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Zu wenig Blutkonserven

Eine Patientin des Diak in Schwäbisch Hall hat vor ein paar Wochen eine Bluttransfusion gebraucht. Vorrätig hatte das Diak die passende Blutgruppe nicht, weswegen sie bestellt werden musste. Zwei Tage zogen ins Land. Dann traf die bestellte Bluttransfusion ein.

Was vor Corona schon prekär war, wird nun zu einem Dauerthema: fehlende Blutkonserven für Menschen, die auf Bluttransfusionen angewiesen sind.

Während in der Coronazeit viele Blutspendeaktionen nicht mehr stattfinden konnten, regiert nun fast schon das Prinzip: „Aus den Augen, aus dem Sinn.“ Aber auch das Deutsche Rote Kreuz selbst (DRK) scheint ein wenig in Vergessenheit geraten zu sein. Aktiv werben sie um neue Fördermitglieder. Auf der Internetseite der Stadt Mulfingen ist noch immer ein Aufruf von August zu sehen. Darin heißt es:

DRK braucht ebenfalls dringend eine Spritze – eine Finanzspritze

„Als größte Hilfsorganisation haben wir sicher und zuverlässig für die Menschen in Notlagen da zu sein. Dies gelingt uns durch hauptamtliche Mitarbeiter, aber im notwendigen Umfang nur durch die vielen unermüdlichen ehrenamtlichen
Helfer im Kreisverband. Insbesondere diese profitieren von der verlässlichen Unterstützung unserer Fördermitglieder. Dies ermöglicht dem Kreisverband erst die Schulung und Ausrüstung der ehrenamtlichen Helfer. Auch die umfangreiche
Jugendarbeit im Jugendrotkreuz wäre ohne die Beiträge der Fördermitglieder nicht denkbar. Auch in der Zukunft stehen wieder viele Aufgaben und umfangreiche Herausforderungen für den Kreisverband an.
Mit einer Fördermitgliedschaft helfen Sie uns zu helfen!“

Der DRK möchte an den Haustüren im Hohenlohekreis für eine Fördermitgliedschaft werben, das heißt, man unterstützt das DRK finanziell mit einem bestimmten Betrag:

„Ab dem 1. August findet im Hohenlohekreis eine Haustürwerbung und auch in dem Gebiet Ihrer Gemeinde eine Aktion zur Gewinnung von Fördermitgliedern statt. Werber werden im Namen des Kreisverbands unterwegs sein und besuchen alle
Haushalte. Wenn also die jungen Frauen und Männer vor Ihrer Tür stehen, handelt es sich um eine seriöse Aktion im Namen des DRK. Die Werber sind eindeutig erkennbar. Sie tragen DRK-Kleidung und führen einen Ausweis mit Stempel des
DRK-Kreisverbands mit sich. Die Daten der neuen Mitglieder werden gesichert über ein Tablet aufgenommen. Bargeld – und Sachspenden dürfen nicht entgegengenommen werden.

Rückfragen und Informationen unter Telefon 07940/9225-21 oder E-Mail: senta.weiss@drk-hohenlohe.d




Marianne und Siegfried Weber Stiftung spendet 10.000 Euro für Demenzarbeit des DRK

Der DRK Kreisverband Hohenlohe hat im Dezember 2021 eine Spende in Höhe von 10.000 Euro von der „Marianne und Siegfried Weber Stiftung“ erhalten, vertreten durch Marianne Weber, Inhaberin und Geschäftsführerin der Weber Blechtechnik Niedernhall und MWN Niedernhall. Die Spende soll im Bereich der sozialen Dienste für die Demenzarbeit, in den Betreuungsgruppen und der DRK-Tagespflege für die aktivierenden Beschäftigungen, Bastelarbeiten und in der Männerwerkstatt verwendet werden.

Diagnose Demenz bedeutet: ratlos, hilflos, ausgeliefert zu sein

Rund 100 betroffene pflegende Angehörige von an Demenz erkrankten Menschen werden seit 14 Jahren jährlich in der DRK-Demenzberatungsstelle in Hohenlohe über die Volkskrankheit Demenz informiert. Bei keiner anderen Krankheit sind Angehörige und Umfeld so mit betroffen wie bei Demenzerkrankungen. Diagnose Demenz bedeutet ratlos, hilflos, ausgeliefert zu sein, so oder ähnlich beschreiben Angehörige ihre Gefühle. In dieser Situation steht die Beratungsstelle den Angehörigen und Betroffenen zu Seite. Sorgen finden ein offenes Ohr. Eine in der Demenzarbeit qualifizierte und erfahrene Mitarbeiterin steht als Gesprächspartnern kostenfrei zur Verfügung. Neben Beratung und Begleitung können Angehörige an Schulungen teilnehmen. Wöchentlich stattfindende Betreuungsgruppen zur Anregung in Gemeinschaft und Entlastung der Angehörigen in Westernhausen, Gaisbach und Öhringen stützen sowie der häusliche Unterstützungsdienst, wenn die betroffene Person die Häuslichkeit nicht mehr verlassen kann. Ein weiteres entlastendes Angebot ist eine Tagespflege fünf Tage die Woche.

Die „Marianne und Siegfried Weber Stiftung“ unterstützt soziale Einrichtungen und wohltätige Zwecke in der Region Hohenlohe

Marianne Weber kennt die Situation sowohl von an Demenz erkrankten Menschen und pflegende Angehörige durch eigene frühere Betroffenheit nur zu gut. Sie selbst hat ihren Mann 15 Jahre gepflegt, der nach einer Borreliose-Infektion krank geworden war. Dies parallel zu Ihrer Tätigkeit als Geschäftsführerin. Die Erkrankung verlief in der späten Phase wie eine Demenz. Die 2014 von Marianne Weber gegründete „Marianne und Siegfried Weber Stiftung“ wurde gegründet, um soziale Einrichtungen und wohltätige Zwecke in der Region Hohenlohe zu unterstützen. Weiterhin unterstützt die Stiftung schulische Projekte, den Tafelladen, krebskranke Kinder, den Tierschutzverein und Menschen in sozialer Not.

Pressemeldung DRK




Blutspenden beim DRK in der Forchtenberger Sporthalle

Am 27. Oktober 2021 veranstaltet der DRK Ortsverband Ernsbach-Forchtenberg-Sindringen in der Sporthalle Im Spitzen 6 eine Blutspendeaktion.
Gespendet werden kann von 14:30 bis 19:30 – allerdings nur nach Anmeldung und mit Terminreservierung. Reservierungen können unter https://www.blutspende.de/blutspendetermine/termine/218075 vorgenommen werden. VAuf dieser Seite finden sich auch die Corona-Regeln, die für die Blutspende gültig sind.

Viele Termine, vor allem am Abend, sind bereits ausgebucht:

Terminübersicht Blutspende Forchtenberg, Stand 25.10., 09:15




Mit einem Knopfdruck können Senioren Hilfe anfordern

Für pflegende Angehörige bringt selbst der wohlverdiente Urlaub oft eine besondere Belastung mit sich: die Sorge um die Lieben zu Hause. Wer ist da, wenn etwas passiert? Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) hat laut einer Pressemitteilung die passende Lösung: Die Hilfe per Knopfdruck kann auch nur für vier Wochen über die Ferienzeit gebucht werden.

Das DRK bietet diese Möglichkeit bereits seit einigen Jahren an. Viele Angehörige nutzen es inzwischen regelmäßig, da das Urlaubspaket den Senioren Sicherheit 24 Stunden am Tag gewährleistet und dies auch während dem Urlaub. Somit sind die älteren Menschen gut versorgt und die Angehörigen können entspannt in den Urlaub fahren. Die Senioren fühlen sich sicherer, denn im Ernstfall erhalten sie sofort die notwendige Hilfe.

Der Hausnotruf funktioniert einfach und zuverlässig. Im Ernstfall kann der Teilnehmer per Knopfdruck auf einen Handsender einen Notruf auslösen. Sofort ist der Kontakt zu einer 24-Stunden besetzten Notrufzentrale hergestellt. Umgehend werden die notwendigen Maßnahmen eingeleitet – auch wenn der Teilnehmer nicht auf die Sprechverbindung reagiert. Die Notrufzentrale verständigt die Angehörigen, die zuvor benannt worden sind. Situationsbedingt wird direkt der Hausnotruf-Hintergrunddienst oder der Rettungsdienst verständigt.

Das Deutsche Rote Kreuz möchte mit dieser Aktion möglichst vielen pflegenden Angehörigen eine Alternative bieten, um die schönsten Wochen des Jahres auch richtig genießen zu können.

Darüber hinaus bietet das DRK ein weites Spektrum an Alltagshilfen und Serviceleistungen wie Essen auf Rädern und Hauswirtschaftliche Versorgung an.

Weiterführende Informationen findet man unter www.drk-hohenlohe.de oder per Telefon 07940/922526.

Quelle: Pressemitteilung des DRK

 




Corona: Blutkonserven reichen nicht einmal mehr für einen Tag

Wegen des Coronavirus in Baden-Württemberg gehen dem Roten Kreuz die Blutkonserven aus. Momentan reichen sie wegen der Covid-19 Pandemie laut der Blutspendedienste nicht einmal mehr für einen Tag. Das berichtet das Nachrichtenportalhttp://www.bw24.de

Die Gründe hierfür sind unter anderem die zahlreichen Blutspendetermine, die wegen des Coronavirus‘ abgesagt werden müssten. Baden-Württemberg ist laut bw24.de besonders stark von den dezimierten Blutvorräten betroffen: Sie reichen nicht einmal für einen Tag. 

Die Zahlen des Roten Kreuzes (DRK) zeigen, dass die Blutkonserven in Baden-Württemberg nicht einmal mehr den Bedarf eines durchschnittlichen Tages decken können. Stephan Küpper vom Blutspendedienst West des DRK sagte zur Deutschen Presse-Agentur, Covid-19 habe das Blutspendewesen sehr deutlich durchgerüttelt. Durch die Verbreitung des Coronavirus‘ in Baden-württenberg mussten viele Blutspende-Termine abgesagt werden.

Laut einer Tabelle zum Blutvorrat umgerechnet in Tagen, erstellt von bw.24, hat Baden-Württemberg aktuell die wenigsten Vorräte an Blutkonserven im Vergleich zu allen anderen Bundesländern. Einzig Hessen weist den gleichen Wert von 0,9 auf. https://www.bw24.de/baden-wuerttemberg/coronavirus-baden-wuerttemberg-blutkonserven-knapp-blutspenden-blut-covid-19-operationen-drk-90001632.html
Am meisten Blutvorräte hat derzeit Bayern, diese reichen für zirka 4,3 Tage.
Operationen müssen nun verschoben werden
Weil das DRK in Baden-Württemberg aktuell nicht einmal den Bedarf eines einzigen Tages decken kann, muss im Land nun Blut gespart werden. In der Praxis bedeutet das, dass nicht notwendige Operationen teilweise abgesagt oder verschoben werden müssen.
„Jetzt muss jeder Blut spenden, der kann“
Das DRK rechnet nicht mit einem baldigen Ende der kritischen Situation. Wegen des Coronavirus in Baden-Württemberg könnte noch das gesamte Jahr über kein normaler Betrieb bei den Blutspenden möglich sein. Hilfreich wäre es deshalb, wenn zu den seltener gewordenen Terminen mehr Leute kommen würden, um die Blutkonserven in Baden-Württemberg wieder aufzufüllen. Zum ARD-Hauptstadtstudio sagte Weck: „Jetzt muss jeder Blut spenden gehen, der kann und möchte.“
Nächste Blutspendetermine im Hohenlohekreis
Am Freitag, den 29. Mai 2020 gibt es vom DRK einen Blutspendetermin Kupferzell in der Carl-Julius-Weber-Halle, Jahnweg 2, 15.30 bid 19.30 Uhr. Achtung: nur mit Terminreservierung. https://www.blutspende.de/blutspendetermine/termine?term=74653
Am Freitag, den 05. Juni 2020, gibt es in Mulfingen in der Stauseehalle, Bachgasse 51, einen Blutspendetermin des DRK. Uhrzeit: 14.30 bis 19.30 Uhr



„Enormer Zulauf an Erstspendern“

„Es ist eine enorme Herausforderung“, sagt Ralf Debus, Leiter des Bereichs Spenderbindung und Spendergewinnung beim Deutschen Roten Kreuz (DRK). Er organisiert und plant die Blutspendetermine in Baden-Württemberg und steht wie viele andere auch vor einer völlig neuen Situation. „Uns sind alle Schul- und Firmentermine weggebrochen“, sagt er. So wie vorher hätten die Termine aufgrund der Hygiene- und Schutzverordnungen nicht mehr durchgeführt werden können. Alles sei wegen der veränderten Bedingungen auf den Prüfstand gekommen. So war etwa eine Frage, ob die üblichen Spendeorte wie beispielsweise Stadthallen unter den momentanen Voraussetzungen weiterhin zu nutzen sind. Einziger Pluspunkt: Weil die Kliniken aufgefordert waren, planbare Maßnahmen zurückzufahren, hätten sie auch weniger Blut gebraucht. Der Bedarf sei nach unten gegangen. Doch der steigt jetzt wieder und sei momentan bei 80 Prozent. „Wir rechnen damit, dass die Kliniken Ende Mai wieder 90 bis 100 Prozent des vorigen Bedarfs haben werden“, sagt der DRK-Mitarbeiter.

„Wir hatten einen enormen Zulauf an Erstspendern“

Über mangelndes Blut konnte sich der DRK zu Beginn der Krise nicht beklagen – im Gegenteil. „Wir hatten einen enormen Zulauf an Erstpendern“, sagt Debus. „Die meisten Menschen waren ja zuhause und hatten Zeit, endlich das zu tun, was sie schon lange vorhatten.“ Um weiterhin unter den veränderten Bedingungen Blutspende-Termine anbieten zu können, richtete das DRK Spendezentren ein – beispielsweise in Flein. Die waren jeweils eine Woche am jeweiligen Ort und wechselten dann. Schließlich wollte man alle Regionen in Baden-Württemberg abdecken. „Das machen wir noch bis Ende Mai und dann sehen wir weiter“, so Debus. Schließlich wolle das DRK zu den alten Spendeterminen zurück. Zunächst allerdings müsste geprüft werden, ob die alten Räumlichkeiten weiterhin nutzbar seien oder eventuell andere nötig sind. „Das ist eine große logistische Herausforderung für uns“, erläutert er.

„95 Prozent der Spender reservieren einen Termin“

Momentan werden die Termine nicht mehr weit im Voraus veröffentlicht. Erst wenn feststeht, dass der jeweilige Ort unter Hygiene- und Schutzbedingungen nutzbar ist, wird der Termin rund vier Wochen vorher bekanntgegeben. Damit zudem nicht zu viele Spender gleichzeitig kommen, müssen diese sich vorher auf der DRK-Homepage anmelden. „Wir haben festgestellt, dass 95 Prozent der Spender einen Termin reservieren“, sagt Debus. Die meisten würden sich freuen, denn jetzt sei der Spendetermin auch für sie besser planbar und sie müssten nicht mehr so lange warten. „Was vorher zwei bis drei Stunden gedauert hat, ist jetzt oft nach 45 Minuten erledigt“, erklärt der DRKler. Doch auch spontane Spender können weiterhin kommen, die müssen aber eventuell etwas warten. Für solche Fälle hätte das DRK aber Puffer eingebaut und letztendlich werde das vor Ort geklärt.

„Auch wir lernen aus dieser Pandemie“

Momentan müsse das DRK das Angebot wöchentlich mit den Kliniken absprechen und planen. „Normalerweise haben wir eine Vorlaufzeit von drei Monaten, zurzeit sind das zwei bis drei Wochen“, sagt Debus. Doch Blut sei nicht ewig haltbar – Thrombozyten-Konzentrate maximal vier Tage. Der DRK-Mann findet es unethisch, gespendetes Blut nicht zu verwenden und einfach zu entsorgen. Von den unnötigen Kosten ganz abgesehen. Das Unplanbare sei momentan die große Schwierigkeit und eine enorme Herausforderung. „Aber“, so der DRK-Mann weiter, „auch wir lernen aus dieser Pandemie“.

Termin in Krautheim

Der Blutspende-Termin im Eugen-Seitz-Bürgerhaus in Krautheim findet wie geplant am Montag, den 11. Mai 2020, von 14.30 bis 19.30 Uhr statt. Es wird kein Imbiss angeboten und es sollten keine Begleitpersonen oder Kinder mitbracht werden. Spendewillige, die in den vergangenen vier Wochen aus dem Ausland zurückgekehrt sind, müssen für vier Wochen nach Rückkehr von der Blutspende zurückgestellt werden. Weitere Informationen und die Möglichkeit zur Terminreservierung gibt es unter https://www.blutspende.de/blutspendetermine/termine/153160 .

Text: Sonja Bossert

 




Öhringen: Auch Krankenhauspersonal infiziert – Landratsamt sucht medizinisches Fachpersonal – Kontaktpersonen dürfen weiterhin arbeiten

Auch Mitarbeiter des Hohenloher Krankenhauses in Öhringen sind mit dem Coronavirus infiziert. Das bestätigte das Landratsamt des Hohenlohekreises aufgrund einer GSCHWÄTZ-Anfrage am Mittwoch, den 25. März 2020. Die betroffenen positiv getesteten Mitarbeiter arbeiten nicht weiter, sondern befänden sich in Quarantäne, erklärt Sascha Sprenger, Pressesprecher des Landratsamtes, und versichert: „Der Ausfall wird kompensiert“.

Landratsamt: „Pandemie wird noch länger andauern“

Am gestrigen Donnerstag, den 26. März 2020 startete das Landratsamt nun einen Aufruf, dass sie medizinisches Personal benötigen, da „die Pandemie noch länger andauern wird“.

Der Hohenlohekreis bittet die Bevölkerung in Zeiten der Corona-Krise erneut um Hilfe. Da die Pandemie noch länger andauern wird, sei es wahrscheinlich, dass die Fachkräfte, die jetzt bereits im Einsatz sind, Unterstützung brauchen werden. Deshalb ruft die Kreisverwaltung in einer Pressemitteilung medizinisches Personal dazu auf, sich zu melden, um bei Bedarf helfen zu können.

Vorerst gehe es darum, dass die Daten der Hilfeanbietenden gespeichert werden. Der Aufruf richtet sich an jeden, der über medizinische oder pflegerische Fachkenntnisse verfügt, aber derzeit nicht im Gesundheitssektor arbeitet. Besonders Ärzte, Pflegekräfte, pharmazeutisch-technische Assistentinnen (PTA) oder medizinisch-technische Assistentinnen (MTA) im Ruhestand, in Elternzeit, im Studium oder in Ausbildung sind gesucht. Auch wer zum Beispiel eine Rettungssanitäterausbildung hat oder anderweitig etwas beitragen will, sei herzlich willkommen, so das Landratsamt. „Wir freuen uns über alle Freiwilligenmeldungen von Personen mit medizinischer/pflegerischer Ausbildung. Gesucht wird breitgefächert, beispielsweise vom ehemaligem Zivildienstleistenden mit Rettungshelferausbildung bis zum Herzchirurgen im Ruhestand“, so Landrat Dr. Matthias Neth.

Wie funktioniert es?

Kontakt: Gesundheitsamt des Hohenlohekreises. E-Mail: cv-medhilfe@hohenlohekreis.de oder telefonisch unter 07940 18-385 (erreichbar montags bis freitags von 8 bis 16 Uhr).

Robert-Koch-Institut rät laut dem Landratsamt zu dieser Vorgehensweise

Um den hohen Bedarf an Fachkräften für die Versorgung von Covid-19-Patienten zu gewährleisten, ist man auf die Unterstützung aus der Bevölkerung angewiesen. Die Empfehlung, das Personal im medizinischen Bereich aufzustocken, stammt vom Robert-Koch-Institut (RKI). Bei jeder freiwilligen Meldung, so betont es das Landratsamt, wird darauf geachtet, dass ältere Fachkräfte nicht einem erhöhten Infektionsrisiko ausgesdetzt werden. Bei jedem Fall wird vorher geprüft, ob und wie die- oder derjenige eingesetzt werden kann.

Sonderregelungen für Kontaktpersonen aus bestimmten Berufsgruppen

In einer weiteren Pressemitteilung von Donnerstag, den 26. März 2020, erlässt der Hohenlohekreis nun Sonderregelungen für Kontaktpersonen in „systemrelevanten“ Berufen.

Die aktuellen Allgemeinverordnungen der Landkreisverwaltung regeln, dass infizierte Personen sowie deren direkte Kontaktpersonen in häusliche Absonderung, sprich Quarantäne, müssen. Das heißt jedoch nicht, dass jede Kontaktperson auch infiziert ist, sondern es handelt sich um eine wichtige Vorsichtsmaßnahme, betont das Landratsamt in der Pressemitteilung.

Um die dringend benötigte Versorgungsinfrastruktur aufrechterhalten zu können, lockerte das Landratsamt diese Bestimmungen für bestimmte Berufe.

Konkret bedeutet das, dass Kontaktpersonen von diesen Berufsgruppen zur Arbeit erscheinen dürfen. Voraussetzung ist allerdings, dass sie folgende Verhaltensregeln dringend beachten und einhalten:

– Kontinuierliches Arbeiten mit Mund-Nasen-Schutz.
– Tägliche Selbstbeobachtung und Dokumentation bis zu 14 Tage nach dem Kontakt mit der infizierten Person.
– Beim Auftreten von Symptomen wird die betroffene Person sofort getestet und muss bis zum Testergebnis in häusliche Absonderung. Eine Arbeitstätigkeit ist dann nicht mehr erlaubt.
– Wenn der Test positiv ausfällt, gelten die gleichen Regelungen wie bei allen Infizierten.

Diese Regelungen können jedoch nur funktionieren, wenn während der Arbeit der direkte Kontakt jeglicher Art auf ein Minimum reduziert wird, insbesondere bei Besprechungen.

„Um die Versorgung wichtiger Dienstleistungen aufrechterhalten zu können, ist es unumgänglich, Quarantäneanordnungen, die für die Allgemeinbevölkerung gelten, für Personengruppen bestimmter Berufe anzupassen, um Personalengpässe in kritischen Bereichen zu vermeiden“, erläutert die Leiterin des Gesundheitsamtes Dr. Antje Haack-Erdmann.

Dies gilt für folgende Bereiche:

– die in den §§ 2 bis 8 der BSI-Kritisverordnung (BSI-KritisV) bestimmten Sektoren Energie, Wasser, Ernährung, Informationstechnik und Telekommunikation, Gesundheit, Finanz- und Versicherungswesen, Transport und Verkehr,
– die gesamte Infrastruktur zur medizinischen und pflegerischen Versorgung einschließlich der zur Aufrechterhaltung dieser Versorgung notwendigen Unterstützungsbereiche, der Altenpflege und der ambulanten Pflegedienste, auch soweit sie über die Bestimmung des Sektors Gesundheit in § 6 BSI-KritisV hinausgeht,
– Regierung und Verwaltung, Parlament, Justizeinrichtungen, Justizvollzugs- und Abschiebungshaftvollzugseinrichtungen sowie notwendige Einrichtungen der öffentlichen Daseinsvorsorge und Einrichtungen zur gemeinschaftlichen Unterbringung von Asylbewerbern, vollziehbar Ausreisepflichtigen, Flüchtlingen und Spätaussiedlern, soweit Beschäftigte von ihrem Dienstherrn unabkömmlich gestellt werden,
– Polizei und Feuerwehr (auch Freiwillige) sowie Notfall- /Rettungswesen einschließlich Katastrophenschutz,
– Rundfunk und Presse,
– Beschäftigte der Betreiber bzw. Unternehmen für den öffentlichen Nahverkehr und den Schienenpersonenverkehr sowie Beschäftigte der lokalen Busunternehmen, sofern sie im Linienverkehr eingesetzt werden und Taxifahrerinnen und Taxifahrer,
– die Straßenbetriebe und Straßenmeistereien sowie
– das Bestattungswesen

Quelle: Pressemitteilungen des Landratsamtes des Hohenlohekreises vom 26.03.2020




Künzelsau: Rosenmontags-Blutspende

Der Ortsverein Künzelsau des Deutschen Roten Kreuzes lädt am Montag, den 24. Februar 2020, zur zweiten Blutspendeaktion in diesem Jahr. Von 14 bis 19.30 Uhr können 18- bis 73-Jährige in der Stadthalle in Künzelsau Blut spenden. Erstspender dürfen nicht älter als 64 Jahre sein. Vor der Entnahme erfolgt eine ärztliche Untersuchung, anschließend gibt es einen Imbiss. Die eigentliche Blutspende dauert nur wenige Minuten, insgesamt sollten Spender eine gute Stunde Zeit einplanen. Bitte den Personalausweis mitbringen.

Quelle: Facebook-Seite des DRK-Ortsverein Künzelsau




Bedingt einsatzbereit – Rettungsdienst nur eingeschränkt unterwegs

Allein im Dezember 2019 waren die Rettungsfahrzeuge des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) im Hohenlohekreis viermal nicht voll einsatzbereit. Dies bestätigte DRK-Kreisgeschäftsführer Bernd Thierer gegenüber GSCHWÄTZ. Das wäre im Durchschnitt mindestens einmal wöchentlich. Aber was heißt überhaupt voll einsatzbereit?

Am 11., 15., 16. sowie 23. Dezember 2019 war der Rettungsdienst nur eingeschränkt unterwegs. Das heißt konkret: An allen genannten Tagen war das Notarzteinsatzfahrzeug in Westernhausen nicht besetzt. Der Notarzt musste auf dem Rettungswagen mitfahren. 

Angespannte Personalsituation

Thierer verweist auf die schwierige Personalsituation, die das DRK habe: „In Baden-Württemberg besteht im Bereich der Notfallrettung flächendeckend eine sehr angespannte Personalsituation. Die planerischen Herausforderungen bei der Besetzung der Rettungsmittel durch den Personalmangel können derzeit nahezu vollständig kompensiert werden durch die bestehende Bereitschaft zur Leistung von Überstunden durch unsere Mitarbeiter. Bei kurzfristigen krankheitsbedingten Ausfällen von Mitarbeitern muss allerdings umgehend darauf reagiert und geeignete Maßnahmen für die Schicht ergriffen werden. Hierzu wurde an den betreffenden Tagen statt eines eigenständigen NEF (Notarzteinsatzfahrzeug), ein NAW (Notarztwagen im Kompaktsystem) an der Rettungswache am Standort Westernhausen betrieben.“

Rettungsdienstler bemängeln, dass dadurch der Notarzt nicht mehr unabhängig agieren könne und eventuell bereits früher zu der nächsten Unfallstelle aufbrechen müsse, sondern dadurch gebunden an den Notarztwagen sei, in dem er mitfahren müsse. Angesichts der angespannten Personalsituation, mit der das DRK bereits seit mehreren Jahren zu kämpfen hat (wir berichteten), stellt sich die Frage, mit welchem Personal die zusätzliche Rettungswache in Kirchensall (und möglicherweise in Stachenhausen), die angekündigt wurde (wir berichteten), betrieben werden soll.

Immer wieder war im Zuge der Krankenhausschließung im Gespräch, den Rettungsdienst finanziell und personell zu stärken. So wirklich stark wirkt er momentan allerdings nicht.

DRK sucht Rettungsdienstler

Das Deutsche Rote Kreuz Hohenlohe sucht Rettungsdienstler.
Anforderungen: abgeschlossene Ausbildung zum Rettungssanitäter, Führerschein Klasse B (langfristig C1), persönliches Engagement und soziale Kompetenz. Die Bewerber sollten die Bereitschaft zur Teilnahme am Schichtdienst und kontinuierlicher Weiterbildung mitbringen.

Mehr Informationen: http://www.drk-hohenlohe.de




Rettungsdienstler kritisiert: „Man versucht zu sparen, wo es geht“ – DRK kündigt 2 neue Rettungswachen in Kirchensall und Stachenhausen an

In der Nacht vom 10. auf den 11. Oktober 2019 soll eine Person in Westernhausen den Notruf verständigt haben. Der Grund: Verdacht auf Schlaganfall oder Herzinfarkt. Das Problem: Alle Fahrzeuge des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) in Hohenlohe seien laut Aussage von Betroffenen zu dieser Zeit unterwegs zu anderen Einsätzen unterwegs gewesen. Daher habe schließlich ein DRK-Fahrzeug aus Möckmühl Westernhausen angefahren.  „Wenn man es krachen lässt, braucht man von Möckmühl nach Westernhausen zwischern 20 und 25 Minuten“, schätzt ein Rettungsdienstler, der anonym bleiben möchte und uns diesen Fall geschildert hat. 25 Minuten für einen Schlaganfall- beziehungsweise einen Herzinfarktpatienten – Das ist lang, wo doch jede Minute zählt. Gab es derart viele Einsätze in dieser Nacht, dass das DRK keine anderen Fahrzeuge mehr vor Ort hatte, zumal Westernhausen eine eigene DRK-Rettungswache hat? Eine Stellungnahme des DRK Hohenlohe hierzu steht derzeit noch aus.
Nicht genügend Notarztfahrzeuge
Der Rettungsdienstler bemängelt, dass der Hohenlohekreis generell zu wenig Rettungsdienstfahrzeuge habe. So gäbe es nur jeweils einen Notarztwagen in Künzelsau, Öhringen und Westernhausen. Der Notarztwagen in Westernhausen sei nur tagsüber im Einsatz. Bei den Rettungswägen sehe es nicht wirklich rosiger aus. In Künzelsau und Öhringen gäbe es jeweils zwei – davon sei aber nur jeweils einer 24 Stunden im Einsatz, der andere nur tagsüber. Westernhausen habe darüber hinaus noch einen Rettungswagen im 24-Stunden-Einsatz. Das ergibt zusammen fünf Rettungswägen und drei Notarztwägen –  drei der Rettungswägen und zwei der Notärztwägen sind 24 Stunden im Einsatz. Die Notarztfahrzeuge in Künzelsau und Öhringen seien 2019 erneuert worden. Reichen diese Fahrzeuge für 120.000 Einwohner des Hohenlohekreises aus? „Das reicht nicht aus für die gesamten Notfälle“, sagt der Rettungsdienstler.
Mehrere Stunden Wartezeit
Zwar gebe es seit zwei Monaten in Öhringen einen Krankentransportwagen, der auch nachts fahre. Dieser komme zum Einsatz, wenn jemand sehr hohes Fieber oder schlechte Blutwerte habe und zur Überwachung nachts in ein Krankenhaus müsse. Aber auch auf diesen Krankentransportwagen hätten Patienten schon mehrere Stunden warten müssen oder seien auf den nächsten Tag vertröstet worden. Manchmal springe auch ein Rettungswagen für den Krankentransportwagen ein, wenn dieser unterwegs ist. Allerdings fehle dieser Rettungswagen dann wieder bei nachfolgenden Einsätzen. Zudem koste ein Rettungswagen rund 400 Euro pro Einsatz. Ein Krankenwagen sei mit rund 50 Euro da schon deutlich günstiger. „Wenn man die ganzen Einsätze betrachtet, bräuchte man die doppelte Anzahl an Fahrzeugen“, so der Rettungsdienstler.
Vorgaben des Bereichsausschusses
Bernd Thierer, Kreisgeschäftsführer des DRK, verwies auf GSCHWÄTZ-Nachfrage zur Anzahl der zur Verfügung stehenden Rettungsfahrzeuge und ob diese ausreichend seien, auf den Bereichsausschusses für den Rettungsdienstbereich Hohenlohekreis: „Die Anzahl und der zeitliche Umfang der im Hohenlohekreis vorzuhaltenden Rettungsmittel werden vom Bereichsausschuss für den Rettungsdienstbereich Hohenlohekreis festgelegt (…). Es ist festzuhalten, dass das DRK als Leistungserbringer in der Notfallrettung die Vorgaben des Bereichsausschusses umzusetzen hat. Eine Einschätzung zur Angemessenheit des Umfangs obliegt uns nicht.“ 
Jeder zehnte Rettungsdienst ist zu spät
Mit der Schließung des Krankenhauses Künzelsau sei das DRK „unter Zugzwang“. Nun hätten die Rettungsdienstler noch längere Wege zum nächsten Krankenhaus zu fahren und seien dadurch wiederum länger bei den Einsätzen gebunden. Insbesondere bei Fahrten nach Dörzbach oder Mulfingen seien die Einsatzkräfte lange unterwegs, moniert indes der Rettungsdienstler. Die gesetzlich vorgeschriebene Hilfsfrist, also wie lange ein Rettungswagen zum Unfallort brauchen darf, ist mit 10 bis 12 Minuten festgelegt, in Ausnahmefällen dürfe er auch 15 Minuten brauchen. Aber nicht selten halte der DRK diese Fristen nicht ein, so der Rettungsdienstler. Thierer verweist  auf das Rettungsdienstgesetz des Landes Baden-Württemberg. Darin heißt es: „Die Hilfsfrist soll aus notfallmedizinischen Gründen möglichst nicht mehr als 10, höchstens 15 Minuten betragen.“ Der Rettungsdienstplan Baden-Württemberg konkretisiere diese Vorgabe wie folgt: „Die Hilfsfrist ist eine Planungsgröße. Sie ist erfüllt, wenn sie in 95 Prozent aller Einsätze im Vorjahreszeitraum im gesamten Rettungsdienstbereich eingehalten wird.“ Für 2018 sei die Hilfsfrist im Bereich der nichtnotärztlichen Rettungsmittel bei 91,6 Prozent und bei den notarztbesetzten Rettungsmitteln bei 87,4 Prozent im Hohenlohekreis. Die Zahlen klingen gut und doch war damit rund jeder zehnte Rettungsdienst zu spät am Ort des Geschehens – zumindest wenn man die vorgegebene Hilfsfrist als Messlatte nimmt.
Keine Aufstockung des Personals
Als 2017 bekannt wurde, unter welchem personellen Engpässen der DRK Hohenlohe leidet (wir berichteten), wurde postuliert, dass der Rettungsdienst im Zuge der Krankenhausschließung in Künzelsau gestärkt werden solle. Auch jetzt wurden derartige Forderungen in der Kreistagssitzungen im November 2019 wieder laut.
Personell erfolgte seitdem jedoch keine Aufstockung, wie Thierer auf GSCHWÄTZ-Nachfrage erklärt und dabei ebenfalls auf den Bereichsausschuss verweist, der dafür zuständig sei: „Die Personalvorhaltung im Bereich der Notfallrettung (Anzahl und Qualifikation der Mitarbeiter) richtet sich ausschließlich nach der vom Bereichsausschuss beschlossenen Vorhaltung der Rettungsmittel im Hohenlohekreis.“ Weiter sagt Thierer: „Es erfolgt seit 2017 keine Ausweitung der Rettungsmittel im Rettungsdienstbereich Hohenlohekreis, für eine Aufstockung des Personals bestand daher kein Anlass.“ Zur Besetzung der Rettungsmittel in der Notfallrettung werden derzeit laut dem DRK-Kreisgeschäftsführer zirka 80 Mitarbeiter beim DRK beschäftigt. Der Rettungsdienstler bemängelt: „Man versucht zu sparen, wo es nur geht.“
Zwar habe es keine Aufstockung gegeben, aber, so Thierer, „die Ausstattung sämtlicher bei uns eingesetzter Rettungsmittel der Notfallrettung entsprechen den Vorgaben der DIN EN für Rettungswagen und Notarzteinsatzfahrzeuge und befindet sich auf dem aktuellen Stand der Technik.  Eine regelmäßige Neubeschaffung erfolgt kontinuierlich im Rahmen der mit den Kostenträgern verhandelten Nutzungszeiträume.
Mangelhafte Notfallversorung
In seiner Sitzung am 04. November 2019 in Zweiflingen hat der Kreistag die Aufwertung der Rettungsdienstfahrzeuge mit „Telemedizin“ zugesichert. Dies bedeute eine gewisse Entlastung, sagt der Rettungsdienstler, weil etwa die EKG-Daten direkt in die Tablets eingelesen und an das betreffende Krankenhaus versendet werden können. Diese „digitale Dokumentation“ sei allerdings von Funklöchern abhängig, die es hierzulande zahlreiche gäbe. Selbst der Funkempfang sei teilweise so schlecht, dass der Rettungsdienst auf dem Feuerwehrkanal funke. „Das ist katastrophal“, sagt der Rettungsdienstler und zieht ein erschreckendes Fazit: Es herrsche eine mangelhafte Notfallversorgung im Hohenlohekreis.
Neue Rettungswache in Kirchensall
Nur wenige Tage nachdem GSCHWÄTZ eine Presseanfrage an das DRK bezüglich der vermeintlich mangelhaften Notfallversorgung gestellt hat, geht eine Pressemitteilung des DRK-Bereichsausschusses an alle lokalen Medien heraus. Der Bereichsausschuss verspricht darin: Der Rettungsdienst im Hohenlohekreis soll gestärkt werden.
So habe der Bereichsausschuss für den Rettungsdienstbereich Hohenlohekreis einstimmig die Errichtung eines dezentralen zusätzlichen Standortes einer neuen Rettungswache in Kirchensall (Gemeinde Neuenstein) beschlossen. Diese werde mit einem Notarzteinsatzfahrzeug (NEF) im 12-Stunden-Tagbetrieb an 365 Tagen und mit einem Rettungswagen (RTW) im 24-Stunden-Dienstbetrieb an 365 Tagen ausgestattet werden. Eine Ausweitung der Vorhaltezeiten in der Zukunft sei möglich. Wann die Rettungswache kommen soll, steht nicht in der Pressemitteilung.
„Bessere Versorgung von Neuenstein, Kupferzell und Waldenburg“
Durch die Einrichtung der zusätzlichen Wache werden laut der Pressemitteilung insbesondere die Bereiche Neuenstein, Kupferzell und Waldenburg sowie der Gewerbepark Hohenlohe besser versorgt werden, was zu einer großen Entlastung der anderen Rettungsmittel in Künzelsau und Öhringen führe. Damit würden auch die Rettungsmittel in Künzelsau und Öhringen entlastet. Nach erfolgreicher Etablierung der Rettungswache in Kirchensall werden in einem weiteren Schritt die Vorhaltezeiten der Rettungswache Öhringen angepasst. „Wir arbeiten weiter daran, die Notfallversorgung im Hohenlohekreis zu optimieren. Die ersten Maßnahmen sollen vor allem dazu führen, dass die Hilfsfristen im ganzen Hohenlohekreis besser eingehalten werden“, erklärt Jürgen Heckmann (AOK), Vorsitzender des Bereichsausschusses für den Rettungsdienstbereich Hohenlohekreis.
„Zusätzlicher Standort trägt zur Verbesserung der Hilfsfrist bei“
Der zusätzliche Standort ist eine erste Maßnahme aus einem Gutachten zur Organisation des Rettungsdienstes im Hohenlohekreis, das dem Bereichsausschuss am 21. November 2019 vorgestellt wurde. In diesem hat der Gutachter verschiedene Optionen und zusätzliche Standorte für NEF und RTW simuliert und ausgewertet. Ein zusätzlicher Standort in Kirchensall – so das Ergebnis – trägt zur Verbesserung der Hilfsfrist bei, da von ihm aus viele Einsatzschwerpunkte im Hohenlohekreis schnell erreicht werden können. Damit ist der Standort Kirchensall allen anderen geprüften Standorten überlegen.
Kein Mehrbedarf an Rettungsmitteln im Raum Künzelsau
„Nach der Umsetzung werden wir kontinuierlich die Auswirkungen betrachten, um dann eventuelle weitere Maßnahmen in Betracht zu ziehen“, erklärt Heckmann weiter. Das Gutachten habe deutlich dargelegt, dass es durch die Schließung des Klinikstandortes Künzelsau keinen Mehrbedarf an Rettungsmitteln im Raum Künzelsau gibt. „Dennoch werden wir nach Evaluierung des Standorts Kirchensall auch die Einrichtung eines weiteren zusätzlichen Standortes im Nordosten des Hohenlohekreises, etwa in Stachenhausen, prüfen, um die Flächenversorgung noch weiter zu verbessern.“
Gutachten zur Organisation des Rettungsdienstes im Hohenlohekreis
Der Bereichsausschuss für den Rettungsdienstbereich Hohenlohekreis hat Anfang dieses Jahres ein Gutachten zur Organisation des Rettungsdienstes in Auftrag gegeben.
Ziel des Gutachtens war es, das rettungsdienstliche Leistungsgeschehen für den Rettungsdienstbereich Hohenlohekreis zu untersuchen. Dabei stand vor allem die Optimierung in Bezug auf die Verbesserung der Hilfsfrist im Vordergrund. In der vergangenen Sitzung des Bereichsausschusses am 21. November 2019 wurde das Gutachten dem Gremium vorgestellt.

Bereichsausschuss
In jedem Rettungsdienstbereich wird ein Bereichsausschuss für den Rettungsdienst gebildet. Mitglieder sind Vertreter der Leistungsträger, Kostenträger, Landkreise, Feuerwehr sowie ein Leitender Notarzt des Rettungsdienstbereiches, ein Vertreter der Kassenärztlichen Vereinigung sowie Vertreter der Krankenhäuser.
Dem Bereichsausschuss obliegt die Beobachtung und Beratung der Angelegenheiten des Rettungsdienstes im Rettungsdienstbereich sowie deren Regelung mit Ausnahme der Luftrettung. Dazu gehört unter anderem die Festlegung von Vermittlungsentgelten für die Integrierte Leitstelle, die planerische Sicherstellung der notärztlichen Versorgung einschließlich der Gewinnung von Ärzten und die Bestimmung des Organisatorischen Leiters Rettungsdienst.
Quelle: Pressemitteilung des Bereichsausschusses
Notfallversorgung in Künzelsau   
Eine wichtige Anlaufstelle in Künzelsau ist das neue Gesundheitszentrum in den Räumen des ehemaligen Krankenhauses Künzelsau. Außerhalb der Praxiszeiten leisten dort der ärztliche Präsenzdienst (Notarzt im Sitzdienst) sowie die Bereitschaftspraxis der Kassenärztlichen Vereinigung ärztliche Hilfe.
Die Erreichbarkeit des ärztlichen Sitzdienstes, der sich im Zwischenbau des ersten Obergeschosses befindet, ist wie folgt: Montag, Dienstag und Donnerstag von 18 Uhr bis 8 Uhr am Folgetag sowie Mittwoch, Freitag, Samstag, Sonntag und feiertags von 14 Uhr bis 8 Uhr am Folgetag.
Die Erreichbarkeit der Kassenärztlichen Bereitschaftspraxis, die sich im Erdgeschoss befindet, ist wie folgt: Samstag, Sonntag und an Feiertagen von 8 Uhr bis 14 Uhr.
Quelle: Künzelsauer Nachrichten und Flyer der BBT-Gruppe
https://www.gschwaetz.de/2019/12/04/erinnert-ein-wenig-an-zimbabwe-zu-besuch-beim-neuen-notarzt-im-krankenhaus-kuenzelsau/
https://www.gschwaetz.de/2019/11/16/wenn-dann-muss-es-was-gscheits-sei-und-koin-halbgorener-scheiss/