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Künzelsau: Bei Hempels unterm Sofa – Lars Ruppel erzählt, wie es ist, Dichter im 21. Jahrhundert zu sein

Lars Ruppel, ein moderner Dichter, der 2014 deutscher Poetry-Slam-Meister wurde, war am 19. Oktober 2019 zu Gast im Kulturhaus Würth in Künzelsau. GSCHWÄTZ hat den 35-jähringen Berliner gefragt, was man denn als Dichter im 21. Jahrhundert so macht.

Lars Ruppel ist ein Meister des Reimes. Foto: GSCHWÄTZ

GSCHWÄTZ: Wie würde eine Stellenausschreibung zu ihrem Job aussehen?

Ruppel: Sie fahren gerne Zug und arbeiten lieber nachts? Sie haben kein Problem damit, vor Publikum zu reden und sind selten heiser? Sie können eine gesunde Ernährung und genügend Bewegung auf mehrwöchigen Geschäftsreisen managen? Sie können sich mit den Grundwerten der Aufklärung und dem Grundgesetz identifizieren und mögen bewussten Umgang mit Worten? Werden Sie Poetry Slammer!

Poetry Slam demokratisierte die Kunst

GSCHWÄTZ: Poetry Slammer sind die Dichter des 21. Jahrhunderts. Goethe, Schiller, Shakespeare, Ruppel – Was ist der Unterschied zwischen Ihnen und den etwas älteren Dichtern?

Ruppel: Alle genannten Künstler waren aus gutem Haus und männlich. Durch Poetry Slam wurde die Kunst demokratisiert, man muss keinen Adelstitel tragen, um anerkannt zu werden und schreiben können ist kein Privileg der Reichen mehr. Außerdem haben es Frauen heute leichter als damals, aber immer noch zu schwer, sich im Kulturbetrieb zu etablieren. Textlich aber hat sich bis auf den normalen Wandel der Sprache nichts geändert, man findet bei den Alten experimentelle und moderne Texte, bei uns findet man klassische Formen, da gibt es kaum Berührungsangst.

Das Einkommen ist zu hoch

GSCHWÄTZ: Hier in Hohenlohe stellt man sich meist die Frage – Verdient der au a Geld?

Ruppel: Ich erhalte mehr Geld, als ich verdiene. Mein Einkommen ist zu hoch, wenn man es mit der Relevanz und dem Einkommen anderer Berufe vergleicht.

GSCHWÄTZ: Wieso sind Redensarten ihr Ding und warum schreiben Sie darüber?

Ruppel: Die Reihe war aus der Not heraus geboren. Ich brauchte neue Texte und nachdem „Holger, die Waldfee“ so gut funktioniert hatte, nahm ich mir einfach die nächste Redensart und versuchte es nochmal. So musste ich keine Themen suchen, sondern konnte einfach die Redensarten abarbeiten.

GSCHWÄTZ: Was ist ihre Lieblingsredensart?

Ruppel: Bei Hempels unterm Sofa. Ich frage mich, was Familie Hempel darüber denkt.

Gedichte sollen Pflege kulturell aufwerten

GSCHWÄTZ: Sie haben das Projekt „Weckworte“ ins Leben gerufen. Was genau ist das und wie kam es dazu?

Ruppel: Es ist ein Fortbildungsprogramm, in dem ich Angehörigen oder Pflegekräften von Menschen mit Demenz zeige, wie sie Gedichte so in der täglichen Pflege integrieren, dass sie trotz aller Verständnisschwierigkeiten verstanden und gefühlt werden. Die Pflege soll kulturell aufgewertet werden.

GSCHWÄTZ: Glauben Sie, dass sich die deutsche Sprache im Zuge von Social Media und WhatsApp verschlechtert hat?

Ruppel: Es ist nur eine weitere Veränderung, das war schon immer so, jeder hat das Gefühl, die Jungen würden der Sprache schaden. Über Sprachnachrichten kommunizieren wir viel mehr miteinander als früher über Telefon, wir schreiben permanent mit unzähligen Leuten. Zwar nicht immer richtig, aber wenn ich mir handschriftliche Postkarten vom Flohmarkt betrachte, ging da auch nicht immer alles mit rechten Dingen zu.

Crashkurs für angehende Poetry Slammer

GSCHWÄTZ: Workshops halten Sie auch noch. Können Sie unseren Lesern einen kurzen Crashkurs geben, wie man zu einem Poetry-Slammer á la Lars Ruppel wird?

Ruppel: Einfach versuchen und herausfinden, wie man selbst klingt. Niemanden nachmachen, schreiben und direkt vortragen, dann erfährt man die Wirkung des eigenen Wortes. Der Rest ist Übungssache und kommt mit der Zeit.

GSCHWÄTZ: Sie sind mittlerweile Vater von zwei kleinen Kids. Poetry-Slammen Sie die Kleinen in den Schlaf oder wie kann man sich Ihren Alltag vorstellen?

Ruppel: Die lieben Reime, wie alle Menschenskinder auch. Über das Spiel mit der Sprache lernen wir alle das Sprechen. Leider bin ich immer viel zu müde, um den beiden extra was zu dichten, deshalb nehmen wir Reime, die es schon gibt. Kinderlieder finde ich langweilig, ich singe lieber Lieder, die ich selbst textlich gut finde, von Degenhardt, Reiser, Mey, Tocotronic.

Heimat ist Fernweh und Heimweh zugleich

GSCHWÄTZ: Da Sie meist in ganz Deutschland unterwegs sind – was bedeutet Heimat für Sie?

Ruppel: Heimat ist immer woanders. Sie ist Fernweh und Heimweh gleichzeitig, ein Kommen und Gehen. Dort, wo meine Frau und meine Kinder sind, ist immer Heimat, aber Heimat ist auch die Reiselust und die Schönheit des Unterwegsseines. Es gibt mehrere Heimaten unterschiedlicher Art.

GSCHWÄTZ: Nun sind Sie wieder hier. Wie würden Sie denn die Hohenloher charakterisieren?

Ruppel: In einer globalisierten Welt gibt es diese Zuordnung, finde ich, nicht mehr. Man merkt aber, wie wohl sich Menschen dort fühlen, wo sie leben. Und ich glaube, die Hohenloher fühlen sich sehr wohl und sind deshalb sehr lieb. Sie sind fleißig, weil es viel Arbeit gibt, sie sind oft gläubig, weil die Kirche dort eine lange Tradition hat. Sie essen gerne gut, weil es gutes Essen dort gibt. Das mag ich.

Seine Gäste waren Lars Ruppel in Sachen Lyrik und Poesie durchaus gewachsen. Foto: GSCHWÄTZ

Nicht schlecht, Herr Specht

Auszug aus einem von Lars Ruppels Gedichten

Herr Bertold Specht war zweifelsohne
Eine Spechthandwerksikone
Angestellt im Großbetrieb
Bei dem er nach der Lehrzeit blieb

Schob dort täglich Extraschichten
Saß danach noch an Berichten
Rinden-Härte-Wert-Tabellen
Kalkulierte Sollbruchstellen

Hielt (wenn seine Zeit es zu ließ)
Vorträge für Specht Azubis
Kurz bevor der Tag zu Ende
Kehrt er das Betriebsgelände

Dann im Dunkeln heimgeflogen
Jogginghose angezogen
Doch statt Feierabendfeeling
Abendliches Schnabelpeeling

Bleibt am Ende Zeit für gerade
So ne Fertigtiefkühlmade
Und ein zimmerwarmes Bierchen
Für das bettelarme Tierchen

Das mit letzter Willenskraft
Den letzten Weg ins Bett noch schafft
Um pünktlich mit dem Morgengrauen
Den Schnabel in den Baum zu hauen

Doch all die Opfer, die er brachte
Alle Mühen, die er machte
All die Tränen, all der Schweiß
Sein nicht endenwolllender Fleiß

All das gab er dem Betrieb
Und als Dank? Nicht mal ein Piep!
Wenn man sich die Bilanz ansah
Die Dank Herrn Specht fantastisch war

Kam vom Chef geradebrecht
Ein läppisches „Nicht schlecht, Herr Specht“

Nicht schlecht, Herr Specht!

Und als er mal der einen Fichte
Gegen deren derbe, dichte
Rinde manche Spechtkollegen
Schon so tragisch unterlegen

Nur mit einem höchst präzisen
Schlag dem ganzen Nadelriesen
Seine Rinde abgeschlagen
Hörte er den Chef nur sagen
Nicht schlecht, Herr Specht.
In all den Jahren
Die nun schon vergangen waren
Hörte er nur diesen einen
Schrecklich, unpersönlich kleinen

Satz, der so dahergesprochen
Herrn Specht beinahe das Herz gebrochen
Worte ohne Wert und Wärme
Wie ein Lied in weiter Ferne

Das ein toter Vogel singt
Luft die halt wie Sprache klingt
Trotzdem ist er immer wieder
Im Arbeitssicherheitsgefieder

An seinem Arbeitsplatz erschienen
Um dort wie gewohnt zu dienen
Und war damit, nicht übertrieben,
Aber meistens, ganz zufrieden

Doch! Das Wort an sich zeigt deutlich:
Jetzt wird es sehr unerfreulich
Und das Timbre in der Stimme
Unterstreicht, dass sich das Schlimme

Auf die Handlung zubewegt
Und das Poem entscheident prägt
Denn dem „Doch“ folgt „eines Tages“
Es ist hart, aber so war es

Mit „Sollte alles anders kommen“
Hat das Unglück schon begonnen
Denn in der Betriebskantine
Trat mit trüber Trauermine

Der Chef vor seine Mitarbeiter
Grüßte kurz und sprach dann weiter
Von den Konjunkturproblemen
Steuern, die die Wirtschaft lähmen

Explodierten Nebenkosten
Billigmaden aus dem Osten
Dass ein Weg aus der Misere
Leider nicht so einfach wäre

Opfer seien nicht zu vermeiden
Doch man musste sich entscheiden
Lange Rede kurzer Sinn
Letzlich käm man nicht umhin

Diesen Wald hier aufzugeben
Und nach China zu verlegen

Grad als das letzte Wort gesprochen
War das Chaos ausgebrochen[…]




Künzelsau: Der Nussknacker im Prestige am Sonntag

Die Inszenierung des Royal Ballet von Der Nussknacker, kreiert von Peter Wright im Jahr 1984, ist das Musterbeispiel eines Dauerfavoriten des Balletts. Tschaikowskys schillernde Musik, die hinreißend festliche Bühnendekoration und die bezaubernden Tänze des Royal Ballets machen diesen Nussknacker zu der absoluten Weihnachtserfahrung.

Die Inszenierung, aufgezeichnet im Dezember 2016, kann man am Sonntag, 15. Dezember 2019 im Prestige Filmtheater in Künzelsau genießen. Die einmalige Vorstellung beginnt um 11 Uhr.




Künzelsau: Vierter Christmas rides for Kids

Die Mitglieder des Vereins ‚Harley Davidson Freunde‘ fahren als Engel und Nikoläuse verkleidet am Samstag, den 14. Dezember 2019, mit ihren Motorrädern durch die Künzelsauer Innenstadt. Einen Halt legen sie gegen 11 Uhr am Alten Rathaus ein.

Der Christmas ride for Kids hat inzwischen Tradition. „Sich einfach mit Freunden beim alten Rathaus in Künzelsau treffen, gute Livemusik hören, dazu einen Glühwein und das leckere Essen genießen, um somit ein wenig aus dem Alltagsstress kurz vor Weihnachten zu entfliehen und dabei noch etwas Gutes tun. Das ist unser Ziel“, so Joachim Schmidt, erster Vorstand der Harley Davidson Freunde Hohenlohe.

Auch dieses Jahr steht wieder der gute Zweck im Vordergrund. Der Verein will nicht seine Kasse mit dieser Veranstaltung auffüllen, sondern das Geld für einen sozialen Zweck spenden. Wo der erwirtschaftete Betrag hingehen soll, steht noch nicht fest. Er soll auf jeden Fall in Hohenlohe und für ein Kind oder mehrere Kinder sein, die es dringend notwendig haben.

Gerne kann man dem Verein noch Vorschläge per E-Mail an joachim.schmidt@tui-reisecenter.de unterbreiten. Musikalisch sorgen ab 11 Uhr das Duo Stage und ab 13 Uhr Olli Roth mit Rocksongs für Unterhaltung. Für alle, die bei der kleinen Rundfahrt dabei sein wollen: Treffpunkt ist um 10.30 Uhr beim Mc Donalds/Mustang Parkplatz, die Abfahrt ist auf 11 Uhr geplant – gerne verkleidet als Engel, Nikolaus oder Weihnachtsbaum.

Quelle // Pressemitteilung Harley Davidson Freunde Hohenlohe

Die Aktion der Harley Davidson Freunde macht allen Beteiligten sichtlich Spaß. Foto: Harley Davidson Freunde




Künzelsau: Altes Rathaus öffnet wieder

Durch das Starkregenereignis im Mai 2016 wurde das Alte Rathaus in Künzelsau stark beschädigt. Am Samstag, den 7. Dezember 2019 wird das historische Gebäude in der Innenstadt nach der Sanierung in neuem Glanz wiedereröffnet. Von 14 bis 17 Uhr sind die Besucher eingeladen, die neu konzipierte Stadtbücherei zu erkunden. Für Kinder wird Kinderschminken, Vorlesen und Origamifalten angeboten. Bis Dienstag, den 24. Dezember wird außerdem jeden Tag ein Adventskalendertürchen am Alten Rathaus geöffnet.

Neben der Stadtbücherei gibt es jetzt Räume, die Vereine und Organisationen ab Januar 2020 nutzen können. Dadurch werden Begegnungsmöglichkeiten geschaffen – ganz im Sinne eines offenen, lebendigen Bürgerhauses.

Quelle: Pressemitteilung der Stadtverwaltung Künzelsau 

Jeden Tag bis Heiligabend öffnet am Alten Rathaus ein neues Türchen. Foto: Stadtverwaltung Künzelsau

Vor dem Alten Rathaus steht auch wieder ein großer Weihnachtsbaum. Foto: Stadtverwaltung Künzelsau




Kostenlose Busse an den Adventssamstagen

In der Zeit von Montag, den 02. Dezember 2019, bis Montag, den 09. Dezember 2019 sind in Künzelsau die Parkplätze sowie die Zufahrt auf den Schlossplatz und die Burggasse in Künzelsau gesperrt. Der Festplatz auf den Wertwiesen kann als öffentliche Parkfläche genutzt werden. Wer das Auto stehen lassen möchte, kann an den Adventssamstagen die Busse des HNV und NVH sowie die Künzelsauer Bergbahn und den City-Bus kostenfrei nutzen.

Weitere Infos auf  http://www.kuenzelsau.de

Quelle: Pressemitteilung der Stadtverwaltung Künzelsau




Künzelsau: Einbruch in Glasereibetrieb

Mit brachialer Gewalt verschafften sich Unbekannte am Wochenende Zugang zu einem Glasereibetrieb in der Kreuzhöhe in Künzelsau. Die Tatzeit liegt zwischen Samstag, den 30. November 2019, um 12 Uhr und Sonntag, den 1. Dezember, um 23 Uhr.

Nachdem die Täter die Eingangstüre aufgewuchtet hatten, gelangten sie in das Gebäude, welches sie anschließend durchsuchten. Neben Werkzeugen und Kleinmaschinen im Wert von mehreren 1.000 Euro wurde auch ein Firmentransporter gestohlen. Bei diesem handelt es sich um einen Opel Movano mit dem Kennzeichen KÜN L 5000. Um mit dem Transporter wegfahren zu können, wurde das Hoftor gewaltsam geöffnet.

Zeugen, die in der angegebenen Zeit verdächtige Wahrnehmungen rund um die Kreuzhöhe 6 gemacht haben oder Hinweise auf den Verbleib des Transporters geben können, werden gebeten, sich unter Telefon 07940/940440 beim Polizeirevier in Künzelsau zu melden.

Quelle: Pressemitteilung des Polizeipräsidums Heilbronn vom 2.12.2019




Künzelsau: Im Stich gelassen – Senioren wissen nicht wie es weitergeht

Rund zehn ältere Leute sitzen Mitte Oktober 2019 im Nebenraum des Wartberg-Casinos im Hohenloher Krankenhaus (HK). Sie treffen sich hier regelmäßig zum Mittagessen und bleiben auch gerne zum Kaffee. Sie schätzen das frisch gekochte, günstige Essen, aber vor allem ihre Gemeinschaft, die sich im Laufe mehrerer Jahre entwickelt hat. Seit 1992 gibt es im HK einen Mittagstisch auch für externe Besucher.

„Wir sind hier wie eine Familie“

Für die teilweise über 90-jährigen Menschen ist das Casino ein Treffpunkt, den manche täglich ansteuern. „Wichtig ist uns das WartbergCasino vor allem als Anlaufstelle und Zeitvertreib“, sagt eine Besucherin. Eine andere erzählt, dass sie alleinstehend und psychisch angeschlagen ist und sich immer darauf freut, wenn sie jemandem zum Reden hat. Eine weitere fühlt sich in der Gruppe gut aufgehoben: „Man macht sich Sorgen umeinander. Wenn ich mal nicht komme, überlegen die anderen, was mit mir los ist“, sagt sie. Sie seien wie eine Familie.

Unterschriftensammlung mit rund 80 Beteiligten

Doch jetzt sind die Menschen aufgebracht und fühlen sich im Stich gelassen: Sie wissen nicht, wie es nach der Schließung des Krankenhauses mit ihrem Treffpunkt weitergeht. „Der Flurfunk berichtet, dass es am 14. November das letzte Mal Essen gibt und am Tag darauf das letzte Frühstück“, sagt ein Besucher. Bereits im Februar 2019 hat die Gruppe den damaligen kaufmännischen Direktor Alexander Hoß angeschrieben mit der Bitte, auch nach der HK-Schließung einen Mittagstisch für externe Besucher anzubieten. Gleichzeitig starteten sie eine Unterschriftensammlung, an der sich rund 80 Personen beteiligten. Diese Listen schickten sie ebenfalls an Hoß.

Auf einen konkreten Vorschlag wurde nicht reagiert

Die Gruppe machte auch einen ganz konkreten Vorschlag: Ihr Essen sollte mit der Verpflegung für die Menschen in der psychiatrischen Tagesklinik, die bestehen bleibt, gebracht werden. „Egal, ob es frisch in Künzelsau gekocht oder aus Öhringen gebracht wird, wir würden auf jeden Fall kommen“, ist ein Besucher überzeugt. Dafür wäre auch nur wenig Personal nötig. In einem Schreiben von Mitte September sagte Hoß eine finale Antwort für Anfang Oktober zu. Diese steht immer noch aus. Mittlerweile hat Hoß gekündigt. Auch ein Schreiben an die BBT-Gruppe hatte keinen Erfolg. Man lässt die Menschen im Regen stehen, so das Gefühl der Besucher.

Es gibt nur wenig andere Möglichkeiten in Künzelsau

„Nur wir haben uns eingesetzt für den Erhalt des Casinos“, kritisiert einer der Männer. Von den Mitarbeitern des Landratsamtes oder der Kreissparkasse, von denen auch viele im WartbergCasino essen, sei nichts gekommen. Und von den Politikern habe es bloß Lippenbekenntnisse gegeben. Alternativen sehen die Betroffenen in Künzelsau eher nicht. „Es gibt die Möglichkeit, als Externer im Altenheim zu essen, die haben aber wenig freie Kapazitäten“, meint einer. Die Fachhochschule bietet auch ein Mittagessen, hat am Wochenende und in den Ferien allerdings geschlossen. Und in der Stadt selbst „gibt es kaum Wirtschaften, dafür aber Döner- und Imbissbuden“, sagt eine Dame. „Das wollen wir nicht.“ Manche sehen noch eine minimale Chance, dass es irgendwie weitergeht für sie im WartbergCasino. Andere finden, dass es zu spät ist und sich ein Weiterverfolgen nicht lohnt.




Letzter Tag in Künzelsau: Das HK-Team verabschiedet sich

Eine Ära geht zu Ende – Am heutigen Freitag, den 15. November 2019, ist es soweit: Das Hohenloher Krankenhaus (HK) in Künzelsau schließt. In diesem Sinne möchte sich das verbleibende Künzelsauer Krankenhausteam an dieser Stelle bei ihren Patienten für die Zeit und das Vertrauen in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten bedanken.

 

Das verbleibende HK-Team verabschiedet sich. Foto: privat

 

 




Kocherstetten: Hoher Schaden, leichte Verletzungen

Wegen auslaufender Betriebsstoffe mussten die Feuerwehren aus Kocherstetten und Künzelsau am Samstag, den 9. November 2019, zu einem Unfall ausrücken. Der Fahrer eines Citroens war gegen 10.10 Uhr von Kocherstetten in Richtung Vogelsberg unterwegs. In einer Linkskurve kam er mit seinem Wagen zu weit nach links und kollidierte frontal mit einem entgegenkommenden VW Passat. Beide Fahrer waren angegurtet und wurden nur leichtverletzt. Die entstandenen Schäden werden auf zirka 20.000 Euro geschätzt. Die Wehren waren mit zwölf Einsatzkräften und drei Fahrzeugen angerückt, um die Betriebsstoffe zu binden.  

Quelle: Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Heilbronn vom 11.11.2019




Künzelsau: KFZ-Zulassungsstelle geschlossen

Laut einer Pressemitteilung des Landratsamtes Hohenlohekreis ist die KFZ-Zulassungsstelle in Künzelsau wegen einer Schulung am Mittwoch, den 13. November 2019 ab 12 Uhr geschlossen. Am Vormittag ist die Zulassungsstelle regulär ab 7.30 Uhr geöffnet, Annahmeschluss ist aber bereits um 11.30 Uhr.

Quelle: Landratsamt Hohenlohekreis