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Fußgänger von Auto erfasst

Mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus eingeliefert wurde ein 21-Fußgänger nach einem Verkehrsunfall in der Heilbronner Straße um 19.45 Uhr. Das geht aus einer Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Heilbronn hervor.

Der 21-Jährige war zuvor als Beifahrer in einem LKW mit Anhänger unterwegs. Der 38-jährige Fahrer des LKW hielt auf dem rechten von zwei Fahrstreifen in ortsauswärtiger Fahrtrichtung an, um den Beifahrer aussteigen zu lassen. Der 21-Jährige überquerte danach vor dem LKW die Heilbronner Straße in Richtung ARAL-Tankstelle. Dabei wurde er nach dem Passieren des LKW von einem auf dem linken Fahrstreifen heranfahrenden PKW VW Bus erfasst und nach rechts an den Fahrbahnrand geschleudert. Die 37-jährige VW-Fahrerin blieb unverletzt, an ihrem PKW entstand ein Schaden von ca. 2.000 Euro. Zur Klärung des Unfallhergangs wurde von der Staatsanwaltschaft Heilbronn ein Sachverständigengutachten angeordnet.




Kretschmann möchte „Charme mehrerer ländlicher Räume, aber keine Provinz“

Völlig unbeeindruckt von der Ankunft des Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann zeigten sich am Freitag, 19. Juni 2020 nur die Bauarbeiter an der Kupferzeller Carl-Julius-Weber-Halle. Alle anderen warten gespannt auf die Ankunft des Ministerpräsidenten.

Blaskapelle fehlt coronabedingt

Landrat Dr.Matthias Neth entschuldigte sich bei Kretschmann für das Corona-bedingte Fehlen der obligatorischen Blaskapelle, bevor er ihn, begleitet von den Hohenloher Landtagsabgeordneten Arnulf von Eyb (CDU) und Anton Baron (AfD) in die Halle führte. Dort fand ein kommunalpolitisches Gespräch mit politischen Mandatsträgern und Beamten aus dem Hohenlohekreis statt.
Neth zieht in seiner Begrüßung, obwohl im Hohenlohekreis 47 Corona-Tote zu beklagen sind, das Resumee „Wir haben in diesem Staat die Lage gut bewältigt“, und bedankt sich bei den Mitarbeitern des Gesundheitsamtes. Besonders beeindruckt hat ihn ein Schreiben der Landesregierung, ob man in den lokalen Krankenhäusern französische Corona-Patienten aufnehmen könne. Das sei für ihn und die Mitarbeiter ein Zeichen für gute Arbeit und ein großartiges politisches Signal gewesen.

Kretschmann geht in seiner Replik darauf ein und lobt insbesondere den Erfolg des föderalen Systems, weil die unterschiedlichen Ebenen echte Kompetenzen haben. Auch habe man europäisches Zusammenleben gezeigt.
Dr. Claudia Santos-Hövener vom Robert-Koch-Institut bedankt sich bei den Kupferzeller Bürgern: „Die Rücklaufquote hat alles übertroffen, was wir bisher hatten“, über 2.200 Testungen seien durchgeführt worden. Erste aussagekräftige Ergebnisse der Studie erwartet sie im Juli.

Anhand der Kupferzeller Studie soll geprüft werden: Wie zuverlässig sind die Tests?

Die wissenschaftlichen Erwartungen an die Studie erklärt ihr Kollege PD Dr. Thomas Lampert: Man wolle die Testungen mit den Daten aus den Befragungen der getesteten Bürger verknüpfen und Aussagen über Zusammenhänge zwischen Krankheitsverläufen und sozialem oder Arbeitsumfeld erforschen. Auch soll ein Gegencheck zu der bekannten Studie von Prof.Hendrik Streeck durchgeführt werden, in der postuliert wird, dass die Anzahl der Infizierten fünfmal höher ist als die Anzahl der positiv Getesteten.

Kretschmann: Coronastrategie soll in die Verantwortlichkeit der Landkreise zurückgegeben werden

In der anschließenden Diskussion erläutert Kretschmann die künftige Corona-Strategie der Landesregierung: Die Verantwortlichkeit für die Maßnahmen soll in die Hand der Landkreise zurückgegeben werden. Erst bei ansteigender Infektionsrate wird sich die Regierung einschalten und mit den Landkreisen oder sogar über die Entscheider der Landkreise hinweg Restriktionen beschließen. Bei der Art der Maßnahmen wird berücksichtigt werden, ob es sich um ein diffuses Infektionsgeschehen handelt oder ob es einen klaren Hot-Spot gibt.

Kretschmann über Corona-Verbreitungswege: „Feuchtfröhlich ist das Gefährlichste“

Nachverfolgung sei das Wichtigste: „Dort, wo wir nachverfolgen können, wird das Regime gelockert, wo nicht, bleiben die Restriktionen“ sagt Kretschmann und erklärt, dass beispielsweise Fachmessen, bei denen die Teilnehmer erfaßt werden können, möglicherweise bald wieder stattfinden können. Anonymere Großveranstaltungen, wie Volksfeste, werden allerdings noch eine längere Zeit nicht stattfinden können: „Feuchtfröhlich ischds Gfährlichschde, was es gibt. Da ischd Alkohol im Spiel, da geht die Poschd ab“ wird er so emotional, dass er sogar in Dialekt verfällt. Ob die Maßnahmen zu hart waren? “Wir wußten über das Virus zu wenig. Wenn man zu wenig weiß, muß man vorsichtig sein.“

Künzelsaus Bürgermeister Stefan Neumann beklagt die rasche Abfolge neuer Entscheidungen

Die möglichst weitgehende Öffnung von Schulen und Kindergärten befürwortet er, gibt aber zu bedenken: „Das Problem wird sein: Haben wir genügend Lehrkräfte?“ Es sei Aufgabe von Kultusministerium und Kommunen, möglichst viele Lehrkräfte und Erzieher zu gewinnen.

Der Künzelsauer Bürgermeister Stefan Neumann beklagt sich über die rasche Abfolge neuer Entscheidungen: „Bei der Vielzahl der Meldungen entsteht Unsicherheit. Uns würde es helfen, wenn es etwas langsamer wäre“. Außerdem plädiert er für ein coronagerechtes kulturelles Leben und weist darauf hin, dass ein Weihnachtsmarkt eine lange Vorlaufzeit benötige und die Streichung der Großveranstaltungen bis Ende Oktober ihm nicht genug Planungssicherheit gäbe. Er hätte gerne früher klarere Aussagen.

Kretschmann ist kein SPIEGEL-Leser mehr

Seine Kreistagskollegin Irmgard Kircher-Wieland (SPD) stellt fest, dass die Corona-Maßnahmen vielen Menschen kaum noch vermittelbar seien, wo andererseits sich Fußballspieler beim Jubeln um den Hals fallen. Außerdem fragt sie, ob es nicht sinnvoll gewesen wäre, den Landkreisen bereits sehr früh die Möglichkeit zu geben, Veranstaltungen zu untersagen. Sie verweist auf einen SPIEGEL-Artikel aus dem Dezember.

Kretschmann lächelt: „Wenn ich nach dem SPIEGEL Politik machen müßte, dieser alarmistischen Zeitschrift, das wäre furchtbar. Ich lese ihn auch nicht mehr“. Und er gesteht selbstkritisch zu: „Wir haben die Brisanz des Virus anfangs unterschätzt.“ Er verweist darauf, dass es für den Profifußball eine Teststrategie gebe und informiert, dass ähnliche Teststrategien im Kulturbereich gerade entwickelt würden. Der Profifußball sei genaugenommen ein Wirtschaftsunternehmen und es sei zu befürchten gewesen, dass die DFL geklagt hätte.

Kretschmann: Haben wir genügend Lehrkräfte?

Für die Zeit nach Ende Oktober seien in der Tat noch keine Maßnahmen beschlossen. Kretschmann hält es bei Weihnachtsmärkten durchaus für möglich, Maskenpflicht und Abstand einzuhalten sowie den Zugang zu dokumentieren.Er betont darüber hinaus, dass die Kapazitäten, alle Lehrer und Erzieher und alle Polizisten zu testen, nicht vorhanden seien. Allerdings sei für diese Gruppen ein Recht auf freiwillige Tests in der Diskussion.

Beim Thema Corona zeigte Kretschmann ein profundes Wissen und belegte, dass die Entscheidungen der Landesregierung verantwortungsvoll und gut begründet waren.
Ganz anders beim Thema Kochertalbahn. Nach der Vorstellung des Konzepts durch Christoph Bobrich, dem Wirtschaftsförderer der Stadt Künzelsau, erschien er ein wenig überrumpelt und reagierte überraschend wortkarg, befürwortete aber die Fortführung einer Machbarkeitsstudie.

In der anschließenden offenen Diskussion verspricht Kretschmann den Kommunen Hilfen der Landesregierung, schränkt aber gleich ein: „Sie können nicht davon ausgehen, dass wir alle Ausfälle der Gemeinden 1:1 ersetzen“. Der Dörzbacher Bürgermeister Andy Kümmerle forderte, dass die bereits laufenden Investitionsprojekte auch hochverschuldeter Gemeinden fortgeführt werden müssten. Ein wenig ausweichend gesteht Kretschmann das zumindest für „ganz wichtige Bereiche, Digitalisierung und Schulen“ zu. „Das ist klar, das muss gewährleistet werden.“

Kretschmann kritisiert: Hohenlohes Marketing als Urlaubsregion könnte besser sein

In seinem Schlußwort rät Kretschmann dazu, in größeren Räumen zu denken: „Niemand sagt, dass er im Hohenlohekreis Urlaub gemacht hat. Jeder sagt, dass er in Hohenlohe war.“ Von einer gedanklichen Beschränkung auf den Hohenlohekreis rät er ab: „Da ist Kooperation mit der gesamten Landschaft angebracht, sonst kriegen Sie das nicht öffentlichkeitswirksam präsentiert“, übt er Kritik am Marketing des Kreises und findet den Weg zurück zu seinen Anfangsworten: „Lokal denken und lokal handeln muss man immer mit dem europäischen Gedanken zusammen denken.“
Zuletzt kann er sich einen kleinen Seitenhieb nicht verkneifen: „Dass wir die ländlichen Räume voranbringen, ist der Landesregierung ein Anliegen. Der Charme unseres Landes, auch gegenüber Bayern, ist, dass es mehrere Zentren gibt, dass es ländliche Räume gibt, aber keine Provinz.“

Im anschließenden Pressegespräch beantwortete Kretschmann die GSCHWÄTZ-Frage, ob er noch einmal für eine vollständige Legislaturperiode für das Amt des Ministerpräsidenten kandidieren wolle, mit einem klaren „Ja“. 2021 finden die nächsten Wahlen statt. Kretschmann ist 72 Jahre.

Nach dem Auftakt in der Kupferzeller Carl-Julius-Weber-Halle besuchte der Ministerpräsident das Albert-Schweitzer-Kinderdorf in Waldenburg und die Firma Bürkert in Ingelfingen-Criesbach. Hier wurde er unter anderem von GSCHWÄTZ-Videoreporter Dr. Felix Kribus begleitet. Das Video hierzu folgt in Kürze.

Text: Matthias Lauterer

 

Der baden-württembergische Ministerpräsident Winfried Kretschmann mit Hohenlohes Landrat Dr. Matthias Neth, dem CDU-Landtagsabgeordneten Arnulf von Eyb und dem AfD-Landtagsabgeordneten Anton Baron (von links). Foto: GSCHWÄTZ

Kontaktabstand in Zeiten von Corona, auch in der Kupferzeller Carl-Julius-Weber-Halle. Foto: GSCHWÄTZ

Waldenburg Bürgermeister Markus Knobel (links) und Winfried Kretschmann mit präsidialem Mundschutz, im Hintergrund die beiden Landtagsabgeordneten des Hohenlohekreises Anton Baron (AfD) und Arnulf von Eyb (CDU). Foto: GSCHWÄTZ




Kommt die Kochertalbahn?

Am heutigen Freitag, den 19. Juni 2020, ist der baden-württembergische Landesvater Winfried Kretschmann zu Gast in Kupferzell, Waldenburg und Ingelfingen. In Kupferzell wurde er von Landrat Dr. Matthias Neth und mehreren Bürgermeistern empfangen – unter anderem auch mit einer Präsentation, die für die Wiederbelebung der Kochertalbahn wirbt.

Die Präsentation der Stadt Künzelsau zeigt, dass die Kochertalbahn durchaus Potenzial hätte…und ganz viel Charme:

Präsentation zur Reaktivierung der Kochertalbahn. Quelle: Stadtverwaltung Künzelsau




Wissbegierde junger Forscher stillen – Nachmittagsbetreuung für Kinder in der experimenta Heilbronn

Die Nachmittagsbetreuung ihrer Kinder stellt viele Eltern aufgrund der Corona-bedingten Einschränkungen vor große Herausforderungen. An vielen Schulen ist eine ganztägige Betreuung nicht möglich, was vor allem berufstätige Eltern häufig vor Probleme stellt. Das Science Center experimenta Heilbronn schafft nun laut einer Pressemitteilung Abhilfe und bietet ab Montag, den 22. Juni 2020, in seinen Forscherwelten sechs abwechslungsreiche Workshops für Mädchen und Jungen der Klassenstufen eins bis sieben an. Die dreieinhalbstündige Betreuung der Kinder findet von Montag bis Freitag jeweils am Nachmittag statt und kostet 20 Euro pro Woche. Weitere Informationen und den Link zur Online-Anmeldung gibt es unter  http://www.experimenta.science/nachmittagsprogramm.

Warum fällt die Fliege nicht von der Decke?

An Erst- und Zweitklässler richtet sich das aus zwei Modulen bestehende Programm „Sachen machen“. Hier lernen die kleinen Forscher spielerisch, wie man mikroskopiert, erfahren mehr über die Vielfalt der Sinneswahrnehmung oder können mit Farben experimentieren. Die Wissbegierde von Kindern der Klassen drei und vier wird bei den Tüftlertagen gestillt: Warum fällt die Fliege nicht von der Decke? Welche Stoffe stecken in Supermarktprodukten? Wie kann man den eigenen Ideen freien Lauf lassen? Auf diese und viele weitere interessante Fragen aus Naturwissenschaft und Technik gibt es Antworten bei den Tüftlertagen I und II. Fünft-, Sechst- und Siebtklässler entdecken wiederum bei den Experimentiertagen spannende Phänomene aus den Bereichen Chemie, Physik, Technik und Informatik. Die Kinder stellen beispielsweise aus Steinsalz kochfertiges Speisesalz her, fertigen ein funktionstüchtiges Solarmobil oder nutzen chemische Trennverfahren zum Wertstoffrecycling.

Orientierung an aktuellen Lehrplänen

Bei allem Spaß kommt das Lernen in der Nachmittagsbetreuung natürlich nicht zu kurz, denn die Workshop-Inhalte orientieren sich an den aktuellen Lehrplänen. Zudem ist die experimenta durch das Ministerium für Kultus, Jugend und Sport des Landes Baden-Württemberg als außerschulischer Lernort und außerschulisches Forschungszentrum offiziell anerkannt.

Bewährte Hygieneregeln

Der Schutz der Teilnehmer ist der experimenta sehr wichtig. Bei der Nachmittagsbetreuung werden deshalb die Hygieneregeln umgesetzt, die auch in der Schule gelten und sich seit der Wiedereröffnung von Ausstellung und Science Dome auch in der experimenta bewährt haben. Um den Abstand zu wahren und maskenfreies Arbeiten zu ermöglichen, arbeiten Mädchen und Jungen bei den Workshops an Einzeltischen.

Quelle: Pressemitteilung der experimenta Heilbronn




Auto überschlagen – 12-Jähriger verletzt

Bei einem Unfall am Donnerstagmorgen, den 18. Juni 2020, bei Forchtenberg wurde ein 12-Jähriger verletzt. Die 21-jährige Fahrerin eines Audis war mit einem Kind als Beifahrer gegen 8 Uhr auf dem Gemeindeverbindungsweg zwischen Forchtenberg und Weißbach unterwegs, als ihr auf der schmalen Fahrbahn ein anderes Auto entgegenkam. Das geht aus einer Pressemittelung des Polizeipräsidiums Heilbronn hervor.

Vermutlich erschrak sich die junge Frau und kam infolgedessen nach rechts von der Straße ab. Als die Audi-Fahrerin versuchte ihren Wagen wieder auf die Fahrbahn zu lenken, kam der A4 ins Schleudern und überschlug sich daraufhin zweimal bevor das Auto auf der Straße zum Stehen kam. Beide Fahrzeuginsassen konnten sich selbständig aus dem Audi befreien, der 12-Jährige wurde allerdings mit leichten Verletzungen von Rettungskräften in eine Klinik gebracht. Dem Wagen war jedoch nicht mehr zu helfen. Er wurde mit Totalschaden abgeschleppt.

 




SEK stürmt Wohnung

Am Donnerstagmittag, dem 18. Juni 2020,  rückten Einsatzkräfte der Polizei und des Rettungsdienstes nach Marbach aus. Das geht aus einer Pressemitteilungsdes Polizeipräsidiums Heilbronn hervor.

Ein Mann stand gegen 11 Uhr mit einem großen Messer auf der Straße der Ortsdurchfahrt und befand sich offensichtlich in einem psychischen Ausnahmezustand. Vor dem Eintreffen der ersten Polizeikräfte verschanzte sich der bewaffnete Mann in seiner Wohnung. Dieser konnte gegen 14.15 Uhr durch Spezialkräfte der Polizei in seiner Wohnung festgenommen werden. Zum Transport der SEK-Kräfte war ein Polizeihubschrauber eingesetzt.

Im Anschluss wurde der Festgenommene in ärztliche Behandlung überstellt. Bei dem Einsatz wurde niemand verletzt.

Während des Einsatzes war die Sankt-Josef-Straße in Marbach komplett gesperrt.




Des Bauers neue Feinde

Vor wenigen Tagen erschien ein großer Aufmacherartikel in der Hohenloher Zeitung, geschrieben von Redakteur Thomas Zimmermann. Titel: „Bauer sucht Feinde“. Untertitel: „Verhalten des Bürgermeisters stößt in der Stadt zunehmend auf Kritik“.

„Erleuchtet oder abgehoben?“

Ungewöhnlich scharfe Worte finden sich darin gegen Ingelfingens Stadtoberhaupt. Allein die Bildunterzeile unter einem sehr unglücklich dreinschauenden Bürgermeister spricht Bände: „Erleuchtet oder abgehoben: An der Amtsführung von Bürgermeister Michael Bauer scheiden sich die Geister.“

Parallelen zu Königen in ihren Residenzschlössern

Gleich zu Beginn des Artikels werden Parallelen zu Königen gezogen und zu Bauer, der in seinem Ingelfinger Rathausschloss residiert. Der aktuelle Anlass des Artikels weiß zwar nur der Autor, aber er listet in seinem Text vieles von dem auf, was in den jüngeren vergangenen Jahren so alles schiefgelaufen ist auf Seiten der dortigen Führungsriege. Unter anderem kommt darin die Geschichte vom Faschingsplakat vor (wir berichteten https://www.gschwaetz.de/2020/02/15/prunksitzung-in-ingelfingen-wir-haben-gehoert-dass-einiges-an-unserem-zirkus-unseren-stadtchef-stoert/). Man erinnere sich. Vor nicht allzu langer Zeit wurde das Faschingsplakat „zensiert“, so die Betroffenen, weil Bauer sich persönlich angesprochen gefühlt hat.

Gemeinderat stellte sich dagegen

Oder die Einbahnstraße, die er gerne für Ingelfingen gehabt hätte und der Gemeinderat sich mit einer großen Mehrheit dagegen gestellt hat – was sehr ungewöhnlich ist (wir berichteten https://www.gschwaetz.de/2019/12/10/gemeinderat-stimmt-mit-grosser-mehrheit-gegen-die-einbahnstrasse/). Die Einbahnstraße scheiterte und damit auch irgendwie die Amtszeit für Michael Bauer. Denn das war gefühlt ein Wendepunkt, ein Nein des Gemeinderates und damit stellvertretend ein Nein der Bevölkerung auch zu Bauers Durchdrückpolitik.

Bauer vergisst nicht

Bauer vergisst auch nicht. Wer einmal nicht nach seinem Gusto handelt, das merkt sich der Rathauschef, heißt es hinter den Kulissen. Auch die Presse hat er dabei auf dem Kicker. HZ-Redakteur Zimmermann berichtet in seinem Artikel von nicht beantworteten Presseanfragen, obwohl es sich um öffentliche Belange handelt und er hierzu eigentlich auskunftspflichtig ist. Auch GSCHWÄTZ ist dieses Verhalten des von des Volkes Steuern bezahlten Bürgermeisters nicht unbekannt.

Nötigung im Straßenverkehr

Als die Staatsanwaltschaft GSCHWÄTZ gegenüber vor einigen Monaten sagte, dass gegen Bauer wegen Nötigung im Straßenverkehr ermittelt würde (wir berichteten), hat er uns gegenüber an einer Veranstaltung gedroht, wenn wir es veröffentlichen, werde er uns verklagen, weil das ja alles nicht stimme. Also lügt die Staatsanwaltschaft?, hatten wir ihn damals gefragt. „Ja“, war seine damalige kurze und knappe Antwort, bevor er wütend von dannen zog.

Offensichtlich scheint Bürgermeister Bauer in seiner eigenen Welt zu leben.

Von der Kirchenkanzel GSCHWÄTZ kritisiert

Auch von der Kirchenkanzel in Dörrenzimmern durfte er schon einmal predigen (wir berichteten https://www.gschwaetz.de/2019/07/29/glauben-sie-nicht-jedem-gschwaetz/ ) und nahm dies zum Anlass, um gegen das GSCHWÄTZ zu wettern und uns hinterher unter vier Augen zu erklären, dass man nicht mit uns darüber sprechen wolle.

Was geht in einem Mann vor, der sich scheinbar jeden zum Feind machen will? Will er nicht mehr wiedergewählt werden, dann kann er das doch einfach sagen.

Text: Dr. Sandra Hartmann

Ingelfingens Bürgermeister Michael Bauer (rechts) neben Karlheinz Börkel, dem ehemaligen Bürgermeister von Schöntal. Links: Waldenburgs Bürgermeister Markus Knobel bei einer Kreistagsveranstaltung. Mittlerweile hat er sich nicht mehr für den Kreistag kandidiert. Foto: GSCHWÄTZ/Archiv




Sommer in der Stadt – Urlaubsfeeling und Aktionen in der Künzelsauer Innenstadt

Aufgrund von Corona können viele Menschen nicht in den Sommerurlaub fahren. Deshalb will laut einer Pressemitteilung die Stadtverwaltung Künzelsau zusammen mit der Werbegemeinschaft Künzelsau und den Unternehmen vor Ort an vier zentralen Plätzen Urlaubsfeeling in die Innenstadt bringen. Liegestühle, Loungemöbel, Sandflächen, Pflanzen und kleine Aktionen laden ab Mitte Juni an folgenden Plätzen zum Verweilen ein: Unterer Markt, Altes Rathaus, Oberer Bach und am Restaurant Emma.

Die erste Aktion im Rahmen von „Sommer in der Stadt“ wird das Faire Frühstück am kommenden Samstag, den 20. Juni 2020, von 9 bis 11.30 Uhr am Unteren Markt sein. Der faire Stadtkaffee wird kostenlos ausgeschenkt. Frühstück, Geschirr und Besteck bringt jeder Besucher selbst mit. Die geltenden Auflagen und Abstandsregeln müssen eingehalten werden.

Ab Anfang Juli werden die geschaffenen „Sommer-in-der-Stadt-Plätze“ von der Stadtverwaltung Künzelsau und der Werbegemeinschaft Künzelsau bespielt. Beginn ist am Donnerstag, den 02. Juli 2020, mit DJ Bott am Sandstrand des Restaurants Emma. Alle weiteren Aktionen werden über unsere Homepage unter http://www.kuenzelsau.de, auf Facebook unter https://www.facebook.com/Künzelsau-meine-Stadt-662900533845135/ und auf Instagram unter https://www.instagram.com/explore/locations/1012651797/kunzelsau-meine-stadt/ kommuniziert. Die dann geltenden Auflagen und Hygieneregeln der Gastronomie müssen beachtet werden.

„Sommer in der Stadt“ wird vom Globus Baumarkt Künzelsau und der WeinSchmiede von Benjamin Frank unterstützt.

Das geplante Kultur- und Veranstaltungsprogramm der Stadt Künzelsau wird aufgrund der Corona-Pandemie auch noch über den Sommer ausgesetzt. In welchem Umfang und ab welchem Zeitpunktdas Programm fortgesetzt werden kann, hängt von den zukünftigen Corona-Verordnungen ab.

Quelle: Pressemitteilung der Stadtverwaltung Künzelsau

Ab Juli werden die Plätze in der Stadt bespielt. Foto: Stadtverwaltung Künzelsau/Olivier Schniepp




Unwetter sorgt für nasse Füße

Zu zahlreichen Einsätzen der Polizei und der Feuerwehren kam es am Mittwoch, den 17. Juni 2020, von nachmittags bis in den frühen Abend im gesamten Stadt- und Landkreis Heilbronn. Trotz der Vielzahl der Einsätze gab es keine nennenswerten Personenschäden. Besonders betroffen war der Bereich um Untergruppenbach. Hier liefen zahlreiche Keller voll, Straßenabschnitte wurden überspült, bei denen teilweise Fahrzeuge stecken blieben. Auch waren zum Teil Streckenabschnitte durch abgebrochene Äste betroffen.

Die Ortsdurchfahrt Oberheinriet musste für Reinigungsarbeiten von angeschwemmtem Schlamm und Wasser zeitweise voll gesperrt werden. Durch überflutete Fahrbahnen kam es auf der B39 zwischen Heilbronn-Kirchhausen und -Frankenbach und der Kreisstraße im Bereich der Motocrossstrecke in Frankenbach zu Verkehrsbehinderungen. Die B293 zwischen Leingarten und Böckingen musste zeitweise voll gesperrt werden. Auch die Neue Straße in Böckingen war überflutet, was zahlreiche Verkehrsteilnehmer nicht an der Durchfahrt hinderte, mit der Folge, dass nach Rückgang des Wassers mehrere vordere Fahrzeugkennzeichen aufgefunden wurden. Weiterhin gab es viele Einsätze wegen durch das Wasser ausgehobene Gullydeckel.

Auf der Bundesautobahn A81 zwischen den Anschlussstellen Ilsfeld und Untergruppenbach wurde die Fahrbahn durch den Regen unterspült. Zeitweise mussten zwei der drei Fahrstreifen gesperrt werden. Die Autobahnmeisterei konnte den Schaden jedoch beheben, sodass die Fahrbahnen um 20.45 Uhr wieder frei gegeben werden konnten. Auch kam es während des Unwetters zu zahlreichen Verkehrsunfällen infolge Aquaplaning auf den Autobahnen rund ums Weinsberger Kreuz. Hierbei wurde lediglich eine Person leicht verletzt. Die Höhe des Sachschadens kann bislang nicht abgeschätzt werden.

Quelle: Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Heilbronn




Kollision bei Neufels

Bei einem Unfall bei Neuenstein-Neufels wurden am Dienstagmorgen, den 16. Juni 2020, zwei Männer leicht verletzt. Ein 58-Jähriger war gegen 06.40 Uhr in seinem Opel auf der Straße zwischen Hermersberg und Waldzimmern unterwegs. An der Kreuzung mit der Landstraße 1044 zwischen Niedernhall-Giebelheide und Neuenstein-Neufels wollte er geradeaus weiterfahren, übersah dabei aber wohl einen aus Richtung Neufels kommenden Hyundai eines 43-Jährigen.

Im Kreuzungsbereich kam es daraufhin zur Kollision beider Fahrzeuge, bei der ein Schaden von insgesamt etwa 12.000 Euro entstand. Beide Fahrzeuge waren nicht mehr fahrbereit und mussten abgeschleppt werden. Beide Männer wurden mit Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht.