1

Gesangverein und Posaunenchor habe wieder ein Dach über dem Kopf

Nachdem kurzzeitig gleich zwei Dorfgemeinschaftshäuser (DGH) nicht genutzt werden konnten im Sindelbachtal (wir berichteten), hat das DGH in Stachenhausen wieder seine Pforten geöffnet für die Vereine und Kirchenarbeit. Hintergrund der kurzzeitigen Schließung waren Baumaßnahmen.

Das DGH im Nachbarort Dörrenzimmern bleibt jedoch nach wie vor für Vereine und die Kirche geschlossen. Der Grund sind Brandschutzvorschriften, denen das Haus aktuell nicht gerecht wird. Herausgekommen sind die Mängel bei Begehungen im Rahmen der geplanten Sanierung und Renovierung des Dorfgemeinschaftshauses. Neuer, schöner, besser soll es werden. Viel Geld will die Stadt dafür in die Hand nehmen (wir berichteten). Doch zunächst bleibt zumindest der erste Stock geschlossen. Um unteren Stock, also im Erdgeschoss, befindet sich nach wie vor der Kindergarten des Dorfes. Dieser bleibt weiterhin geöffnet.

Hierzu erklärt Jana Kilian von die Stadtverwaltung Ingelfingen auf GSCHWÄTZ-Nachfrage wie folgt: „Das DGH Stachenhausen wurde umgebaut, erweitert und saniert und wurde schon wieder in Betrieb genommen. Bis wann das DGH Dörrenzimmern wieder in gewohntem Umfang genutzt werden kann und welche Kosten uns entstehen, wird derzeit noch geprüft.“

 




Keine Vereinstermine in den Dorfgemeinschaftshäusern Dörrenzimmern und Stachenhausen: Öffnung unklar

Die Sommerferien sind vorbei, neben den Schulen hat auch die Vereinsarbeit und die Arbeit der Musikschulen wieder begonnen. In Stachenhausen und Dörrenzimmern können diese Veranstaltungen aber nicht wie gewohnt im jeweiligen Dorfgemeinschaftshaus stattfinden, denn diese Dorfgemeinschaftshäuser sind im Moment geschlossen. Musikunterricht findet beispielsweise bei einer Musiklehrerein statt, Vereine müssen sich andere Räume suchen.

Stachenhausen: Geplante Umbaumassnahmen

In Stachenhausen war die Schließung geplant: Umbaumaßnahmen machen die Schließung derzeit erforderlich. „Sobald die Umbauarbeiten abgeschlossen sind und die erforderliche Schlussabnahme durch die untere Baurechtsbehörde stattgefunden hat, kann die Nutzung im Dorfgemeinschaftshaus Stachenhausen wieder aufgenommen werden“, teilt das Landratsamt mit. Bis wann damit gerechnet werden kann, sagt das Landratsamt leider nicht.

Dörrenzimmern: Brandschutz

Nicht geplant war hingegen die Schließung des Dorfgemeinschaftshauses im Dörrenzimmerner Kindergarten, dort stellten sich Brandschutzmängel heraus: „Die Nutzung des Dorfgemeinschaftshauses in Dörrenzimmern ist aus brandschutzrechtlichen Gründen aktuell nicht möglich. Von der Stadt Ingelfingen wurde im Juli 2022 ein Antrag auf Baugenehmigung für die „energetische Außensanierung und den Anbau des Dorfgemeinschaftshauses mit barrierefreier Erschließung“ eingereicht. Bei der Prüfung dieser Unterlagen sind der unteren Baurechtsbehörde des Landratsamts Hohenlohekreis und der Brandschutzdienststelle (Kreisbrandmeister) brandschutzrechtliche Missstände bei den erforderlichen Rettungswegen aufgefallen.“ Es sind offenbar nicht genügend Notausgänge vorhanden, um eine größere Zahl von Menschen bei einem Brand schnell evakuieren zu können. „Die Überprüfung des Brandschutzes erfolgte somit anlassbezogen“, so das Landratsamt.

Bürgermeister Bauer antwortet nicht

Natürlich hat GSCHWÄTZ direkt bei Ingelfingens Bürgermeister Bauer angefragt und wollte von ihm wissen, bis wann die Dorfgemeinschaftshäuser voraussichtlich wieder genutzt werden können. Außerdem wollten wir wissen, welche Kosten der Gemeinde voraussichtlich entstehen werden, um die erforderlichen Maßnahmen zu treffen, damit die Dorfgemeinschaftshäuser wieder ihrer Bestimmung übergeben werden können.

Geantwortet hat Bauer bisher nicht.

Text: Matthias Lauterer




Dörrenzimmern ruft zur 777-Jahr-Feier

gh




Dringend! Fahrlehrer als Krankheitsvertretung gesucht

Dringend! Die Fahrschule Berger aus Ingelfingen-Dörrenzimmern sucht einen Fahrlehrer als Krankheitsvertretung. Die Stelle wäre mindestens bis 31. Dezember 2021 zu besetzen. Arbeitsgebiet: Hohenlohekreis. Gerne auch in Teilzeit, auf Minijob- oder auf freiberuflicher Basis.

Kontakt:

Fahrschule Berger

Ingelfingen-Dörrenzimmern

07940/8537

fsbergermbk@gmail.om




Online-Gottesdienste von Dörrenzimmern, Weißbach & Crispenhofen, auch für Kinder

Manche Städte und Gemeinden bieten an Heiligabend trotz Corona Gottesdienste vor Ort an. Aber es gibt darüber hinaus auch die Möglichkeit, die Gemeinde direkt in das heimische Wohnzimmer reinzuholen – mit einem online-Weihnachtsgottesdienst.

Diesen kann man von Dörrenzimmern, Weißbach und Crispenhofen online auf youtube abrufen.

Einfach klicken und anschauen.

Es gibt einen Gottesdienst mit einer halben Stunde Dauer für Erwachsene und eine Krippenspielgeschichte für Kinder in einem separaten Video.

 

 

 




Keimalarm: Trinkwasser darf erstmal nicht mehr getrunken werden

Die Stadtverwaltung Ingelfingen informiert mit einem Schreiben die Bürger von Dörrenzimmern, dass bei einer routinemäßig entnommenen Trinkwasserprobe mikrobioligische Grenzwertüberschreitungen festgestellt wurden. Sprich: Das Trinkwasser enthält Keime.

Welche Keime das sind, in welcher Höhe und was der Grund hierfür ist – darauf geht die Stadtverwaltung nicht näher ein. Sie weist aber darauf hin, dass das Trinkwasser derzeit nicht getrunken werden darf, nur wenn es abgekocht wurde.

Neben Dörrenzimmern sind noch folgende Teilorte betroffen: Eberstal, Diebach sowie die Höfe Bobachshof, Bühlhof, Hochholzhöfe, Jägerhaus, Rodachshof.

Anbei veröffentlichen wir das Schreiben der Stadtverwaltung diesbezüglich:

Verunreinigtes Wasser in Ingelfingen. Quelle: Schreiben der Stadtverwaltung




Dörrenzimmern: „Eine Frau wurde zu Boden gestoßen, getreten und gewürgt“ – Andrea Bühler spricht über häusliche Gewalt – Auch auf dem Land ein Thema

Es geschieht innerhalb der scheinbar sicheren eigenen Familie“, sagt Andrea Bühler vom Frauen- und Schutzhaus im Hohenlohekreis. Am Sonntag, den 08. März 2020, anlässlich des Weltfrauentages, hielt sie gemeinsam mit Pfarrerin Sabine Focken eine Doppelpredigt in der Kilianskirche in Dörrenzimmern zum Thema häusliche Gewalt.

In der Stadt nicht mehr häusliche Gewalt wie auf dem Land

„Bei uns ist das doch kein Thema.“ Mit diesem Satz aus der Gemeinde wurde Sabine Focken vorab konfrontiert. Die Pfarrerin betont in ihrer Predigt: „Schön wäre, wenn das so ist.“ Sie betont aber auch: „Schön wäre aber auch, wenn Menschen sich trauen, es sichtbar zu machen, damit man helfen kann.“ Gemeindemitglied Jürgen Zoller aus Stachenhausen möchte nach der Predigt von Andrea Bühler wissen, ob es nicht mehr Fälle häuslicher Gewalt in der Stadt gäbe als auf dem Land, da die Anonymität in der Stadt doch viel höher sei. Auf dem Land müsse man schließlich Angst haben, sofort sein Gesicht zu verlieren, wenn so etwas herauskomme. Andrea Bühler schüttelt den Kopf. Gerade auf dem Land, in dem viele in ihren Einfamilienhäuschen leben, könne man sich mehr zurückziehen, als in einem Mehrfamilienhaus, antwortet sie.

Demütigung, auch psychische, zählt zu häuslicher Gewalt

Doch wo fängt überhaupt häusliche Gewalt an? „Ich nenne Ihnen hierfür ein paar Beispiele“, beginnt Andrea Bühler ihre Predigt. „Eine Frau, die zu uns gekommen ist, wurde zuvor von ihrem Mann zu Boden gestoßen, in den Bauch getreten, geohrfeigt und gewürgt. Eine andere Frau erfuhr sexuelle Gewalt, sie wurde vergewaltigt und hat sich lange nicht getraut, davon zu berichten, weil sie sich so geschämt hat.“ Bei einer anderen betroffenen Frau habe das Geld, das sie von ihrem Mann bekommen hat, nicht für die Schulsachen der Kinder gereicht. Aber auch psychische Gewalt zähle zu häuslicher Gewalt: einschüchtern, drohen, Kontrollsucht – das alles falle ebenfalls unter diesen Begriff.

Bühler betont: „Nur weil häusliche Gewalt im privaten geschieht, ist das dennoch keine private Gewalt.“ Es geht jedoch, so Sabine Focken, „nicht um den Zeigefinger, sondern um die Hilfe und das In-Ordnung-bringen.“

„Aus Sicherheitsgründen in ein weiter entferntes Haus“

22 Frauen und 44 Kinder waren laut Andrea Bühler 2019 im Frauen- und Kinderschutzhaus im Hohenlohekreis. Von ihnen stamme aber nur ein kleiner Teil aus dem Hohenlohischen, denn so, Büher, „aus Sicherheitsgründen müssen sie oft in ein weiter entferntes Haus“. In dem Haus leben die Frauen oft mehrere Monate mit ihren Kindern auf einem Zimmer, bis sie einen Neuanfang geschafft haben mit einer neuen Wohnung. Den Wohn- und Essbereich teilen sie sich mit anderen Frauen, es ist eine Art Wohngemeinschaft. Momentan arbeiten dort drei Teilzeitkräfte, eine Vertretungsstelle  sowie acht ehrenamtliche Mitarbeiter. Das Landratsamt zahlt dem Frauen- und Kinderschutzhaus einen Tagessatz. Die Personalkosten werden nach den Belegungstagen abgerechnet. Das Frauenhaus ist darüber hinaus auf Spenden angewiesen.

Ein Drittel der Fälle aus dem Akademikermilieu

Erschreckend sind die Zahlen, die Andrea Bühler als Info-Banner mitgebracht hat. Danach macht laut einer anonymen Befragung des Bundesfamilienministeriums von 2015 jede vierte Frau und jedes fünfte Kind in Deutschland in ihrem beziehungsweise seinem Leben Erfahrungen mit häuslicher Gewalt. Würde man diese Zahlen für Ingelfingen – einer Gemeinde mit über 5.000 Einwohnern herunterrechnen – würde das bedeuten, 600 Frauen wären jährlich betroffen – ungeachtet der vielen Taten, die geschehen und nicht gemeldet werden. Sabine Focken betont, dass diese Taten „nichts mit Migranten“ zu tun habe. Ein Drittel der Fälle komme aus dem Akademikermilieu. Häusliche Gewalt ist laut Bühler, „das größte Verletzungsrisiko“ bei Frauen zwischen 16 und 24 Jahren und es treten damit mehr Frauen in Berührung als mit Krebs. Auch „Alte, Kranke, Menschen mit den Behinderung und Männer werden Opfer häuslicher Gewalt“, so Bühler, inzwischen gäbe es drei Männerhäuser in Deutschland. Wobei Männer oft von anderen Männern Gewalt erfahren.

„Ich möchte Frauen ermutigen, zu erkennen, wie stark sie sind“

Das Frauen- und Kinderschutzhaus ist entstanden, weil sich damals Frauen durchgesetzt haben, dass man so ein Haus hier braucht. Denn die damalige Ansicht war vielleicht manch einer heutigen nicht ganz unähnlich: Bei uns gibt es das nicht, also brauchen wir auch so ein Haus nicht. Zu Beginn war daher ehrenamtliches Engagement von Frauen beim Aufbau vorherrschend.  Manche der Frauen, die Zuflucht gefunden haben im Frauenhaus, kehren in ihr altes Leben zurück und stehen dann irgendwann wieder vor der Tür des Hauses. „Es ist einfach ein wahnsinnig schwerer Schritt zu gehen – ohne finanzielle Absicherung, während die Konflikte weitergehen über die Kinder“, erklärt Andra Bühler, die seit zwölf Jahren im Frauenhaus arbeitet. „Ich möchte Frauen ermutigen, dass sie erkennen, wie stark sie sind und wie wertvoll. Mit vielen Frauen habe ich mitgelacht und mitgeweint, wie haben Anträge ausgefüllt, ich habe kulturelle Unterschiede kennengelernt. Wir wollen allen Opfern von Gewalt den Rücken stärken und zeigen, dass sie nicht alleine sind. Und wir wollen, dass man hinschaut, damit häusliche Gewalt gestoppt wird.“

Notfallnummer

Sind Sie Opfer von häuslicher Gewalt? Das Frauenhaus des Hohenlohekreises erreichen Sie unter: 07940/58 95 4. Wenn Sie sich in einer akuten Notlage befinden, rufen Sie die Polizei: 110. Seit 2002 gibt es das „Gewaltschutzgesetz“, danach kann dem Täter ein so genannter „Platzverweis“ erteilt werden. Der Täter darf unter anderem die Wohnung des Opfers nicht mehr betreten – auch wenn ein gemeinsamer Haushalt vorliegt. Weitere Informationen zum Gewaltschutzgesetz lesen Sie auf der Seite des Bundesjustizministeriums: https://www.gesetze-im-internet.de/gewschg/BJNR351310001.html

Andrea Bühler möchte den Frauen Mut machen. Foto: GSCHWÄTZ

Andrea Bühler (links), Pfarrerin Sabine Focken (3. von links) im Gespräch mit Besuchern des Gottesdienstes. Foto: GSCHWÄTZ

Bräche man die deutschlandweiten Zahlen von 2015 auf Ingelfingen herunter, würde das bedeuten, dass rund 600 Frauen betroffen wären von häuslicher Gewalt. Foto: GSCHWÄTZ

Infobanner in der Kirche zeigen die erschreckenden Zahlen. Foto: GSCHWÄTZ

„Spirale der Gewalt“. Foto: GSCHWÄTZ

Kilianskirche in Dörrenzimmern. Foto: GSCHWÄTZ

Andrea Bühler vom Frauen- und Kinderschutzhaus in der Kilianskirche in Dörrenzimmern am 08. März 2020. Foto: GSCHWÄTZ

 

 




Dörrenzimmern/Eberstal: Die Narren sind los

Viel Spaß mit Jim Knopf und Lukas dem Lokomotivführer verspricht der Kinderfasching in Dörrenzimmern am Sonntag, den 09. Februar 2020. Ab 14.15 Uhr laden die Torpedo Kids ins Dorfgemeinschaftshaus. Bereits um 13.11 Uhr startet der gemeinsame Faschingsumzug durch den Ort. Startpunkt ist Kirchplatz. Willkommen sind alle, der Eintritt ist frei. Für Speis und Trank ist bestens gesorgt, der Erlös kommt einem sozialen Projekt für Kinder zugute. 

Mit dem „Lustigen Rolf“ und einem saumäßig guten Programm findet am Samstag, den 22. Februar 2020, der „Dorfscheirafasching in Zimmre“ im Dorfgemeinschaftshaus in Dörrenzimmern statt. Los geht’s um 19.30 Uhr.

Zum Gemeindefasching laden die Eberstaler Vereine bereits am Samstag, den 15. Februar 2020. Los geht’s in der Gemeindehalle um 20 Uhr. 

 




Pfarrerin Sabine Focken kritisiert Umgang mit Schöpfung: „Es hat dazu geführt, dass uns die Erde um die Ohren fliegt“

Beim Mahnfeuer, zu dem Landwirte am 04. Januar 2020 nach Stachenhausen eingeladen hatten (wir berichteten), sprachen nicht nur Landwirte Klartext. Auch Sabine Focken, die Pfarrerin in Stachenhausen und Dörrenzimmern ist, äusserte sich klar und deutlich.

Klimaveränderungen machen Landwirten zu schaffen

Landwirt Heinrich Stier aus Stachenhausen verwies während des Mahnfeuers auf klimatische Veränderungen, mit denen Betriebe zu kämpfen hätten – die Trockenheit im vergangenen Jahr etwa. „So wie jetzt das Klima ist und sich verändert, müssen wir auch mehr Futterreserven und Geldreserven schaffen, weil wir davon ausgehen, dass diese Klimaschwankungen immer extremer werden.“ Er wisse nicht, wie „wir das schaffen sollen, gewisse Reserven zusammenzubringen.“

„Landwirtschaft wird über die Maßen verantwortlich gemacht“

Sabine Focken, Pfarrerin von der Gemeinde Dörrenzimmern-Stachenhausen, sieht die Kritik der Bauern mit gemischten Gefühlen: „Es ist viel leichter für Menschen, Schuldvorwürfe in die einzelnen Richtungen zu machen.“ Es sei aber ein „überkomplexes Problem“ zwischen Landwirten, Verbrauchern, der Politik, der Industrie, dem Handel, da wirklich zusammenzukommen. Das eigentliche Problem sei, dass „wir einen Umgang mit der Schöpfung haben, der dazu führt, dass uns die Erde um die Ohren fliegt“. Aber Focken nimmt dabei auch die Landwirte in Schutz: „Im Moment wird die Landwirtschaft über die Maßen für den Klimawandel verantwortlich gemacht.“

„Man muss an der Basis für mehr Verständnis sorgen“

„Neue Preisgestaltung, ein anderer Umgang mit der Natur – Wir brauchen eine neue Richtung und die auszuhandeln“, das sei schwierig, so Focken. Daher sei sie selbst auch vor Ort zu dem Mahnfeuer gekommen. Wie können Landwirte und Verbraucher anders, besser kommunizieren, „um neue Modelle anzufangen und nicht zu warten, bis die Politik endlich handelt und auf der höheren Ebene etwas passiert, sondern man muss an der Basis für Verständnis zu sorgen.“ Direktvermarktung quasi. Dazu gehöre auch „neue Bilder in unsere Köpfe zu kriegen, dass wir bereit sind, mehr Geld für Nahrungsmittel auszugeben.“

„Ohne Landwirte geht es nicht“

Landwirt Sascha Sahm ist aufgefallen, dass in der Presse sehr wenig über die Mahnfeuer und die Demonstrationen berichtet wurde. Da mache sich dann das Gefühl bei den Landwirten breit, „dass man es nicht haben möchte, dass wir auf uns aufmerksam machen“, schildert er. Er wünsche sich von der Politik, dass man auf sie zugehe und mit ihnen redet: „Dass wir auch mit an den Tisch dürfen und gefragt werden, wenn Gesetze gemacht werden. Dafür kämpfen wir jetzt, dass wir auch gehört werden und es Gesetze sind, die auch umsetzbar sind.“

Auf die Frage, ob Landwirtsein überhaupt noch ein angenehmer Beruf sei, argumentiert Simon Gutheiß: „Ohne Landwirte geht es nicht. Ich bin damit groß geworden und mir hat es seit eh und je Spaß gemacht. Das ist der Beruf für welchen ich jeden Tag aufstehen möchte.“ Er hat sich auch schon andere Bereiche angeschaut, die seien aber nichts für ihn gewesen. An der Landwirtschaft gefalle ihm „die Abwechslung“. Es sei nicht so wie in den Firmen, in denen man immer denselben Ablauf habe und akkordmäßig arbeiten müsse.

 




Dörrenzimmern: Der Urknall und die Gottesfrage

Zu einem besonderen Gottesdienst lädt der Evangelische Kirchenbezirk Künzelsau am Sonntag, den 26. Januar 2020, ab 18 Uhr in der Kirche in Dörrenzimmern. Dabei beschäftigt sich der Physiker Prof. Dr. Thomas Schimmel von der Universität Karlsruhe mit dem Urknall und der Gottesfrage. Er nimmt die Zuhörer mit auf einen Streifzug vom Inneren der Atome bis an die Grenzen des Universums.

Nach dem Gottesdienst gibt es einen Stehempfang. Der Eintritt ist frei.