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Mariannenstraße als Einbahnstraße bedeutet Extrarunde für viele Kunden

Seit drei Monaten testet die Stadt Ingelfingen die Mariannenstraße als Einbahnstraße. Die dort ansässigen Gewerbetreibenden verzeichnen laut eigenen Angaben seitdem Umsatzverluste von bis zu 30 Prozent, da die Mariannenstaße nun für viele Kunden schwerer als vorher zu erreichen ist. Denn: Anders als die Einbahnstraßen in den Nachbarstädten Niedernhall und Künzelsau verläuft die Mariannenstraße nicht als „Hauptverkehrsader“ und führt Anwohner und potenzielle Kunden nicht automatisch an den dort ansässigen Geschäften vorbei.

Die Mariannenstraße verläuft parallel zur Kochertalstraße und kann damit leicht umgangen werden. Bürgermeister Michael Bauer wiederum befürwortet die Einbahnstraßenregelung, weil es dadurch fortan ruhiger und damit wohnlicher werden soll. Die Mariannenstraße soll dadurch auch mehr Parkplätze erhalten. Zudem gebe es Gelder des Landesministeriums für die Neugestaltung. Nun sollen die Anwohner der Mariannenstraße und des Hohen Bergs entscheiden, ob die Einbahnstraße bleibt. Bürger von Ingelfingen kritisieren indes, dass nicht alle über die Einbahnstraße abstimmen dürfen, obwohl die Einbahnstraßen-Regelung Auswirkungen auf alle Einwohner Ingelfingens habe.

GSCHWÄTZ-Chefredakteurin Dr. Sandra Hartmann hat sich in Ingelfingen umgesehen.

Dr. Sandra Hartmann in der Mariannenstraße in Ingelfingen. Foto: GSCHWÄTZ



 




Was Gscheits muss her und koin halbgorener Scheiss“ – Die alt Fraa zum Rettungsdienst light und Notarzt light in Künzelsau

„Schbare im Gesundheitswese isch ä subber Sach“ – GSCHWÄTZ hat mit der alt Fraa von drobbe de Höh‘ am Tag der Schließung des Künzelsauer Krankenhauses gesprochen. Wir haben sie unter anderem gefragt, wo sie künftig nun mit ihrer Blasenentzündung hingeht. Die 150-Jährige freut sich jetzt erst einmal auf das Hospiz, das ihr in der Kreistagssitzung versprochen wurde.

Auch die Ausstattung der Rettungswägen mit neuer Software findet sie viel besser als in Personal zu investieren. Denn: „Wer braucht heutzutoog noch Mensche im Gesundheitswese? Die Steiergelder gehöre gscheit inveschtiert und zwar in Berater – so wie in de vergangene Jahre a.“ Die alt Fraa erinnnert dabei unter anderem an die mehrere 100.000 Euro teure Beratung hinsichtlich der Entscheidung, wie es mit dem Hohenloher Krankenhaus weitergehen soll. Die Entscheidung fiel am Ende gegen den Standort Künzelsau und für einen Neubau in Öhringen. Der Künzelsauer Krankenhausstandort wurde am vergangenen Freitag, den 15. November 2019, geschlossen, während mit dem Neubau in Öhringen noch nicht einmal begonnen wurde.

Mit der Schließung des Krankenhauses in Künzelsau sollte es auch einen stärkeren Rettungsdienst geben. Bereits 2017 wurden Personal- und Fahrzeugengpässe bekannt (wir berichteten) und auch die Hilfsfristen, wonach die Rettungsfahrzeuge nach maximal 15 Minuten (eigentlich maximal 12 Minuten) am Unfallort sein sollten, wurde oft nicht eingehalten. Doch derzeit spricht der Kreistag und die BBT-Gruppe lediglich von einer Aufwertung der Rettungsdienstfahrzeuge hinsichtlich  einer Software, mit der Daten von Patienten schneller an die Krankenhäuser übertragen werden sollen. Diese Software betiteln die Beteiligten als „Telemedizin“.

Auch zum Thema Notarzt im Sitzdienst in Künzelsau, der nun kommen soll, der aber laut diversen Kreisräten über fast keine Handlungsspielräume verfügt, hat sich die alt Fraa auch klar positioniert: „Des isch wie mit em gute Bier. Ä light Bier bringt halt a nix. Wenn dann muss es was Gscheits sei und koin halbgorener Scheiss.“ Also vielleicht doch nochmal etwas mehr Geld in die Hand nehmen, um das Gesundheitswesen gesund zu halten, liebe Lokalpolitiker?

Das Video wurde am letzten Tag gedreht, als das Krankenhaus Künzelsau noch offen hatte, am Freitag, den 15. November 2019.

Für Euch vor Ort: GSCHWÄTZ – Das Magazin | Wir lieben uns Ländle | www.gschwaetz.de |

Die alte Fraa von drobbe de Höh‘ am Krankenhaus Künzelsau am Tag der Schließung. Foto: privat



 




LKW streift Haus in Künzelsau

Ein schwer beschädigter Kellereingang und etwa 10.000 Euro Schaden sind das Ergebnis eines Unfalls in Künzelsau. Am Donnerstagmorgen, den 14. November 2019, entdeckte der Besitzer eines unbewohnten Gebäudes in der Neufelser Straße, dass sein Haus in Mitleidenschaft gezogen wurde. In der Zeit zwischen Dienstagfrüh und der Entdeckung des Schadens am Donnerstag, hat offenbar ein bislang unbekannter LKW die Straße von Künzelsau kommend befahren und ist dabei etwas zu weit nach rechts abgekommen. Dabei wurde die Ecke des leerstehenden Hauses gestreift und das Mauerwerk eingedrückt, wodurch insbesondere der Kellereingang heftige Blessuren davon trug. Aufgrund mehrerer gefundener Lackspuren geht die Polizei davon aus, dass es sich um ein rotes Fahrzeug gehandelt haben muss. Zeugen, die zu besagter Zeit verdächtige Wahrnehmungen machen konnten, werden gebeten sich beim Polizeirevier Künzelsau, Telefon 07940 9400, zu melden.

Quelle: Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Heilbronn

 

 




Dörrenzimmern: Liederabend mit Gastchören

Der Gesangsverein Dörrenzimmern lädt am Samstag, den 16. November 2019, zum Liederabend im Dorfgemeinschaftshaus Dörrenzimmern. Einlass ist ab 19 Uhr.

Gastchöre an dem Abend sind der Männergesangsverein Weldingfelden, der Männergesangsverein Stachenhausen und der Projektchor Dörrenzimmern. Für Speis und Trank ist gesorgt.

 




Letzter Tag in Künzelsau: Das HK-Team verabschiedet sich

Eine Ära geht zu Ende – Am heutigen Freitag, den 15. November 2019, ist es soweit: Das Hohenloher Krankenhaus (HK) in Künzelsau schließt. In diesem Sinne möchte sich das verbleibende Künzelsauer Krankenhausteam an dieser Stelle bei ihren Patienten für die Zeit und das Vertrauen in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten bedanken.

 

Das verbleibende HK-Team verabschiedet sich. Foto: privat

 

 




Kupferzell: Mord im Ziehl-Abegg-Restaurant DeSi

Essen, Trinken und zwischendrin einen Mordfall lösen. Zumindest einen Fiktiven. Damit waren zwei Dutzend Gäste im Ziehl-Abegg-Turmrestaurant DeSi im Gewerbegebiet – das sich Künzelsau mit Kupferzell und Waldenburg teilt – am vergangenen Samstag, den 9. November 2019, beschäftigt. Das Zauberwort heißt: Kriminal-Dinner.

Zwischen Kürbiscremesuppe, gefülltem Schweinebraten nebst Vanillecreme samt Beerenragout entstand ein interaktives Theaterstück zwischen Schauspielern und Gästen, die zu Akteuren und Handlungsträgern in der Kriminalgeschichte werden. Ein Ziel vor Augen: Den very britischen Mordfall zu lösen und den Täter zu überführen.

GSCHWÄTZ-Videoreporter Dr. Felix Kribus hat den Abend mit der Kamera begleitet und ein Stimmungsbild montiert.

Wer ist der Mörder? Foto: GSCHWÄTZ

Die Gäste auf der Suche nach des Rätsels Lösung. Foto: GSCHWÄTZ

Mit welchem Gegenstand wurde das Opfer ermordet? Foto: GSCHWÄTZ

 




Hohenlohe: Mitstreiter für Großdemo gegen Tierversuche gesucht

Zur zweiten Großdemo gegen Tierversuche ruft die Organisation Soko Tierschutz e.V. am Samstag, den 16. November 2019, von 14 bis 18 Uhr in Hamburg auf. Der Tierschutz-Verein rechnet mit zahllosen Menschen aus ganz Europa, die auf dem Heidi-Kabel-Platz in der Nähe des Hauptbahnhofs die Untätigkeit der Politik und die Unfähigkeit der Behörden anklagen. Das Ziel ist die Schließung aller drei Tierlabore des Unternehmens LPT mit Hauptsitz in Hamburg und ein Ende der Tierversuche. Auch aus Hohenlohe können Interessierte und Tierfreunde mit dabei sein. Nach Angaben von Soko Tierschutz e.V. kamen zur letzten Anti-Tierversuchsdemo 8.000 Menschen.

Für die privat organisierte Fahrt nach Hamburg wird ein Bus gechartert für mindestens 32 Personen. Ein Unkostenbeitrag von 54 Euro für die Hin- und Rückfahrt wird verlangt und ist vorab via PayPal zu bezahlen.

Die Strecke führt von Wohlmuthausen über den Bahnhof in Öhringen und die A81 nach Würzburg, dann über die A7 und A1 nach Hamburg. Abfahrt in Öhringen ist um 5 Uhr. Zustiege unterwegs zum Beispiel von einem Park- und Ride-Parkplatz sind möglich.

Anmeldungen nimmt Suse Rossler per E-Mail unter suse.rossler@gmx.de oder über Facebook entgegen.

Soko Tierschutz e.V. kämpft gegen Tierversuche. Foto: unsplash/ Anthony Rosa

 




Last man standing – Wie die letzten Patienten im Künzelsauer Krankenhaus die Schließung erleben

Am Freitag, den 15. November 2019 ist es soweit: Das Hohenloher Krankenhaus (HK) in Künzelsau schließt. Der erste Stock des Gebäudes ist bereits von den Patienten verlassen. Dort stehen bloß noch mit Plastik überzogene Krankenhausbetten auf den Fluren und in den Zimmern. Eine fast unheimliche Stille breitet sich in den Räumen aus. Die Gefühle der Patienten in diesen letzten Tagen sind zwiespältig.

Fühlte sich gut aufgehoben

Ein Patient – der Mann wollte anonym bleiben – ist einige Tage wegen einer Wirbelkanalverengung stationär im Krankenhaus. Er fühlt sich bei Chefarzt Dr. Andreas Kühn gut aufgehoben. „Für mich persönlich läuft es gut und ich kann nichts Negatives sagen“, so der Mann. „Das geht hier zack-zack voran, viel besser als in Öhringen.“ Er sei sofort aufgenommen worden und habe auch gleich MRT und Krankengymnastik bekommen.

Millionen investiert

Von Abschiedsschmerz oder Wehmut bei den Mitarbeitern spürt der Mann nichts. „Die kümmern sich super“, meint er. Die Zimmer seien noch gut belegt, es kommen immer wieder neue Patienten. „Hier ist immer voll und eigentlich läuft alles ganz normal“, findet er rund vier Wochen vor der Schließung. Auch er versteht nicht, warum das Krankenhaus geschlossen wird, hofft aber, dass aus dem Gebäude etwas gemacht wird. Denn es sei noch nicht alt und es wurden Millionen hineingesteckt.

Ganz anders zeigt sich das Gespräch mit einem ambulanten Patienten, der ebenfalls anonym bleiben wollte. Er kommt wegen einer schweren Gürtelrose zum Verbandswechsel ins HK. Eigentlich müsste er nach Schwäbisch Hall ins Diak, aber das sei ein Zeitfaktor und außerdem werden die Fahrtkosten dahin nicht übernommen. Der zuständige Facharzt im MediKÜN habe den Verbandswechsel abgelehnt, weil er daran zu wenig verdiene. „Die Überweisungen ins Krankenhaus hat er aber immer gerne ausgestellt“, bemerkt der Patient spitz.

Zukünftig längere Wege – auch für die Angehörigen

Das Personal im Krankenhaus sei aber nach wie vor gut, fehle aber spürbar. Geplante Operationen werden im HK nicht mehr durchgeführt, sondern nur noch Notfälle aufgenommen und die auch nur auf ausdrücklichen Wunsch des jeweiligen Patienten. Der Mann glaubt, „dass es Anweisungen gibt, dass solche Patienten wie ich nicht mehr im HK operiert werden dürfen“.

Wenn er demnächst selbst operiert wird, muss der Mann in ein anderes Krankenhaus. Der Patient findet zwar, dass man auch im Diak oder im Öhringer Krankenhaus gut aufgehoben sei, „aber dort kann die Familie ihre kranken Angehörigen nicht jeden Tag besuchen, wenn sie in Künzelsau oder Umgebung wohnt“. Das sei einfach zu weit weg und das mache ihn traurig. Denn letztendlich trage auch die gute Erreichbarkeit der Patienten durch ihre Familien zur Zufriedenheit der Leute bei. „Wir stehen gscheit da“, bedauert der Mann.

Unsere GSCHWÄTZ-Redakteurin Sonja Bossert besuchte rund vier Wochen vor der Schließung des Krankenhauses die letzten verbliebenen Patienten in Künzelsau.

Fotos: privat

 

 




Künzelsauer über KH-Schließung: „Total unzufrieden über die Situation“ – „Einfach abgebaut und abgewickelt“

Diese Woche sollen die Lichter im Krankenhaus Künzelsau endgültig ausgehen. Nicht nur bei vielen Mitarbeitern ist die Stimmung gedrückt, auch die Künzelsauer wissen  nicht, wie es nun weitergeht hinsichtlich der Gesundheitsversorgung. Einige Künzelsauer haben sich am Montag, den 04. November 2019 auf den Weg nach Zweiflingen zur Kreistagssitzung gemacht, um mehr zu erfahren. „Wir wollen wissen, wie es weitergeht“, sagt etwa Ernst Renner aus Künzelsau vor der Kreistagssitzung. „Das Gesundheitszentrum interessiert uns. Ich kann mir darunter nichts vorstellen“, fügt Karl Walter aus Hermuthausen hinzu.

Ehrenfried Biehal, ehemalige Schulleiter der Grund- und Hauptschule in Künzelsau, kann die KH-Schließung nicht nachvollziehen. Foto: GSCHWÄTZ

„Einfach abgebaut und abgewickelt“

Ehrenfried Biehal, der ehemalige Schulleiter der Grund- und Hauptschule in Künzelsau, ist zur Kreistagssitzung nach Zweiflingen gefahren, weil „jetzt für uns Künzelsauer einfach Nägel mit  Köpfen gemacht werden müssen. Wir sind zudem total unzufrieden über die Situation, dass unser Krankenhaus geschlossen wird. Ein baulich gutes funktionierendes Krankenhaus wird einfach abgebaut und abgewickelt. Das darf nicht sein.“

Günter Maurer aus Gaisbach möchte sehen,  „was die BBT-Gruppe für Vorschläge hat, wie das zukünftige Gesundheitszentrum aussehen soll. Da geistern ja verschiedene Ideen herum. Momentan ist gar nichts bekannt und  das wollen wir heute erfahren“.

Der Künzelsauer Wolfgang Hornung erwartet „ganz klare Aussagen, was jetzt kommen soll mit dem Ärztehaus. Bisher hört und sieht man nichts. Und so wie die Sache aussieht, kann man davon ausgehen, dass sowieso gar nichts passiert.“

Für Lehrer Wolfgang Weßlein ist das Krankenhaus „ein Herzensanliegen und jetzt muss man sehen, was für Künzelsau bleibt“.

Auch Öhringer besuchten die Kreistagssitzung, so wie Werner Hesse: „Ich bin am Krankenhausthema interessier und hoffe, dass man die Fakten darstellt und dass die Künzelsauer Mitbrüger fair damit umgehen.“

Was bleibt für Künzelsau?

In Zweiflingen dann erklärte die BBT-Gruppe, dass es nach der Krankenhausschließung für Künzelsau zunächst einmal acht Hospizplätze geben werde (wir berichteten). Des Weiteren werde der Rettungsdienst mit  so genannter „Telemedizin“ ausgestattet. Mit dieser Software sollen die Rettungsdienstler messbare Daten des Patienten noch am Ort des Geschehens direkt an das anzufahrende Krankenhaus übermitteln können. Bislang haben die Rettungsdienstler telefonisch über die Leitstelle Angaben darüber gemacht, wie schwer der Patient verletzt ist, damit sich das dementsprechende Krankenhaus, das angefahren wurde, vorbereiten konnte.

Weiterhin sei die BBT-Gruppe mit Ärzten im Gespräch, die sich in dem neuen Gesundheitszentrum ansiedeln sollen, unter anderem integrative Medizin soll es dort bald geben. Bei einer integrativen medizinischen Behandlung werden laut der Hufelandgesellschaft auch unkonventionelle Therapieverfahren wie alternative Medizin zusammen mit konventionellen Methoden angewandt. Ein Notarzt-Sitzdienst, der kommen soll, wackelt indes schon wieder, da diverse Kreisräte in der Kreistagssitzung in Zweiflingen bemängelt habe, dass dieser Notarzt am Standort des dann ehemaligen Krankenhauses in Künzelsau lediglich eine Anlaufstelle für verletzte Bürger sei, jedoch ansonsten nicht viel machen könnte. Weder habe er die Kompetenz, Überweisungen, etwa ins nächste Krankenhaus auszustellen, noch dürfe er Rezepte, etwa bei einer Blasenentzündung, ausstellen. Der Notarzt-Sitzdienst würde zudem über eine halbe Million Euro jährlich kosten.

Videobefragung: Matthias Lauterer






Hohenlohe: Müllgebühren steigen ab Januar um über 16 Prozent

Die Müllgebühren für einen durchschnittlichen Vier-Personen-Haushalt im Hohenlohekreis werden laut einer Pressemitteilung der Abfallwirtschaft Hohenlohekreis im nächsten Jahr um 16,6 Prozent auf 216,60 Euro ansteigen. Bisher waren es 185,70 Euro. Der Betrag beinhaltet zusätzliche Leistungen wie unter anderem die kostenlose Abholung von 2 m³ Sperrmüll einmal jährlich, die Sammlung von Altpapier über die Grüne Tonne ab Haus sowie die Nutzung der Recyclinghöfe und Grüngutplätze. Die Abfallgebühren im Hohenlohekreis sind aber laut Abfallwirtschaft weiterhin sehr moderat und liegen auch 2019 im landesweiten Durchschnitt

Gründe: Fehlkalkulierungen der vergangenen Jahre und Deponieschließung

Bis 2016 hat die Abfallwirtschaft des Hohenlohekreises zu geringe Gebühren erhoben, die die Ausgaben des Betriebs nicht deckten. Insgesamt entstand so zwischen 2011 und 2016 ein Fehlbetrag von rund drei Millionen Euro. Davon wurden über 700.000 Euro bereits ausgeglichen. Die noch fehlenden 2,3 Millionen Euro sollen deshalb mit den Gebührenerhöhungen ab 2020 beseitigt werden. Ebenso sollen Rückstellungen für die gestiegenen Kosten bei der Stilllegung der ehemaligen Kreismülldeponie Stäffelesrain gebildet werden. Hier liegen die realen Kosten laut Abfallwirtschaft bei über 20 Millionen Euro. Bisher waren dafür aber nur rund 7,5 Millionen Euro an Rückstellungen eingeplant.

 

Quelle: Pressemitteilung der Abfallwirtschaft Hohenlohekreis