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Faule Affen treiben in Niedernhalls Alter Kelter ihr Unwesen

Dem Solebad steht – um in der Bildsprache zu bleiben – das Wasser bis zum Hals. Eintrittspreiserhöhung, rückläufige Besucherzahlen, Sanierung, Renovierung oder Schließung. Mit all diesen Aspekten musste sich Bürgermeister Achim Beck bis heute auseinandersetzen und noch ist keine Lösung in Sicht. Und so hat die Gewerbegemeinschaft Niedernhall-Weißbach e.V. zum Benefizkonzert zugunsten des Solebads in die Alte Kelter eingeladen. Aufgespielt haben die ‚faulen Affen‘, sprich lazy monkeys. Gschwätz-Videoreporter Dr. Felix Kribus hat sich unter die gut gelaunten Besucher gemischt.

Lazy Monkeys spielten in der Kelter auf. Foto: GSCHWÄTZ

Bürgermeister Achim Beck in der Kelter. Foto: GSCHWÄTZ

Geht selbst auch ins Solebad. Foto: GSCHWÄTZ

Eine begeisterte Besucherin. Foto: GSCHWÄTZ

Pommes für alle. Foto: GSCHWÄTZ

 

 




„Armutszeugnis für die Politiker“

Schüler & Lehrer des Schlossgymnasiums sowie rund 100 weitere Demonstranten gehen in Künzelsau auf die Straße

Schüler, Lehrer und weitere 100 Demonstranten standen für einen Friday-for-future-Ableger am Freitag, den 24. Mai 2019 (nachmittags) gemeinsam am Unteren Markt in Künzelsau auf der Straße, um für einen besseren Klimaschutz zu demonstrieren. Motto: Zusammen für die Zukunft. Ihre Kritik: das Versagen der hiesigen Politiker in diesem Bereich. Es sei, so die Organisatorin der Veranstaltung, Maria Morave, Mathe- und Physiklehrerin am Schlossgymnasium, ein „Armutszeugnis für die Politiker“, die in dieser Hinsicht bislang einfach zu wenig getan hätten.

Morave will mit der Veranstaltung auch daran erinnern, wie wichtig die Europawahl ist, vor allem mit Blick auf den Klimaschutz. Es gab Reden, Musik, unter anderem erklang die Europahymne, und gute Gespräche während und nach der Veranstaltung. Schüler des Schlossgymnasiums zeigten sich des Weiteren nicht nur an der Demo ziemlich grün, sondern zählten auf, was sie alles auch privat machen, um „grüner“ zu leben.

Eine Privatinitiative von Maria Morave, Mathe- und Physiklehrerin am Semi. Foto: GSCHWÄTZ

Dieser Schüler hat gute Ideen, wie er auch privat möglichst grün lebt. Foto: GSCHWÄTZ




Welcome back Alex Gerst – Künzelsau feiert seinen Weltraumstar | GSCHWÄTZ – Das Magazin

Zwar hat die Erde den Geophysiker und Astronauten Alexander Gerst schon seit Weihnachten wieder, als Ehrenbürger von Künzelsau hat ihn jetzt Bürgermeister Stefan Neumann am vergangenen Samstag, den 18. Mai 2019, offiziell willkommen geheißen. Das tat er nicht alleine, sondern Lokal- und Politprominenz flankierten die Veranstaltung: Christian von Stetten, Johann-Dietrich Wörner als Chef der Europäischen Weltraumbehörde ESA, Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier und Hohenlohes Landrat Dr. Matthias Neth gehörten zu den Gratulanten, die Gersts Verdienste im Neuen Rathaus im Trockenen würdigten. Auf der Bühne vor dem Alten Rathaus mussten die hartgesottenen Künzelsauer den Vortrag von Dr. Gerst allerdings bei strömendem Regen lauschen. Petrus war ihnen nicht wohlgesonnen. GSCHWÄTZ-Videoreporter Dr. Felix Kribus harrte bis zum nassen Ende aus, so dass er auch noch Peter Schillings „Major Tom“ mitsingen konnte.

Stefan Neumann freute sich, seinen Ehrenbürger zu der Welcome-back-Party in Künzelsau begrüßen zu dürfen. Foto: GSCHWÄTZ

Und wie geht es Astro-Alex? Kein anderer deutsche Weltraumfahrer erfuhr diese Beliebtheit und diesen Bekanntheitsgrad. Vor allem seine starke Präsenz auch in den sozialen Medien verhalfen ihm zu dieser Popularität. Er schaffte, die Planeten im wahrsten Sinne näher zu den Menschen zu holen und verständlich zu erklären, welche Experimente im Weltall gemacht werden und welchen Nutzen sie für die Menschheit haben. Zurück in seiner Heimatstadt Künzelsau plant er schon die nächste Weltraum-Mission: in drei Tagen zum Mond.

Peter Schilling sang auf der Bühne am Alten Rathaus: „Völlig losgelöst“. Foto: GSCHWÄTZ

 

 

 




Künzelsau: Jörg Meuthen (AfD) äussert sich gegenüber GSCHWÄTZ zum „Vogelschiss“ und zum „Denkmal der Schande“

Video von der AfD in Künzelsau

Prof. Dr. Jörg Meuthen von der AfD hielt anlässlich der Europawahlen am 26. Mai 2019 am 13. Mai 2019 eine Rede in der Stadthalle in Künzelsau. GSCHWÄTZ war vor Ort und war auch bei der Demo nebenan, die unter dem Motto stand: Für Demokratie gegen Faschismus. Von Meuthen wollte GSCHWÄTZ wissen, wie er zu Aussagen der AfD steht, die in der Öffentlichkeit heftig in der Kritik stehen und der Partei unter anderem den Ruf eingebracht haben, politisch sehr weit rechts zu stehen. Es geht um Hitler und die Nazis, die der AfD-Vorsitzende Alexander Gauland als „Vogelschiss“ in der Geschichte bezeichnet hat (Gauland beim Bundeskongress der AfD-Nachwuchsorganisation Junge Alternative im thüringischen Seebach. : „Hitler und die Nazis sind nur ein Vogelschiss in über 1000 Jahren erfolgreicher deutscher Geschichte.“). Und um die Aussage von Björn Höcke, AfD-Sprecher in Thüringen („Wir Deutschen, also unser Volk, sind das einzige Volk der Welt, das sich ein Denkmal der Schande in das Herz seiner Hauptstadt gepflanzt hat.“ Dresden, 17. Januar 2017, über das Holocaust-Denkmal in Berlin).

Meuthen zeigt sich in seiner Antwort gegenüber GSCHWÄTZ solidarisch zu seinen Parteikollegen Höcke und Gauland und verweist auf die freie Meinungsäusserung. Er betont aber auch, dass es „auch ein Vorgang der Professionalisierung“ sei, seine Worte sorgsam zu wählen und das ein oder andere Missverständliche einfach weglässt. Da ist jeder angehalten, an sich selbst zu arbeiten.“

AfD-Anhänger Ernst aus Pfedelbach, der sich in der Stadthalle die Rede von Meuthen angehört hat, sieht bezüglich dem Zitat um das Denkmal der Schande eine Verdrehung von Höckes Worten: „Es mag sein, dass manche Äusserungen nicht notwendig sind.“ Aber Höcke habe mit seinem Zitat lediglich ausdrücken sagen wollen, dass Deutschland ein Denkmal hat bauen lassen, das „ein Denkmal der Schande ist. Die deutsche Schande gibt es. Dieser Ausdruck ist richtig. Er hat nicht gesagt, dass es ein schändliches Denkmal ist, sondern dass es in vielen Ländern der Welt ein Denkmal der eigenen Schande nicht gibt.“

In seiner Rede in der Stadthalle in Künzelsau griff Jörg Meuthen wesentlich häufiger als seine Parteikollegin Alice Weidel in Niedernhall vor einigen Wochen das Thema Migration auf. So sagte der EU-Abgeordnete beispielsweie: „Man trichtert uns ein: Multi-Kulti ist doch toll. Und unsere Großweise, Katrin Göring-Eckardt – ein Name, ein Geständnis – [Anm. d. Red.: Fraktionsvorsitzende der Grünen im Bundestag] fordert: ,Willkommenskultur ist der beste Schutz vor Terroisten.‘ Dabei wissen die [Politiker] natürlich, dass die Migration den betroffenen Ländern Schaden zufügt.“

 




Fridays-for-future-Bewegung gibt den Grünen Auftrieb

„Wenn wir so weitermachen wie bisher wird Stuttgart ein ähnliches Klima haben wie Casablanca in Marokka“, sagte Michael Bloss, Spitzenkandidat der Grünen in Baden-Württemberg  bei seiner Wahlkampftour für die Wahl zum neuen Europäischen Parlament am 26. Mai 2019 während eines Stopps in Künzelsau. Michael Bloss ist jung, er ist der Spitzenkandidat der Grünen in Baden-Württemberg. Und er benutzt nicht das Wort ,Klimawandel‘, sondern ,Klimakrise‘. Allein durch dieses Wort positioniert er sich ganz klar: Ein Wandel ist etwas, der sowohl positiv als auch negativ sein und den man hinnehmen kann, eine Krise ist negativ und sollte beendet werden. Die Grünen luden am Freitag, den 26. April 2019 zum Frühlingsempfang ins Anne-Sophie nach Künzelsau und Bloss sprach über sein Anliegen: die Klimakrise anzugehen. „Das interessiert die Menschen“, da ist er sich sicher. „Das bewegt und bringt die Menschen zum Nachdenken.“

Michael Bloss, EU-Spitzenkandidat der Grünen, am 26. April 2019 in Künzelsau. Foto: GSCHWÄTZ

Bloss warnt: Stuttgart wird marokkanisches Klima bekommen

Auch die Schülerdemos unter dem Motto „Fridays for future“ für eine stärkere Klimapolitik haben den Grünen neuen Auftrieb gegeben, sagt Bloss. Klimakrise. Das bedeutet laut Bloss: Die Temperaturen werden künftig durchschnittlich um 4,2 Grad steigen, sollte nichts gegen die Klimaerwärmung getan werden, prognostiziert Bloss. In Baden-Württemberg habe sich seit dem vorindustriellen Zeitalter das Klima bereits um 1 Grad im Durchschnitt erwärmt. „Die Erwärmung mögen manche gut finden, aber insgesamt ist es natürlich verherrend“, sagt Bloss, weil das nicht nur die Hitze sei, die auf die Menschen zukomme, sondern es bedeute eine völlig veränderte Landwirtschaft (siehe: . „Viele Arten werden aussterben, die mit dem veränderten Klima nicht zurechtkommen. Auch wir Menschen müssen uns anpassen. Wir werden einen wesentlich höheren Stromverbrauch haben, um im Sommer die Gebäude zu kühlen“, zählt Bloss auf. Von den 20 heißesten Jahren, die je gemessen worden sind, fallen 16 auf die vergangenen 20 Jahre. 2018 sei das heißeste Jahr gewesen, das jemals gemessen worden sei.

2018 war heißestes Jahr aller Zeiten

Bloss spricht auch Themen an, die auf dem Land schwerer umzusetzen sind als in der Stadt: „Wir müssen weg vom Individualverkehr, hin zu einer „öffentlichen Infrastruktur“ – „und das machen Sie [die Künzelsauer] ja auch, wenn Sie sagen, Sie haben jetzt neue Busse im kommunalen Bereich eingesetzt. Das ist genau das, was wir brauchen. Auch in den ländlichen Gebieten muss der öffentliche Nahverkehr ausgebaut werden.“ Elektromobilität und Car-Sharing seien weitere wichtige Themen, die es voranzutreiben gelte.

Der Wunsch von Bloss: Die Menschen bleiben mobil, aber sie verbrauchen weniger und Erneuerbare Energie.

Magda Reichardt aus Niedernhall, ehemalige Kreisrätin, findet es gut, wenn junge Menschen die Politik mitgestalten möchten. Foto: GSCHWÄTZ

Stimmen aus dem Publikum:

Klaus Heger, Ingelfingen: „Die Richtung bei den Grünen stimmt, damit man den Klimawandel in den Griff bekommen kann, wobei ich denke: Selbst die Grünen sollten ihre Ziele noch höher stecken. Der Ausbau der Erneuerbaren Energien wird von der derzeitigen großen Koalition nicht vorangetrieben, sondern ausgebremst.“

Magda Reichardt, Niedernhall, ehemalige Kreisrätin: „Mir haben seine Ausführungen sehr gut gefallen. Er ist ein junger Kandidat. Ich finde es wichtig, dass junge Menschen in die Politik gehen. Er engagiert sich europaweit auch schon länger- in der Grünen Jugend zum Beispiel. Ihm war es wichtig, dass man für Werte eintritt – auch für eine bestimmte Politikrichtung. Und dass es wichtig ist, auch da Position zu beziehen. Bei dieser Wahl in Europa geht es darum, dass es eine Richtungsentscheidung sein wird und dass wir all schauen müssen, welche Werte für uns wichtig sind und für was wir eintreten.“

Für Besucher Klaus Heger könnten die Erneuerbaren Energien noch schneller ausgebaut werden. Foto: GSCHWÄTZ

Europawahl 2019: eine Richtungsentscheidung

Nach der Rede von Bloss stellten sich noch die Kandidaten für die Wahl zum neuen Kreistag, der ebenfalls am 26. Mai 2019 gewählt wird, sowie die Kandidaten für den neuen Gemeinderat in Künzelsau vor. Unter anderem stellten sich vor:

Martin Braun (68), Kreistagsmitglied: „Ich möchte mich für die weitere positive Entwicklung des Kreistages einsetzen.“

Gerold Traub (36), kandidiert für den Kreistag sowie den Gemeinderat (hier gibt es eine gemeinsame Liste mit der SPD): „Gesellschaftliches und politisches Engagement darf man nicht nur einer Generation 55/60 Plus überlassen, sondern dass auch junge Menschen entscheiden, wie sich unsere Gesellschaft auch lokal entwickelt. Für mich ist es ein großes Ziel, gesellschaftliche Schichten zusammenzubringen. Verschiedene Generationen zusammenzubringen. Miteiander ins Gespräch zu kommen. Wertschätzung zu schaffen. Da gibt es verschiedene Möglichkeiten, die man auf Kreistagsebene schaffen kann, wie etwa Begegnungsstätten, Mehrgenerationenwohnen und das große Thema, wo Hohenlohe tatsächlich Nachholbedarf hat: der öffentliche Nahverkehr, damit Generationen auch zueinander finden können.“

Weitere Informationen zu den Grünen finden Sie auf: http://www.gruene-hohenlohe.de

 

 




Künzelsau: EU-Grünen-Spitzenkandidat fordert CO2-Steuer

Michael Bloss, Spitzenkandidat der Grünen in Baden-Württemberg für die Wahl des neuen Europarlaments am 26. Mai 2019, hat sich im Rahmen des Frühlingsempfangs der Grünen im Anne-Sophie in Künzelsau am 26. Mai 2019 den kritischen Fragen von GSCHWÄTZ-Reporter Dr. Felix Kribus gestellt.

Ziel: Bis 2050 Strom aus 100 Prozent Erneuerbarer Energien

GSCHWÄTZ: Die so genannte Energiewende hat den Strom extrem verteuert. Deutschland hat den zweithöchsten Strompreis in Europa. Dieser liegt bei zirka 28 Cent pro Kilowattstunde. Über 80 Prozent davon sind Steuern und Abgaben. Wie wollen Sie als Grüner den Strompreis beeinflussen – nach oben oder nach unten?

Bloss: Nach unten. Die Erneuerbaren Energien sind in der Stromproduktion günstiger, wenn wir sie jetzt aufbauen und ausbauen. Solarenergie zum Beispiel ist wesentlich günstiger und liegt bei etwas mehr als drei Cent. Bei Wind aus Windkraftanlagen auf hoher See liegen die Preise bei fast Null Euro. Warum ist das so? Durch die Erneuerbaren Energien wird etwa die Sonne genutzt, die ist umsonst. Der Wind ist auch umsonst. Man baut die Anlagen einmal auf und dann geben sie immer wieder Strom ab. Natürlich müssen sie auch mal repariert werden. Aber man muss den Input nicht bezahlen wie es etwa bei Kohle oder Öl der Fall ist. Wir brauchen die Erneuerbaren Energien, um die Klimakrise zu besiegen. Dazu müssen wir – das sagt das Pariser Klimaabkommen – bis 2050 auf 100 Prozent Erneuerbare Energien kommen. Wie kriegen wir das hin? Zum Beispiel durch eine CO2-Bepreisung (Anmerkung der Redaktion: Wer viel fliegt, eine große Wohnung oder ein Haus beheizt und spritfressende Autos fährt, erzeugt mehr CO2. Eine Co2-Abgabe hat das Ziel, dass die Bürger mehr darauf achten, weniger CO2 zu verbrauchen und etwa auch Haushaltsgeräte mit geringerem CO2-Verbrauch kaufen). Teile der damit eingenommenen Gelder sollen als Energiegeld wieder an die Bürger zurückgegeben werden. Es ist ganz klar, dass die Energiewende nicht funktioniert, wenn wir nicht die Menschen mitnehmen, die nicht so viel Geld haben. Deswegen ist das Energiegeld eine richtig gute Lösung.

Der junge Grünenpolitiker hat die Arbeitsbedingungen im Ostkongo mit eigenen Augen gesehen

GSCHWÄTZ: Sie haben vorhin von Europa gesprochen. Wie wollen Sie arme Länder wie Bulgarien und Rumänien davon überzeugen, dem Klimawandel zu begegnen? In anderen Ländern wie Griechenland, das Sonne im Überfluss hat, finden Sie ein paar vernachlässigbare Photovoltaikanlagen. Sind das alles Klimaleugner oder warum steigen die nicht darauf ein?

Bloss: Das hat damit nichts zu tun, dass das Klimaleugner wären. Jetzt brauchen wir aber erstmal wieder Investitionen. Die Wirtschaft in Europa flaut gerade wieder ab. In diesem Moment ist es einfach sinnvoll, dass man investiert. Die Länder im Süden brauchen Investitionen, um ihre Wirtschaft zu stärken. Das wiederum stärkt auch die deutsche Wirtschaft. Und genau da sind die Investitionen dann notwendig in die Erneuerbaren Energien, so dass es auch für Griechenland möglich wird, die Erneuerbaren auszubauen. Die Europäische Union ist gut beraten, hier Investitionsprogramme aufzulegen. Wir hatten ja schon in der letzten Legislatur den Juncker-Plan, bei dem es auch darum ging, 500 Milliarden Euro zu investieren. Das ist sinnvoll, um sich jetzt noch an die Klimakrise anzupassen und den CO2-Ausstoß zu reduzieren.

Wirklich so grün? Elektroautos und deren Akkus

GSCHWÄTZ: Elektroautos und vor allem deren Akkus brauchen seltene Erden. Diese seltenen Erden werden gefördert in Afrika, teilweise unter sehr menschenunwürdigen Bedingungen. Geht hier die Benachteiligung von Menschen zu Gunsten deutscher Vorzeigeprojekte?

Bloss: Die Europäische Union ist für die Handelspolitik zuständig. Was wir in der letzten Legislaturperiode geschafft haben, war, dass so genannte „Konfliktmineralien“ nach Europa importiert werden – zum Beispiel Mineralien aus dem Ostkongo, deren Schürfung zu Kriegen beiträgt, dadurch dass sich die Kriegstreibenden durch die Schürfung finanzieren. In der gleichen Weise ist es wichtig, dass wir bei den Handelsabkommen darauf achten, dass die arbeitsrechtlichen Bedingungen eingehalten werden. Denn da wird ganz viel Schindluder getrieben. Ich war selbst mal im Ostkongo und habe das gesehen. Das Ziel muss sein, dass wir das Leben der Menschen vor Ort verbessern. Es ist daher einfach wichtig, dass wir in unserer Handels- und Aussenpolitik darauf achten, dass unsere Kernvorstellungen von Menschenrechten, von Sozialrechten, von Arbeitsrechten ebenso eingehalten werden wie die Rechte von Investoren.

Bloss fordert eine CO2-Steuer 

GSCHWÄTZ: Wo soll die EU in 10 Jahren mit ihrer Klimapolitik stehen?

Bloss: Der größte Wunsch ist, dass wir das Pariser Abkommen einhalten. Das ist das, was wir fordern, das ist auch das, was die Fridays-for-future-Bewegung fordert. Da muss die Europäische Union noch ambitionierter sein, um eine globale Vorreiterrolle und eine Vorbildfunktion zu übernehmen. Das wird auch ein großer Technologiesprung sein wird. Wenn die Europäische Union in ihrem Wohlstand stark bleiben will, ist es notwendig, gerade in diese Erneuerbaren Energien und insgesamt in klimafreundliche Technologien zu investieren. Das tut auch der Gesellschaft insgesamt gut.

Der große Wahltag am 26. Mai 2019

Am 26. Mai 2019 wählen Bürger in ganz Deutschland das neue Europaparlament, in Baden-Württemberg sind darüber hinaus noch zahlreiche Gemeinderatswahlen, auch im Hohenlohekreis. Zusätzlich wählen die Bürger teilweise noch neue Ortschaftsräte. In Hohenlohe findet an demselben Tag auch die Wahl des neuen Kreistages statt.




„Hilde ist eine Legende“

Von wegen auf dem Land tut sich nix für Jugendliche. Die Landjugend Künzelsau hatte eingeladen – zur Dorfkind-trifft-Dorfkind-Party im legendären Herimouth-Saal in Hermuthausen. Das Ziel: Junge Leute zusammen zu bringen. Das ließen sich etwa 300 Jugendliche über und unter 18 Jahren aus der Umgebung nicht zwei Mal sagen und so war die Lokalität schnell gefüllt. Während es draußen große Flocken schneite, heizte die Hohenloher Musikgruppe „Still searching“, zu deutsch ‚noch auf der Suche‘ , den Besuchern ordentlich ein. Sprudel und Bier flossen reichlich und GSCHWÄTZ-Videoreporter Dr. Felix Kribus, der normalerweise um diese Uhrzeit schon im Bett liegt, hat sich unter die Dorfkinder gemischt.

Die große Dorfkind-trifft-Dorfkind-Party im Herimouthsaal. Foto: GSCHWÄTZ

Jens Müller von der Landjugend Künzelsau ist zufrieden. Foto: GSCHWÄTZ

Die Band Still Searching rockt die Bühne. Foto: GSCHWÄTZ




Niedernhaller können ab jetzt für 4,99 Euro E-BMW fahren

Die Mobilität des Bürgers erhalten, gleichzeitig die Umwelt und Resourcen schonen. Das war die Idee, aus der heraus die Stadt Niedernhall das so genannte „E-Disti“, ein Elektroauto angeschafft hat. Mieten kann den BMW i3 jeder Niedernhaller. Beim traditionellen Neujahrsempfang in Niedernhall stellte Bürgermeister Achim Beck das Projekt erstmals der Öffentlichkeit vor und drei Besucher konnten eine Probefahrt mit dem Gefährt samt Bürgermeister gewinnen. Am Freitag, den 15. März 2019, übergab Projektsponsor Gert Müller von der Firma Gemü Bürgermeister Beck die Autoschlüssel vor dem Niedernhaller Rathaus.
„Wir als Stadt und auch die Firma Gemü sind davon überzeugt, dass Car-Sharing und auch E-Car-Sharing im ländlichen Raum einen Umweltbeitrag erfüllt und einen Nutzen für alle hat, die hier wohnen und leben, da dadurch die Mobilität verbessert wird“, so Niedernhalls Bürgermeister Achim Beck.

Die Firma Gemü sponsert das Fahrzeug, das heißt, sie zahlt die monatlichen Leasingraten. Auch in der Firma selbst sind seit sieben Jahren Elektrofahrzeuge unterwegs, sagt Gert Müller, geschäftsführender Gesellschafter der Firma Gemü. Mittlerweile präsentiere der Fuhrpark eine Flotte mit zehn Elektroautos. Diese stehen den Mitarbeitern für Fahrten zwischen den Gemü-Standorten Criesbach, Waldzimmern und Kupferzell zur Verfügung. Um die E-Mobilität erfahrbar zu machen, bietet Gemü seinen Mitarbeitern zudem an, die E-Autos über das Wochenende gegen eine kleine Spende privat zu nutzen. Zur Förderung der E-Mobilität hat das Unternehmen bereits im Jahr 2015 die Errichtung einer E-Ladesäule auf dem Wertwiesenparkplatz in Künzelsau initiiert und die Kosten hierfür übernommen.

„Ich bin sehr zufrieden und auch davon überzeugt, dass die Elektromobilität die Zukunft ist“, sagt Müller auf GSCHWÄTZ-Nachfrage. Privat fährt Gert Müller noch einen Verbrennungsmotor, wie er erzählt. Ende des Jahres möchte er aber auf ein voll elektronisches Fahrzeug umsteigen.
Mieten können die Niedernhaller das Fahrzeug laut Bürgermeister Achim Beck ab 4,99 Euro pro Stunde. Ein ganzer Tag kostet das Fahrzeug 29 Euro. Der E-Disti wird vor dem Rathaus stehen. Die Anmeldung erfolgt über die Internetseite der Stadt Niedernhall, die Kundenkarte für den E-Disti ist im BürgerService erhältlich. Ausführliche Informationen gibt es in Kürze auf www.niedernhall.de/car-sharing.

Die Kandidaten, die eine Fahrt mit Bürgermeister Beck und dem neuen „E-Disti“ gewonnen haben, haben ihre ganz eigenen Erwartungen bezüglich des E-Autos:

Ernst Rapp aus Niedernhall:
„Meine Erwartungen sind, dass es ruhig und schnell fährt, damit man rechtzeitig wieder zu Hause ist.“
Erwin Weber aus Niedernhall:
„Wir freuen uns drauf. Das wird mit unserem Bürgermeister bestimmt eine sehr schöne Fahrt. Es muss keine lustige Fahrt werden. Und wir möchten nicht heimlaufen müssen.“

 

GEMÜ-Chef Gert Müller übergab die Autoschlüssel an Bürgermeister Achim Beck. Foto: GSCHWÄTZ

Schick und Elektro. Der neue E-Disti. Foto: GSCHWÄTZ

Achim Beck freut sich über die neue Anschaffung. Foto: GSCHWÄTZ

Mieten können die Einwohner das Fahrzeug laut Bürgermeister Achim Beck ab 4,99 Euro / Stunde. Ein ganzer Tag kostet das Fahrzeug 29 Euro.

Der E-Disti wird vor dem Rathaus stehen. Die Anmeldung erfolgt über die Homepage der Stadt Niedernhall, die Kundenkarte für den E-Disti ist im BürgerService erhältlich. Ausführliche Informationen gibt es in Kürze auf www.niedernhall.de/car-sharing.

 

 




Dr. Rogge im Exklusiv-Interview: „Freunde haben häufig eine Fähigkeit, die Eltern nicht haben“

„Am schlimmsten sind jene Eltern, die bei meinen Vorträgen noch was mitschreiben. Die an meinen Lippen hängen und auf den Tipp warten. Ich gebe ihnen jetzt einen Tipp: Schreiben Sie heute Abend nichts mit. Lachen Sie! Morgen gibt es nichts mehr zu lachen. Und am schrillen Lachen der Nachbarin merkt man, dass es der noch dreckiger geht.“
Und schon lachten etwa 300 Besucher, die am Donnerstag, den 21. Februar 2019, in der Ingelfinger Stadthalle sich vom Erziehungsberater Dr. Jan-Uwe Rogge eine Antwort auf alle ihre Fragen zum Thema Pubertät erhofften. Rogge ist nicht nur erfahrener Pädagoge, sondern auch Komiker in Personalunion. Ein kurzweiliger Abend, an dem kein Elternauge trocken blieb. GSCHWÄTZ-Videoreporter Dr. Felix Kribus mischte sich unter das leidgeprüfte Elternpublikum und interviewte außerdem den prominenten Erziehungsberater.

„Manche gehen hier völlig beschwingt nach Hause, wecken den Pubertierenden und sagen: ‚Du bist normal. Er hat gesagt, du bist normal.‘ Und euer Pubertierender wird sagen: ‚Was sage ich dir die ganze Zeit? Die Einzige, die hier hohl dreht bist du.‘ Und dann werden Sie sagen: ‚Er hat gesagt, dass ich auch durchdrehen darf‘.“ Und das dürfen Eltern laut Rogge auch, denn wenn „Eltern vor dem Pubertierenden stehen und sagen: ‚ Ich weiß nicht weiter! Ich dreh jetzt durch!‘, dann wissen die Pubertierenden, dass es den Eltern jetzt genauso geht wie ihnen.“
Auch, dass sich jeder schwört, niemals so zu werden wie seine Eltern, war Thema an diesem Abend: „Wie meine Eltern werde ich nie. Und dann haben Sie die süße Lisa. Lisa, 15, will auch auf das gleiche Fest wie Sie damals – weil Philipp auf diesem Fest ist. Ich sag‘ das mit Philipp nur, weil heute keiner mehr Heinz-Günter heißt. Und Lisa will bis zwei Uhr. Und Sie wollen, dass Lisa um elf Uhr zu Hause ist. Das ist immerhin schon eine Stunde später, als Sie früher heim mussten. So sind Sie. Und zur Vorbereitung auf Ihre Mutterrolle haben Sie Kurse besucht. An der Volkshochschule. Kurse wie: Wie rede ich richtig mit meinem Kind? Oder: Wie überzeuge ich mein Kind? Sie haben Yoga gemacht und wissen, dass Sie nicht schreien dürfen und ganz mittig bleiben müssen. Und auf jedes ihrer wirklich vernünftigen Argumente sagt ihre süße Lisa nur: ‚Du bist peinlich.‘ Oder: ‚Chill down, nun chill doch down‘.“

Wie oft hören Eltern zu Hause die Worte ihres Sprösslings: Die anderen dürfen, nur ich nicht. Selbst darauf kann Dr. Rogge den Eltern einen gute Antwort mit auf den Weg geben: „Dann rufen Sie da an und erfahren, dass die drei tatsächlich dürfen. Und dann kommen Sie zurück zu Ihrer Tochter und sagen: ,Du, die drei dürfen, aber du darfst immer noch nicht.‘ Da kommt Stimmung auf. Und dann kommt der nächste Teil der Prüfung, denn was macht dann so eine pubertierende Zicke? ‚Du bist gemein, Mama. Du bist nur gemein.‘ Und was macht dann eine homöopathisch geliftete Mutter? Sie sagt wimmernd: ‚Das darfst du wirklich nicht sagen. Überleg mal, was ich alles für dich mache. Ich fahr dich zur Schule, ich fahr dich zum Training, ich sag Papa nie alles und ich mach sogar deine Hausaufgaben.‘ Anstatt zu sagen: ‚Es stimmt. Vor dir steht die gemeinste Mutter von Ingelfingen und es wird Zeit, dass ich mich oute‘.“

GSCHWÄTZ: Wie verändern sich Jugendliche?
Dr. Rogge: Insgesamt ist die Jugendzeit eine Zeit des Aufbegehrens, eine Zeit der Revolte, eine Zeit der Anarchie. Und manche haben ihre Schwierigkeiten mit dem Streben nach Autonomie und Unabhängigkeit.

GSCHWÄTZ: Sie sagen, dass Erziehung auch immer Beziehung bedeutet. Was meinen Sie damit?
Dr. Rogge: Ich muss in Beziehung zu mir selber sein. Zu meinen Stärken und zu meinen Schwächen. Zu dem, was ich kann und zu dem, was ich nicht kann. Und wenn ich eine Beziehung zu mir selber habe, dann habe ich auch eine Beziehung zum Kind. Egal wie alt es ist. Erziehung hat nichts mit Ziehen zu tun, sondern in Kontakt sein, in Kommunikation sein.

GSCHWÄTZ: Früher hat man zu Pubertierenden gesagt: Sie sind nicht Fisch, sie sind nicht Fleisch. Was sind sie dann?
Dr. Rogge: Es ist ein Übergang und das ist für viele Pubertierende auch etwas Schwieriges. Sie verlassen den kindlichen Körper und der erwachsene Körper ist noch nicht da. In dieser Zeit entsteht ja nicht sofort der Adonis oder die Venus. Da sind Mutationen angesagt. Die Stimme ist brüchig, der Gang ist schlaff, die Körperspannung ist nicht ausgebildet, die Arme sind häufig viel zu lang. Man ist nicht in sich und das stellt man natürlich auch teilweise nach außen dar. So ein typischer Satz ist ja: Setz dich mal gerade hin! Aber das können die Jugendlichen in der Anfangsphase der Pubertät nur schwer.

GSCHWÄTZ: Wie können Heranwachsende und Eltern ihre Kommunikation verbessern und damit vermutlich auch ihr Verhältnis?
Dr. Rogge: Pubertät ist eine Zeit der Reibung. Und zu meinen, dass man durch gute Kommunikation den Verlauf der Pubertät verändern könne – das sind größenwahnsinnige Phantasien. Es gibt in der Zeit der Pubertät immer eine Zeit der Auseinandersetzung, eine Zeit der Reibung. Das ist normal, denn das gehört dazu. Was ich wichtig finde, ist, dass man Rituale schafft, wenn die Kinder noch jünger sind. Rituale, bei denen man eine Gemeinsamkeit auch darstellt. Das kann das gemeinsame Essen sein, es kann das gemeinsame Wandern sein, es keine eine gemeinsame familiäre Aktivität sein. Und man sollte bestimmte Aktivitäten auch fortführen, wenn die Kinder in der Pubertät sind, denn das scheint mir doch eine wichtige Sache zu sein. Das heißt also, wenn sich Pubertierende an einem Ritual reiben oder sagen, dass sie keine Lust haben, sollten Eltern sagen, dass einem aber wichtig ist, bestimmte Dinge zusammen zu machen. Man muss es auch rüberbringen, was ich als Mutter oder als Vater gerne möchte.

GSCHWÄTZ: Manche Eltern sagen, dass ihr Wort, im Vergleich zu dem der Freunde und Bekannten, am wenigsten zählt. Was können Eltern dann tun?
Dr. Rogge: Das ist Selbstmitleid. Es ist Unsinn, so etwas zu sagen. Die hören schon zu, wenn man es klar und deutlich sagt. Allerdings werden Freunde in der Pubertät wichtig. Weil Freunde häufig eine Fähigkeit haben, die Eltern nicht haben. Die Fähigkeit des Zuhörens, des aktiven Zuhörens, des Nicht-sofort-Dazwischenquatschens oder das Ungefragt-Ratschläge-gebens. Man muss auch für sich selbst klar machen, was man selbst manchmal dazu beiträgt, dass einem nicht zugehört wird. Für die Grundelemente des Zusammenlebens, die eine Familie ausmachen, sind die Eltern nach wie vor ausgesprochen wichtig.

GSCHWÄTZ: Sie haben gesagt, dass Pubertät ein Zeitalter der Reibung ist. Was kann man tun? Kann man etwas an der Kommunikation ändern?
Dr. Rogge: Wenn Kinder in die Pubertät kommen, dann kommen Eltern auch in die Pubertät. Mir hat mal ein Pubertierender wunderbar gesagt, wenn sich Papa und Mama öfter anschauen würden, dann würden sie mich nicht ständig sehen. Dieses ständige Geglotze auf das Kind ist etwas, was Pubertierende als ausgesprochen einengend und problematisch empfinden. Wenn Kinder in die Pubertät kommen, dann ist es auch für die Eltern wichtig, sich wieder anzuschauen – sich als Frau oder Mann oder Mann oder Frau wahrzunehmen. Es muss sich nicht alles um dieses Kind drehen. Und wenn Kinder das Gefühl haben, meine Eltern haben auch ein Leben als Paar, können sie auch mit vielem, was ihre Eltern sagen oder machen, angemessener umgehen.

GSCHWÄTZ: Werden Heranwachsende heute anders erwachsen als die Kinder vor 50 Jahren?
Dr. Rogge: Vor 50 oder auch 100 Jahren war es klar, dass zwischen 14 und 18 die heftige Phase der Pubertät war. Goethes Werther ist ein klassisches Pubertätsdrama. Oder Schillers Räuber, ein klassisches Pubertäts-Event. In dieser Klarheit gibt es das heute nicht mehr. Manche kommen eher in die Pubertät, bei manchen fängt es schon um das neunte oder zehnte Lebensjahr an und hört dafür schon mit 14 oder 15 auf. Wieder andere kommen erst mit 14 oder 15 in die Pubertät rein und dann geht es bis in das 19. oder 20. Lebensjahr. Das heißt also, dass wir eine wesentlich größere Differenzierung im Ablauf der Pubertät haben. Was es für manche Eltern, wenn sie mehrere Kinder haben, die unterschiedliche Pubertätsverläufe haben, nicht unbedingt einfacher macht. Auch wenn man Lehrer ist und dann mit den unterschiedlichen Pubertätsverläufen der Kinder, die man vor sich hat, umgehen muss, ist das eine Herausforderung.

GSCHWÄTZ: Welche Rolle spielen die Medien beim Erwachsen werden?
Dr. Rogge: Als ich vor 40 Jahren Vorträge zum Thema Pubertät gehalten habe, kamen Fragen zum Fernsehen und heute kommen Fragen zum Computer. Es sind immer die gleichen Fragen: Wie lange und wie setze ich Grenzen? Im Alten Testament steht unter Kohelet: Es gibt nichts Neues unter der Sonne. Das betrifft auch die Medien.

 




Künzelsau: Junge Forscher präsentieren essbares Plastik und einen Elektro-Bollerwagen

Auch Künzelsauer Schüler haben beim Regionalwettbewerb „Jugend forscht – Schüler experimentieren“ in Heilbronn-Franken wieder Preise und Auszeichnungen errungen. Seit über 20 Jahren unterstützt ebm-papst in Mulfingen diese Ideenschmiede, denn die Schüler von heute sind Techniker und Tüftler von morgen, auf die der Konzern bauen will. Insgesamt gingen in den sieben Fachbereichen 126 Teilnehmer mit 65 Projekten an den Start. Die vielen pfiffigen Ideen und das Engagement der Jugendlichen begeisterten auch in diesem Jahr die Juroren. Bei etlichen Projekten spielten Digitalisierung und Nachhaltigkeit eine große Rolle. So auch bei einemKünzelsauer Mädchentrio vom Ganerben-Gymnasium, das dem überbordenen Plastikmüll zu Leibe rücken will – mit essbarer Plastikfolie. GSCHWÄTZ-Video-Reporter Dr. Felix Kribus war bei der Prämierung der Jungerfinder am Freitag, den 22. Februar 2019, auf dem Campus Künzelsau der Reinhold-Würth-Hochschule  mit dabei und hat sich unter anderem auch den elektrisch betriebenen Bollerwagen mit Kühlfunktion für Cola angesehen.

 

Die Siegerin weiß, wie man Flecken erfolgreich bekämpft. Foto: GSCHWÄTZ

Ralf Sturm erklärt, warum ebm-papst Jugend forscht unterstützt. Foto: GSCHWÄTZ

Diesen Elekro-Bollerwagen haben drei junge Männer erfunden. Foto: GSCHWÄTZ

Fotos: GSCHWÄTZ

Video: GSCHWÄTZ