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Künzelsau: Das Technische Gymnasium hat bei Jugend forscht erneut abgeräumt

Zwei Schülergruppen der Abschlussklasse des Technischen Gymnasiums Künzelsau haben am 22. Regionalwettbewerb Heilbronn-Franken, der vom 13. bis 15. Februar 2020 am Campus Künzelsau stattgefunden hat, ihre erarbeiteten Projekte vorgestellt. Noah Neff, Paul Lehner und Thorsten Leiser sind im Fachgebiet „Physik“ Regionalsieger geworden und haben sich dadurch für den Landeswettbewerb in Fellbach qualifiziert. In ihrer Arbeit haben sie untersucht, welcher Reifen beim Mountainbiken für welche Untergrundbeschaffenheit der Beste ist. Hierfür wurden Testreihen unter realen Bedingungen auf Schotter, Asphalt und Wiese durchgeführt und anschließend durch ein eigens erstelltes physikalisch-mathematisches Modell ausgewertet.

Eric Hefner und Christoph Kübler haben im Bereich „Arbeitswelt“ mit ihrem modifizierten Akkuschrauber den zweiten Platz erreicht. Die zwei Jungforscher haben ein Magazin entwickelt, in dem gleich drei Werkzeuge auf einmal eingespannt und mit einem kleinen raffinierten Handgriff gewechselt werden können. Beide Projekte wurden im Schülerforschungs- und Technikzentrum Hohenlohe durchgeführt und von ihrem Mathematik- und Physiklehrer Lars Schneider betreut.

Finanziell wurden beide Projekte durch die Innovationsregion Hohenlohe unterstützt. Das Unternehmen Würth hat für die Erstellung von CAD-Zeichnungen und anschließendem 3D-Druck einen Arbeitsplatz für die Abiturienten eingerichtet.

Quelle: Pressemitteilung des Landratsamtes Hohenlohekreis

Eric Hefner (Mitte) und Christoph Kübler (links) haben mit dem selbst entwickelten Magazin, in dem gleich drei Werkzeuge auf einmal eingespannt werden können, den zweiten Platz im Bereich Arbeitswelt erreicht. Foto: Landratsamt Hohenlohekreis




Ingelfingen: Auffahrunfall beim Anfahren

Zu einem Auffahrunfall kam es Montagmorgen, den 17. Februar 2020, in Ingelfingen. Eine 24-jährige VW-Lenkerin befuhr gegen 7 Uhr die Criesbacher Straße in Richtung Einmündung Künzelsauer Straße. Kurz vor der Einmündung hielt sie mit ihrem Fahrzeug verkehrsbedingt an. Ein hinter ihr fahrender Audifahrer stoppte ebenfalls seinen Pkw. Nun wollte die 24-Jährige mit ihrem VW nach rechts in die Künzelsauer Straße einbiegen und fuhr an, um aber unmittelbar danach an der Wartelinie doch wieder abzubremsen. Dies erkannte der 61-jährige Audifahrer zu spät und fuhr auf. Durch den Aufprall wurde die VW-Lenkerin leicht verletzt. Es entstand Sachschaden ein Höhe von mindestens 2.000 Euro.

Quelle: Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Heilbronn

 

 




Künzelsauer Bürgerbudget – Aufruf für die zweite Runde

Seit 2019 gibt es mit dem Bürgerbudget ein Förderprogramm für Bürgerprojekte in Künzelsau. Die Bevölkerung kann dadurch aktiv mitentscheiden, welche Projekte ihnen in Künzelsau wichtig sind und finanziell unterstützt werden sollen. Auch für 2020/2021 hat der Gemeinderat wieder 50.000 Euro zur Verfügung gestellt. „Die Resonanz aus der ersten Runde zeigt uns, dass wir auf dem richtigen Weg sind“, so Bürgermeister Stefan Neumann laut einer Pressemitteilung der Stadtverwaltung. „Ich lade alle Künzelsauer ein, mitzumachen und Ideen mit einzubringen.“

Projektvorschläge einreichen

In einem ersten Schritt können Projektideen bei der Stadtverwaltung eingereicht werden. Bis spätestens Montag, den 20. April 2020, ist dies möglich. Wichtig ist, dass die Projekte der breiten Öffentlichkeit dienen und damit ein Mehrwert für Künzelsau und die Künzelsauer Bevölkerung geschaffen wird. Vorschlagsberechtigt sind alle Künzelsauer Vereine, Organisationen, Kirchen und Privatpersonen.

Folgende Kriterien müssen erfüllt sein:
• Das Projekt muss 2020/2021 in Eigenregie umgesetzt werden können.
• Es wird eine angemessene Eigenleistung der Antragsteller erwartet.
• Die Finanzierung muss mit dem Beitrag durch das Bürgerbudget gesichert sein.
• Das Projekt muss der Allgemeinheit dienen.

Ablauf und Online-Abstimmung

Voraussichtlich im Mai 2020 entscheidet der Gemeinderat über die Zulassung der Projekte. Anschließend kann die Bevölkerung bei einem Online-Voting für eines der Projekte abstimmen. Nach der Online-Abstimmung trifft der Gemeinderat voraussichtlich im Juli 2020 die endgültige Entscheidung: Welche Projekte werden mit dem Bürgerbudget gefördert? Dann kann es losgehen und die geförderten Projekte können mit der Umsetzung starten.

Alle Informationen und Dokumente rund um das Künzelsauer Bürgerbudget sowie das Antragsformular gibt es auf  http://www.kuenzelsau.de/buergerbudget oder beim Künzelsauer Abend am Mittwoch, den 4. März 2020. Ansprechpartner bei der Stadtverwaltung Künzelsau ist Rafaela van Dorp, Telefon 07940/129 102 oder E-Mail rafaela.vandorp@kuenzelsau.de.

Quelle: Pressemitteilung der Stadtverwaltung Künzelsau




Künzelsau: Teil der Gesellschaft und Teil der Lösung – Bauerntag 2020

Der Bauerntag 2020 des Bauernverbandes Schwäbisch Hall – Hohenlohe – Rems fand am Freitag, den 14. Februar 2020, im Carmen-Würth-Forum in Künzelsau statt. Die über 400 Gäste beschäftigten sich laut einer Pressemitteilung des Bauernverbands mit den aktuellen landwirtschaftlichen Themen: Wie sieht sich der landwirtschaftliche Berufsstand in der gemeinsamen Verantwortung für Klima, Umwelt und Biodiversität, die eine gemeinsame Sache für die ganze Gesellschaft ist.

Jede Verbrauchergruppe integrieren

Grußworte kamen von Prof. Dr. Reinhold Würth (per Video), vom Hohenloher Landrat Dr. Matthias Neth und Rudolf Bühler von der Bäuerlichen Erzeugergemeinschaft Schwäbisch Hall (BESH). Jeder von ihnen hat eine besondere Verbindung zur Landwirtschaft und zeigte den Bauern eine hohe Wertschätzung und Dank für ihre tägliche Arbeit. Insbesondere der Hauptredner des Tages, Prof. Dr. Bernd Nolte, motivierte laut der Pressemitteilung die Gäste, dabei auch ganz neue Wege zu gehen: „Gehen Sie raus! Zeigen Sie Mut, die Veränderungen in der Landwirtschaft anzugehen. Integrieren Sie jedwede Verbrauchergruppe so intensiv wie möglich.” Als gutes Beispiel nannte er das Projekt “Lernort Bauernhof”. Hier werden Kinder und Jugendliche befähigt, eigenes Wissen darüber zu erarbeiten, wo unsere Lebensmittel herkommen und wie sie produziert werden. “Lernen Sie Vertrieb, lernen Sie sich zu vermarkten! Bringen Sie sich beim Verbraucher ins Bewusstsein und senden Sie positive Bilder aus der Landwirtschaft”, ermunterte der Wirtschaftswissenschaftler die Zuhörer. Als Hochschullehrer an der Steinbeis-Hochschule-Berlin für das Fachgebiet Economics, Strategy & Business weiß er: Es gibt im Markt kein Mitleid und keine Barmherzigkeit. Deshalb möchte er den verschiedenen Kräften der Landwirtschaft – vor allem aber den Bauern selbst – Mut machen, Neues zu wagen. “Mitleid macht nicht sexy. Zeigen Sie was Sie können. Sie sind attraktiv“, so der Wettbewerbsökonom.          

Verband als starke Stimme

Dafür brauche es Vernunft und Partnerschaft, wie Geschäftsführer Helmut Bleher sagte: „Wir brauchen eine wirkliche Agrarwende: In den Köpfen der Gesellschaft! Innovation und Vertrauen statt Gängelei“. Die Bauern müssten erkennen, dass sie Teil und Partner der Gesellschaft seien. “Deshalb geben wir als Verband unseren Bäuerinnen und Bauern eine starke Stimme. Das ist unsere Aufgabe! Wir tun das, was der Einzelne nicht schaffen kann. Wir sind gut vernetzt und sprachfähig und wir haben viel erreicht“, so Bleher weiter. Als Beispiele nannte er die Verhandlungsergebnisse zum „Eckpunktepapier“ der Landesregierung, den A6-Neubau und die Preisfindung für Verlustflächen. In vielen Abstimmungsrunden wurden hier Lösungen gefunden. Diese stellten immer Kompromisse dar. „Denn wir sind nicht allein auf der Welt! Wir sind 2 Prozent und gut beraten, mit den restlichen 98 Prozent zu reden“, empfahl Bleher. Denn das seien letztlich die Kunden, die in der Branche gern Verbraucher genannt werden. Bleher appellierte an die Runde: „Wir haben den schönsten Beruf der Welt. Wir arbeiten selbständig, vereinbaren Familie und Beruf ideal und arbeiten sehr vielseitig mit der Natur. Wir stehen in schwierigen Zeiten zusammen, um gemeinsame Aktionen durchzuführen und unsere Ziele zu erreichen!“

Alle Sektoren in die Lösungsprozesse einbeziehen

„Wir alle tragen Verantwortung“, startete der Vorsitzende Jürgen Maurer seine Rede. Er fand klare Worte, um die Position des Verbandes zu den aktuellen Themen deutlich zu machen. Unmissverständlich verwies er auf die Hauptpunkte, welche die landwirtschaftlichen Betriebe und ihre Familien beschäftigen. Als Landwirt und Familienvater sei es ihm wichtig, sein Unternehmen und auch die Natur gesund zu erhalten: Nachhaltig, fürsorglich zu wirtschaften und Geld damit zu verdienen. Als verantwortlicher Interessensvertreter der Mitgliedsbetriebe forderte er in Richtung Politik, Gremien und NGOs: „Es ist unabdingbar, dass man mit uns redet und nicht über uns“. Alle Sektoren, die zur Belastung der Umwelt beitragen, sollten in die Lösungsprozesse einbezogen werden.

Alle sollen sich einbringen

Ganz besonders den jungen berufsständischen Kollegen wünschte Jürgen Maurer „eine Zukunft und keine Besserwisser, die noch niemals – weder für Tier noch für Ackerscholle – Verantwortung übernommen haben.“ Am Schluss seiner Ansprache lud er alle Besucher im Saal ganz persönlich dazu ein, sich im Rahmen der Möglichkeiten einzubringen. „Tragen Sie bitte dazu bei, der Landwirtschaft wieder mehr „Gesicht“ zu geben! Tragen Sie alle dazu bei, dass wir Landwirte mehr Wertschätzung und Anerkennung erhalten. Werben Sie für regionale Produkte! Denn die sind wenig gereist, gesund und frisch. Bringen Sie sich bitte in die Diskussionen ein, ob organisiert oder nicht organisiert. Sehr gern auch im Bauernverband! Es gibt bei uns viele Möglichkeiten dafür. Wir wünschen uns neue frische Ideen, dafür brauchen wir Sie alle“, so der Vorsitzende.

Weiterhin den Grundauftrag erfüllen

Thomas Wenzel, als Geschäftsführender Vorstand für den Hohenlohekreis, dankte im Schlusswort den Bäuerinnen und Bauern ausdrücklich für ihre täglich gute Arbeit und wünscht sich, „dass wir auch weiterhin unseren Grundauftrag erfüllen können: die Bevölkerung mit den besten Lebensmitteln zu versorgen, die es weltweit gibt!“   

Quelle: Pressemitteilung des Bauernverbands Schwäbisch Hall – Hohenlohe – Rems e.V.

Der Vorsitzende des Bauernverbands, Jürgen Maurer, dankt dem geschäftsführenden Vorstand Thomas Wenzel, Marcus Nübel, Harald Gronbach, Andreas Schunter und Geschäfstführer Helmut Bleher (v.l.n.r). Foto: Bauernverband Schwäbisch Hall – Hohenlohe – Rems e.V.

Die Projektverantwortliche für den “Lernort Bauernhof”, Andrea Bleher, übergibt  die Hofschilder an die neu zertifizierten Betriebsleiterinnen. Foto: Bauernverband Schwäbisch Hall – Hohenlohe – Rems e.V.




A6: Alkoholisierter Rechtsanwalt schlägt zu

Großkontrolle an der A6 bei Kälte und Dauerregen

Es ist kurz vor Mittag auf dem Autobahnparkplatz Hohenlohe Nord. Das Wetter ist wenig einladend, zirka acht Grad, tiefhängende Wolken und Dauerregen. Auf einem Bereich des Parkplatzes stehen Kleinbusse von Polizei und Zoll. Zwei Zelte sind aufgebaut, überall Menschen in Uniform, dominierend nicht das Blau der Polizei oder das Grün des Zoll sondern das Gelb der Warnwesten und Regenjacken. Eine Kontrollstation für eine Großkontrolle ist gerade noch im Aufbau, das ein oder andere Fahrzeug bringt weiteres Material.

Schau mer mal, was drin ist. Foto: GSCHWÄTZ

Polizeioberkommissar Schulz, der heutige Einsatzleiter, erklärt: „Wir machen heute [Montag, den 18. Februar 2020] eine Großkontrolle im Bereich WED: Wohnungseinbruchsdiebstahl, und Drogenkonsum am Steuer.“ Etwa 60 Beamte aus der gesamten Region seien dafür eingesetzt. 16 Streifenwagen und Zivilfahrzeuge sind auf der Autobahn unterwegs, um verdächtige oder auffällige Fahrzeuge auszumachen und direkt an Ort und Stelle zu kontrollieren oder an den Kontrollpunkt zu leiten.

Aber was haben Verkehrskontrollen auf der A6 mit Wohnungseinbruchsdiebstahl zu tun? Carsten Diemer, zuständig für Öffentlichkeitsarbeit im Polizeipräsidium Heilbronn, klärt auf: „Wir wissen aufgrund unserer Ermittlungen, dass die Straftäter die großen Verkehrswege benutzen. Die A6 ist prädestiniert dafür, hier sind so viele Fahrzeuge unterwegs. Wir schauen uns heute diesen Verkehr ganz genau an“.

Mobiles Röntgengerät. Foto: GSCHWÄTZ

Am Kontrollpunkt ist man auf fast alles vorbereitet: Der Zoll ist mit einem mobilen Röntgengerät vor Ort, mit dem Gepäckstücke durchleuchtet werden können, wie man es vom Flughafen kennt. In einem Fahrzeug, das etwas entfernt von der Kontrollstelle geparkt ist, wartet ein Hund auf seinen Einsatz. Eine Ärztin ist ebenfalls anwesend, vor allem, um an Ort und Stelle Blutentnahmen vornehmen zu können. Alles erscheint friedlich, trotzdem tragen die Beamten und Beamtinnen zur Eigensicherung Schutzwesten.

Auffallend lange untersucht

Polizei und Zoll arbeiten zusammen, um ein breites Spektrum von Ordnungswidrigkeiten und Straftaten erkennen zu können. Der Zoll hat dabei ein besonderes Augenmerk auf internationale Warenverkehre, aber auch Themen Arbeitsschutz oder Schwarzarbeit können aktuell werden. Die ersten auffällig unauffälligen Zivilfahrzeuge der Polizei treffen ein und geleiten PKWs, Sprinter und LKWs zur Kontrollstelle. Ein LKW aus Litauen, wird sofort von den grünuniformierten Beamtinnen des Zolls empfangen. Die Papiere eines PKW aus Frankreich werden von der Polizei auffallend lange untersucht, die Fahrerin wird ins Zelt gebeten. Später steht das Fahrzeug abseits zwischen Polizeifahrzeugen auf einem Parkplatz. Ein älterer roter „Hippie-Bus“ aus der Pfalz darf nach kurzer Überprüfung weiterfahren – „Alles in Ordnung, gute Heimfahrt“. Auch die Polizeifahrzeuge verschwinden recht schnell wieder auf die Autobahn.

Groß angelegter Schmuggel

Überhaupt gehen die Kontrollen in einer ruhigen und freundlichen Atmosphäre vonstatten. Die Freundlichkeit verhilft manchmal zu unerwartetem Fahndungserfolg, wie Nicole Heyne, Polizeihauptkommissarin bei der Autobahnfahndung, berichtet: Einem kontrollierten Fahrer seien sie und ihr damaliger Kollege derart vertrauenswürdig erschienen, dass er ihnen unbedingt noch etwas anvertrauen wollte. „Mit diesen Informationen konnten wir einen großangelegten Zigarettenschmuggel aufklären“. Einer der Polizeibeamten hat einen blauen Stern auf der Schulter: „Ja, genau, ich bin noch in der Ausbildung“. Studienbegleitend sei er derzeit dem Polizeipräsidium Heilbronn zugeteilt. Wahrscheinlich wolle er nach der Ausbildung zur Schutzpolizei gehen. „Mich reizt der direkte Kontakt zu den Menschen“. Seinen Namen sollen wir nicht nennen. Eine junge Zollbeamtin macht Werbung für die Ausbildung beim Zoll: „Die Aufgabengebiete beim Zoll sind so vielseitig, da findet jeder etwas Interessantes.“

Transporter in der Kontrolle. Foto: GSCHWÄTZ

35 Kontrollen in einer Stunde

Den wärmsten Arbeitsplatz hat an diesem Tag Dr. Soltys, die eingesetzte Ärztin. Zwar ist es im Zelt zugig, doch sie hat immerhin ein Heizgerät in ihrer improvisierten Praxis: Bierbank und Biertisch müssen ihr als Arbeitsumgebung genügen. Ein Stethoskop, ein Blutdruckmeßgerät und ein Notfallrucksack liegen bereit. Zuständig ist sie für eventuell notwendige Blutentnahmen, falls Verdacht auf Alkohol- oder Drogenkonsum besteht. „Schöne Erlebnisse gibt es hier nicht“, meint sie und berichtet von ihrem unangenehmsten Erlebnis: „Einmal hat mich einer geschlagen, bei dem ich damit nicht gerechnet hätte“. Ausgerechnet ein alkoholisierter Rechtsanwalt, der sie vor der anstehenden Blutentnahme noch über seine Rechtsauffassung belehrt hatte, habe zugeschlagen, bevor sie die Entnahme durchführen konnte. Die höchste Alkoholkonzentration, die sie erlebt hat? „Das weiß ich gar nicht, ich bekomme die Ergebnisse nicht mitgeteilt.“ In der ersten Stunde hat sie nur einen nichtmedizinischen Einsatz: sie wird als Übersetzerin bei der französischen Autofahrerin benötigt.

Ärztin Dr. Soltys hat schon einiges erlebt bei Goßkontrollen. Foto: GSCHWÄTZ

Nicht versicherter Sportwagen

Nach einer Stunde sind bereits etwa 35 Kontrollen durchgeführt, nicht nur an der Kontrollstelle sondern auch direkt „draußen“ auf Autobahnparkplätzen. Größere Auffälligkeiten gibt es bis dahin nicht, die Kontrolle wird noch eine Weile fortgesetzt. „Mehrere hundert“ Kontrollen können es bei einer solchen Großkontrolle werden, schätzt Carsten Diemer. Er erinnert sich an einen Vorfall mit einem besonders wertvollen Sportwagen, der noch kurz vor Abschluss einer Kontrolle hereineskortiert wurde. „Eigentlich wegen einer Kleinigkeit“, aber es stellte sich heraus, dass das Fahrzeug nicht versichert war. „Die Fahrt war für den Mann zu Ende“, schließt er im trockenen Polizeijargon.

Eine Person war zur Fahndung ausgeschrieben

Bei der Großkontrolle nun am 17. Februar 2020 zwischen 11 und 17 Uhr führte das Polizeipräsidium Heilbronn auf der Autobahn 6 gezielte Fahndungs-und Kontrollmaßnahmen durch. Rund 60 Polizeikräfte des Polizeipräsidiums Heilbronn und des Haupzollamts Heilbronn waren in die Kontrollen eingebunden. Im Rahmen einer groß angelegten Kontrollstelle an der Tank- und Rastanlage Hohenlohe Nord wurden insbesondere im Hinblick auf die Bekämpfung der grenzüberschreitendenden und Wohnungseinbruchskriminalität eine Vielzahl an Personen und Fahrzeugen kontrolliert. Weiterhin wurde die Verkehrstüchtigkeit der Fahrzeugführer überprüft. Bei 242 kontrollierten Fahrzeugen mit 361 Personen wurden rund 35 Straftaten und Ordnungswidrigkeiten zur Anzeige gebracht. Hierunter fielen 20 Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz. Bei zwei Personen konnten neben 7,5 Marihuana auch 2,7 Gramm Crystal Meth aufgefunden werden. Eine Person war zur Fahndung ausgeschrieben. Zwei Fahrzeuglenker waren ohne Führerschein unterwegs.

Text: Matthias Lauterer; Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Heilbronn

35 Kontrollen in einer Stunde. Foto: GSCHWÄTZ




Hallenflohmarkt in Waldbach

Am Sonntag, den 22. März 2020, veranstaltet der TSV Waldbach 1908 e.V. in der Bleichwiesenhalle in Waldbach einen Flohmarkt.

Anmeldungen und weitere Informationen unter tsv-waldbach-flohmarkt@gmx.de. Anmeldeschluss ist der 12. März 2020 und die Standgebühr beträgt 10 Euro.




„Herzstillstand“: Warum Künzelsaus Klinik sterben musste – SZ bringt großen Artikel über Schließung des Künzelsauer Krankenhauses

Die Süddeutsche Zeitung hat einen Artikel über mehrere Seiten veröffentlicht, der sich ausführlich mit der Schließung des Künzelsauer Krankenhauses beschäftigt. Der Autor wollte anhand Künzelsaus Entwicklung exemplarisch aufzeigen, warum zahlreiche kleine Krankenhäuser deutschlandweit geschlossen werden.

Unter dem Titel „Herzstillstand“ – Warum muss die Klinik in Künzelsau sterben?“ hat Rainer Stadler das Thema von möglichst vielen Seiten beleuchtet. Er hat mit Verantwortlichen der BBT-Gruppe gesprochen, mit Mitarbeitern, Patienten, mit Pflegedirektor Helmut Munz, mit dem früheren Chefarzt Dr. Andreas Eckle, mit der damaligen Führungsassistentin Corinna Moisel und mit Bürgermeister Stefan Neumann. Veröffentlicht wurde der Artikel nun auf vier Seiten in der Wochenendausgabe vom 15./16. Februar 2020.

Künzelsau: baden-Württembergische Provinz

Künzelsau beschreibt der Autor darin als „baden-württembergische Provinz, aber alles andere als abgehängt. […] Das Handelsblatt widmete der Stadt ein Portrait: Hauptstadt der Weltmarktführer.“ Die Schließung des Krankenhauses passe nicht ins Selbstverständnis der Stadt, heißt es im Text weiter. Aber Künzelsau stehe damit nicht alleine da. Zahlreiche Krankenhäuser wurden schon geschlossen und noch mehrere hundert sollen folgen, weil, so hieße es seitens der Politik, große Häuser besser geeignet seien, „um lebensbedrohliche Notfälle wie einen Herzinfarkt oder Schlaganfall angemessen behandeln zu können. „Dadurch ließen sich viele Komplikationen und Todesfälle vermeiden.“

Helmut Munz verweist im Gespräch mit dem SZ-Autor unter anderem auf Ultraschallgeräte, die bereits 15 Jahre alt seien. Andreas Eckle, so steht es in dem Artikel, sieht Helmut Munz als einen „Erfüllungsgehilfen einer Politik, die sich nicht um die Belange der Menschen schert“. Das Thema habe die Stadt gespalten. Während die Lokalzeitung eher kritisch über die Proteste gegen die Krankenhausschließung berichtete, „schlug sich die Stadtzeitschrift GSCHWÄTZ von Anfang an auf die Seite der Bürgerinitiative“. Über Corinna Moisel heißt es: „Bis heute ist sie davon überzeugt, dass die Schließung vermeidbar war, eine Folge von Misswirtschaft.“ Moisel wollte die Bindungen der Menschen an das Krankenhaus stärken und „verhindern, dass es in einen Abwärtsstrudel gerät“. Sie verweist darauf, dass die Mitarbeiter jahrelang Gehaltseinbußen in Kauf genommen hätten, damit das Krankenhaus in eine gute Zukunft geführt werden könne. Alles umsonst.

Abwrackprämie für den Hohenlohekreis

Aber all das Engagement hat seine Grenzen, wenn die Politik den kleinen Krankenhäusern das Leben schwer macht. Ein Professor kommt zu Wort, der genau das kritisiert. Mit komplizierten Eingriffen verdienen Krankenhäuser derzeit richtig viel, mit Blinddarmoperationen lasse sich fast nichts verdienen. Wie soll da ein kleines Haus überleben können?

Über 110 Jahre ist das Haus in Künzelsau alt, als es geschlossen wurde. Als es soweit ist, macht das Wort „Abwrackprämie“ die Runde, beschreibt der Autor kurz den damaligen „Deal“, Künzelsaus Krankenhaus „sterben“ und Öhringens Krankenhaus weiterleben zu lassen. Aber ob das Geld in Öhringen nicht auch irgendwann knapp wird? Landrat Dr. Matthias Neth findet in dem Artikel kurz Erwähnung. Der SZ-Autor hat im Zuge der Recherche allerdings nicht mit ihm persönlich gesprochen beziehungsweise sprechen können. Dafür aber kommt ganz am Ende des Artikels Bürgermeister Stefan Neumann zu Wort, den die Frage beschäftigt, wie man das ehemalige Krankenhausgebäude nun weiter nutzen könne. Das Wort Tagespflege fällt. Und: „Der Bürgermeister sagt es nicht so, aber im Grunde schwebt ihm ein kleines Krankenhaus vor.“

Artikel in der Süddeutschen Zeitung über die Schließung des Krankenhauses in Künzelsau.

Artikel in der Süddeutschen Zeitung über die Schließung des Krankenhauses in Künzelsau.




Dubiose Anleger – GSCHWÄTZ im Interview mit Betrifft – SWR-TV-Doku

Die bekannte SWR Doku-Reihe Betrifft hat einen TV-Beitrag zum Thema: „Geprellte Anleger – Von Traumrenditen und dubiosen Geschäften“ veröffentlicht http://www.youtube.com/watch?v=-VWT23NnWwk. Auch Künzelsau und das Magazin GSCHWÄTZ kommen darin vor. Unter anderem geht es um Rainer von Holst, die Internetplattform gerlachreport und um GPW Inkasso in Künzelsau (mittlerweile Ingelfingen), die damals gegen Rainer von Holst vorging. Daraufhin erschienen auf dem gerlachreport diskreditierende Artikel über GPW Inkasso (wir berichteten, siehe Beiträge unten). Auch GSCHWÄTZ hatte kurzzeitig mit Rainer von Holst während der Recherchen zu dem damaligen Artikel Kontakt. Wie dieser Kontakt ausgesehen hat, hat GSCHWÄTZ-Redakteuren Nadja Fischer in einem Interview dem Magazin Betrifft berichtet (Thema Künzelsau ab Minute 20 im Video). Gedreht wurde im Restaurant in der Stadthalle in Künzelsau.




Krautheim: Faschingsgaudi im Bürgerhaus

Die Dance Crew des TSV Krautheim veranstaltet am Samstag, den 15. Februar 2020, die erste Faschingsgaudi im Eugen-Seitz-Bürgerhaus in Krautheim. Auf die Besucher wartet ein abwechslungsreiches Programm mit Schautänzen, Gardetänzen, Tanzmariechen und Männerballett – auch von befreundeten auswärtigen Gruppen. Für stimmungsvolle Tanz,- Schunkel- und Unterhaltungsmusik sorgt die Stadtkapelle Krautheim. Nach Programmende hält DJ Mo in der Halle und an den verschiedenen Mottobars mit Disco-Hits die Stimmung weiter hoch.

Der Eintritt kostet fünf Euro. Beginn ist um 19.31 Uhr, Einlass ab 19.01 Uhr. Eine Kostümierung ist erwünscht und gerne gesehen.




Der Coronavirus kommt und ihr seid noch beim Karneval – Die Unfähigkeit der regierenden Politiker

Mittlerweile sind es bereits über 60.000 Menschen https://www.tagesschau.de/ausland/coronavirus-china-129.html , die offiziell als infiziert mit dem Coronovirus gelten. Sprich: die im Labor positiv darauf getestet wurden. Ganz zu schweigen von der immensen Dunkelziffer der Betroffenen, die noch umherlaufen, ohne zu wissen, dass sie den Coronavirus in sich tragen – schließlich ähneln die Symptome einer derzeit auch häufig auftretenden Erkältung oder Grippe.

Hiesige Ärzte haben bereits Mundschutzmasken geordert

Und was machen die führenden Nationen und die Weltgesundheitsorganisation (WHO)? Sie schwadronieren nach einem Treffen erst einmal darüber, dass man versuchen werde, in den nächsten Monaten eine Impfung gegen den Virus zu entwickeln. Diese könne aber bis zu 18 Monate dauern. Zudem solle versucht werden, herauszubekommen, wie genau sich der Virus verbreitet, damit die Ansteckung weiterer Menschen eingedämmt werden könne. Über die dringlichste aller Fragen herrscht allerdings größtenteils Schweigen im Walde:

Was machen wir mit den mittlerweile über 60.000 Infizierten allein in China? Wie schnell werden wir ein Medikament zur Heilung entwickeln können? Wie ist hier der Stand der Dinge.?Vorbildlich sei hier Ebola genannt und die schnelle Reaktion damals weltweit darauf. Und nun? Ist China zu weit weg oder sind die Herren Politiker derzeit noch im Faschingskonfetti-Werfen?

Und wo ist eigentlich Herr Spahn?

Und wo ist überhaupt Herr Spahn? Hat der Bundesgesundheitsminister nicht Kanzlerambitionen geäußert? Nun könnte er mit einer anrückenden Pandemie beweisen, dass er vorausgehen und lenken kann. Stattdessen möchte er 30 Prozent Plus für eine Partei bei den nächsten Wahlen herausholen.https://www.spiegel.de/consent-a-?targetUrl=https%3A%2F%2Fwww.spiegel.de%2Fpolitik%2Fdeutschland%2Fjens-spahn-ich-will-dass-die-union-dreissig-prozent-plus-holt-a-89f2a02a-9ccb-4bbf-ace3-46c2877154b8&ref=https%3A%2F%2Fwww.google.de%2F Andere Themen? Fehlanzeige.

Während die regionale Ärzteschaft im Kochertal sich teilweise bereits mit speziellen Atemmasken ausgestattet hat und sich teils bereits sehr intensiv mit den Vorgaben des Robert-Koch-Instituts beschäftigt hat, was zu tun ist, wenn man der erste Coronaviruspatient in Hohenlohe eintrifft, wissen viele Bürger wegen einer absolut desolaten Informationspolitik der Regierungen immer noch nicht, was der Coronavirus eigentlich ist und welche Symptome der Virus verursacht.

Will man sich hierzu im Internet selbst informieren, gelangt man auf seriöse Internetportale, die allerdings sich gegenseitig wiedersprechen. Bei einem Portal ist ein Sympton Husten, bei  dem anderen nicht. Bei Halsschmerzen sieht es ähnlich aus. Wir von der Redaktion GSCHWÄTZ haben uns daher die Mühe gemacht und einige der großen Portale wie etwa Redaktionsnetzwerk Deutschland, die Augsburger Allgemeine Zeitung und der Münchner Merkur miteinander verglichen. Die überwiegende Mehrheit der Medien betont, dass der Coronavirus keinen Schnupfen auslöst und sich dadurch auch von einer gewöhnlichen Erkältung oder Grippe unterscheidet.

Hiesige Ärzte verweisen uns jedoch darauf, dass das Robert-Koch-Institut am „seriösesten“ die Symptome kennt und angeben kann. Auf der Internetseite des Instituts werden allerdings unter dem Coronavirus alle Symptome genannt, die auch bei einer Grippe oder Erkältung vorkommen können:  Husten, Schnupfen, Halskratzen und Fieber. Das Gefährliche: Der Virus kann bis zu einer tödlicher verlaufenden Lungenentzündung führen. Coronaviren waren damals auch verantwortlich für die Krankheit SARS.

Fazit: Das Kommunikationsversagen der Regierungen an dieser Stelle schafft noch mehr Unsicherheit und Angst. So findet man schneller auf der Internetseite von rtl.de etwas darüber, wie man den Coronavirus von einer handelsüblichen Erkältung beziehungsweise Grippe unterscheiden kann, als auf den staatlichen Seiten. Das ist mehr als bedauerlich.

So weit entwickelt sich der Westen immer wieder gerne präsentiert, so zeigt sich doch in derartigen Extremsituation zumindest das sprachliche Unvermögen, adäquate Worte zu finden für eine Pandemie. https://www.spiegel.de/consent-a-?targetUrl=https%3A%2F%2Fwww.spiegel.de%2Fwissenschaft%2Fmedizin%2Fcoronavirus-ein-impfstoff-wird-zu-spaet-kommen-sagt-seuchenexperte-a-00000000-0002-0001-0000-000169356850&ref=https%3A%2F%2Fwww.google.de%2F

Was ist eine Pandemie?

Unter Pandemie versteht man eine länder- und kontinentenübergreifende Ausbreitung einer Krankheit beim Menschen, im engeren Sinn die Ausbreitung einer Infektionskrankheit.

Auch in WhatsApp „verbreitet“ sich das Virus

Der Coronavirus treibt auch in den sozialen Medien „sein Unwesen“ – unter anderem in WhatsApp verbreiten sich Fotos, die vermeintlich aus China stammen und zeigen, wie sich Mensch und Tier vor dem Virus schützen. Die Redaktion GSCHWÄTZ hat versucht, die Echtheit der Fotos zu prüfen und die Quellen herauszufinden – bis zum Redaktionsschluss leider jedoch ohne Erfolg. Dennoch möchten wir Ihnen wegen der Brisanz des Themas die Fotos nicht vorenthalten – jedoch unter Ausschluss jeglicher Gewähr auf Authentizität.

Ein Kommentar von Dr. Sandra Hartmann

Corona-Virus. Bild in WhatsApp.

Corona-Virus. Bild in WhatsApp.

Corona-Virus. Bild in WhatsApp.

Corona-Virus. Bild in WhatsApp.

Corona-Virus. Bild in WhatsApp.

Corona-Virus. Bild in WhatsApp.

Corona-Virus. Bild in WhatsApp.