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HK: “ Da kommt en Bepper drauf“ – Nur wenige Kreisräte setzen sich für Künzelsau ein – Zuschauer pfeifen Landrat aus – Die besten Zitate

Gestern war Kreistagsmarathon. Bis abends ging die Sitzung des Kreistages des Hohenlohekreises in Zweiflingen am Montag, den 04. November 2019 mit Punkten wie dem Haushalt, steigenden Abfallgebühren und das wohl emotionalste Thema von allen: der zukünftigen Gesundheitsversorgung im Hohenlohekreis. Nachdem dieser Punkt abgehandelt war, verließen dann auch schlagartig fast alle der rund 200 gekommenen Zuschauer den Saal in der Zweiflinger Mehrzweckhalle, obwohl noch einige andere Punkte wie unter anderem die steigenden Abfallgebühren auf dem Programm standen. Bis dahin aber ging es nochmal heiß her und ungewöhnlich viele Kreisräte meldeten sich beim Thema Gesundheitsversorgung  zu Wort. Für Künzelsau machten sich vor allem Hans-Jürgen Saknus (SPD), Anton Baron (AfD) und Christian von Stetten (CDU) stark. Dr. Dubowy, Kreistagsmitglied und Arzt in Krautheim, sowie Achim Beck, Bürgermeister in Niedernhall, beide nur einen Steinwurf entfernt von Künzelsau, fielen hingegen eher durch andersgeartete Äußerungen auf.

Matthias Warmuth, einer der BBT-Geschäftsführer, verwies darauf, dass BBT nicht für die ambulante Versorgung zuständig sei. Foto: GSCHWÄTZ

BBT: „Die Sicherstellung des ambulanten Bereiches liegt nicht bei uns“

Matthias Warmuth, einer der Geschäftsführer der BBT-Gruppe (die BBT-Gruppe ist der Mehrheitseigner des Hohenloher Krankenhauses (HK)), machte noch einmal mehrfach deutlich, dass „die Entwicklung eines ambulanten Gesundheitssektors in Künzelsau eigentlich nicht mehr in die Zuständigkeit der BBt-Gruppe falle. Wir haben nun keine echte Zuständigkeit mehr, lediglich in der stationären Versorgung. Die Sicherstellung des ambulanten Bereiches liegt nicht bei uns.“ Aber er betonte auch: „Wir möchten den ambulanten Sektor so weit es geht unterstützen“, auch wenn das nicht das eigentliche Handlungsfeld der BBT sei.“Wir möchten ein Mehr an ambulanter Versorgung schaffen. Eine ambulante Versorgung aber kann ein Krankenhaus nicht in Gänze ersetzen“,  das weiß auch Warmuth und sagte weiter: „Wir werden Sitze niemals gegen die bereits niedergelassenen Kollegen etablieren, sondern mit ihnen.“ Hintergrund dieser Aussage ist, dass man eine Sonderbedarf für ärztliche Sitze hätte beantragen können, die durch die Schließung eines Krankenhauses wegfallen, zum Beispiel im Bereich der Inneren Medizin. Die BBT-Gruppe hat diese Sonderbedarf nicht beantragt, weil die niedergelassenen Ärzte in Künzelsau laut BBT-Aussagen nicht dahintergestanden seien. Somit werden diese Sitze für Künzelsau erst einmal nicht kommen.

Landrat Dr. Matthias Neth verweist auf Sanierungskosten von über 40 Millionen Euro für den „Bettenblock“ in Künzelsau. Foto: GSCHWÄTZ

Landrat Neth: „Ich weiß, dass viele kein Verständnis haben“

Landrat Dr. Matthias Neth weiß, dass er und der Kreistag wegen der Entscheidung zur Schließung des Krankenhausstandortes in Künzelsau noch immer massiv bei den Bürgern besonders in Künzelsau in der Kritik stehen: „Ich weiß, dass viele weiterhin kein Verständnis für die Verlegung der akutstationären Versorgung nach Öhringen haben.“ In diesem Zuge zählte er aber Beispiel um Beispiel in ganz Baden-Württemberg auf, wo Krankenhäuser geschlossen und MVZ gebildet wurden, unter anderem nannte er Brackenheim und Möckmühl. Durch diese Zentralisierung soll eine „bessere Gesundheitsversorgung erreicht werden“.

Neth zum Neubau Öhringen: „Es wird eine extreme Herausforderung, im Kostenrahmen zu bleiben“

Anton Baron (AfD) verwies hingegen darauf, dass die MVZs in Brackenheim und Möckmühl kläglich gescheitert seien.“Der Beschlussantrag ist für uns eine große Enttäuschung. In Künzelsau können künftig Patienten nur noch ambulant behandelt werden.“ Tatsächlich bringe dieser Sitzdienst bei einer lebensbedrohlichen Krankheit nichts, nur der Rettungsdienst. Auch bei einem Beinbruch könne dieser Notarzt im Sitzdienst in Künzelsau nicht wirklich viel bewirken. „Wir sehen einen Handlungsbedarf im Bereich des Rettungsdienstes“, sagte er  und forderte zugleich einen Ausbau des Rettungsdienstes. „Wir werden das Medizinzentrum mittragen. Besser etwas als gar nichts. Aber es ersetzt ein Krankenhaus nicht“, machte Baron zum Schluss noch einmal deutlich. Auf Barons Frage, ob es stimme, dass der Neubau in Öhringen keine 100 Millionen, sondern mittlerweile zwischen 150 und 200 Millionen Euro kosten solle, äußerte sich Landrat Neth nur insofern, als dass er sagte, dass die derzeitigen Baukosten deutschlandweit steigen und daher immer schwerer zu kalkulieren seien. Auf erste Kostenschätzungen der Architekten „warten wir noch“, sagte Neth. Es werde jedoch „eine enorme Herausforderung, im Kostenrahmen zu bleiben“.

Anton Baron: „Wir sehen einen Handlungsbedarf im Rettungsdienst“

Anton Baron (2. von rechts) stellte einige kritische Nachfragen im Bezug auf die Zukunft der Gesundheitsversorgung in Künzelsau. Foto: GSCHWÄTZ

Christian von Stettens neues Praxishaus stand in der Kreistagssitzung in der Kritik. Foto: GSCHWÄTZ

Für Stefan Neumann gab es schon angenehmere Kreistagssitzungen (4. v. links). Foto: GSCHWÄTZ

Bürgermeister Stefan Neumann hielt sich an diesem Abend mit öffentlichen Äußerungen in der Kreistagssitzung zurück. Er sagte lediglich unmittelbar nach dem Statement der BBT-Gruppe: „Ich darf mich bedanken, dass Sie heute öffentlich gemacht haben, wo wir eigentlich stehen, was kommt und was nicht im ersten Schritt kommt (Anm. d. Redaktion: zusätzliche Angebote im Bereich der Pflege). Die Stadt Künzelsau ist natürlich bereit, diesen Prozess gemeinsam zu gehen, so dass wir auch inhaltlich vorankommen. Das ist wichtig für den Mittelbereich Künzelsau.“ Völlig überrascht war er laut eigenen Aussagen von dem Antrag von Achim Beck im Namen der Bürgerlichen Wählervereinigung (BWV), den geplanten Notarzt-Sitzdienst, der ab November 2019 in Künzelsau kommen soll, bereits im Februar 2020 hinsichtlich der Sinnhaftigkeit eines solchen Sitzes zu prüfen. Beck: „wir fordern Fallzahlen, Patientenkosten und die Ergebnisse der Behandlungen.“ Für einige Zuschauer kam dieser Vorschlag ebenfalls überraschend, ist doch Beck mit seiner Stadt Niedernhall nur einen Steinwurf von Künzelsau entfernt und gehört damit ebenfalls zum Einzugsgebiet der Kreisstadt.

Niedernhalls Bürgermeister Achim Beck (3. von rechts) stellte die Sinnhaftigkeit eines Notarzt-Dienstes in Künzelsau in Frage. Auch Dubowy (2. von rechts), ebenfalls von den Freien Wählern, erachtet den Notarzt-Sitzdienst in Künzelsau als wenig sinnvoll. Foto: GSCHWÄTZ

Doppelstrukturen? von Stettens neues Praxishaus in der Kritik

Laut Beck seien die Kosten von über 500.000 Euro jährlich nicht zu vertreten im Hinblick darauf, dass dieser Notarzt nicht mal ein Rezept oder eine Überweisung ins Krankenhaus ausstellen könne. Irmgard Kircher-Wieland von der SPD stimmte ihm dabei zu. Waltraud Kuhnle (FDP, Ingelfingen) fragte gar: „Wer bezahlt ein eventuell nicht kostendeckendes MVZ?“ Wieder ging es in dieser Kreistagssitzung in erster Linie um die Kosten in Künzelsau. Beinahe ausgeklammert wurden die immensen Neubau-Kosten in Öhringen. Auf GSCHWÄTZ-Nachfrage sagte Neumann in Bezug auf die Forderung der Freien Wähler, den Notdienst-Sitz bereits im Februar ob der Sinnhaftigkeit zu überprüfen: Eine derartige Forderung „untergräbt die Glaubwürdigkeit des Kreistages.“ Christian von Stetten führte diesen Glaubwürdigkeitsverlust denn auch in der öffentlichen Sitzung näher aus, indem er Achim Beck antwortete: „Dazu kann ich  nur sagen: Ursprünglich wollten wir zwei Krankenhäuser halten, dann sollte Künzelsau erst geschlossen werden, wenn Öhringens Neubau fertig ist. Dann sollte zumindest eine 24-Stunden-Versorgung für Künzelsau gewährleistet sein. Und jetzt steht auch das auf der Kippe?“ Er habe seine Zweifel, ob das noch vermittelbar sei.

Kuhnle, FDP, Ingelfingen: „Wer bezahlt ein nicht-kostendeckendes MVZ?“

Aber auch Christian von Stettens neues Ärztehaus, das im Frühjahr Eröffnung feiern soll, stand in dieser Kreistagssitzung in der Kritik. Hans-Jürgen Saknus erinnerte daran, dass rund 300 Milliarden jährlich in Deutschland für die Gesundheitsvorsorge zusammenkämen. „Nun ist bekannt, dass Christian von Stetten seit Bekanntwerden der Schließung an einem eigenen Ärztehaus baut und Dr. Kühn unter anderem in dieses Ärztehaus einzieht und seine Dienste dort anbietet. Zugleich entstehen dort ambulante OP-Räume.“ Schloss Stetten habe lediglich 281 Einwohner, liege auch nicht zentral. „Ist das im Sinne der Zentralität?“, fragt Saknus. Und weiter: Wie könne etwas in Schloss Stetten möglich sein, in Künzelsau aber müsse um alles gekämpft werden? Christian von Stetten indes erwiderte: „Wenn Professor Dr. Karle nicht hätte bauen können, hätte man ihn in Heidelberg besuchen können. Ich bin froh, dass dieser absolute Spezialist in Künzelsau bleibt.“

Hans-Jürgen Saknus (SPD, 1. von rechts) sprach Tacheles für Künzelsau. Foto: GSCHWÄTZ

Saknus: „Ist das Ärztehaus in Schloss Stetten im Sinne der Zentralität?“

Des Weiteren erinnerte Saknus an das Ärztehaus, das vor rund zehn Jahren in Künzelsau gebaut wurde. Komme da nun noch mehr oder bleibe es im Grunde nicht einfach bei eben diesem Ärztehaus? In Bezug auf die BBT-Äusserungen hinsichtlich der geringen Kooperationsbereitschaft der Ärzteschaft in Künzelsau fragte Saknus: „Wie ist man denn mit der Ärzteschaft im Raum Künzelsau umgegangen und ist man auf sie zugegangen? Wurden denn Kompensationsangebote gemacht durch den Wegfall der stationären Versorgung? Wurde über ambulante Räume für operative Eingriffe gesprochen oder nicht, damit die Patienten letztendlich nach Öhringen gehen, um dort das Haus zu füllen?“ Viel Applaus bekam Saknus für seine kritischen Fragen und Anmerkungen aus den Zuschauerreihen. Landrat Neth, bei dem zu Beginn der Sitzung viel gelacht wurde, verwies die Zuschauer darauf, dass „eine Kreistagssitzung nicht vorsehe, dass gebuht oder gejubelt wird.“ Daraufhin erntete Neth noch mehr Pfiffe aus den Zuschauerreihen.

Neth: „Eine Kreistagssitzung sieht nicht vor, dass gebuht oder gejubelt wird“

Kreisrat Prof. Dr. Otto Weidmann, Otto bezeichnet das Ärztehaus in Schloss Stetten indes als „Riesenchance, nur zehn Minuten von Künzelsau weg“. Allerdings müsse man schon schauen, „dass es da keine Doppelstrukturen gibt“.

Frau Junge von der BBT-Gruppe erläuterte, dass Prof. Dr. Karle neben seiner baldigen Tätigkeit in Schloss Stetten auch im Öhringer Krankenhaus mit Belegbetten weiterhin tätig sein wird, ebenso wie der Hals-Nasen-Ohren-Arzt Dr. Krist von Künzelsau sowie Dr. Renner.

„Dieses Haus kann struktuell in schwarzen Zahlen geführt werden“, betonte BBT-Geschäftsführer Warmuth. Allein dieser Satz machte deutlich: Öhringen ist längst nicht über den Berg. Aber Warmuth sagte auch: „Wir hätten uns nicht engagiert, wenn wir nicht geglaubt hätten, dass es eine Zukunft hat.“

Dubowy: „20 km mehr fahren ist kein Beinbruch, aber das Hospiz hat einen echten Mehrwert für die Region“

Das Schlusswort überlassen wir an dieser Stelle dem Krautheimer Arzt Dr. Dubowy, der die bis auf den letzten Stuhl gefüllten Zuschauerreihen „begrüßt“ und den Besuchern erklärt: „Die Schließung des Krankenhauses erfolgt durch eine Veränderung in der ärztlichen Qualifikation. Wir haben einfach das Problem, dass wir nicht von einem Feld- und Wieseninternisten untersucht werden wollen. Und diese Fachgruppen bekommen Sie nicht mehr gestellt.“ Dabei lässt Dubowy außen vor, dass das HK viele gute Fachkräfte hatte. Aber unlängst haben erst wieder zwei sehr gute Chefärzte gekündigt. „Und der Patient möchte, dass ihm auch mal der Magen nach 18 Uhr gespiegelt wird und nicht so, wie wir es zum Schluss hatten.“ Auch das stimmt so nicht, fragt man  Bürger in Künzelsau. Diese erklären, dass sie eher froh sind, wenn sie nicht bis spät abends warten müssen. „Aber“, so Dubowy weiter, „wir müssen darauf achten, dass die Sitze nicht nach Öhringen abwandern. Und das finanzieren und tragen alle Gemeinden nun so mit. Das ist keine Selbstverständlichkeit und das muss man den Künzelsauern auch mal sagen.“ Die Dankbarkeit entzündete sich nicht sofort bei den anwesenden Besuchern aus Künzelsau. Aber das kann ja noch kommen.Auch den Notarzt-Sitzdienst, der nun für Künzelsau kommen soll, sieht er, ähnlich wie sein Fraktionskollege Achim Beck weitestgehend als sinnlos an, da dieser Notarzt kein Kassenrezept ausstellen darf, zum Beispiel bei einer Blasenentzündung. Auch keine Berufsunfälle dürfe er behandeln noch Schlaganfälle. Da bliebe einzig eine Kopfpflanzwunde, die es zu verarzten gelte und da gebe es eben „einen Bepper drauf und dann ab ins Krankenhaus“. Jetzt müssten halt die Künzelsauer weiter fahren als bislang. Aber „bei mir fahren die Patienten schon ewig 20 Kilometer zum nächsten Arzt“, sagt Dubowy. Das Hospiz wäre seiner Meinung nach aber ein echter Mehrwert für die Region.

Eine Analyse von Dr. Sandra Hartmann

Fotos: Matthias Lauterer

 




HK: Achim Becks Vorschlag schockt Stefan Neumann

Vier blaue Metzger-Reisen-Busse rollten am heutigen 04. November 2019 zur Mehrzweckhalle nach Zweiflingen, wo der Kreistag tagte. Nicht oft war der Kreistag in den vergangenen Monaten so gut besucht wie heute. Es fanden sich kaum mehr Stühle für die rund 200 Zuschauer, die die heutige Kreistagssitzung verfolgten. Aber es waren nicht nur Künzelsauer vor Ort, um zu hören, was nun nach der Schließung des Künzelsauer Krankenhausstandortes für Künzelsau im Bereich der Gesundheitsvorsorge kommt, sondern auch Öhringer, um den Kreistag in seiner Entscheidung hinsichtlich des Neubaus des Krankenhauses in Öhringen zu bestärken.

Vier Busse mit Bürgern wurden von der Stadt Künzelsau entsandt, um „Flagge“ für Künzelsau zu zeigen. Foto: GSCHWÄTZ

Nach 18 Minuten kam bereits der Tagesordnungspunkt vier auf den Tisch: die künftige Gesundheitsversorgung in Künzelsau. „Ich freue mich, dass das Thema so großes Interesse hervorruft“, sagt Landrat Dr. Matthias Neth, der bekannt ist für seine guten freien Reden, heute allerdings sehr engmaschig sein Manuskript herunterliest.

Landrat Dr. Matthias Neth (rechts) verbittet sich Buh- und Bravorufe aus den Zuschauerreihen. Foto: GSCHWÄTZ

Es freue ihn, sagt Neth, dass heute so viele Menschen wie seit langem nicht mehr gekommen sind. „Es zeigt, wie sehr die Ausgestaltung die Menschen in Künzelsau beschäftigt“, sagt er und erntet dafür Gelächter aus den Zuschauerreihen. Er sei in letzter Zeit oft gefragt worden, wann denn das Konzept vorgestellt werde für Künzelsau hinsichtlich der Gesundheitsversorgung. Aber, sagt Neth, „das Konzept steht schon seit einem Jahr. Vor einem Jahr wurde das Konzept vorgestellt.“ Unzufriedenes Geraune und Gemurmel im Publikum. „Ich nehme die Ängste der Bevölkerung ernst“, sagt er. Wieder Gelächter im Publikum. Neth fährt unbeirrt fort: „Die Veränderung tut weh. Niemand strukturiert gerne ein Krankenhaus um. Man muss aber, wenn man in der Verantwortung steht, die richtigen Entscheidungen treffen.“Dass die BBT-Gruppe an der heutigen Kreistagssitzung die einzelnen Bausteine erläutere, die für Künzelsau kommen werden,  „wollen wir als Zeichen der Transparenz verstanden haben“, so der Landrat.

Matthias Warmuth, einer der BBT-Geschäftsführer, bemühte sich um Transparenz. Foto: GSCHWÄTZ

Wer ist denn nun zuständig für Künzelsau? Das Schwarze-Peter-Spiel beginnt

Mehrere Stunden wird dieser Tagesordnungspunkt dauern, denn nicht nur den Zuschauern scheint nicht so ganz klar zu sein, welches konkrete Konzept der Landrat meint. Es gibt auch diverse Wortmeldungen von Kreisräten, die noch jede Menge Fragen zu dem geplanten medizinischen Versorgungszentrum (MVZ) in Künzelsau haben. Die Zuständigkeit für dieses MVZ indes wird vom Hohenlohekreis auf die BBT-Gruppe und wieder zurückgeschoben. Während Neth auf die Ausarbeitung des Konzepts für Künzelsau auf die BBT-Gruppe verweist, sagt Matthias Warmuth, einer der BBT-Geschäftsführer: „Wir haben nun keine echte Zuständigkeit mehr, lediglich in der stationären Versorgung. Die Sicherstellung des ambulanten Bereiches liegt nicht bei uns.“

Christian von Stetten (rechts) kann nicht verstehen, warum jetzt auf einmal auch der Notarzt-Dienst in Künzelsau gekippt werden soll. Foto: GSCHWÄTZ

Stefan Neumann ist fassungslos aufgrund des Antrages von Achim Beck. Foto: GSCHWÄTZ

Niedernhalls Bürgermeister Achim Beck (3. von rechts) stellte die Sinnhaftigkeit eines Notarzt-Dienstes in Künzelsau in Frage. Foto: GSCHWÄTZ

Völlig geschockt: Notfallversorgung vor Ort wackelt

Einig waren sie sich indes beim Thema Pflege: Neth betont, dass die Sanierungskosten allein für den „Bettenblock“ des Künzelsauer Krankenhauses laut nicht näher erläuterter Gutachten bei über 40 Millionen Euro liegen würden und diese „Altlasten“ der Kreis stemmen müsse, was wiederum der Kreis eigentlich nicht stemmen könne. Warmuth betonte, dass die BBT-Gruppe eigentlich gerne Kurz- sowie Tagespflege in Künzelsau anbieten würde, aber aufgrund der Sachlage mit den Gutachten „müssen wir das zuerst intensiver untersuchen im Bettenblock“. Also gibt es erst einmal keine zusätzlichen Pflegeangebote in Künzelsau. Auch der angedachte notärztliche Sitzdienst, den es demnächst geben soll, damit die Bevölkerung immer einen Notarzt vor Ort hat, steht nun wieder auf der Kippe. Der Niedernhaller Bürgermeister Achim Beck fordert im Namen der Freien Wählervereinigung, dass man die 24-Stunden-Notarzt-Versorgung vor Ort, die eigentlich im Zuge der Krankenhausschließung in Künzelsau etabliert werden soll, gleich wieder auf den Prüfstand gestellt wird angesichts der hohen Kosten von über 500.000 Euro jährlich und der Fragwürdigkeit des Nutzens, könne doch dieser Notarzt nicht mal ein Kassenrezept ausstellen. Rückendeckung für diesen Antrag bekommt er dabei von Irmgard Kircher-Wieland (SPD). Der Antrag ist ein Schock für Künzelsaus Bürgermeister Stefan Neumann: „Das untergräbt die Glaubwürdigkeit des Kreistages“, sagt er. Auch Christian von Stetten kritisiert Becks Forderung und zählt auf, was bereits in der Vergangenheit alles gestrichen worden ist: „Ursprünglich wollten wir zwei Krankenhäuser halten, dann sollte Künzelsau erst geschlossen bleiben, wenn der Neubau in Öhringen steht, dann sollte zumindest die Notfallversorgung vor Ort sichergestellt sein und jetzt soll diese auch noch wegfallen?“ Das sei nur schwer zu vermitteln.

Künzelsau gewinnt ein Hospiz

Doch was kommt nun für Künzelsau? Laut Warmuth von der BBT-Gruppe würden nun acht Hospizplätze zeitnah geschaffen werden würden, unter anderem mit der Kirche als Partner. Anders als bei der Pflege seien hier die Räumlichkeiten laut Warmuth kein Problem: „Wir werden entsprechende Räumlichkeiten finden und herrichten können.“ Mit drei Ärzten stünde die BBT-Gruppe darüber hinaus kurz vor der Unterschrift für ein aktives MVZ, das im Mittelbau des Krankenhauses 2020 etabliert werden solle. Unter anderem eine integrative, also ganzheitliche Medizin, würde dann in Künzelsau angeboten werden. Das sei „etwas sehr Neues“.

Des Weiteren würden die Rettungswägen ab Dezember 2019 mit einer, so der Kreistag, „Telemedizin“ ausgestattet werden, wodurch es ihnen ermöglicht werde, direkt die Daten ihrer Patienten zu erfassen und sofort an das Krankenhaus zu übermitteln, das sie anfahren, damit sich das dortige Team bereits auf die Situation einstellen kann.“ Bislang kontaktierten die Rettungswägen die Leitstelle und diese meldete dann den entsprechenden Krankenhäusern, wie schwer verletzt der Patient ist, der demnächst von einem Krankenwagen gebracht wird.

Die bestehenden Physiotherapie-Angebote sowie die Fußpflege bleiben laut Warmuth weiterhin in Künzelsau bestehen. Zusätzlich gäbe es ja bereits ebenfalls 15 Ärzte aus elf Fachrichtungen, die im Ärztehaus arbeiten. Auch die Radiologie mit MRT bleibe vor Ort.

Des Weiteren sollen Still-Cafés, Frühförderungen, Stillberatungen, Gesundheitskonferenzen sowie Hebammensprechstunden im neuen MVZ angeboten werden, das zumindest wäre laut der BBT-Gruppe wünschenswert.

„Wir möchten ein Mehr an ambulanter Versorgung schaffen“, so Warmuth. Die BBT-Gruppe betreibt derzeit laut eigenen Aussagen 87 Kassenarztsitze in diversen MVZ.

Fotos: Matthias Lauterer

Über 200 Menschen hatten sich auf den Weg zur Kreistagssitzung am 04. November 2019 in Zweiflingen gemacht. Foto: GSCHWÄTZ

Die Stadtverwaltung charterte vier Busse und fuhr die Künzelsauer nach Zweiflingen, um ein Zeichen zu setzen. Foto: GSCHWÄTZ

 

 




HK: Darüber wird an der heutigen Kreistagssitzung entschieden

An der heutigen Kreistagssitzung in Zweiflingen um 14 Uhr haben die Kreisräte ein langes Tagesordnungsprogramm abzuarbeiten, unter anderem geht es um die Wiedereinführung des Gelben Sackes und die Verabschiedung des Haushalts. Besonders aber der Tagesordnungspunkt „Hohenloher Krankenhaus gGmbH: Vorstellung Gesundheitszentrum Künzelsau“ dürfte einige Besucher aus Künzelsau anziehen.

Rettungsdienst und Notarzt im „Sitzdienst“ sollen’s richten

Die Geschäftsführung der Hohenloher Krankenhaus gGmbH habe im vergangenen Jahr dem Hohenlohekreis eine Konzeption zur Nachnutzung des bisherigen Standortes Künzelsau als Gesundheitszentrum vorgestellt. Dieses Konzept bestehe aus einem Basismodell. Ergänzend seien weitere kostenpflichtige Bausteine nach dem Bestellerprinzip möglich, heißt es in der Tagesordnung. Der Kreistag habe sich im Zusammenhang mit der frühzeitigen Konzentration der akutstationären Versorgung am Standort Öhringen für die Umsetzung eines Gesundheitszentrums in Künzelsau ausgesprochen und die Geschäftsführung der Hohenloher Krankenhaus gGmbH mit der praktischen Umsetzung der einzelnen Bestandteile beauftragt.

Palliativmedizin soll eventuell kommen für todkranke Menschen

Hierzu habe der Kreistag nun folgenden Beschloss gefasst, die weitestgehend den Dingen entsprechen, die bereits in Stuttgart vom baden-württembergischen Sozialminister Manfred Lucha angesprochen wurden (wir berichteten, Artikel siehe unten):

1. Der Kreistag beauftragt die Geschäftsführung der Hohenloher Krankenhaus gGmbH die von ihr vorgestellten Bestandteile des Gesundheitszentrums Künzelsau, nämlich

a) die Errichtung eines Medizinisches Versorgungszentrum (MVZ) mit zusätzlichem Versorgungsassistent in der Hausarztpraxis (VERAH®) in enger Abstimmung mit der KV (kassenärztlichen Vereinigung) und den niedergelassenen Ärzten in der Region
b) Etablierung einer Kurzzeitpflege
c) Etablierung eines Angebotes für integrative / ganzheitliche Medizin
d) Aufrüstung der Notfallsysteme des Rettungsdienstes mit telemedizinischen Anbindungen
e) ein über die bereits vorhandenen Leistungen der Notfallversorgung hinausgehende 24/7-Versorgung mit einem rechtskonformen und qualitätsgesicherten Sitzdienst in Künzelsau als Pilotprojekt über 3 Jahre, welches jährlich evaluiert wird, umzusetzen.

Sprich: Die Angebote, die es bereits bisher in Künzelsau und Umgebung im Rahmen der Altenheime gibt, sollen erweitert werden. Der ohnehin schon personell schlecht aufgestellte Rettungsdienst (siehe unsere Berichterstattung unten) soll telemedizinisch besser ausgestattet werden. Hier stellt sich die Frage, ab wann dies geschieht? Denn das Künzelsauer Krankenhaus ist ab Mitte November 2019 geschlossen. Und: Was bedeutet „Telemedizin“ im Rahmen der Versorgung durch Rettungsdienste? Wird ein Notarzt/Spezialist zugeschaltet per Live-Schalte? Hierzu bedarf es definitiv noch einer genauen Erläuterung seitens des Kreistages. Was bedeutet des Weiteren der Punkt e) eine Notfallversorgung per „Sitzdienst“? Sitzt ein Notarzt, wenn andere Ärzte keinen Bereitschaftsdienst haben, im Krankenhaus und wartet auf Notfälle? Wenn ja, inwieweit kann er eine bessere Notfallhilfe leisten als ein Krankenwagen, der zu den Betroffenen vor Ort fährt und sie zur (stationären) Versorgung in das nächste Krankenhaus fährt?

Mehr Kurzzeitpflege für Künzelsau

In den weiteren Sitzungspunkten „begrüßt der Kreistag“

1) die Überprüfung des Bedarfs an weiteren Rettungsmitteln durch den Bereichsausschuss für den Rettungsdienst

2)  die Überlegungen der Geschäftsführung der Hohenloher Krankenhaus gGmbH zur Verbesserung der Palliativen Versorgung im Hohenlohekreis und bittet um Vorlage weiterer Konzeptionen hierzu

Inwieweit das Krankenhausgebäude erhalten bleibt, ist noch unklar, aber vielleicht wird dieser Punkt ebenfalls in der heutigen Kreistagssitzung erläutert.

Was geschieht mit dem Krankenhausgebäude?

Des Weiteren soll der Kreistag heute seine Zustimmung geben zu „der Konzentration der akutstationären Versorgung in Öhringen bis spätestens zum 31.12.2019“.

Ein Trostpflaster für Künzelsau: „Sämtliche Kosten für die Etablierung des Gesundheitszentrums sind vom Hohenlohekreis zu tragen“, das geht aus der Sitzungsvorlage hervor.

„Ausgewogenes Konzept, sehr gute Grundlage für die Versorgung der Menschen in Künzelsau“

Trotz massiver Kritik aus Künzelsau steht der Kreistag steht nach wie vor zu seinem Gesundheitskonzept für den Hohenlohekreis: „Das Konzept erscheint damals wie heute als ausgewogen. Das Gesundheitszentrum bietet eine sehr gute Grundlage für die Versorgung der Menschen in Künzelsau nach der Beendigung der akutstationären Versorgung.“

Das Datum des Klinikumzugs wurde von der Hohenloher Krankenhaus gGmbH, in Abstimmung mit dem Rettungsdienst und einem auf den Krankenhausbetrieb spezialisiertem Umzugsunternehmen, auf den 15. und 16. November 2019 festgelegt.


 




HK-Schließung, ohne zu wissen,wie es weitergeht – Geht’s noch?

Die Schließung des Künzelsauer Krankenhausstandortes, ohne dass die Bürger zu wissen, wie es hier und auch in Öhringen weitergeht, gleicht einer mittleren Katastrophe für die 112.000 Hohenloher.

Ein Video-Kommentar von Dr. Sandra Hartmannn

Rede von Dr. Sandra Hartmann (rechts: Dr. Andreas Eckle) bei einer Demo der BI in Künzelsau für den Erhalt des Krankenhauses. Foto: GSCHWÄTZ/Archiv

Die Rede von Künzelsaus Bürgermeister Stefan Neumann an einer der Demos der BI für den Erhalt des Künzelsauer Krankenhauses sehen Sie hier:

 


 




Stadt Künzelsau chartert Busse für HK-Kreistagssitzung -Jetzt anmelden

Was kommt nach dem Krankenhaus? Am 04. November 2019 soll im Kreistag die Zukunft für die Gesundheitsversorgung in Künzelsau verkündet werden. Gibt es mehr als nur einen Notarzt, der vor Ort ist, wenn die anderen Arztpraxen geschlossen haben? Stefan Neumann sprach einst von einem Gesundheitscampus für Künzelsau.

Die Stadtverwaltung Künzelsau möchte nun „Flagge zeigen fürs Gesundheitszentrum Künzelsau“ und organisiert Busse, die am Montag, 04. November 2019 zur Kreistagssitzung nach Zweiflingen fahren. Dort wird die BBT-Gruppe, Hauptgesellschafter der Hohenloher Krankenhaus gGmbH, über den Stand in Sachen Gesundheits­zentrum in Künzelsau und die nächsten Schritte berichten. Bürgermeister Stefan Neumann ruft auf: „Seien Sie dabei und zeigen Sie, dass wir in Künzelsau ein leistungsfähiges Gesundheitszentrum brauchen und die Bevölkerung dahinter steht.“

Bus-Zeiten am Montag, den 4. November 2019:

13 Uhr Abfahrt Wertwiesen, Wendeplatte

zirka 13.30 Uhr Ankunft in Zweiflingen
14 Uhr Beginn Sitzung
zirka 15.30 Uhr Rückfahrt nach Ende der Beratung Gesundheitszentrum
zirka 16.30 Uhr Ankunft in Künzelsau

Wer mitfahren möchte, wird gebeten, sich verbindlich bis Donnerstag, 31. Oktober 2019, 12.00 Uhr, bei der Stadtverwaltung Künzelsau im Bürgerbüro im Erdgeschoss des Rathauses, Stuttgarter Straße 7, Künzelsau. anzumleden. Dort liegen laut der Stadtverwaltung Listen bereit. Eine Anmeldung ist auch per E-Mail möglich: buergerbuero@kuenzelsau.de

Weitere Informationen: https://kuenzelsau.de/,Lde/pm+18_10_2019+17_50+uhr




Landrat Neth nimmt Stellung zum HK: „Ich nehme die Sorgen und Befürchtungen sehr ernst“ – Am 04.11. sollen Details bekannt werden

Nachdem Künzelsaus Bürgermeister Stefan Neumann und der Gemeinderat der Stadt Künzelsau am 10. Oktober 2019 einen Offenen Brief an den Landrat des Hohenlohekreises geschrieben haben, in der die Vorgehensweise bezüglich eines versprochenen leistungsstarken medizinischen Versorgungszentrums (MVZ) kritisiert wurde (siehe Bericht unten), nimmt nun der Landrat Stellung zu der an ihm geäußerten Kritik:

„Mit großem Verständnis für die gemeinsame Sorge zur Sicherstellung der Gesundheitsversorgung der Bevölkerung in Künzelsau habe ich den Brief der Stadt Künzelsau erhalten. Die Sorgen und Befürchtungen sind nachvollziehbar und nehmen ich und der gesamte Kreistag sehr ernst. Eine qualitativ hochwertige medizinische Versorgung der Menschen in Künzelsau und darüber hinaus im gesamten Hohenlohekreis ist unser gemeinsames Ziel. Der großen Verantwortung sind sich der Hohenlohekreis und auch die BBT-Gruppe bewusst. Im Einklang mit den gesundheitspolitischen Vorgaben ist es gelungen, ein nachhaltiges und zukunftsorientiertes Versorgungskonzept für die Bevölkerung auf den Weg zu bringen.“ Für Künzelsau heiße das:

„Das Konzept sieht unter anderem ein Gesundheitszentrum in Künzelsau vor, dessen Ausgestaltung der Kreistag im vergangenen Jahr festgelegt hat.“ Wie die genaue Ausgestaltung ausschaut, darauf geht Neth in seiner Antwort nicht näher ein. Er betont aber, dass „wir mit der Konzentration der akutstationären Versorgung am Standort Öhringen im Zeitplan“ liegen. Die BBT-Gruppe arbeite des Weiteren „mit großem Einsatz an der Prüfung und Umsetzung der für das Gesundheitszentrum beschlossenen Bausteine.

Der Landrat stellte in diesem Zuge in Aussicht: „Für die Kreistagssitzung am o4. November 2019 ist vorgesehen, die weiteren Umsetzungsschritte für das Gesundheitszentrum vorzustellen und die Öffentlichkeit weiter zu informieren.“



 

 




Wo bleibt das versprochene Gesundheitszentrum? – Offener Brief von Künzelsaus Bürgermeister und Gemeinderat an Landrat Neth

Deutliche Worte finden Künzelsaus Bürgermeister Stefan Neumann und der Künzelsauer Gemeinderat in einem offenen Brief an Landrat Dr. Matthis Neth, datiert auf den 10. Oktober 2019.
Darin heißt es:„Mit der Schließung des Künzelsauer Krankenhauses muss die Stadt Künzelsau einen bitteren Einschnitt in der Gesundheitsversorgung verkraften. Viele Menschen sind enttäuscht und verunsichert.“

„Leider erleben wir nur eines: die konsequente Schließung“

Mit dem Eintritt der BBT-Gruppe in die Hohenloher Krankenhaus gGmbH sei nun die Erwartung und Hoffnung verknüpft gewesen auf ein neues Gesundheitszentrum. Bürgermeister Neumann und die Gemeinderäte erinnern in dem Offenen Brief daran, dass die notwendigen Umbauten für ein leistungsfähiges Gesundheitszentrum parallel zu der Schließung des Krankenhauses vorangetrieben werden sollten. „Der Kreistag hat hierfür erhebliche Mittel zur Verfügung gestellt.“

„Konkretes? Fehlanzeige“

„Leider“, so kritisieren es Neumann und die Gemeinderäte, „erleben wir nur eines: die konsequente Schließung des Krankenhauses – welche seit Jahren vorangetrieben wurde – zu Lasten des Mittelbereiches Künzelsau – noch früher als kommuniziert. „Genauso schlimm ist, dass das Krankenhaus schon seit Monaten seinem eigentlichen Auftrag in keiner Weise nachkommt und lediglich im Abwicklungsmodus ist. Das liegt gewiss nicht am fehlenden Engagement der Mitarbeiter.“
Bis heute gäbe es kein konkretes Konzept für Künzelsau, lediglich eine „Ansammlung vieler (guter) Ideen“. „Konkretes? Fehlanzeige!“

Verfehlte Kommunikations- und Informationspolitik

Nicht nur Ideen, auch das Geld seien da, warum also geschehe nichts, fragen sich der Bürgermeister und die Gemeinderäte. In diesem Zuge bemängeln sie auch die Kommunikations- und Informationspolitik. „Eine Information der Bevölkerung? Fehlanzeige! (…) Der Gemeinderat mit Bürgermeister bringt sich gerne ein, aber dazu müssen wir beteiligt werden.“
Landrat Neth wird in dem Brief aufgefordert dazu, die Beschlüsse und Zusagen des Kreistages und seiner Person umzusetzen, die Menschen in der Raumschaft Künzelsau einzubeziehen und dafür Sorge zu tragen, dass „ein leistungsfähiges Gesundheitszentrum keine Plattitüde bleibt, sondern Realität wird!“

Unterzeichnet ist der Offene Brief von Künzelsaus Bürgermeister Stefan Neumann und – stellvertretend für den Künzelsauer Gemeinderat – von den Fraktionsvorsitzenden Robert Volpp (CD), Jürgen Saknus (SPD & Die Grünen), Boris D’Angelo (UBK), Herbert Schneider (Fraktion für Künzelsau), Verena Löhlein-Ehrler (Die Freien)

Offener Brief an Landrat Neth vom 10. Oktober 2019.

Offener Brief an Landrat Neth vom 10.10.2019.

 




„Es blutet mir das Herz“: Am 15. November gehen die Lichter aus – Unfallchirurgie gibt es nur noch 2 Wochen

Schließung Krankenhaus Künzelsau steht unmittelbar bevor

Über 40 Jahre hat sie im Krankenhaus in Künzelsau gearbeitet, das nun schon am 15. November 2019 endgültig seien Pforten schließt. „Es blutet mir das Herz“, sagt die Mitarbeiterin, die anonym bleiben möchte, gegenüber GSCHWÄTZ. Derzeit seien nur noch etwas mehr als 20 Patienten im Krankenhaus in Behandlung. Diverse Räume würden bereits leergeräumt werden. Eine Leere, „die ich auch innerlich fühle“, so die Mitarbeiterin.

Patienten werden von Künzelsau nach Öhringen verlegt

Schon seit einigen Wochen bereitet das Team um Projektleiterin Melanie Junge den Umzug intensiv vor. Das geht aus einer aktuellen Pressemitteilung der BBT-Gruppe hervor. Die BBT-Gruppe ist der Mehrheitseigner des Hohenloher Krankenhauses (HK). Weiter heißt es in der Pressemitteilung: „Am Freitag, den 15. November 2019, werden die Patienten aus den Stationen in Künzelsau ins Krankenhaus nach Öhringen gebracht und dort auf die Stationen verteilt. Den qualifizierten Transport der Patienten übernimmt das Deutsche Rote Kreuz DRK. Am Samstag, den 16. November 2019, folgen dann das Material sowie das Labor. Der Transport erfolgt durch ein spezialisiertes Umzugsunternehmen. Ab Montag, den 18. November 2019, beginnt dann der Normalbetrieb auf den Stationen in Öhringen.“

Ab November nur noch eingeschränkte Aufnahme von Patienten in Künzelsau

Ab Anfang November sollen keine Patienten mit absehbar längerer Liegezeit mehr ins Krankenhaus Künzelsau eingeliefert werden. „Damit soll die Zahl der Patienten, die liegend nach Öhringen transportiert werden müssen, überschaubar gehalten werden“, erläutert Melanie Junge. Dies gelte auch für die Belegärzte, die bisher im Krankenhaus in Künzelsau Eingriffe durchführten. „Alle Belegärzte werden künftig in Öhringen operieren und weisen ihre Patienten ab Anfang November nach Öhringen ein.“

Neue Bettenstation im Erdgeschoss

Nach außen wenig erkennbar, wurden in den vergangenen Monaten im Hohenloher Krankenhaus Öhringen verschiedene Umbaumaßnahmen durchgeführt, um künftig für die Aufnahme der zusätzlichen Patienten vom Standort Künzelsau gerüstet zu sein. Im Erdgeschoss des Gebäudes in Öhringen entsteht zurzeit eine neue Bettenstation. Außerdem wurden alle Verwaltungsbereiche aus dem Krankenhaus in den Verwaltungstrakt im Gebäude der Reha-Klinik verlegt und dort zusammengezogen. Dadurch sind weitere Kapazitäten für die Patientenversorgung in Öhringen entstanden. Diese Umbauten sollen bis Mitte November abgeschlossen sein. Für den 15. und 16. November ist dann der Umzug der Patienten sowie der Geräte und Materialien vom Krankenhaus Künzelsau nach Öhringen vorgesehen.

Hintergrund ist die Entscheidung des Kreistages vom 10. Dezember 2018, die akutstationäre Versorgung spätestens zum 31. Dezember 2019 dieses Jahres am Standort Öhringen zu konzentrieren. „Wir setzen damit den vom Kreistag gefassten Beschluss fristgerecht um“,  betont Thomas Wigant, Regionalleiter der BBT-Gruppe, seit gut einem Jahr Mehrheitsgesellschafter des Hohenloher Krankenhauses HK. Dies bedeute nicht nur eine große organisatorische und logistische Aufgabe; es verlange auch von den Mitarbeitern ein hohes Maß an Flexibilität und Veränderungsbereitschaft. Thomas Wigant: „Wir sind in den vergangenen Wochen in Öhringen alle ein wenig zusammengerückt und haben Platz geschaffen für die Patienten und Kollegen aus Künzelsau. Gemeinsam wollen wir uns am Standort Öhringen verstärkt um die gute medizinisch-pflegerische Versorgung der Patienten aus unserer Region kümmern und nun mit vereinten Kräften an einem Ort die medizinische Versorgung der Menschen in Hohenlohe sicherstellen.“

Zusätzlicher Notarzt sichert ab 15. November Patientenversorgung in Künzelsau

Die akutstationäre Patientenversorgung endet damit in Künzelsau am 15. November 2019. Die ambulante medizinische Versorgung wird für die Menschen in Künzelsau und Umgebung weiterhin rund um die Uhr gesichert sein. Neben den Praxen der niedergelassenen Ärzte wurde dafür im Beschluss des Kreistages vom Dezember 2018 ein zusätzliches Angebot festgelegt. Ab dem 15. November wird ein zusätzlicher Notarzt im Sitzdienst im Krankenhaus Künzelsau seine Arbeit aufnehmen. Er wird im Zwischenbau untergebracht sein und übernimmt den Dienst immer dann, wenn die niedergelassenen Ärzte nicht in ihren Praxen oder in der KV-Bereitschaftspraxis zur Verfügung stehen, heißt es in der Pressemitteilung der BBt-Gruppe.

Das bedeutet, dass der zusätzliche Notarzt zu folgenden Zeiten im Krankenhaus Künzelsau erreichbar sein wird:

  • Montags, dienstags und donnerstags von 18 Uhr bis 8 Uhr am Folgetag
  • Mittwochs sowie freitags bis sonntags und feiertags von 14 Uhr bis 8 Uhr am Folgetag

Gemeinsam mit dem Notarzt in der KV-Bereitschaftspraxis wird also außerhalb der üblichen Sprechstundenzeiten der niedergelassenen Ärzte rund um die Uhr ein Arzt im Zwischenbau des Krankenhauses in Künzelsau für die Patienten erreichbar sein. Dieser zusätzliche Notarzt kann im Notfall die Erstversorgung übernehmen und die Weiterleitung in die stationäre oder ambulante Weiterbehandlung einleiten. Die Notruf-Telefonnummer der niedergelassenen Ärzte ist außerdem rund um die Uhr kostenlos zu erreichen unter der bundeseinheitlichen Nummer 116 117. In lebensbedrohlichen Fällen sollten die Patienten oder ihre Angehörigen die Nummer des Rettungsdienstes 112 anrufen.

Laut BBT gute Lösungen für Mitarbeitende aus Künzelsau gefunden

„Auch für die Mitarbeiter aus Künzelsau konnten in den vergangenen Wochen gute Lösungen gefunden werden“, so die BBT-Gruppe. Die meisten von ihnen würden künftig im Hohenloher Krankenhaus in Öhringen arbeiten. Einige würden in eine Einrichtung der Hohenloher Seniorenbetreuung wechseln; weitere seien künftig im Caritas-Krankenhaus Bad Mergentheim oder bei einer der Kommunen beschäftigt. „In den vergangenen Wochen haben Personalabteilung und Betriebsrat in vielen persönlichen Gesprächen mit den Mitarbeitern in Künzelsau nach der bestmöglichen Lösung für die Weiterbeschäftigung jedes Einzelnen im Unternehmen gesucht“, betont HK-Personalleiter Stefan Bort. „Trotz mancher Enttäuschung im Einzelfall ist der Prozess, den Mitarbeitenden aus Künzelsau gute Perspektiven und Einsatzmöglichkeiten an einem neuen Standort zu bieten, insgesamt ohne große Konflikte abgelaufen. Allen Mitarbeitern aus Künzelsau, die im Unternehmen bleiben wollten, konnte eine Stelle angeboten und zugesagt werden. Niemandem wurde gekündigt.“ Dies bestätigt der Betriebsratsvorsitzende Jürgen Ehmann. „Die Suche nach einvernehmlichen Lösungen war immer sehr konstruktiv und von gegenseitigem Wohlwollen getragen. Die weitreichenden Angebote, die wir im Interessenausgleich und Sozialplan vereinbart haben, haben sicher dazu beigetragen, gute Lösungen für alle Mitarbeiter zu finden.“

Arbeitsunfälle dürfen im Krankenhaus Künzelsau nicht mehr behandelt werden

Der Chefarzt der Unfallchirurgie Dr. Andreas Berglehner hat das Hohenloher Krankenhaus Ende September verlassen. Er wurde vom Kaufmännischen Direktor Alexander Hoß und dem ärztlichen Direktor Dr. Werner Reinosch verabschiedet. Sie dankten Dr. Berglehner für seine fachlich sehr gute Arbeit in der Unfallchirurgie im Krankenhaus Künzelsau in den vergangenen fünf Jahren und wünschten ihm für seine weitere Zukunft alles Gute.

Mit dem Weggang von Dr. Berglehner erlischt auch die D-Arzt-Zulassung für die Behandlung von Arbeitsunfällen am Krankenhaus Künzelsau. Als D-Arzt in Künzelsau steht nach wie vor Dr. Oliver Böhm im Ärztehaus mediKÜN zur Verfügung; auch das Krankenhaus Öhringen ist für die Versorgung von Arbeitsunfällen zugelassen.

Aufgrund dieser Entwicklung werden die ambulanten und stationären unfallchirurgischen Leistungen bereits ab dem 14. Oktober 2019 in Öhringen zusammengefasst. Ein Arzt der Unfallchirurgie bleibt mit einem kleinen Team zwischen dem 14.10. und 15.11. im Krankenhaus Künzelsau vor Ort und überbrückt damit die Übergangszeit bis zum endgültigen Umzug. Damit ist auch die unfallchirurgische Erstversorgung im Künzelsauer Krankenhaus bis zum Umzugstermin am 15. November sichergestellt, betont die BBT-Gruppe.

Quelle: Pressemitteilung der BBT-Gruppe




Start Neubau Krankenhaus Öhringen: „Wir wollen nicht im Verborgenen arbeiten, sondern mit größtmöglicher Transparenz“

Auf dem Gelände neben dem Hohenloher Krankenhaus Öhringen beginnen in Kürze erste Maßnahmen in Vorbereitung auf den geplanten Neubau. Ab Montag, 16. September wird um das Gelände zum Schutz von Passanten ein Bauzaun errichtet. „Wir haben uns gegen einen Bretterzaun und für einen Maschendrahtzaun entschieden, denn wir wollen nicht im Verborgenen arbeiten, sondern mit größtmöglicher Transparenz“, erläutert BBT-Regionalleiter Thomas Wigant in einer Pressemitteilung Tauberfranken vom 09. September 2019. „Die Mitarbeiter, Patienten, Anwohner und alle Öhringer können so den Fortschritt auf dem Gelände immer mitverfolgen.“

Komplette Räumung der Gebäude

Laut der Gesundheitsholding Tauberfranken beginnt ab dem 23. September der Rückbau der ehemaligen Verwaltungsgebäude des Kreises mit dem Haus an der Hindenburgstraße 58, in dem bisher das Veterinäramt und die Kfz-Zulassungsstelle des Hohenlohekreises untergebracht waren. „Die Gebäude wurden vom Landratsamt komplett geräumt und inzwischen haben uns die Gutachter in Bezug auf die Bausubstanz und mögliche Schadstoffe grünes Licht zum Rückbau erteilt“, erläutert Melanie Junge, Projektleiterin für die Baumaßnahmen am Hohenloher Krankenhaus. Ab der zweiten Novemberwoche folgen dann auch die Entkernung und der Rückbau des Gebäudes an der Hindenburgstraße 60, dem bisherigen Landwirtschaftsamt.

Wertvolle Funde unter der Erde

Ab dem 14. Oktober beginne dann das Landesdenkmalamt mit den archäologischen Ausgrabungen auf der Fläche, da im geplanten Baufeld die Überreste des früheren Römerkastells („Bürgkastell“) mit der Kastellmauer, den Gräben, dem südlichen Tor sowie möglicherweise weiteren zivilen Bauten außerhalb des Kastells vermutet werden. Dieser südliche Kastellbereich ist nach Angaben von Dr. Klaus Kortüm vom Landesamt für Denkmalpflege bisher nur oberflächlich durch diverse Versorgungsleitungen berührt worden und aus archäologischer Sicht sehr interessant. In den Gräben erwarten die Archäologen möglicherweise Reste von Architektur, Keramiken oder Münzen, die für die Datierung des Kastells relevant sein können. Die Voruntersuchungen im vergangenen Jahr hatten dazu gedient, die Grenzen des Kastells genauer zu definieren wie auch den Grabungs- und Untersuchungsaufwand besser kalkulieren zu können.
Die Ausgrabungen beginnen im Oktober 2019 im Bereich des Hubschrauberlandeplatzes, der deshalb verlegt werden wird. Außerdem wird auf dem Parkplatz vor den Landratsamtgebäuden an der Hindenburgstraße von den Archäologen gegraben. Dr. Kortüm setzt für die Ausgrabungen in diesen ersten Teilflächen einen zeitlichen Aufwand von rund fünf Monaten an. Der zweite Abschnitt der Ausgrabungen beginnt im Februar 2020 auf dem dann geräumten Gelände der ehemaligen Behördengebäude. Hier rechnet das Landesamt für Denkmalpflege nur mit mehreren Wochen Dauer für die Rettungsgrabungen.

Belastung für Patienten und Anwohner so gering wie möglich halten

„Gemeinsam mit den beteiligten Firmen haben wir Vorkehrungen getroffen, um die Belastung für Patienten, Mitarbeiter und Anwohner durch diese vorbereitenden Maßnahmen so gering wie möglich zu halten“, erläutert Thomas Wigant. „Trotz dieser Vorsichtsmaßnamen werden sich wahrscheinlich kleinere Einschränkungen, Lärm und mitunter auch Staub bei den Rückbaumaßnahmen nicht ganz vermeiden lassen. Hier bitten wir um Verständnis.“

Quelle: Pressemitteilung der Gesundheitsholding Tauberfranken

Foto: GSCHWÄTZ

 

 

 

 




HK: Nächster Führungsmann geht

Ausscheiden Thomas Weber aus Leitung der BBT-Region Tauberfranken zum 01. Juli 19

Nachdem vor kurzem einer der Chefärzte des Hohenloher Krankenhauses (HK) gekündigt hat (wir berichteten: https://www.gschwaetz.de/2019/06/14/paukenschlag-am-hk-chefarzt-hat-gekuendigt/  ) dreht sich erneut das Personalkarussell an der Führungsspitze. Dieses Mal aber betrifft es den Mehrheitseigner des HK: die BBT-Gruppe.

Aus persönlichen Gründen

Thomas Weber (58), Mitglied der Regionalleitung der BBT-Region Tauberfranken – Hohenlohe, hat am 21.06.19 die Geschäftsführung der BBT-Gruppe gebeten, sein Dienstverhältnis in der BBT-Gruppe aus persönlichen Gründen vorzeitig aufzulösen und um ab 01.01.2020 eine neue berufliche Aufgabe als Geschäftsführer der SLK-Kliniken Heilbronn-Franken wahrzunehmen. In Anerkennung für das große Engagement, mit dem Thomas Weber gemeinsam mit Thomas Wigant in der Regionalleitung die Entwicklung der BBT-Gruppe in der Region Tauberfranken-Hohenlohe mit den Führungskräften in den Krankenhäusern und Senioreneinrichtungen gestaltet hat, hat sich die Geschäftsführung dazu entschlossen, diesem Wunsch zu entsprechen und ihn von seinen Aufgaben als Regionalleiter zum 01.07.19 entpflichtet.

Von BBT zum SLK-Klinikum nach Heilbronn

„Thomas Weber hat in den vergangenen zehn Jahren mit hohem persönlichem Engagement und großer Sachkenntnis als kaufmännischer Direktor und Regionalleiter zunächst das Caritas-Krankenhaus Bad Mergentheim und dann auch die Gesundheitsholding Tauberfranken auf einen erfolgreichen Kurs geführt und nachhaltig wichtige Weichen für die Zukunft gestellt“, unterstreicht Dr. Albert-Peter Rethmann, Sprecher der Geschäftsführung die Verdienste von Weber für die Unternehmensgruppe.

Zusammen mit Thomas Wigant sowie den Direktorien und Führungskräften in den Gesundheits- und Seniorendiensten in der Region werden die Aufgaben von Thomas Weber bis zur Neubesetzung von den beiden Geschäftsführern Andreas Latz und Matthias Warmuth wahrgenommen. Das Verfahren zur Wiederbesetzung ist in die Wege geleitet.

Wer ist BBT?

Die BBT-Gruppe ist mit, laut eigenen Angaben, mehr als 80 Einrichtungen des Gesundheits- und Sozialwesens, über 14.000 Mitarbeitenden und zirka 900 Auszubildenden einer der großen christlichen Träger von Krankenhäusern und Sozialeinrichtungen in Deutschland. Die BBT-Gruppe hält auch die Führungsanteile an dem Hohenloher Krankenhaus.

Quelle: Pressemitteilung der BBT-Gruppe vom 27. Juni 2019