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Klimaschutzmanagerin mit Heimvorteil

Seit 1. Januar ist die 26-jährige Öhringerin Sophie Strecker die erste Klimaschutzmanagerin der Großen Kreisstadt. „Klimaschutz bedeutet für mich vor allem Teamarbeit. Alle Beteiligten, ob in Politik oder Bürgerschaft, müssen dafür an einem Strang ziehen. Als Kommune sind wir mittendrin in der Gesellschaft und senden durch unser Handeln Signale an die Bevölkerung und Wirtschaft. Ziel sollte sein, die Klimaschutzvorgaben der neuen Bundes- und Landesregierung zu erreichen, aber auch unsere individuellen Ziele für die Stadt zu erarbeiten“, erklärt Sophie Strecker. Nach dem Abitur am Öhringer Wirtschaftsgymnasium, schloss sie ihren Bachelor in Betriebswirtschaftslehre ab und war zwei Jahre berufstätig. 2021 absolvierte sie einen Master in Nachhaltigkeitsmanagement, einem interdisziplinären Studiengang an der Universität Ulm. Während des Masterstudiums war sie Werkstudentin im Bereich Umwelt- und CO2-Management bei einem internationalen Entsorgungsunternehmen.

Bereits viele Klimaschutzmaßnahmen

„Wir packen mit der neu geschaffenen Stelle das Thema Klimaverantwortung systematisch an“, sagt Oberbürgermeister Thilo Michler. Denn die Große Kreisstadt war in den letzten Jahren nicht untätig. Ob neue Stadtwerke mit Ökostrom und Fernwärmeausbau, das in Auftrag gegebene Mobilitätskonzept, Biotopvernetzung und Blühstreifen, Baumerlenbacher Öko-Garten, Streuobstwiesenpflanzaktion, Carsharing, Ausbau der E-Ladesäulen, Umrüstung der Straßenleuchten zu LED oder die E-Autos im städtischen Fuhrpark. „Wir haben bereits viele lokale Klimaschutzmaßnahmen umgesetzt. Nun werden die bestehenden und zukünftigen Schritte in ein zukunftsweisendes Klimaschutzkonzept gegossen, das zugleich Grundstein und strategischer Rahmen für unsere Klimazukunft ist“, betont der OB.

Bestandaufnahme und Analyse

Öhringens neue Klimaschutzmanagerin soll die Aktivtäten künftig koordinieren. Zunächst einmal hat sie Zeit, um sich in die laufenden Projekte einzuarbeiten und eine Bestands- und Potenzialanalyse zu erstellen: „Ich analysiere gerade Maßnahmen in vier wichtigen Sektoren: Mobilität, Energie, Landwirtschaft und Abfall. Dazu kommen noch die Forderungen der Bürgerinitiative „Öhringen Klimaneutral bis 2035“ und Themen aus dem städtischen Energieausschuss. Wir sind zwar noch am Anfang des Prozesses zur klimaneutralen Stadt, in den letzten Jahren wurden aber schon viele gute Weichen gesetzt. Zusammengefasst zeichnet sich aber in allem eine klare Linie ab: Energieverbrauch reduzieren und Energieerzeugung neu aufstellen“, betont die Klimaschutzmanagerin. Dazu will Sophie Strecker sich mit dem entstehenden Klimazentrum des Landkreises eng austauschen. „Wir stehen ja vor ähnlichen Herausforderungen und sollten gleich gemeinsam ab April starten und Synergieeffekte nutzen.“

Heimatverbunden

In ihrer neuen Aufgabe kommt Sophie Strecker zugute, dass sie selbst Öhringerin ist und die Stadt mit ihren individuellen Eigenheiten sehr gut kennt. „Ich bin sehr heimatverbunden. Hier im Grünen kann ich gut mit meiner Familie abschalten und genieße vor allem die regionalen, gesunden Lebensmittel. Besonders toll ist, dass ich die Möglichkeit habe mit dem Fahrrad zu meinem Arbeitsplatz zu fahren“, sagt Sophie Strecker. In ihrer Querschnittsaufgabe im Rathaus ist sie nicht nur Ansprechpartnern für die Verwaltung, sondern auch für den Gemeinderat und die Bevölkerung.

Pressemitteilung der Stadt Öhringen

 

 




Kreistagssitzung unterbrochen nach Dubowys Äußerungen bezüglich Notarzt in Künzelsau

Die heutige Sitzung des Kreistages des Hohenlohekreises am Montag, den 09. Dezember 2019, in Waldenburg wurde unterbrochen nach einer Wortmeldung von Thomas Dubowy bezüglich dem neuen Notarzt im Krankenhaus Künzelsau.

Der Arzt aus Krautheim wollte eigentlich den Antrag seiner Freien Wähler Vereinigung (FWV) näher erklären. In dem Antrag fordert die FWV eine Überprüfung der Sinnhaftigkeit und des Kosten-Nutzen-Verhältnisses des neuen Notarztes im Krankenhaus Künzelsau. Der Notarzt-Dienst wurde im Zuge der Krankenhausschließung Mitte November 2019 im Krankenhausgebäude etabliert und soll nun bereits im Februar 2019 geprüft und eventuell bereits nach einem Jahr wieder eingestellt werden. Ursprünglich sollte der Dienst mindestens drei Jahre dort ausgeübt werden. Aufgrund der stark eingeschränkten Handlungsfähigkeit des Notarztes (wir berichteten) forderten nun diverse Kreisräte, unter anderem Niedernhalls Bürgermeister Achim Beck, die Überprüfung und gegebenenfalls Beendigung des Dienstes.

Dubowy hat in der Kreistagssitzung nun möglicherweise ein paar Vertragsdetails öffentlich ausgeplaudert, die nicht für die Öffentlichkeit bestimmt gewesen sein könnten. Unter anderem erklärte er, dass bei einer früheren Evaluation die Möglichkeit bestünde, den ursprünglichen Drei-Jahres-Vertrag vorzeitig zu beenden. Landrat Dr. Matthias Neth ließ daraufhin die Sitzung unterbrechen, um sich mit den Kreisräten nicht-öffentlich zu besprechen.

Zuvor hatte der Kreistag mit großer Mehrheit dem Haushalt und dem neuen Klimaschutzmanager zugestimmt.