man kauft sich viel Schäden ein und eigentlich wenig Gutes. Je länger die Kinder kein Smartphone haben, desto besser ist es für die Kinder.

„Zugang zum größten Rotlichtbezirk der Welt“

GSCHWÄTZ: Müssen wir eigentlich nicht froh sein mit unserer Bundesregierung, die ja in allem etwas hinterherhinkt? Mit der Digitalisierung, dass sie noch nicht soweit fortgeschritten ist, und Funkfrequenzen und Internet, das ja mit einer gewissen Geschwindigkeit geplant ist für ganz Deutschland, das wird uns ja seit 15 Jahren erzählt. Müssen wir nicht dankbar sein, dass das nicht so schnell voran geht?

Spitzer: Also ich war bis vor einem Jahr immer dankbar, wenn ich gehört habe, wir hinken mit der Digitalisierung hinterher gerade was Schule anbelangt. Jetzt geben wir fünf Milliarden dafür aus, dass die Kinder weniger lernen an den Schulen, weil Router und Internetzugang genau dazu führen, das ist in x Studien nachgewiesen. Das bringt mich schon etwas in Rage, weil wenn man die Daten dazu kennt, kann man nicht guten Gewissens nicht fünf Milliarden für Internetzugänge und digitale Geräte an Schulen ausgeben, weil die nochmal das Lernen verhindern und nicht fördern.

„Besser Lehrer einstellen als fünf Milliarden für digitale Medien ausgeben“

GSCHWÄTZ: Das heißt eigentlich, wir müssten froh sein, dass das Schulsystem so ist? Was würden Sie am aktuellen Schulsystem, am aktuellen Bildungssystem ändern?

Spitzer: Also jetzt im Moment würde ich die fünf Milliarden nehmen und dafür Lehrer einstellen. Da brauch ich kein Studium, um zu wissen, dass das Wichtigste im Unterricht der Lehrer ist und wenn Unterricht ausfällt – es fällt sogar in Baden-Württemberg noch Unterricht aus, weil grad kein Lehrer da ist – dann ist das Beste, was man mit Geld machen kann, Lehrer einzustellen.

GSCHWÄTZ: Es gab mal von Neil Postman eine These, die besagt hat, das Fernsehen ist nicht für Idioten, das Fernsehen erzeugt sie. Ist das für das Internet auch so?

Spitzer: Ich würde nicht von Idioten sprechen, aber ich würde von Problemen bei der Hirnentwicklung definitiv sprechen und von einer geringeren Bildung auch definitiv.

Manfred Spitzer sagt, Smartphones schaden der Gehirnentwicklung von Kindern und Jugendlichen. Foto: GSCHWÄTZ

 

 

 

 

 

 




Künzelsau: Formen der Erinnerung – Stolperstein-Verlegung

Gunter Demnig verlegt am Dienstag, den 3. März 2020, in Künzelsau erneut Stolpersteine zum Gedenken an Opfer des Nationalsozialismus. Begleitet wird die Aktion von Bürgern und Schulen. Treffpunkt ist um 9.15 Uhr am Oberen Bach, bei der Bäckerei Härdtner (ehemalige Bäckerei Kühner). Nach dem Abschluss der Verlegung findet zwischen 12 und 12.30 Uhr eine kurze Gedenkfeier in der Johanneskirche statt.

Gesprächsabend zu Erinnerungskultur

Am Vorabend der Stolperstein-Verlegung gibt es einen Gesprächsabend zur Erinnerungskultur an die früher hier lebenden Juden im Rathaus Künzelsau. Gunter Demnig bereichtet von seinen Erfahrungen, dazu Yan Wissmann über seine Forschungen nach seinen Vorfahren in Künzelsau. Moderiert wird der Abend vom Künzelsauer Stadtarchivar Stefan Kraut. Die Veranstaltung beginnt um 18 Uhr, der Eintritt ist frei.

Die letzte Stolpersteine-Verlegung in Künzelsau

Einen Schwerpunkt der dieses Mal zu verlegenden 19 Steine bilden Personen, die mit dem jüdischen Ritus verbunden waren: Die Witwe des Parnes, des Vorstehers und Lehrers, Ida Wissmann, und die Familien Adler und Stern, die als Bäcker und Metzger koschere Nahrung anboten. Es dürfte in der Kernstadt das letzte Mal sein, dass Stolpersteine verlegt werden. Angefangen hat es 2007 mit einer Privatinitiative für den in Grafeneck ermordeten christlichen Lehrer Karl Lung – enden wird es mit dem Stein für die christliche Lehrerin und Widerstandskämpferin Clara Rupp, die von den Nazis zehn Jahre gefangen gehalten wurde und das KZ Ravensbrück überlebte. Dazwischen liegen 72 Steine für Juden, die der Nationalsozialismus vertrieben, wenn nicht sogar ermordet hat. Sämtliche Steine sind Spenden von Paten, meist Privatpersonen. Die örtlichen Schulen engagierten sich, sowie die Volkshochschule und der Verein StadtGeschichte. Der Stadtverwaltung oblag die Organisation. 

Steine mit Namen und Informationen

Gunter Demnig, Jahrgang 1947, ist ein aus Berlin stammender Künstler, der seit 1992 seine Idee umsetzt, zum Gedenken an Opfer des Nationalsozialismus Stolpersteine zu verlegen. Diese etwa zehn auf zehn Zentimeter messenden Messingplatten werden am früheren Wohnort der Betroffenen in den Boden eingelassen. Eingestanzt an der Oberseite befinden sich die Namen und wichtigen Informationen zum Schicksal der jeweiligen Person, der dieser Stein gewidmet ist. Die überwiegende Mehrheit sind Juden, aber es gibt auch Steine für Sinti, für Widerstandskämpfer oder Behinderte. 75.000 derartige Steine wurden inzwischen in Deutschland verlegt.

Großvater Selig aus Künzelsau

Yan Wissmann wurde 1992 in Brasilien geboren. Sein Urgroßvater Selig lebte in Künzelsau, war hier der jüdische Religionslehrer und Gemeindevorsteher – und der erste Stadtrat israelitischen Glaubens. Er starb 1927. Die Kinder wanderten aus, in Künzelsau bekannt war Leo, der gelegentlich aus Jerusalem zu Besuch kam. Julius, der Großvater von Yan, lebte in Brasilien. Nachdem 2013 Yan Wissmann als Austausch-Student nach Potsdam kam, entschied er sich, hier zu bleiben und sich in der bundesrepublikanischen Gesellschaft einzubringen. Ein Beitrag dazu ist es, über seine Familiengeschichte und Erfahrungen öffentliche Vorträge zu halten.

Buch über Juden von Nagelsberg

Der dritte in der Runde, Stefan Kraut, Jahrgang 1960, ist Stadthistoriker bei der Stadtverwaltung Künzelsau und Angehöriger der ältesten Künzelsauer Familie. Er ist in Montevideo geboren, aufgewachsen und lebt seit 1973 wieder im Kochertal. Seine Forschungen zu den Juden von Nagelsberg sind abgeschlossen und sollen als Buch erscheinen.

Quelle: Pressemitteilung der Stadtverwaltung Künzelsau

Gunter Demnig hat bereits im April 2017 Stolpersteine in Künzelsau verlegt. Foto: Stadtverwaltung Künzelsau.

Die Stolpersteine erinnern an Opfer des Nationalsozialismus. Foto: Stadtverwaltung Künzelsau

 




„Wer soll die nächste Vertrauensperson sein?“ – Wie hilfreich eine Vorsorgemappe sein kann

Patientenverfügung, Vorsorgevollmacht, Betreuungsverfügung, Testament, Beerdigung… das will keiner hören, man will sich nicht damit beschäftigen und schiebt es immer vor sich her. Aber irgendwann ist es zu spät und die Angehörigen wissen vielleicht nicht, wie sie richtig handeln sollen.

Für die letzte Lebensphase

Der Kreisseniorenrat, Betreuungsverein im Hohenlohekreis e.V., Pflegestützpunkt Hohenlohekreis und das Sozial- und Vorsorgeamt im Landratsamt Hohenlohekreis mit Betreuungsbehörde und Altenhilfefachberatung erabeiteten eine Vorsorgemappe für alle Einwohner im Hohenlohekreis. In dieser Vorsorgemappe kann man alles für seine letzte Lebensphase oder im Todesfall regeln.

Alles Wichtige zusammengefasst

Solange man noch seinen eigenen Willen äußern kann und entscheidungsfähig ist – sollte man dies auch tun, auch wenn man sich gerade nicht mit diesem schweren Thema befassen möchte. Die Vorsorgemappe des Hohenlohekreises hat alles Wichtige zusammengefasst, so dass man die Mappe nur noch ausfüllen muss. Möchte man bei einer schweren Krankheit am Leben erhalten werden oder wo möchte man seine letzten Augenblicke erleben dürfen? Wer soll die nächste Vertrauensperson sein? All diese Informationen kann man Patientenverfügung, der Vorsorgevollmacht und der Betreuungsverfüfung festhalten. Dieser Wille muss umgesetzt werden.

Vorsorgeausweis im Geldbeutel

Wichtig ist auch der Vorsorgeausweis, den man einfach in seinen Geldbeutel legt. Wenn einem etwas zustoßen sollte und man nicht mehr entscheidungsfähig ist, hilft dieser Vorsorgeausweis, auf dem angekreuzt ist, welche Vollmachten und Verfügungen vorhanden sind, um weitere Schritte ganz im Sinne des Betroffenen zu planen. So darf etwa niemand Sterben gegen den Willen des Betroffenen aufhalten oder verlängern.

Auch den digitalen Nachlass regeln

Auch das digitale Zeitalter spielt eine Rolle. Was soll mit den persönlichen Daten nach dem Tod passieren? Soziale Medien, Cloud, Festplatten, Online-Banking, Passwörter … soll alles gelöscht werden, soll einiges erhalten bleiben oder sollen die Angehörigen darüber entscheiden? Ein digitales Weiterleben ist schließlich auch nach dem Tod möglich.




Künzelsau: Rosenmontags-Blutspende

Der Ortsverein Künzelsau des Deutschen Roten Kreuzes lädt am Montag, den 24. Februar 2020, zur zweiten Blutspendeaktion in diesem Jahr. Von 14 bis 19.30 Uhr können 18- bis 73-Jährige in der Stadthalle in Künzelsau Blut spenden. Erstspender dürfen nicht älter als 64 Jahre sein. Vor der Entnahme erfolgt eine ärztliche Untersuchung, anschließend gibt es einen Imbiss. Die eigentliche Blutspende dauert nur wenige Minuten, insgesamt sollten Spender eine gute Stunde Zeit einplanen. Bitte den Personalausweis mitbringen.

Quelle: Facebook-Seite des DRK-Ortsverein Künzelsau




„Kommen, bringen, mitnehmen“ – Warentauschtag und Bücherflohmarkt in Künzelsau

Der Tauschkreis Schwäbisch Hall/Hohenlohe und die Stadtverwaltung Künzelsau organisieren den Warentauschtag in der Stadthalle in Künzelsau am Samstag, den 14. März 2020. Schon zum sechsten Mal heißt es „kommen, bringen, mitnehmen“. Neu ist allerdings in diesem Jahr, dass es parallel dazu einen Bücherflohmarkt im ehemaligen Sigloch-/Bauhof-Gebäude in der Bahnhofstraße 38 in Künzelsau gibt.

Dinge finden einen neuen Besitzer

Manche Dinge, die wir nicht mehr brauchen, sind eindeutig zu schade zum Wegwerfen. Vielleicht kann ein Gegenstand, der überflüssig ist, ja für jemand anders noch nützlich sein? Bei wem jetzt vor dem geistigen Auge gleich eine ganze Reihe von Gegenständen auftauchen, der sollte sich den Termin für den Künzelsauer TauschTag notieren. An diesem Tag finden Dinge einen neuen Besitzer. Alle Besucher dieser Veranstaltung sollen mit Freude nach Hause gehen: Die, die etwas gebracht haben und sich damit entlasten und die, die etwas gefunden haben, was sie gut gebrauchen können.

Von Haushaltsartikeln bis Ziergegenstände

Am TauschTag wird es in der Stadthalle Artikel aus folgenden Rubriken geben: Haushaltsartikel, Kleidung, Taschen, Koffer, Sportartikel, Hobbyartikel, Spielzeug, Werkzeug, Ziergegenstände, CDs, DVDs, Schallplatten, kleine Elektrogeräte und Bücher. Nicht gewünscht sind Autoreifen, PCs und Zubehör, Röhrenmonitore, (Feder)betten und Matratzen.

Nur gut erhaltene Artikel

Große Gegenstände, die nicht zum TauschTag in die Stadthalle gebracht werden können, können jedoch mit Bild und kurzem Text an einer Pinnwand angeboten werden. Natürlich geht es an diesem Tag keinesfalls darum, seinen Müll zu entsorgen, sondern es sollen gute, brauchbare Gegenstände einen neuen Besitzer finden. Daher versteht es sich auch von selbst, dass alle Artikel funktionsfähig, gut erhalten und sauber sein sollten. Mitglieder des Tauschkreises werden den ganzen Tag über in der Stadthalle aktiv sein, um das Bringen und Nehmen zu organisieren und zu kontrollieren.

Kostenlose Mitnahme

Jeder darf seine Artikel von 9.00 bis 13.00 Uhr kostenlos in die Stadthalle bringen, ganz unabhängig davon, ob er etwas mitnehmen möchte oder nicht. Wem etwas gefällt, der kann es ebenfalls kostenlos mitnehmen, egal ob er etwas gebracht hat oder nicht. Bis 14.00 Uhr steht die Stadthalle für Interessenten offen. Wer Artikel gebracht hat, die keinen neuen Besitzer gefunden haben, kann diese selbstverständlich am Ende der Veranstaltung wieder abholen, wenn er nicht möchte, dass diese Waren der Abfallverwertung zugeführt werden.

Für Verpflegung sorgt die Klasse 4b der Georg-Wagner-Schule, es gibt auch Kuchen zum Mitnehmen. Wer noch Fragen hat oder sich im Vorfeld genauer informieren möchte, der kann Gudrun Schaller vom Tauschkreis kontaktieren per E-Mail gudrun.schaller@gmx.de oder unter Telefon 07940/984 020

Bücherflohmarkt

Der Bücherflohmarkt findet ebenfalls am Samstag, den 14.  März 2020, von 10 bis 15 Uhr im Sigloch-/Bauhof-Gebäude in der Bahnhofstraße 38 in Künzelsau statt und wird von der Stadtverwaltung Künzelsau organisiert. Beim Umzug der Stadtbücherei im Dezember 2019 in das Alte Rathaus wurden jede Menge neue Bücher und Medien angeschafft. Dafür mussten aber auch viele noch gut erhaltene Bücher aussortiert werden, die nun ein neues Zuhause suchen. Gegen eine kleine freiwillige Spende können unter anderem Kinderbücher, Sachbücher und Romane erworben werden. Das Team der Stadtbücherei freut sich auf viele Besucher. Weitere Informationen gibt es bei Helen Bühler von der Stadtverwaltung Künzelsau unter Telefon 07940/129 120 oder per E-Mail helen.buehler@kuenzelsau.de.

Quelle: Pressemitteilung der Stadtverwaltung Künzelsau

 




Wegen Wartungsarbeiten fährt die Bergbahn nur eingeschränkt

Wegen Wartungsarbeiten ist die Künzelsauer Bergbahn am Montag, den 24. Februar 2020, und am Dienstag, den 25. Februar 2020, nur morgens und abends in Betrieb. Die Bahn fährt von 6.15 bis 7.30 und von 17.30 bis 22.30 Uhr im Normalbetrieb. Tagsüber wird an diesen beiden Tagen von 7.30 bis 17.30 Uhr ein Schienenersatzverkehr mit Bussen – zusätzlich zum NVH-Fahrplan – eingerichtet. Abfahrt ist alle 30 Minuten an der Claude-Monet-Straße Richtung Talstation.

An den Waggons und den Stationen der Bergbahn werden die Türen gewartet. Außerdem werden die Mitarbeiter des städtischen Bauhofes entlang der Schienentrasse, am Hang zwischen der Tal- und Bergstation, Bäume und Sträucher zurückschneiden oder bei Bedarf entnehmen.

Wegen wöchentlicher, planmäßiger Wartung ist die Bergbahn außerdem am Mittwoch, den 26. Februar 2020, von 9.15 Uhr (letzte Fahrt) bis 11.00 Uhr (erste Fahrt) außer Betrieb. Ansonsten fährt sie im regulären Betrieb.

Quelle: Pressemitteilung der Stadtverwaltung Künzelsau

 




Künzelsau: Kartenvorverkauf für die fünfte Wert-Wies’n gestartet

Bereits zum fünften Mal finden die Wert-Wies’n im Oktoberfeststil in diesem Jahr statt – am Freitag, den 9. Oktober 2020, und am Samstag, den 10. Oktober 2020. Waren es im ersten Jahr noch 800 Besucher, amüsierten sich im Jahr 2019 laut der Stadtverwaltung Künzelsau bereits doppelt so viele Feierlustige an zwei Abenden. Ein professioneller Festwirt und zwei Bands, die man von vielen überregionalen Volksfesten kennt, sorgen für Stimmung im großen Festzelt. Natürlich dürfen hier das traditionelle Maß Bier, ein halbes Hähnchen oder Käsespätzle nicht fehlen. B

Auftakt ist am Freitag um 19 Uhr mit einem Fassanstich durch Bürgermeister Stefan Neumann. „Die Störzelbacher“ sorgen ab 19.30 Uhr mit Rockklassikern von AC/DC bis Queen, Partysongs aus 40 Jahren Musikgeschichte und den aktuellen Hits aus den Rock-, Pop- und Dance-Charts für Stimmung. 

Am Samstag beginnt der Abend um 19 Uhr mit der Oktoberfestband „The Mercuries“. Die sechs süddeutschen Vollblutmusiker präsentieren die größten Mitsing-Hits von gestern und heute und lassen mit einer Mischung aus Mark Foster, Tina Turner, DJ Ötzi, ABBA, Queen, AC/DC und vielen anderen Künstlern das Stimmungsbarometer bis ans Limit steigen.

Tische für acht Personen können für beide Veranstaltungen vorab reserviert werden. Die Kosten betragen 20 Euro pro Person, inbegriffen sind für jeden ein Maß Bier und ein Eintrittsbändchen. Reservierungen mit Angabe der Rechnungsadresse, des Veranstaltungstages und der Anzahl der Tische und Personen nimmt Helen Bühler von der Stadtverwaltung Künzelsau unter Telefon 07940/129 120 oder per E-Mail helen.buehler@kuenzelsau.de entgegen. Mit der Reservierungsbestätigung per Post ist die Reservierung bindend. Der Betrag muss direkt nach Eingang der Reservierungsbestätigung überwiesen werden.

Wer die Wert-Wies’n mit seiner Firma besucht, kann vorab weitere Biermarken beim Festwirt per E-Mail rachinger.zelte@t-online.de oder unter Telefon 0171/650 74 26 auf Rechnung bestellen oder am Festabend am Bürocontainer gegen Bargeld erwerben.

Quelle: Pressemitteilung der Stadtverwaltung Künzelsau

Foto:„Die Störzelbacher“ bei den Wert-Wies’n. Quelle: Stadtverwaltung Künzelsau/Carmen Schniepp.

 




Künzelsau: Das Technische Gymnasium hat bei Jugend forscht erneut abgeräumt

Zwei Schülergruppen der Abschlussklasse des Technischen Gymnasiums Künzelsau haben am 22. Regionalwettbewerb Heilbronn-Franken, der vom 13. bis 15. Februar 2020 am Campus Künzelsau stattgefunden hat, ihre erarbeiteten Projekte vorgestellt. Noah Neff, Paul Lehner und Thorsten Leiser sind im Fachgebiet „Physik“ Regionalsieger geworden und haben sich dadurch für den Landeswettbewerb in Fellbach qualifiziert. In ihrer Arbeit haben sie untersucht, welcher Reifen beim Mountainbiken für welche Untergrundbeschaffenheit der Beste ist. Hierfür wurden Testreihen unter realen Bedingungen auf Schotter, Asphalt und Wiese durchgeführt und anschließend durch ein eigens erstelltes physikalisch-mathematisches Modell ausgewertet.

Eric Hefner und Christoph Kübler haben im Bereich „Arbeitswelt“ mit ihrem modifizierten Akkuschrauber den zweiten Platz erreicht. Die zwei Jungforscher haben ein Magazin entwickelt, in dem gleich drei Werkzeuge auf einmal eingespannt und mit einem kleinen raffinierten Handgriff gewechselt werden können. Beide Projekte wurden im Schülerforschungs- und Technikzentrum Hohenlohe durchgeführt und von ihrem Mathematik- und Physiklehrer Lars Schneider betreut.

Finanziell wurden beide Projekte durch die Innovationsregion Hohenlohe unterstützt. Das Unternehmen Würth hat für die Erstellung von CAD-Zeichnungen und anschließendem 3D-Druck einen Arbeitsplatz für die Abiturienten eingerichtet.

Quelle: Pressemitteilung des Landratsamtes Hohenlohekreis

Eric Hefner (Mitte) und Christoph Kübler (links) haben mit dem selbst entwickelten Magazin, in dem gleich drei Werkzeuge auf einmal eingespannt werden können, den zweiten Platz im Bereich Arbeitswelt erreicht. Foto: Landratsamt Hohenlohekreis




Künzelsau: Teil der Gesellschaft und Teil der Lösung – Bauerntag 2020

Der Bauerntag 2020 des Bauernverbandes Schwäbisch Hall – Hohenlohe – Rems fand am Freitag, den 14. Februar 2020, im Carmen-Würth-Forum in Künzelsau statt. Die über 400 Gäste beschäftigten sich laut einer Pressemitteilung des Bauernverbands mit den aktuellen landwirtschaftlichen Themen: Wie sieht sich der landwirtschaftliche Berufsstand in der gemeinsamen Verantwortung für Klima, Umwelt und Biodiversität, die eine gemeinsame Sache für die ganze Gesellschaft ist.

Jede Verbrauchergruppe integrieren

Grußworte kamen von Prof. Dr. Reinhold Würth (per Video), vom Hohenloher Landrat Dr. Matthias Neth und Rudolf Bühler von der Bäuerlichen Erzeugergemeinschaft Schwäbisch Hall (BESH). Jeder von ihnen hat eine besondere Verbindung zur Landwirtschaft und zeigte den Bauern eine hohe Wertschätzung und Dank für ihre tägliche Arbeit. Insbesondere der Hauptredner des Tages, Prof. Dr. Bernd Nolte, motivierte laut der Pressemitteilung die Gäste, dabei auch ganz neue Wege zu gehen: „Gehen Sie raus! Zeigen Sie Mut, die Veränderungen in der Landwirtschaft anzugehen. Integrieren Sie jedwede Verbrauchergruppe so intensiv wie möglich.” Als gutes Beispiel nannte er das Projekt “Lernort Bauernhof”. Hier werden Kinder und Jugendliche befähigt, eigenes Wissen darüber zu erarbeiten, wo unsere Lebensmittel herkommen und wie sie produziert werden. “Lernen Sie Vertrieb, lernen Sie sich zu vermarkten! Bringen Sie sich beim Verbraucher ins Bewusstsein und senden Sie positive Bilder aus der Landwirtschaft”, ermunterte der Wirtschaftswissenschaftler die Zuhörer. Als Hochschullehrer an der Steinbeis-Hochschule-Berlin für das Fachgebiet Economics, Strategy & Business weiß er: Es gibt im Markt kein Mitleid und keine Barmherzigkeit. Deshalb möchte er den verschiedenen Kräften der Landwirtschaft – vor allem aber den Bauern selbst – Mut machen, Neues zu wagen. “Mitleid macht nicht sexy. Zeigen Sie was Sie können. Sie sind attraktiv“, so der Wettbewerbsökonom.          

Verband als starke Stimme

Dafür brauche es Vernunft und Partnerschaft, wie Geschäftsführer Helmut Bleher sagte: „Wir brauchen eine wirkliche Agrarwende: In den Köpfen der Gesellschaft! Innovation und Vertrauen statt Gängelei“. Die Bauern müssten erkennen, dass sie Teil und Partner der Gesellschaft seien. “Deshalb geben wir als Verband unseren Bäuerinnen und Bauern eine starke Stimme. Das ist unsere Aufgabe! Wir tun das, was der Einzelne nicht schaffen kann. Wir sind gut vernetzt und sprachfähig und wir haben viel erreicht“, so Bleher weiter. Als Beispiele nannte er die Verhandlungsergebnisse zum „Eckpunktepapier“ der Landesregierung, den A6-Neubau und die Preisfindung für Verlustflächen. In vielen Abstimmungsrunden wurden hier Lösungen gefunden. Diese stellten immer Kompromisse dar. „Denn wir sind nicht allein auf der Welt! Wir sind 2 Prozent und gut beraten, mit den restlichen 98 Prozent zu reden“, empfahl Bleher. Denn das seien letztlich die Kunden, die in der Branche gern Verbraucher genannt werden. Bleher appellierte an die Runde: „Wir haben den schönsten Beruf der Welt. Wir arbeiten selbständig, vereinbaren Familie und Beruf ideal und arbeiten sehr vielseitig mit der Natur. Wir stehen in schwierigen Zeiten zusammen, um gemeinsame Aktionen durchzuführen und unsere Ziele zu erreichen!“

Alle Sektoren in die Lösungsprozesse einbeziehen

„Wir alle tragen Verantwortung“, startete der Vorsitzende Jürgen Maurer seine Rede. Er fand klare Worte, um die Position des Verbandes zu den aktuellen Themen deutlich zu machen. Unmissverständlich verwies er auf die Hauptpunkte, welche die landwirtschaftlichen Betriebe und ihre Familien beschäftigen. Als Landwirt und Familienvater sei es ihm wichtig, sein Unternehmen und auch die Natur gesund zu erhalten: Nachhaltig, fürsorglich zu wirtschaften und Geld damit zu verdienen. Als verantwortlicher Interessensvertreter der Mitgliedsbetriebe forderte er in Richtung Politik, Gremien und NGOs: „Es ist unabdingbar, dass man mit uns redet und nicht über uns“. Alle Sektoren, die zur Belastung der Umwelt beitragen, sollten in die Lösungsprozesse einbezogen werden.

Alle sollen sich einbringen

Ganz besonders den jungen berufsständischen Kollegen wünschte Jürgen Maurer „eine Zukunft und keine Besserwisser, die noch niemals – weder für Tier noch für Ackerscholle – Verantwortung übernommen haben.“ Am Schluss seiner Ansprache lud er alle Besucher im Saal ganz persönlich dazu ein, sich im Rahmen der Möglichkeiten einzubringen. „Tragen Sie bitte dazu bei, der Landwirtschaft wieder mehr „Gesicht“ zu geben! Tragen Sie alle dazu bei, dass wir Landwirte mehr Wertschätzung und Anerkennung erhalten. Werben Sie für regionale Produkte! Denn die sind wenig gereist, gesund und frisch. Bringen Sie sich bitte in die Diskussionen ein, ob organisiert oder nicht organisiert. Sehr gern auch im Bauernverband! Es gibt bei uns viele Möglichkeiten dafür. Wir wünschen uns neue frische Ideen, dafür brauchen wir Sie alle“, so der Vorsitzende.

Weiterhin den Grundauftrag erfüllen

Thomas Wenzel, als Geschäftsführender Vorstand für den Hohenlohekreis, dankte im Schlusswort den Bäuerinnen und Bauern ausdrücklich für ihre täglich gute Arbeit und wünscht sich, „dass wir auch weiterhin unseren Grundauftrag erfüllen können: die Bevölkerung mit den besten Lebensmitteln zu versorgen, die es weltweit gibt!“   

Quelle: Pressemitteilung des Bauernverbands Schwäbisch Hall – Hohenlohe – Rems e.V.

Der Vorsitzende des Bauernverbands, Jürgen Maurer, dankt dem geschäftsführenden Vorstand Thomas Wenzel, Marcus Nübel, Harald Gronbach, Andreas Schunter und Geschäfstführer Helmut Bleher (v.l.n.r). Foto: Bauernverband Schwäbisch Hall – Hohenlohe – Rems e.V.

Die Projektverantwortliche für den “Lernort Bauernhof”, Andrea Bleher, übergibt  die Hofschilder an die neu zertifizierten Betriebsleiterinnen. Foto: Bauernverband Schwäbisch Hall – Hohenlohe – Rems e.V.