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Niedernhallerin näht Masken aus bunten Stoffen

Rund 100 Mund-Nase-Masken hat Marina Reisacher bereits genäht – ausschließlich für den privaten Bereich, für Familie und Freunde. „Ich habe bereits vorher genäht und den Spaß daran möchte ich gene behalten“, sagt die Niedernhallerin, die ursprünglich aus Mainz stammt. Hauptberuflich ist sie in der Pflege auf Schloss Stetten tätig ist. Zuerst war da eine Physiotherapeutin, die sie fragte, ob sie nicht Masken nähen könne. Dann kam eine Freundin mit der gleichen Frage. „Das zog dann schnell Kreise“, blickt sie zurück.

Eine halbe Stunde für eine Maske

Immer, wenn ihre zweieinhalbjährigen Zwillinge schlafen, setzt sich die junge Mutter an ihre Nähmaschine und legt los. Rund eine halbe Stunde benötige sie für eine Maske. „Ich habe eine Schablone, damit geht das ganz schnell“, erklärt sie. Die bunten Stoffe bezieht sie über das Internet. „Die sind mittlerweile auch teurer geworden“, sagt sie. Rund zehn Euro pro Meter koste die Baumwolle zurzeit. Doch durch den leichten Baumwollstoff könne man besser atmen.

Nähmaschine gesucht

Zusätzlich zu ihren Masken kann man bei Marina Reisacher eine Art Bügel aus Kunststoff bekommen. „Den druckt ein Bekannter mit seinem 3D-Drucker“, erklärt sie. In dem Bügel können die Bänder Masken befestigt werden, der Bügel selbst liegt am Hinterkopf des Maskenträgers an. „Das ist vor allem für Menschen interessant, die die Bänder an den Ohren nicht leiden können“, erklärt die Hobby-Näherin.

Übers Wochenende hat Marina Reisacher 20 Masken angefertigt. Bei der vorletzten hat ihre Nähmaschine den Geist aufgegeben. Sie ist aber bereits auf der Suche nach einer Neuen.

Die Stadtverwaltung Niedernhall hat die Bürger im Zuge der Coronapandemie dazu aufgerufen, 4.000 Mundschutzmasken zu nähen. Rund 1.500 Masken sind so bislang bereits zusammengekommen.

Text: Sonja Bossert

Die Masken von Marina Reisacher sind aus bunten Baumwollstoffen. Foto: GSCHWÄTZ

Dieser Kunststoffbügel hält die Bänder der Maske von den Ohren ab. Foto: GSCHWÄTZ




Niedernhall: Nur noch minimale Anzahl an Kunden dürfen in Geschäfte

Mit einer aktuellen Verfügung ordnete die Stadtverwaltung in Niedernhall an, wieviel Kunden nur noch in den Supermarkt Edeka und in die noch offenen Geschäfte vor Ort wie der Drogeriemarkt Rossmann und die Bäckerei Gockner eingelassen werden dürfen.




Niedernhall: Kochertaler Schwimmschule kommt ins Solebad

Die Kochertaler Schwimmschule, die im August 2019 aus dem Hallenbad in Ingelfingen geflogen ist, bietet ab März 2020 Kurse im Solebad in Niedernhall an. „Wir werden dienstags von 14 bis 21 Uhr im Solebad sein“, sagt Simone Schweigert, Gründerin und Leiterin der Schwimmschule.

Es wird verschiedene Kurse für die unterschiedlichsten Interessenten geben: Babyschwimmen, Eltern-Kind-Schwimmen, Wassergewöhnung für Angstkinder, Schwimmkurse sowie Gesundheitskurse, die von einer Fachkraft begleitet werden. Anmeldungen sind ab sofort über die Homepage der Kochertaler Schwimmschule https://www.kochertaler-schwimmschule.de/ möglich.

 

 

 




Niedernhall: Betrugsmasche mit E-Mail von vermeintlicher Hausbank

Nicht übers Ohr hauen ließ sich ein 65-Jähriger aus Niedernhall. Der Mann bekam Anfang November eine E-Mail, die augenscheinlich von seiner Bank stammte. Darin wurde er aufgefordert, einem Link zur Überprüfung seines Kontos zu folgen, ansonsten würde dieses gesperrt.

Nachdem der Mann nicht reagiert hatte kam Anfang Dezember eine erneute Email. In dieser wurde ihm mitgeteilt, sein Konto und alle Bankkarten seien jetzt gesperrt, da er nicht auf die erste E-Mail reagiert hätte. Diese würden erst wieder freigegeben sobald er den Link in der Mail anklicken würde. Auch davon ließ sich der 65-Jährige nicht einschüchtern.

Nach Rücksprache mit seiner Bank fand er heraus, dass die E-Mails von Betrügern stammen müssen und erstattete Anzeige.

Quelle: Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Heilbronn 




Niedernhall: Erste Afterworkparty der SGM Niedernhall/Weißbach

Die Vorweihnachtszeit kann manchmal ganz schön stressig sein. Einen Ausgleich dazu bieten die aktiven Fußballer der SGM Niedernhall/Weißbach am Freitag, den 13. Dezember 2019. Bei der ersten Afterworkparty auf dem Sportgelände in Niedernhall ist ab 17 Uhr einiges geboten.

Für das leibliche Wohl ist mit Glühwein und Punsch, Schneemann, verschiedenen Bieren und Likören sowie kalten alkoholfreie Getränke gesorgt. Es gibt auch Currywurst, Feuerwurst und Bratwurst. Musikliebhaber kommen durch einen DJ auf ihre Kosten.

 




Niedernhall: Weihnachtlich verzaubertes Kelterareal

Weihnachtlich verzaubert wird das historische Kelterareal in Niedernhall am Samstag, den 7. Dezember 2019 und Sonntag, den 8. Dezember 2019. Die Stände des Weihnachtsmarktes öffnen am ersten Tag um 16 Uhr, am zweiten bereits um 11 Uhr. 

Wegen des Kelterzaubers müssen verschiedene Straßen gesperrt werden: Der Kelterhof bereits ab Montag, den 2. Dezember, und die Keltergasse ab Freitag, den 6. Dezember bis Montag, den 9. Dezember, 16 Uhr. Von Samstag ab 16 Uhr bis Sonntag um 20 Uhr ist die Hauptstraße für den gesamten Verkehr gesperrt. Die Durchfahrt ist nur dem Shuttle-Bus gestattet, Pkw dürfen auch nicht zum Parken in die Hauptstraße einfahren.

Ausreichend Parkplätze stehen am Warrwiesenweg, am Bahnhof, an der Bachwiesenstraße, am Gemeindehaus, an der Stadthalle, beim Freibad und Solebad, im Schulhof des Bildungszentrums sowie an der katholischen Kirche zur Verfügung.

Der Verkehr von der Kochertalstraße/Kocherbrücke führt über den Warrwiesenweg – Warrweg – Bahnhofstraße um die Altstadt. Die Umleitung von der Giebelheide erfolgt über die Gerberstraße – Am Forellenbach – Brückenwiesenweg. Die Umleitungsstrecken sind von parkenden Autos freizuhalten. Die Haltestelle des NVH in der Gerbestraße und an der Stadthalle bleiben bestehen.

Quelle: Bekanntmachungsblatt der Stadt Niedernhall




„Alles kleine Herrgöttle“ – Niedernhalls langjähriger Gemeinderat Klaus Richter plaudert aus dem lokalpolitischen Nähkästchen

Am 26. Mai 2019 ging eine Ära zu Ende. Nach 25 Jahren schaffte es Klaus Richter nicht mehr in den Niedernhaller Gemeinderat. Offen sprach er am 06. August 2019 mit uns über diese Zeit.

GSCHWÄTZ: Herr Richter, Sie waren 25 Jahre im Gemeinderat in Niedernhall tätig. Hat sich in dieser Zeit Ihrer Meinung nach etwas verändert?

Richter: Ich war ziemlich überrascht, wie sich das alles gewandelt hat – auch auf den lokalen politischen Ebenen. Streitige Auseinandersetzungen gibt es nicht mehr. Das oberste Gebot ist Harmonie. Wer sich querstellt, wird richtig gemobbt.

„Keiner traut sich, was zu sagen“

GSCHWÄTZ: Können Sie konkreter werden?

Richter: Als ich etwa moniert habe, dass der Haushalt nicht ausreichend öffentlich behandelt wurde, haben Gemeinderäte aus mehreren Nachbargemeinden zu mir gesagt: Das läuft bei uns genauso in Bezug auf die Haushaltssachen, sprich, dass gewisse Dinge allgemein nicht öffentlich besprochen werden, die aber eigentlich in eine öffentliche Sitzung gehören. Bei dem jetzigen Niedernhaller Bürgermeister Achim Beck wurde die Haushaltsdebatte nur 20 Minuten in der öffentlichen Sitzung diskutiert, bei seinem Vorgänger Emil Kalmbach wurde der Haushalt noch einmal ein bis zwei Stunden auseinandergenommen. Aber es traut sich keiner, etwas zu sagen, weil das Gremium Gemeinderat erstickt wird in Harmonie und ein geschlossenes Miteinander. Die Leute vermeiden streitige Auseinandersetzungen. Vor 25 Jahren sind im Gemeinderat die Fetzen geflogen.

Da waren richtige Haudegen drin – Unternehmer, Handwerker. Da hat man das trennen können. Heute haben Bürgermeister und Gemeinderäte das Problem, dass sie Person und Sache nicht mehr trennen. Es wird alles persönlich genommen. Nach Beendigung der Sitzung sind damals alle in die Nachsitzung gegangen – unabhängig davon, wie heiß man diskutiert hatte im Gremium. Als diese zwei Verfahren bekannt wurden, die ich gegen den Bürgermeister angestoßen habe, haben die Gemeinderäte sich meiner Ansicht nach gegen mich verschworen. Auf einmal hat mich fast keiner mehr gegrüßt. Selbst meine Listenkollegen haben mich nicht nur im Gemeinderat, sondern auch in der Öffentlichkeit komplett ignoriert. Bürgermeister Beck hat schon 2015 zu den Gemeinderäten sinngemäß angedeutet: Solange Klaus Richter mit zur Nachsitzung kommt, werde ich nicht an der Nachsitzung teilnehmen. Daraufhin durfte ich nicht mehr daran teilnehmen. Das gab es bei Emil Kalmbach nicht. Mit Achim Beck hat das angefangen. Er grüßt mich heute auch nicht, nur wenn er direkt vor mir steht. Ansonsten geht er mir aus dem Weg.

„Wer aus der Reihe tanzt, wird abgestraft“

GSCHWÄTZ: Haben Sie versucht, mit den Beteiligten darüber zu sprechen?

Richter: Anfänglich gab es noch Gemeinderäte, die versucht haben, das zu kanalisieren, aufzuklären, nachzubohren, was ich angestoßen habe. Dann sind sie auf Granit gestoßen und haben das gelassen. Eine öffentliche Erniedrigung meiner Person, wie es Bürgermeister Beck in der Weihnachtssitzung 2015 gemacht hat, war früher undenkbar. Herr Beck hat damals unter anderem gesagt: „Ein Gemeinderat ist mit meiner Arbeit nicht zufrieden und hat deshalb drei Dienstaufsichtsbeschwerden eingereicht. Deshalb kann ich dem Gemeinderat nichts zu Weihnachten schenken, denn schenken kommt von Herzen. Auch das Weihnachtsessen fällt aus. Schade, dass so viele Personen wegen einer Person leiden müssen.“ Ergo: Wer aus der Reihe tanzt, wird abgestraft, egal, wie legal die Methoden sind. Das ist das heutige Prinzip der Demokratie. Vor 25 Jahren hatte man vor diesen Methoden noch Angst, denn die dunkelste Zeit Deutschlands war da noch präsenter. Vor 20 bis 25 Jahren galt noch der Grundsatz im Gemeinderat: Nach der Gemeinderatssitzung bleiben die Themen und Streitigkeiten im Rathaus und gehen nicht mit nach Hause.

GSCHWÄTZ: Fehlt den heutigen Gemeinderäten Mut?

Richter: Ja. Wir haben drei Kategorien von Gemeinderäten: Die erste Gruppe unterstützt alles lautstark, was Bürgermeister Beck macht. Der zweiten Gruppe ist es egal. Die dritte Gruppe weiß, dass es so nicht richtig ist, aber sagt nichts.

„Da fielen auch viele böse Worte“

GSCHWÄTZ: War früher wirklich alles besser oder neigt man nicht automatisch zu einer gewissen Verklärung der Vergangenheit?

Richter: Ich war auch damals schon immer einer gewesen, der gesagt hat, was ihm nicht passt. Ich habe für eine Redeordnung gekämpft, damit nicht nur die alten Hasen zu Worten kommen, sondern auch die jungen. Da fielen auch viele böse Worte. Herr Kalmbach hat das aber trotzdem umgesetzt. Und obwohl die mich alle dafür hätten auf den Mond schießen können, war trotzdem klar, dass ich in den Gutachterausschuss komme aufgrund meiner Fachkompetenz als Sachverständiger. Und wenn irgendwelche baulichen Dinge zu besprechen waren, war klar, dass ich dabei bin. Heute unter Beck, als der Gutachterausschuss vor drei Jahren neu bestellt wurde, war ich zu diesem Zeitpunkt 20 Jahre drin und zehn Jahre der Vorsitzende, haben meine Parteifreunde gesagt, wir wählen dich nicht. Dann habe ich mich nicht mehr aufstellen lassen.

GSCHWÄTZ: Haben Sie sie darauf angesprochen?

Richter: Ja, sie haben gemeint, dass man sich nicht so verhalte, wie ich mich verhalte und deswegen wählen sie mich nicht mehr rein. Ein ähnliches Spiel gab es dann nochmal bei dem Architektenwettbewerb zur Umnutzung der Kelter. Eine Wertungskommission wurde ins Leben gerufen, um die Vorschläge zu bewerten. Hier entsandte die Bürgerliche Wählervereinigung auch nicht mich, sondern lieber den Landwirt Lutz, der das mindestens genauso gut könne wie ich, wurde mir gesagt.

„Die Demokratie ist die streitbarste Staatsform“

GSCHWÄTZ: Demokratie heute?

Richter: Nein, wir haben keine Demokratie mehr. Wenn du mit viel Fachkompetenz in einen Gemeinderat gekommen bist, ist das damals noch wertgeschätzt worden. Wenn heute einer zu viel Ahnung hat, wird er klein gehalten, damit nicht auffällt, dass einer mehr Ahnung hat als der andere. Aber dieses Wissen wurde früher zum Wohle des Bürgers genutzt.

GSCHWÄTZ: Stichwort Harmonie.

Richter: Ich war bei der konstituierenden Sitzung des neu gewählten Kreistags in Öhringen. Von Landrat Neth und Öhringens Oberbürgermeister Michler wurde sehr ausdrücklich postuliert, wie wichtig Harmonie und Geschlossenheit sind – vermutlich im Hinblick auf die AfD. Aber dieses Prinzip gibt es nur in zwei Staatsformen: in der Monarchie und in der Diktatur. Die Demokratie ist die streitbarste Staatsform, aber nur diese bringt uns weiter. Es war interessant zu sehen, wie manche Kreisräte den CDUlern die Hand gegeben haben und an den drei AfDlern einfach vorbeiliefen – das ist auch eine Art von Mobbing.

„Es gibt keine ehrliche streitbare Kultur mehr“

GSCHWÄTZ: Leben die Politiker in ihrer eigenen Politikerblase?

Richter: Auseinandersetzungen und danach wird ein Beschluss gefasst, das geschieht nicht mehr. Es gibt keine ehrliche streitbare Kultur mehr. Auch Bürgermeister Beck versucht, jegliche Kritik im Keim zu ersticken, weil sie alles kleine Herrgöttle sind.

GSCHWÄTZ: Wie war das für Sie, nach so vielen Jahren nicht mehr in den Gemeinderat gewählt zu werden?

Richter: Es tut mir sehr weh für die Niedernhaller Bürger, dass meine Fachkompetenz und meine streitbare Haltung weg ist und jetzt alles in großer Harmonie abläuft, aber damit kommt nicht immer das optimale Ergebnis heraus. Ich wurde ja auch als Harmoniezerstörer betitelt. Es hat mich insofern kurz getroffen, dass man in einer nichtöffentlichen Sitzung anfängt, mit mir zu brüllen: was mir einfällt und was ich mir eigentlich einbilde, wer ich bin. Ich hätte nie gedacht, dass man so miteinander umgeht. Aber die Betroffenheit hielt nur kurz an, weil ich das nicht so nah an mich herangelassen habe, weil ich gewusst habe, dass diese Aussagen nicht stimmen. Wenn dich einer persönlich angreift, dann hast du in der Sache Recht. Denn wenn du in der Sache nicht Recht hättest, dann würde er dich nicht persönlich, sondern in der Sache angreifen.

GSCHWÄTZ: Ist das Verhältnis zu den anderen Gemeinderäten nun wieder besser geworden?

Richter: Das Verhältnis weicht langsam bei dem ein oder anderen Gemeinderat auf, so dass sie mich allmählich wieder grüßen. Drei von den anderen Parteien haben sich davon aber nie mit reinziehen lassen, die haben mich immer gegrüßt.

„Moralisch eine völlige Katastrophe“

GSCHWÄTZ: Das Gerichtsverfahren bezüglich des Kerl-Areals haben Sie am Ende verloren. Rückblickend gesehen: War es das alles wert?

Richter: Moralisch gesehen ist das, was mit dem Kerl-Areal gelaufen ist, eine völlige Katastrophe gewesen. Auf dem Gelände stand ein Wohnhaus. Die dort wohnende Witwe, die vier Kinder hat und jeden Cent zweimal umdrehen muss, musste ab dem ersten Tag nach dem Verkauf sofort die Miete an die Stadt überweisen. Mehrere tausend Euro. Und die Familie Herr Kerl als ehemaliger Eigentümer hat das Areal trotz Verkaufs an die Stadt noch rund ein Jahr weiter genutzt und noch ein Jahr weiter produziert, ohne etwas dafür zu bezahlen. Die Stadt beziehungsweise der Gemeinderat hat ihn pachtfrei gestellt.

Nach dem Verkauf nutzte die Firma Kerl das Grundstück der Niedernhaller Bürger, die Gebäude der Niedernhaller Bürger und die Maschinen der Niedernhaller Bürger zur weiteren Produktion, gerade so, wie wenn es keinen Verkauf gegeben hätte. Wertschöpfung meiner Schätzung nach rund eine Million Euro – nach dem Verkauf wohlgemerkt. Getreu der Lebensweisheit: Die kleinen Mieter hängt man und die großen Unternehmer lässt man laufen. Das war und ist für mich nicht vereinbar mit sozial oder gerecht.

Klaus Richter und der Niedernhaller Gemeinderat im März 2019 beim Verwaltungsgericht Stuttgart.
Foto: GSCHWÄTZ/Archiv

 

 

Klaus Richter hatte nicht immer gut lachen während seiner Gemeinderatszeit. Foto: GSCHWÄTZ

Gemeinderatssitzung in Niedernhall im April 2018. Es ging unter anderem um das umstrittene Kerl-Areal. Foto: GSCHWÄTZ/Archiv




Niedernhall: Vollsperrung der Kochertalstraße ab Freitag

 

Aufgrund der Baumaßnahme am Hochwasserschutz in Niedernhall ist für Freitag, den 29. November 2019, und Samstag, den 30. November 2019, nochmals eine Vollsperrung im Abschnitt zwischen Kocherbrücke und Kochersteg geplant. Der Verkehr wird am Freitag außerhalb der Hauptverkehrszeiten zwischen 8.30 und 15 Uhr sowie am Samstag den ganzen Tag über die Criesbacher Straße umgeleitet. Zudem werden am Freitag Schülerlotsen an den Haltestellen vor Ort sein.

Darüber hinaus wird die Kochertalstraße voraussichtlich bis Mitte Dezember halbseitig gesperrt bleiben. Durch diese Vollsperrung sowie die verlängerte halbseitige Vollsperrung der Kochertalstraße ist es möglich, die gesamte Baumaßnahme bis voraussichtlich Mitte Dezember 2019 abzuschließen.

Quelle: Amtsblatt der Stadtverwaltung Niedernhall




Neubau der Grundschule Niedernhall nimmt Gestalt an

„Es ging im Ausschuss durchaus her“ beschreibt der Niedernhaller Bürgermeister Beck die Diskussionen um die äußere und innere Gestaltung des Schulneubaus im Technischen Ausschuss.

Das Ergebnis dieser Diskussionen präsentierte Karin Thiele vom beauftragten Planungsbüro Knorr+Thiele dem Gemeinderat sehr detailliert in der Sitzung vom 21. Oktober 2019.

Robust, funktional, wartungsarm, standardisiert und natürlich preiswert waren die Prämissen bei der Auswahl von Materialien und Installationen:

Beispielsweise wurde die Konstruktion der Regenrinnen vereinfacht und damit Kosten gespart. Es wurde festgestellt, dass durch den Schutz der breiten Dachvorsprünge preiswertere Holzfenster statt Aluminiumfenster verwendet werden können. Im Innenraum wird großflächig mit einem Kautschukboden geplant, der weniger Pflegeaufwand benötigt als das ebenfalls diskutierte Linoleum.

Besonders wichtig ist natürlich die äußere Darstellung des Gebäudes. Das Farbkonzept, das seine Fortsetzung im Eingangsbereich findet, sieht im Erdgeschoss einen flächigen Grünton vor, ergänzt durch weiße oder hellgraue Fassaden im Obergeschoss sowie ein graues Dach aus Metall.

„Fest steht dass der Schriftzug Grundschule Niedernhall auf dieser Fläche angebracht werden kann. Ebenso soll sich die Farbe an der Wand im Windfang/Garderobe
nach innen ziehen, da die Platten sehr robust sind. Andere Farben wurden auch diskutiert, wie  man aus den Fotos von der Sitzung  Gestaltungsausschuß sehen konnte. Die Entscheidung fiel auf die Grüntöne. Die genaue Festlegung kann vor Ort getroffen werden vor Ausführung.  Insbesondere muss man abwarten welcher Hersteller beim günstigsten Bieter angeboten wird, je nach Hersteller kann die verfügbare Farbpalette etwas variieren“, erklärt Karin Thiele.

Gegenüber der bisherigen Planungen konnten die Kosten um etwa 200.000 Euro gesenkt werden, sodass aktuell von Gesamtkosten für den Schulneubau von knapp unter acht Millionen Euro ausgegangen wird. Der Gemeinderat beschloss die Vorschläge des technischen Ausschusses einstimmig.

Noch stehen verschiedene Varianten zur Auswahl. Modell: Knorr & Thiele Architekten

Für welche Farbe wird sich entscheiden? Modell: Knorr & Thiele Architekten




Geld fürs Solebad

Gleich zwei Spenden konnten die beiden Vorsitzenden des Fördervereins Solebad Niedernhall e.V., Dr. Jens Ehrmann und Hans-Peter Kerl, sowie Kassiererin Claudia Minder während der Niedernhaller Gemeinderatssitzung am 21. Oktober 2019 in Empfang nehmen:
Die EnBW wählte den Förderverein als Empfänger einer Spende aus der Aktion „Zählerstand online erfassen“ und übergab einen Scheck in Höhe von 350,55 Euro. Jeder Niedernhaller Haushalt, der seinen Zählerstand online übermittelt hat und nicht per Postkarte, hat einen Beitrag dazu geleistet. Des Weiteren konnte sich der Förderverein über einen Scheck der Gewerbegemeinschaft freuen.

 

Förderverein hat bereits 210 Mitglieder

 

Die Gewerbegemeinschaft Niedernhall-Weissbach e.V. veranstaltete am 25. Mai 2019 in der Kelter ein Benefizkonzert zugunsten des Fördervereins Solebad. Den Erlös dieses Konzerts, aufgestockt auf den runden Betrag von 1.000 Euro, übergaben der Vorsitzende der Gewerbegemeinschaft Bernd Spazierer und seine Stellvertreterin Melanie Bauer an den Förderverein. Wie Bürgermeister Achim Beck mitteilte, hat der im Januar 2018 gegründete Förderverein Solebad inzwischen bereits 210 Mitglieder.
Wirklich weiter ist man allerdings beim Thema Solebad noch nicht gekommen. Man hat beim diesjährigen Bundesförderprogramm „Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur“ keinen Zuschlag erhalten. Um daran teilnehmen zu können, hatte man in der Sitzung vom 10. September 2018 das Thema „Neubau“ (mit einem maximalen Eigenanteil der Stadt Niedernhall von vier Millionen Euro) fallen lassen und sich für eine „grundlegende Sanierung“ entschieden, um damit eine Förderung zu bekommen – obwohl zunächst die Wirtschaftlichkeit eines Neubaus gegenüber einer teuren Sanierung betont wurde.
Nächstes Jahr könnte es wieder ein Förderprogramm geben, das aber noch nicht sicher ist. Wenn ja, werde man sich wieder bewerben. Es könnte auch ein Landesbäderförderungsprogramm geben, für das man sich dann ebenfalls bewerben würde.
Daher habe man sich dazu entschlossen, weitere Planungsarbeiten an das Büro Fritz Planung GmbH freizugeben mit einer Kostenschätzung für die Sanierung. Die Kosten für diese Grundlagenermittlung und Vorentwurfsplanung belaufen sich auf 157.000 Euro netto. Der Auftrag wurde bereits jetzt vergeben, um für die eventuell kommenden Zuschussprogramme gerüstet zu sein.

Die Planungsvorgaben sehen laut aktuellem Stand unter anderem Folgendes vor:

  • zentraler Eingangsbereich für Sole- & Freibad
  • Aufgabe des Physiobereiches
  • Betreiber soll die Stadt Niedernhall sein
  • Verkauf einfacher Speisen (kalte Küche/Cafeteria)
  • erweiterter Ruheraum
  • Lehrschwimmbecken
  • großzügiger Duschbereich