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Niedernhall: Weihnachtlich verzaubertes Kelterareal

Weihnachtlich verzaubert wird das historische Kelterareal in Niedernhall am Samstag, den 7. Dezember 2019 und Sonntag, den 8. Dezember 2019. Die Stände des Weihnachtsmarktes öffnen am ersten Tag um 16 Uhr, am zweiten bereits um 11 Uhr. 

Wegen des Kelterzaubers müssen verschiedene Straßen gesperrt werden: Der Kelterhof bereits ab Montag, den 2. Dezember, und die Keltergasse ab Freitag, den 6. Dezember bis Montag, den 9. Dezember, 16 Uhr. Von Samstag ab 16 Uhr bis Sonntag um 20 Uhr ist die Hauptstraße für den gesamten Verkehr gesperrt. Die Durchfahrt ist nur dem Shuttle-Bus gestattet, Pkw dürfen auch nicht zum Parken in die Hauptstraße einfahren.

Ausreichend Parkplätze stehen am Warrwiesenweg, am Bahnhof, an der Bachwiesenstraße, am Gemeindehaus, an der Stadthalle, beim Freibad und Solebad, im Schulhof des Bildungszentrums sowie an der katholischen Kirche zur Verfügung.

Der Verkehr von der Kochertalstraße/Kocherbrücke führt über den Warrwiesenweg – Warrweg – Bahnhofstraße um die Altstadt. Die Umleitung von der Giebelheide erfolgt über die Gerberstraße – Am Forellenbach – Brückenwiesenweg. Die Umleitungsstrecken sind von parkenden Autos freizuhalten. Die Haltestelle des NVH in der Gerbestraße und an der Stadthalle bleiben bestehen.

Quelle: Bekanntmachungsblatt der Stadt Niedernhall




„Alles kleine Herrgöttle“ – Niedernhalls langjähriger Gemeinderat Klaus Richter plaudert aus dem lokalpolitischen Nähkästchen

Am 26. Mai 2019 ging eine Ära zu Ende. Nach 25 Jahren schaffte es Klaus Richter nicht mehr in den Niedernhaller Gemeinderat. Offen sprach er am 06. August 2019 mit uns über diese Zeit.

GSCHWÄTZ: Herr Richter, Sie waren 25 Jahre im Gemeinderat in Niedernhall tätig. Hat sich in dieser Zeit Ihrer Meinung nach etwas verändert?

Richter: Ich war ziemlich überrascht, wie sich das alles gewandelt hat – auch auf den lokalen politischen Ebenen. Streitige Auseinandersetzungen gibt es nicht mehr. Das oberste Gebot ist Harmonie. Wer sich querstellt, wird richtig gemobbt.

„Keiner traut sich, was zu sagen“

GSCHWÄTZ: Können Sie konkreter werden?

Richter: Als ich etwa moniert habe, dass der Haushalt nicht ausreichend öffentlich behandelt wurde, haben Gemeinderäte aus mehreren Nachbargemeinden zu mir gesagt: Das läuft bei uns genauso in Bezug auf die Haushaltssachen, sprich, dass gewisse Dinge allgemein nicht öffentlich besprochen werden, die aber eigentlich in eine öffentliche Sitzung gehören. Bei dem jetzigen Niedernhaller Bürgermeister Achim Beck wurde die Haushaltsdebatte nur 20 Minuten in der öffentlichen Sitzung diskutiert, bei seinem Vorgänger Emil Kalmbach wurde der Haushalt noch einmal ein bis zwei Stunden auseinandergenommen. Aber es traut sich keiner, etwas zu sagen, weil das Gremium Gemeinderat erstickt wird in Harmonie und ein geschlossenes Miteinander. Die Leute vermeiden streitige Auseinandersetzungen. Vor 25 Jahren sind im Gemeinderat die Fetzen geflogen.

Da waren richtige Haudegen drin – Unternehmer, Handwerker. Da hat man das trennen können. Heute haben Bürgermeister und Gemeinderäte das Problem, dass sie Person und Sache nicht mehr trennen. Es wird alles persönlich genommen. Nach Beendigung der Sitzung sind damals alle in die Nachsitzung gegangen – unabhängig davon, wie heiß man diskutiert hatte im Gremium. Als diese zwei Verfahren bekannt wurden, die ich gegen den Bürgermeister angestoßen habe, haben die Gemeinderäte sich meiner Ansicht nach gegen mich verschworen. Auf einmal hat mich fast keiner mehr gegrüßt. Selbst meine Listenkollegen haben mich nicht nur im Gemeinderat, sondern auch in der Öffentlichkeit komplett ignoriert. Bürgermeister Beck hat schon 2015 zu den Gemeinderäten sinngemäß angedeutet: Solange Klaus Richter mit zur Nachsitzung kommt, werde ich nicht an der Nachsitzung teilnehmen. Daraufhin durfte ich nicht mehr daran teilnehmen. Das gab es bei Emil Kalmbach nicht. Mit Achim Beck hat das angefangen. Er grüßt mich heute auch nicht, nur wenn er direkt vor mir steht. Ansonsten geht er mir aus dem Weg.

„Wer aus der Reihe tanzt, wird abgestraft“

GSCHWÄTZ: Haben Sie versucht, mit den Beteiligten darüber zu sprechen?

Richter: Anfänglich gab es noch Gemeinderäte, die versucht haben, das zu kanalisieren, aufzuklären, nachzubohren, was ich angestoßen habe. Dann sind sie auf Granit gestoßen und haben das gelassen. Eine öffentliche Erniedrigung meiner Person, wie es Bürgermeister Beck in der Weihnachtssitzung 2015 gemacht hat, war früher undenkbar. Herr Beck hat damals unter anderem gesagt: „Ein Gemeinderat ist mit meiner Arbeit nicht zufrieden und hat deshalb drei Dienstaufsichtsbeschwerden eingereicht. Deshalb kann ich dem Gemeinderat nichts zu Weihnachten schenken, denn schenken kommt von Herzen. Auch das Weihnachtsessen fällt aus. Schade, dass so viele Personen wegen einer Person leiden müssen.“ Ergo: Wer aus der Reihe tanzt, wird abgestraft, egal, wie legal die Methoden sind. Das ist das heutige Prinzip der Demokratie. Vor 25 Jahren hatte man vor diesen Methoden noch Angst, denn die dunkelste Zeit Deutschlands war da noch präsenter. Vor 20 bis 25 Jahren galt noch der Grundsatz im Gemeinderat: Nach der Gemeinderatssitzung bleiben die Themen und Streitigkeiten im Rathaus und gehen nicht mit nach Hause.

GSCHWÄTZ: Fehlt den heutigen Gemeinderäten Mut?

Richter: Ja. Wir haben drei Kategorien von Gemeinderäten: Die erste Gruppe unterstützt alles lautstark, was Bürgermeister Beck macht. Der zweiten Gruppe ist es egal. Die dritte Gruppe weiß, dass es so nicht richtig ist, aber sagt nichts.

„Da fielen auch viele böse Worte“

GSCHWÄTZ: War früher wirklich alles besser oder neigt man nicht automatisch zu einer gewissen Verklärung der Vergangenheit?

Richter: Ich war auch damals schon immer einer gewesen, der gesagt hat, was ihm nicht passt. Ich habe für eine Redeordnung gekämpft, damit nicht nur die alten Hasen zu Worten kommen, sondern auch die jungen. Da fielen auch viele böse Worte. Herr Kalmbach hat das aber trotzdem umgesetzt. Und obwohl die mich alle dafür hätten auf den Mond schießen können, war trotzdem klar, dass ich in den Gutachterausschuss komme aufgrund meiner Fachkompetenz als Sachverständiger. Und wenn irgendwelche baulichen Dinge zu besprechen waren, war klar, dass ich dabei bin. Heute unter Beck, als der Gutachterausschuss vor drei Jahren neu bestellt wurde, war ich zu diesem Zeitpunkt 20 Jahre drin und zehn Jahre der Vorsitzende, haben meine Parteifreunde gesagt, wir wählen dich nicht. Dann habe ich mich nicht mehr aufstellen lassen.

GSCHWÄTZ: Haben Sie sie darauf angesprochen?

Richter: Ja, sie haben gemeint, dass man sich nicht so verhalte, wie ich mich verhalte und deswegen wählen sie mich nicht mehr rein. Ein ähnliches Spiel gab es dann nochmal bei dem Architektenwettbewerb zur Umnutzung der Kelter. Eine Wertungskommission wurde ins Leben gerufen, um die Vorschläge zu bewerten. Hier entsandte die Bürgerliche Wählervereinigung auch nicht mich, sondern lieber den Landwirt Lutz, der das mindestens genauso gut könne wie ich, wurde mir gesagt.

„Die Demokratie ist die streitbarste Staatsform“

GSCHWÄTZ: Demokratie heute?

Richter: Nein, wir haben keine Demokratie mehr. Wenn du mit viel Fachkompetenz in einen Gemeinderat gekommen bist, ist das damals noch wertgeschätzt worden. Wenn heute einer zu viel Ahnung hat, wird er klein gehalten, damit nicht auffällt, dass einer mehr Ahnung hat als der andere. Aber dieses Wissen wurde früher zum Wohle des Bürgers genutzt.

GSCHWÄTZ: Stichwort Harmonie.

Richter: Ich war bei der konstituierenden Sitzung des neu gewählten Kreistags in Öhringen. Von Landrat Neth und Öhringens Oberbürgermeister Michler wurde sehr ausdrücklich postuliert, wie wichtig Harmonie und Geschlossenheit sind – vermutlich im Hinblick auf die AfD. Aber dieses Prinzip gibt es nur in zwei Staatsformen: in der Monarchie und in der Diktatur. Die Demokratie ist die streitbarste Staatsform, aber nur diese bringt uns weiter. Es war interessant zu sehen, wie manche Kreisräte den CDUlern die Hand gegeben haben und an den drei AfDlern einfach vorbeiliefen – das ist auch eine Art von Mobbing.

„Es gibt keine ehrliche streitbare Kultur mehr“

GSCHWÄTZ: Leben die Politiker in ihrer eigenen Politikerblase?

Richter: Auseinandersetzungen und danach wird ein Beschluss gefasst, das geschieht nicht mehr. Es gibt keine ehrliche streitbare Kultur mehr. Auch Bürgermeister Beck versucht, jegliche Kritik im Keim zu ersticken, weil sie alles kleine Herrgöttle sind.

GSCHWÄTZ: Wie war das für Sie, nach so vielen Jahren nicht mehr in den Gemeinderat gewählt zu werden?

Richter: Es tut mir sehr weh für die Niedernhaller Bürger, dass meine Fachkompetenz und meine streitbare Haltung weg ist und jetzt alles in großer Harmonie abläuft, aber damit kommt nicht immer das optimale Ergebnis heraus. Ich wurde ja auch als Harmoniezerstörer betitelt. Es hat mich insofern kurz getroffen, dass man in einer nichtöffentlichen Sitzung anfängt, mit mir zu brüllen: was mir einfällt und was ich mir eigentlich einbilde, wer ich bin. Ich hätte nie gedacht, dass man so miteinander umgeht. Aber die Betroffenheit hielt nur kurz an, weil ich das nicht so nah an mich herangelassen habe, weil ich gewusst habe, dass diese Aussagen nicht stimmen. Wenn dich einer persönlich angreift, dann hast du in der Sache Recht. Denn wenn du in der Sache nicht Recht hättest, dann würde er dich nicht persönlich, sondern in der Sache angreifen.

GSCHWÄTZ: Ist das Verhältnis zu den anderen Gemeinderäten nun wieder besser geworden?

Richter: Das Verhältnis weicht langsam bei dem ein oder anderen Gemeinderat auf, so dass sie mich allmählich wieder grüßen. Drei von den anderen Parteien haben sich davon aber nie mit reinziehen lassen, die haben mich immer gegrüßt.

„Moralisch eine völlige Katastrophe“

GSCHWÄTZ: Das Gerichtsverfahren bezüglich des Kerl-Areals haben Sie am Ende verloren. Rückblickend gesehen: War es das alles wert?

Richter: Moralisch gesehen ist das, was mit dem Kerl-Areal gelaufen ist, eine völlige Katastrophe gewesen. Auf dem Gelände stand ein Wohnhaus. Die dort wohnende Witwe, die vier Kinder hat und jeden Cent zweimal umdrehen muss, musste ab dem ersten Tag nach dem Verkauf sofort die Miete an die Stadt überweisen. Mehrere tausend Euro. Und die Familie Herr Kerl als ehemaliger Eigentümer hat das Areal trotz Verkaufs an die Stadt noch rund ein Jahr weiter genutzt und noch ein Jahr weiter produziert, ohne etwas dafür zu bezahlen. Die Stadt beziehungsweise der Gemeinderat hat ihn pachtfrei gestellt.

Nach dem Verkauf nutzte die Firma Kerl das Grundstück der Niedernhaller Bürger, die Gebäude der Niedernhaller Bürger und die Maschinen der Niedernhaller Bürger zur weiteren Produktion, gerade so, wie wenn es keinen Verkauf gegeben hätte. Wertschöpfung meiner Schätzung nach rund eine Million Euro – nach dem Verkauf wohlgemerkt. Getreu der Lebensweisheit: Die kleinen Mieter hängt man und die großen Unternehmer lässt man laufen. Das war und ist für mich nicht vereinbar mit sozial oder gerecht.

Klaus Richter und der Niedernhaller Gemeinderat im März 2019 beim Verwaltungsgericht Stuttgart.
Foto: GSCHWÄTZ/Archiv

 

 

Klaus Richter hatte nicht immer gut lachen während seiner Gemeinderatszeit. Foto: GSCHWÄTZ

Gemeinderatssitzung in Niedernhall im April 2018. Es ging unter anderem um das umstrittene Kerl-Areal. Foto: GSCHWÄTZ/Archiv




Niedernhall: Vollsperrung der Kochertalstraße ab Freitag

 

Aufgrund der Baumaßnahme am Hochwasserschutz in Niedernhall ist für Freitag, den 29. November 2019, und Samstag, den 30. November 2019, nochmals eine Vollsperrung im Abschnitt zwischen Kocherbrücke und Kochersteg geplant. Der Verkehr wird am Freitag außerhalb der Hauptverkehrszeiten zwischen 8.30 und 15 Uhr sowie am Samstag den ganzen Tag über die Criesbacher Straße umgeleitet. Zudem werden am Freitag Schülerlotsen an den Haltestellen vor Ort sein.

Darüber hinaus wird die Kochertalstraße voraussichtlich bis Mitte Dezember halbseitig gesperrt bleiben. Durch diese Vollsperrung sowie die verlängerte halbseitige Vollsperrung der Kochertalstraße ist es möglich, die gesamte Baumaßnahme bis voraussichtlich Mitte Dezember 2019 abzuschließen.

Quelle: Amtsblatt der Stadtverwaltung Niedernhall




Neubau der Grundschule Niedernhall nimmt Gestalt an

„Es ging im Ausschuss durchaus her“ beschreibt der Niedernhaller Bürgermeister Beck die Diskussionen um die äußere und innere Gestaltung des Schulneubaus im Technischen Ausschuss.

Das Ergebnis dieser Diskussionen präsentierte Karin Thiele vom beauftragten Planungsbüro Knorr+Thiele dem Gemeinderat sehr detailliert in der Sitzung vom 21. Oktober 2019.

Robust, funktional, wartungsarm, standardisiert und natürlich preiswert waren die Prämissen bei der Auswahl von Materialien und Installationen:

Beispielsweise wurde die Konstruktion der Regenrinnen vereinfacht und damit Kosten gespart. Es wurde festgestellt, dass durch den Schutz der breiten Dachvorsprünge preiswertere Holzfenster statt Aluminiumfenster verwendet werden können. Im Innenraum wird großflächig mit einem Kautschukboden geplant, der weniger Pflegeaufwand benötigt als das ebenfalls diskutierte Linoleum.

Besonders wichtig ist natürlich die äußere Darstellung des Gebäudes. Das Farbkonzept, das seine Fortsetzung im Eingangsbereich findet, sieht im Erdgeschoss einen flächigen Grünton vor, ergänzt durch weiße oder hellgraue Fassaden im Obergeschoss sowie ein graues Dach aus Metall.

„Fest steht dass der Schriftzug Grundschule Niedernhall auf dieser Fläche angebracht werden kann. Ebenso soll sich die Farbe an der Wand im Windfang/Garderobe
nach innen ziehen, da die Platten sehr robust sind. Andere Farben wurden auch diskutiert, wie  man aus den Fotos von der Sitzung  Gestaltungsausschuß sehen konnte. Die Entscheidung fiel auf die Grüntöne. Die genaue Festlegung kann vor Ort getroffen werden vor Ausführung.  Insbesondere muss man abwarten welcher Hersteller beim günstigsten Bieter angeboten wird, je nach Hersteller kann die verfügbare Farbpalette etwas variieren“, erklärt Karin Thiele.

Gegenüber der bisherigen Planungen konnten die Kosten um etwa 200.000 Euro gesenkt werden, sodass aktuell von Gesamtkosten für den Schulneubau von knapp unter acht Millionen Euro ausgegangen wird. Der Gemeinderat beschloss die Vorschläge des technischen Ausschusses einstimmig.

Noch stehen verschiedene Varianten zur Auswahl. Modell: Knorr & Thiele Architekten

Für welche Farbe wird sich entscheiden? Modell: Knorr & Thiele Architekten




Geld fürs Solebad

Gleich zwei Spenden konnten die beiden Vorsitzenden des Fördervereins Solebad Niedernhall e.V., Dr. Jens Ehrmann und Hans-Peter Kerl, sowie Kassiererin Claudia Minder während der Niedernhaller Gemeinderatssitzung am 21. Oktober 2019 in Empfang nehmen:
Die EnBW wählte den Förderverein als Empfänger einer Spende aus der Aktion „Zählerstand online erfassen“ und übergab einen Scheck in Höhe von 350,55 Euro. Jeder Niedernhaller Haushalt, der seinen Zählerstand online übermittelt hat und nicht per Postkarte, hat einen Beitrag dazu geleistet. Des Weiteren konnte sich der Förderverein über einen Scheck der Gewerbegemeinschaft freuen.

 

Förderverein hat bereits 210 Mitglieder

 

Die Gewerbegemeinschaft Niedernhall-Weissbach e.V. veranstaltete am 25. Mai 2019 in der Kelter ein Benefizkonzert zugunsten des Fördervereins Solebad. Den Erlös dieses Konzerts, aufgestockt auf den runden Betrag von 1.000 Euro, übergaben der Vorsitzende der Gewerbegemeinschaft Bernd Spazierer und seine Stellvertreterin Melanie Bauer an den Förderverein. Wie Bürgermeister Achim Beck mitteilte, hat der im Januar 2018 gegründete Förderverein Solebad inzwischen bereits 210 Mitglieder.
Wirklich weiter ist man allerdings beim Thema Solebad noch nicht gekommen. Man hat beim diesjährigen Bundesförderprogramm „Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur“ keinen Zuschlag erhalten. Um daran teilnehmen zu können, hatte man in der Sitzung vom 10. September 2018 das Thema „Neubau“ (mit einem maximalen Eigenanteil der Stadt Niedernhall von vier Millionen Euro) fallen lassen und sich für eine „grundlegende Sanierung“ entschieden, um damit eine Förderung zu bekommen – obwohl zunächst die Wirtschaftlichkeit eines Neubaus gegenüber einer teuren Sanierung betont wurde.
Nächstes Jahr könnte es wieder ein Förderprogramm geben, das aber noch nicht sicher ist. Wenn ja, werde man sich wieder bewerben. Es könnte auch ein Landesbäderförderungsprogramm geben, für das man sich dann ebenfalls bewerben würde.
Daher habe man sich dazu entschlossen, weitere Planungsarbeiten an das Büro Fritz Planung GmbH freizugeben mit einer Kostenschätzung für die Sanierung. Die Kosten für diese Grundlagenermittlung und Vorentwurfsplanung belaufen sich auf 157.000 Euro netto. Der Auftrag wurde bereits jetzt vergeben, um für die eventuell kommenden Zuschussprogramme gerüstet zu sein.

Die Planungsvorgaben sehen laut aktuellem Stand unter anderem Folgendes vor:

  • zentraler Eingangsbereich für Sole- & Freibad
  • Aufgabe des Physiobereiches
  • Betreiber soll die Stadt Niedernhall sein
  • Verkauf einfacher Speisen (kalte Küche/Cafeteria)
  • erweiterter Ruheraum
  • Lehrschwimmbecken
  • großzügiger Duschbereich



Eiskaltes Abenteuer in Niedernhall

Mit der Geschichte der beiden Königsschwestern Anna und Elsa begeisterte Disney 2013 Kinder und Erwachsene weltweit. Nun kommt das Märchen als spannendes Abenteuer in einer Winterlandschaft nach Niedernhall. Am Samstag und Sonntag, den 9. und 10. November 2019, lässt die Theatergruppe Niedernhall e.V. Anna und Elsa und ihre Freunde Kristoff, Sven und Olaf lebendig werden. Die Aufführung in der Stadthalle in Niedernhall beginnt an beiden Tagen um 16 Uhr, Einlass ist eine Stunde zuvor.

Karten gibt es im Vorverkauf für sechs Euro bei Elektro Rapp in Niedernhall unter Telefon: 07940/ 92 900. Eventuelle Restkarten kosten an der Tageskasse acht Euro.

 




Kelter-Flohmarkt in Niedernhall

Mittlerweile hat der Kelter-Flohmarkt seinen festen Platz im Kochertal. Am Samstag, den 12. Oktober 2019, können die Besucher von 9 bis 16 Uhr durch den historischen Kelterhof bummeln und Gebrauchtes von A bis Z erwerben. Auch für das leibliche Wohl ist mit Kaffee und Kuchen nach Hausfrauenart sowie Vesper gesorgt.

Anmeldung der Verkäufer bei Dorothea Mäder unter der Telefonnummer: 07940/51350. Der laufende Meter des Verkaufsstandes kostet 5 Euro Gebühren.




Niedernhall: 158 Spender für Joe

Am vergangenen Samstag, den 14. September 2019, haben sich 158 Menschen für den an Leukämie erkrankten „Hans, genannt „Joe“, Aus Kupferzell im Bildungszentrum in Niedernhall bei einer Stammzellenaktion als potenzielle Stammzellenspender registrieren lassen. Die Aktion wurde durchgeführt von „DKMS – Wir besiegen Blutkrebs“. DKMS ist eine gemeinnützige Organisation mit Sitz in Tübingen. Haupttätigkeitsfeld ist laut der Internetseite „die Unterstützung von Knochenmarkspenden, um die Heilungschancen der an Leukämie und anderen lebensbedrohlichen Erkrankungen des blutbildenden Systems Erkrankten zu verbessern“.

Marius Scherb von DKMS hat mit GSCHWÄTZ nach der Spendenaktion in Niedernhall gesprochen.

GSCHWÄTZ: Wie lange dauert nun die Auswertung der Proben, ob ein passender Stammzellenspender für Joe darunter ist?

Scherb: Die Proben werden zunächst ins Labor geschickt und ausgewertet. Hierbei können mehrere Wochen vergehen. Oftmals wird aber nicht aus dieser einen Aktion der passende Spender gefunden. Wir können durch unsere Spendenaktionen auf einen sehr großen Pool an Spendern zurückgreifen. Derartige Aktionen helfen aber, diesen Pool stetig zu erweitern.

Sprich: Es ist eher selten, dass bei einer Aktion „Joe“ letzten Endes auch für „Joe“ ein passender Spender gefunden wird, aber vielleicht für einen anderen an Leukämie erkrankten Menschen. Für Joe wiederum kann es durchaus sein, dass in einer anderen Aktion wiederum ein passender Spender gefunden wird.

GSCHWÄTZ: Wieviel potenzielle Spender haben Sie in Ihrer Datenbank erfasst?

Scherb: 9,4 Millionen weltweit. Wir haben weltweilt sechs Standorte, über die wir solche Spendenaktionen planen und durchführen. So kann es sein, dass zum Beispiel bei einem Australier passende Stammzellen für einen Deutschen gefunden werden.

Das zentrale Spendenregister ist in Ulm. Weitere Informationen: http://www.zkrd.de

http://www.dkms.de

Die Registrierungsaktion tut nicht weh und geht schnell. Danach ist man als potenzieller Knochenmarkspender in der Datenbank hinterlegt. Foto: privat

Die DKMS hat laut eigenen Aussagen weltweit 9,4 Millionen Spender in ihren Datenbanken registriert. Foto: privat

So jung kann man zwar noch nicht spenden, aber die beiden machen in jedem Fall coole Werbung für die Aktion. Foto: privat

158 Menschen ließen sich bei der Spendenaktion in Niedernhall registrieren. Foto: GSCHWÄTZ

 




„Wir sind Minimalisten – Wir schießen eins und kassieren keins“

Das Runde muss in das Eckige. Nicht nur bei der Frauen WM in Frankreich derzeit. Auch beim Erdinger Meister Cup 2019, dessen Zuschlag für die Austragung im Bezirk Hohenlohe die SGM Niederhall-Weißbach bekam. Sponsor des Turniers ist die bayerische Traditionsbrauerei Erdinger, die die Spieler und Vereine zum Beispiel mit Trikots unterstützt. Und so spielten am Samstag, den 15. Juni 2019, 26 Meistermannschaften aus den Bezirken Hohenlohe, Unterland, Rems/Murr und Enz/Murr im beschaulichen Niedernhall. Ein perfekter Saisonausklang für alle Meister von der Kreisliga B bis zur Bezirksliga. Rund 300 Fußballspieler und nochmals 200 Besucher fieberten um Ruhm und Ehre für ihren Verein. Unser rüstiger GSCHWÄTZ Videoreporter Felix Kribus hat die sportliche Veranstaltung vom Spielfeldrand beobachtet und mit Zuschauern, zukünftigen Beckenbauers und Müllers gesprochen.

 




Faule Affen treiben in Niedernhalls Alter Kelter ihr Unwesen

Dem Solebad steht – um in der Bildsprache zu bleiben – das Wasser bis zum Hals. Eintrittspreiserhöhung, rückläufige Besucherzahlen, Sanierung, Renovierung oder Schließung. Mit all diesen Aspekten musste sich Bürgermeister Achim Beck bis heute auseinandersetzen und noch ist keine Lösung in Sicht. Und so hat die Gewerbegemeinschaft Niedernhall-Weißbach e.V. zum Benefizkonzert zugunsten des Solebads in die Alte Kelter eingeladen. Aufgespielt haben die ‚faulen Affen‘, sprich lazy monkeys. Gschwätz-Videoreporter Dr. Felix Kribus hat sich unter die gut gelaunten Besucher gemischt.

Lazy Monkeys spielten in der Kelter auf. Foto: GSCHWÄTZ

Bürgermeister Achim Beck in der Kelter. Foto: GSCHWÄTZ

Geht selbst auch ins Solebad. Foto: GSCHWÄTZ

Eine begeisterte Besucherin. Foto: GSCHWÄTZ

Pommes für alle. Foto: GSCHWÄTZ