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Künzelsau: Vierter Christmas rides for Kids

Die Mitglieder des Vereins ‚Harley Davidson Freunde‘ fahren als Engel und Nikoläuse verkleidet am Samstag, den 14. Dezember 2019, mit ihren Motorrädern durch die Künzelsauer Innenstadt. Einen Halt legen sie gegen 11 Uhr am Alten Rathaus ein.

Der Christmas ride for Kids hat inzwischen Tradition. „Sich einfach mit Freunden beim alten Rathaus in Künzelsau treffen, gute Livemusik hören, dazu einen Glühwein und das leckere Essen genießen, um somit ein wenig aus dem Alltagsstress kurz vor Weihnachten zu entfliehen und dabei noch etwas Gutes tun. Das ist unser Ziel“, so Joachim Schmidt, erster Vorstand der Harley Davidson Freunde Hohenlohe.

Auch dieses Jahr steht wieder der gute Zweck im Vordergrund. Der Verein will nicht seine Kasse mit dieser Veranstaltung auffüllen, sondern das Geld für einen sozialen Zweck spenden. Wo der erwirtschaftete Betrag hingehen soll, steht noch nicht fest. Er soll auf jeden Fall in Hohenlohe und für ein Kind oder mehrere Kinder sein, die es dringend notwendig haben.

Gerne kann man dem Verein noch Vorschläge per E-Mail an joachim.schmidt@tui-reisecenter.de unterbreiten. Musikalisch sorgen ab 11 Uhr das Duo Stage und ab 13 Uhr Olli Roth mit Rocksongs für Unterhaltung. Für alle, die bei der kleinen Rundfahrt dabei sein wollen: Treffpunkt ist um 10.30 Uhr beim Mc Donalds/Mustang Parkplatz, die Abfahrt ist auf 11 Uhr geplant – gerne verkleidet als Engel, Nikolaus oder Weihnachtsbaum.

Quelle // Pressemitteilung Harley Davidson Freunde Hohenlohe

Die Aktion der Harley Davidson Freunde macht allen Beteiligten sichtlich Spaß. Foto: Harley Davidson Freunde




Künzelsau: Altes Rathaus öffnet wieder

Durch das Starkregenereignis im Mai 2016 wurde das Alte Rathaus in Künzelsau stark beschädigt. Am Samstag, den 7. Dezember 2019 wird das historische Gebäude in der Innenstadt nach der Sanierung in neuem Glanz wiedereröffnet. Von 14 bis 17 Uhr sind die Besucher eingeladen, die neu konzipierte Stadtbücherei zu erkunden. Für Kinder wird Kinderschminken, Vorlesen und Origamifalten angeboten. Bis Dienstag, den 24. Dezember wird außerdem jeden Tag ein Adventskalendertürchen am Alten Rathaus geöffnet.

Neben der Stadtbücherei gibt es jetzt Räume, die Vereine und Organisationen ab Januar 2020 nutzen können. Dadurch werden Begegnungsmöglichkeiten geschaffen – ganz im Sinne eines offenen, lebendigen Bürgerhauses.

Quelle: Pressemitteilung der Stadtverwaltung Künzelsau 

Jeden Tag bis Heiligabend öffnet am Alten Rathaus ein neues Türchen. Foto: Stadtverwaltung Künzelsau

Vor dem Alten Rathaus steht auch wieder ein großer Weihnachtsbaum. Foto: Stadtverwaltung Künzelsau




Kostenlose Busse an den Adventssamstagen

In der Zeit von Montag, den 02. Dezember 2019, bis Montag, den 09. Dezember 2019 sind in Künzelsau die Parkplätze sowie die Zufahrt auf den Schlossplatz und die Burggasse in Künzelsau gesperrt. Der Festplatz auf den Wertwiesen kann als öffentliche Parkfläche genutzt werden. Wer das Auto stehen lassen möchte, kann an den Adventssamstagen die Busse des HNV und NVH sowie die Künzelsauer Bergbahn und den City-Bus kostenfrei nutzen.

Weitere Infos auf  http://www.kuenzelsau.de

Quelle: Pressemitteilung der Stadtverwaltung Künzelsau




Künzelsau: Einbruch in Glasereibetrieb

Mit brachialer Gewalt verschafften sich Unbekannte am Wochenende Zugang zu einem Glasereibetrieb in der Kreuzhöhe in Künzelsau. Die Tatzeit liegt zwischen Samstag, den 30. November 2019, um 12 Uhr und Sonntag, den 1. Dezember, um 23 Uhr.

Nachdem die Täter die Eingangstüre aufgewuchtet hatten, gelangten sie in das Gebäude, welches sie anschließend durchsuchten. Neben Werkzeugen und Kleinmaschinen im Wert von mehreren 1.000 Euro wurde auch ein Firmentransporter gestohlen. Bei diesem handelt es sich um einen Opel Movano mit dem Kennzeichen KÜN L 5000. Um mit dem Transporter wegfahren zu können, wurde das Hoftor gewaltsam geöffnet.

Zeugen, die in der angegebenen Zeit verdächtige Wahrnehmungen rund um die Kreuzhöhe 6 gemacht haben oder Hinweise auf den Verbleib des Transporters geben können, werden gebeten, sich unter Telefon 07940/940440 beim Polizeirevier in Künzelsau zu melden.

Quelle: Pressemitteilung des Polizeipräsidums Heilbronn vom 2.12.2019




Künzelsau: Im Stich gelassen – Senioren wissen nicht wie es weitergeht

Rund zehn ältere Leute sitzen Mitte Oktober 2019 im Nebenraum des Wartberg-Casinos im Hohenloher Krankenhaus (HK). Sie treffen sich hier regelmäßig zum Mittagessen und bleiben auch gerne zum Kaffee. Sie schätzen das frisch gekochte, günstige Essen, aber vor allem ihre Gemeinschaft, die sich im Laufe mehrerer Jahre entwickelt hat. Seit 1992 gibt es im HK einen Mittagstisch auch für externe Besucher.

„Wir sind hier wie eine Familie“

Für die teilweise über 90-jährigen Menschen ist das Casino ein Treffpunkt, den manche täglich ansteuern. „Wichtig ist uns das WartbergCasino vor allem als Anlaufstelle und Zeitvertreib“, sagt eine Besucherin. Eine andere erzählt, dass sie alleinstehend und psychisch angeschlagen ist und sich immer darauf freut, wenn sie jemandem zum Reden hat. Eine weitere fühlt sich in der Gruppe gut aufgehoben: „Man macht sich Sorgen umeinander. Wenn ich mal nicht komme, überlegen die anderen, was mit mir los ist“, sagt sie. Sie seien wie eine Familie.

Unterschriftensammlung mit rund 80 Beteiligten

Doch jetzt sind die Menschen aufgebracht und fühlen sich im Stich gelassen: Sie wissen nicht, wie es nach der Schließung des Krankenhauses mit ihrem Treffpunkt weitergeht. „Der Flurfunk berichtet, dass es am 14. November das letzte Mal Essen gibt und am Tag darauf das letzte Frühstück“, sagt ein Besucher. Bereits im Februar 2019 hat die Gruppe den damaligen kaufmännischen Direktor Alexander Hoß angeschrieben mit der Bitte, auch nach der HK-Schließung einen Mittagstisch für externe Besucher anzubieten. Gleichzeitig starteten sie eine Unterschriftensammlung, an der sich rund 80 Personen beteiligten. Diese Listen schickten sie ebenfalls an Hoß.

Auf einen konkreten Vorschlag wurde nicht reagiert

Die Gruppe machte auch einen ganz konkreten Vorschlag: Ihr Essen sollte mit der Verpflegung für die Menschen in der psychiatrischen Tagesklinik, die bestehen bleibt, gebracht werden. „Egal, ob es frisch in Künzelsau gekocht oder aus Öhringen gebracht wird, wir würden auf jeden Fall kommen“, ist ein Besucher überzeugt. Dafür wäre auch nur wenig Personal nötig. In einem Schreiben von Mitte September sagte Hoß eine finale Antwort für Anfang Oktober zu. Diese steht immer noch aus. Mittlerweile hat Hoß gekündigt. Auch ein Schreiben an die BBT-Gruppe hatte keinen Erfolg. Man lässt die Menschen im Regen stehen, so das Gefühl der Besucher.

Es gibt nur wenig andere Möglichkeiten in Künzelsau

„Nur wir haben uns eingesetzt für den Erhalt des Casinos“, kritisiert einer der Männer. Von den Mitarbeitern des Landratsamtes oder der Kreissparkasse, von denen auch viele im WartbergCasino essen, sei nichts gekommen. Und von den Politikern habe es bloß Lippenbekenntnisse gegeben. Alternativen sehen die Betroffenen in Künzelsau eher nicht. „Es gibt die Möglichkeit, als Externer im Altenheim zu essen, die haben aber wenig freie Kapazitäten“, meint einer. Die Fachhochschule bietet auch ein Mittagessen, hat am Wochenende und in den Ferien allerdings geschlossen. Und in der Stadt selbst „gibt es kaum Wirtschaften, dafür aber Döner- und Imbissbuden“, sagt eine Dame. „Das wollen wir nicht.“ Manche sehen noch eine minimale Chance, dass es irgendwie weitergeht für sie im WartbergCasino. Andere finden, dass es zu spät ist und sich ein Weiterverfolgen nicht lohnt.




Letzter Tag in Künzelsau: Das HK-Team verabschiedet sich

Eine Ära geht zu Ende – Am heutigen Freitag, den 15. November 2019, ist es soweit: Das Hohenloher Krankenhaus (HK) in Künzelsau schließt. In diesem Sinne möchte sich das verbleibende Künzelsauer Krankenhausteam an dieser Stelle bei ihren Patienten für die Zeit und das Vertrauen in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten bedanken.

 

Das verbleibende HK-Team verabschiedet sich. Foto: privat

 

 




Kocherstetten: Hoher Schaden, leichte Verletzungen

Wegen auslaufender Betriebsstoffe mussten die Feuerwehren aus Kocherstetten und Künzelsau am Samstag, den 9. November 2019, zu einem Unfall ausrücken. Der Fahrer eines Citroens war gegen 10.10 Uhr von Kocherstetten in Richtung Vogelsberg unterwegs. In einer Linkskurve kam er mit seinem Wagen zu weit nach links und kollidierte frontal mit einem entgegenkommenden VW Passat. Beide Fahrer waren angegurtet und wurden nur leichtverletzt. Die entstandenen Schäden werden auf zirka 20.000 Euro geschätzt. Die Wehren waren mit zwölf Einsatzkräften und drei Fahrzeugen angerückt, um die Betriebsstoffe zu binden.  

Quelle: Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Heilbronn vom 11.11.2019




Künzelsau: KFZ-Zulassungsstelle geschlossen

Laut einer Pressemitteilung des Landratsamtes Hohenlohekreis ist die KFZ-Zulassungsstelle in Künzelsau wegen einer Schulung am Mittwoch, den 13. November 2019 ab 12 Uhr geschlossen. Am Vormittag ist die Zulassungsstelle regulär ab 7.30 Uhr geöffnet, Annahmeschluss ist aber bereits um 11.30 Uhr.

Quelle: Landratsamt Hohenlohekreis

 




Alles überflutet: Was wurde seit dem Hochwasser 2016 getan?

Das Hochwasser von 2016 lässt den Hohenlohern noch heute einen kalten Schauer über den Rücken laufen, wenn sie daran denken. Aber inwieweit wurde der Hochwasserschutz seit der letzten Flut 2016 vorangetrieben?

Elke Sturm, Pressesprecherin der Stadt Künzelsau, erklärt auf GSCHWÄTZ-Nachfrage: „Nach dem schlimmen Unwetter am 29. Mai 2016 hat der Gemeinderat festgelegt, ein Konzept für das Starkregenrisikomanagement zu erstellen, das das gesamte Künzelsauer Stadtgebiet auf Gefährdungsstellen untersucht. In der Gemeinderatssitzung am 29. April 2019 hat das beauftragte Büro BIT Ingenieure aus Heilbronn Risiko- und Gefährdungsbereiche sowie erste Sofortmaßnahmen benannt. Der Gemeinderat hat in dieser Sitzung beschlossen, im Verlauf des Künsbachs als Sofortmaßnahmen dieses Jahr noch an verschiedenen Stellen Rechen und Geröllfänge zu installieren. Geröll und Treibgut sollen damit bei einem Starkregen zurückgehalten werden.“ Außerdem seien weitere Baumaßnahmen zur Verbesserung des Hochwasserschutzes in Amrichshausen und Ohrenbach für 2019 geplant.

Nach dem Beschluss des Gemeinderats soll, laut Sturm, nach der Umsetzung der Sofortmaßnahmen das Heilbronner Büro ein Handlungskonzept für das Starkregenrisikomanagement für das gesamte Künzelsauer Stadtgebiet erarbeiten. Mögliche Gefahrenbereiche sollen dargestellt, Lösungsmöglichkeiten erarbeitet und zur Ausführungsplanung gebracht werden. Einen Zeitrahmen nannte die Stadtverwaltung hierbei nicht.

 

 




Zentrale Häuser statt Klein-Klein: Neuausrichtung der Künzelsauer Kindergartenlandschaft

von Elke Brand

Größer und zentraler – das ist der Leitspruch für die Neuausrichtung der Kindergartenlandschaft, den sich die Stadt Künzelsau bis 2035 auf die Fahnen geschrieben hat. Das ging aus einem Gespräch mit Carmen Class, der Verantwortlichen der Kindergärten in der Kreisstadt, Elke Sturm, Pressesprecherin der Stadt Künzelsau, sowie Elke Brand und Dr. Sandra Hartmann von GSCHWÄTZ hervor.

Neues Familienzentrum im alten Schlachthof-Areal

So möchte die Stadt Künzelsau unter anderem einen fünf- bis sechsgruppigen Kindergarten als Familienzentrum auf dem ehemaligen Schlachthof-Areal (der ehemaligen Grund- und Hauptschule) bauen lassen. Dafür wurden andere Kindergärten wie etwa die Karlspflege geschlossen. Die Stadt bevorzugt bei dem neuen Familienzentrum einen Neubau anstatt die Sanierung alter Gebäude, die, so die Stadtverwaltung, nicht selten teurer ist. Auch die Größe des Kindergartens sei bei der Wirtschaftlichkeitsfrage entscheidend. Die Stadt Künzelsau betont hier, dass eingruppige Kindergärten unwirtschaftlich seien, daher auch die Neuausrichtung in größere Zentren mit mehreren Gruppen. „Die Teilort-Kindergärten bleiben aber bestehen“, versichert Elke Sturm.

Geld soll – neben dem ehemaligen Schlachthof-Areal – in zwei weitere Kindergartenschwerpunkte fließen – zum einen in die Kindergartenlandschaft Taläcker. Dort wird es für Eltern zunehmend schwieriger, einen Kindergartenplatz zu finden (siehe Tabelle unten). Zum anderen werde auch in Gaisbach ein weiterer Schwerpunkt in der Kindergartenlandschaft im Zuge des neuen Baugebietes gesetzt.

Gebührenfreiheit bedeutet weniger Einnahmen

Die Stadt Künzelsau führte ab dem 01. Januar 2019 als – laut eigenen Aussagen – erste Kommune Baden-Württembergs die Gebührenfreiheit in ihren städtischen Kindertagesstätten/Kindergärten ein. Das heißt, einheimische Kinder ab einem Jahr bis zum Schuleintritt müssen keine Kindertagesstätten-/Kindergartengebühren bezahlen. Dadurch sehen viele Einwohner die Stadt als besonders familienfreundlich an. Der Nachteil: weniger Einnahmen, die unter anderem verwendet werden können für den Neubau oder die Sanierung von bestehenden Kindergartengebäuden sowie Personal.

In manchen Künzelsauer Bezirken wie Taläcker oder Nagelsberg stehen zugleich auch relativ wenig Kindergarten- beziehungsweise Kindertagesstättenplätze angesichts der Nachfrage zur Verfügung. Dennoch scheiterte bislang das private Kindertagesstättenkonzept Schatzkinder in Nagelsberg von Elvia Jakobi bislang an diversen Hürden, wie die Stadt gegenüber GSCHWÄTZ erklärte (wir berichteten). Jakobis Kita war klein, verschlang aber eine fast fünfstellige Summe im Monat, die die Stadt mit trug.

Für die Stadtverwaltung ist klar, wie die Zukunft der Künzelsauer Kindergartenlandschaft aussehen muss: Schwerpunkte setzen.

Belegungsplan der Kindergärten in und um Künzelsau. Quelle: Stadtverwaltung Künzelsau

 

In manchen Künzelsauer Bezirken wie Taläcker oder Nagelsberg stehen relativ wenig Kindergartenplätze angesichts der Nachfrage zur Verfügung. Hier zu sehen ist ein Kindergarten im Bezirk Taläcker. Foto: Gschwätz