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Kita Schatzkinder sucht Spendenwillige

Die Kindertagessetätte Schatzkinder in Künzelsau-Nagelsberg hat seit Juni 2021 einen Förderverein. „Wir engagieren uns für die
Kinder und unsere Einrichtung Kindertagesstätte „Schatzkinder“. Unser Anliegen ist es, bei Projekten der Kita zu unterstützen, wir wollen
Ideengeber und Ausführungsgehilfe sein“, so der Elternförderverein.

Einerseits möchte der Förderein die Kita finanziell unterstützen, andererseits auch mit anpacken, wenn es irgendwo brennt.

„Wir bilden uns aus dem Kreis der Eltern und wollen so gemeinschaftlich die Kita voranbringen, zum Vorteil der hier betreuten Kinder.
Sie möchten uns unterstützen? Wir freuen uns über jede kleine oder auch große Spende.“.

Der Verein kann be Bedarf eine Spendenbescheinigung ausstellen.

Spendenkonto:
IBAN: DE17620918000362837007
BIC:GENODES1VHL

Weitere Informationen zu der privaten Kindertagesstätte Schatzkinder erhalten Sie auf: https://kitaschatzkinder.de/




Was lange währt…

Seit 01. September 2020 hat die private Kindertagesstätte (Kita) Schatzkinder in Nagelsberg wieder geöffnet, nachdem sie im August 2019 –  wegen laut der Stadtverwaltung Künzelsau zu geringer Nachfrage und zu hoher Kosten – schließen musste (wir berichteten https://www.gschwaetz.de/2019/08/12/kita-betreiberin-jakobi-familienfreundliche-stadt-kuenzelsau-nicht-glaubwuerdig-letzte-chance-stuttgart/?fbclid=IwAR1fuvXbUexbI5YTNFp3_5QSdiOhFA0nqGJX2bZd3tMRrmR72dBjxj4-xuI  Ein Jahr später hat nun die Stadt Künzelsau die private Kita nun doch auf unbestimmte Zeit in die Bedarfsplanung  aufgenommen.

Elvira Jakobi, Trägerin der Einrichtung, strahlt daher zur Wiedereröffnung um so mehr und ist einfach nur glücklich. Zur Eröffnung war auch Marion Hannig-Dümmler von der Stadtverwaltung Künzelsau vor Ort  –  und unsere GSCHWÄTZ-Mitarbeiterin Elke Brand, die sich in den Räumen umschauen durfte.

Kinder im Alter von drei Jahren bis Schuleintritt können ab sofort in der privaten Kindertagesstätte in Nagelsberg von Montag bis Freitag  von 7.30 bis 14.30 Uhr betreut werden.

Stolz zeigt Elvira Jakobi die Räume und den Außenbereich, in denen die Kinder untergebracht sind, vor. Es gibt eine bunt gestaltete Spielecke, zudem einen Bereich auf zweiter Ebene, in dem sich die Kinder beschäftigen und auch zurückziehen können.

Alle Tische und Stühle sind entsprechend der derzeitigen Hygienevorschriften korrekt auseinander gestellt.

Der Waschraum ist mit freundlichen Farben gestaltet. In der hellen, mit vielen Fenstern versehenen Küche wird täglich ein frisch gekochtes Mittagessen für die Kinder zubereitet und angeboten.

Derzeit sind zwei Erzieherinnen im Kindergarten beschäftigt, auch eine Praktikantin zeigt Interesse, dort Erfahrungen für ihren Berufswunsch zu sammeln.

Im Außenbereich findet man für die Kinder eine  Schaukel, ein kleines Holzhäuschen und viel Platz zum Spielen im Freien.

Kontakt: info@kita-schatzkinder.de

Mehr Informationen: www.kita-schatzkinder.de

Kindertagesstätte Schatzkinder, Steige 2;  74653 Künzelsau-Nagelsberg. Telefon: 07940/5032642

 

 




Bekommt die private Kindertagesstätte Schatzkinder in Nagelsberg eine zweite Chance?

Die Kindergartenbedarfsplanung für des kommende Kindergartenjahr, das ab September 2020 startet, steht auf Platz drei der Sitzungsordnung der Gemeinderatsthemen, über die heute der Künzelsauer Gemeinderat entscheiden soll. Für Elvia Jakobi ist es eine wichtige Entscheidung.

Sie hat die private Kindertagesstätte (Kita) Schatzkinder in Nagelsberg gegründet, die Kita öffnete 2018 seine Türen. Im  Frühjahr 2019 nahm die Stadtverwaltung Künzelsau die Kita mit einer Kleingruppe
für Drei- bis Sechsjährige vorerst befristet bis Juli 2019 in die Bedarfsplanung auf. Dann kam das Aus. Jakobis Kita flog aus der Bedarfsplanung wegen – kurzgefasst – zu wenig Kindern und zu hohen Kosten. Jakobi wollte daraufhin einen Anwalt einschalten. (wir berichteten https://www.gschwaetz.de/2019/08/02/trauriges-ende-jakobi-gibt-auf-und-schliesst-private-kita-in-kuenzelsau/ 

https://www.gschwaetz.de/2019/07/31/private-kitabetreiberin-schaltet-anwalt-gegen-stadt-kuenzelsau-ein/

Nun gibt es wieder Hoffnung. Auf der Liste zur Kindergartenbedarfsplanung 2020/2021 ist Jakobis private Kita neben den städtischen Angeboten mit aufgeführt mit einem Platzangebot für 12 Ü3-Kinder (Anm. d. Red. über Dreijährige) mit VÖ-Betreuung an fünf Wochentagen ab 01. September 2020.

32.000 Euro zusätzliche Kosten?

Jakobi möchte jedoch, so die Sitzungsvorlage der Stadtverwaltung Künzelsau, „nach Möglichkeit eine gegenseitige Vertragsgrundlage von fünf bis zehn Jahren abschließen, um für die Antragstellung von Landes- und Bundesmitteln für einen weiteren Ausbau als langfristige Einrichtung im Antragsverfahren Berücksichtigung zu finden“. Laut der Sitzungsvorlage soll in der Kita Schatzkinder Deutsch die Grundsprache sein, als Erweiterung sollen die Kinder aber mit Englisch erste Kontakte knüpfen. Die Elterngebühren sollen laut der Sitzungsvorlage der Stadtverwaltung bei 350 Euro plus 200 Euro Essensgeld liegen. Die Konzeption sehe ein frisch gekochtes Essen vor, für dessen Gewährleistung eine Küchenhilfe eingestellt werden soll.  Den städtischen Haushalt würde die neue Kita laut der Sitzungsvorlage der Stadt mit 32.000 Euro belasten. Wie sich diese zusätzlichen Kosten zusammensetzen, erschließt sich aus der Sitzungsvorlage nicht.

Wenn der Gemeinderat heute dem Kitabetrieb ab 01. September 2020 zustimmt, würde Jakobi zur Verbesserung der Platzplanung bis September 2020 das städtische Onlineportal Little Bird (zur Anmeldung für Kitaplätze) mit nutzen dürfen.




Kita-Betreiberin Jakobi: „Familienfreundliche Stadt“ Künzelsau „nicht glaubwürdig“ – Letzte Chance: Stuttgart

Sie wollte aufgeben, aber Elvira Jakobi kämpft nun doch weiter um ihre private Kindertagesstätte (Kita) Schatzkinder in Künzelsau-Nagelsberg. Und das hat einen Grund.

In einem fünfseitigen Schreiben, datiert auf den 09. August 2019, wendet sie sich noch einmal an die Stadtverwaltung Künzelsau. Der Grund: Eltern, die ihr Kind in ihrer privaten Kita angemeldet hatten, finden nun laut ihren Aussagen keinen Platz in einer städtischen Kita, obwohl die Stadtverwaltung laut eigenen Aussagen gegenüber GSCHWÄTZ noch 29 Plätze frei hat (wir berichteten).

Jakobi möchte nun doch weiterkämpfen und wendet sich nach Stuttgart

Jakobi: „Nachdem sich die Eltern bei der zuständige Mitarbeiterin der Stadt Künzelsau um einen alternativen Platz zur Betreuung ihrer Kinder bemüht haben, wurde ihnen mitgeteilt, dass es erst in 1-2 Jahren die Möglichkeit einer Unterbringung in einer städtischen Kita gibt. Eine für die Eltern, Kollegen und nicht zuletzt für mich, als Betreiberin dieser Einrichtung unfassbare Aussage.
Aufgrund der Nachfrage interessierter berufstätiger Eltern, hat die private bilinguale Kindertagesstätte „Schatzkinder“ bei dem Landesjugendamt Stuttgart einen Antrag auf die Betriebserlaubnisänderung auf die Ganztagesbetreuung gestellt (die Anträge werden derzeit von der Behörde bearbeitet). Ich möchte Sie bitten, Ihre Entscheidung nochmals zu überdenken und die Kita „Schatzkinder“ (derzeit geführte VÖ- Gruppe, 12 Kinder) in die Bedarfsplanung 2019/2020 aufzunehmen. Die Stadt Künzelsau wirbt mit dem Slogan „familienfreundliche Stadt“- dieser Slogan ist mit dem Beschluss, unseren Kita nicht in die Bedarfsplanung aufzunehmen, nicht glaubwürdig.“

Doch zu wenig Kita-Plätze in Künzelsau?

Jakobi erklärt: „Der Bildungsausschuss des Landtags in Stuttgart hat im Juli 2019 beschlossen, den Stichtag für die Einschulung der Kinder auf den 30. Juni vorzuverlegen. Wenn das Schulgesetz geändert wird, können Kinder (die im Juli, August und September) sechs Jahre alt werden, ein Jahr länger in der Kita bleiben, dafür werden mehr Kinderplätze bei der Stadt Künzelsau benötigt.
Aktuell gibt es für mehrere Familie, die sich seit längere Zeit bei der privaten bilingualen Kindertagesstätte „Schatzkinder“ um einen Platz beworben haben, sichere Plätze. Die Eltern sind davon ausgegangen, das ihre Kinder ab September 2019 in der Kita gut untergebracht sind. Jetzt stehen die Familien vor einem großen Problem, sollte der Betreib in September nicht laufen (Stadt Künzelsau – Ablehnung der Kita in die Bedarfsplanung 2019/2020).“

Jakobi: Der Bedarf wird auch in Zukunft steigen

Jakobi widersprich in ihrem Schreiben daher der Ablehnung der Aufnahme in die Bedarfsplanung 2019/2020 (wir berichteten). „Angebot und Nachfrage sind entscheidende Faktoren bei der Bedarfsplanung der Kinderbetreuung. Im Idealfall decken sich beide Kriterien, sodass alle Kinder von nachgefragten Eltern bedarfsgerecht versorgt werden können. Derzeit ist diese Balance bei der Stadt Künzelsau noch nicht flächendeckend erreicht. Bereits aktuell übersteigt der Betreuungsbedarf das vorhandene Platzangebot. Bei der Versorgung der unter dreijährigen Kinder ist die Diskrepanz noch stärker ausgeprägt als im Elementarbereich. Die prognostizierte Bevölkerungsentwicklung sagt zudem einen Zuwachs in allen maßgeblichen Altersgruppen voraus. Aufgrund des unkalkulierbaren Flüchtlingszuzugs wird es mit großer Wahrscheinlichkeit zu einer weitere Zunahme der Nachfrage nach Betreuungsplätzen bei der Kommune kommen.“

 

 

 

 

 




Chance vertan

Ein Kommentar zur Schließung der privaten Kindertagesstätte Schatzkinder in Nagelsberg (wir berichteten, siehe Artikel unten) von Dr. Sandra Hartmann 

 

 




Trauriges Ende: Jakobi gibt auf und schließt private Kita in Künzelsau

„Meinen Traum kann nur ein Anwalt erfüllen“, sagte Elvira Jakobi von der neuen privaten Kindertagesstätte (Kita) Schatzkinder in Nagelsberg noch vor wenigen Wochen gegenüber GSCHWÄTZ (wir berichteten, siehe Artikel unten). Nun ist der Traum geplatzt. Jakobi schließt ihre Herzenssache, die private Kita Schatzkinder Ende August 2019, so Jakobi gegenüber GSCHWÄTZ am heutigen Freitag, den 02. August 2019.

Sie bedauert es sehr, aber ohne Zuschüsse haftet sie mit Ihrem Privatvermögen, begründet sie ihren Entschluss. Hinzu kommt, dass sie und ihre Familie damals 60.000 Euro investiert haben, um die Kita überhaupt öffnen zu können, so Jakobi. Es mussten Möbel bestellt werden, eine Küche musste eingebaut werden, aber „gut schlafen tue ich seit ewigen Zeiten nicht mehr“, schildert die Kita Betreiberin schmerzlichst. „Die Eltern sind enttäuscht, da sie jetzt eine neue Kita für ihre Kinder suchen müssen und das sehr kurzfristig. Hinzu kommt, dass ich Arbeitsverträge aufheben muss“, so die Betreiberin.

Elvira Jakobi (rechts im Bild) kämpfte lang um ihre private Kita in Nagelsberg. Foto: GSCHWÄTZ

Rathaus Künzelsau

Die Stadtverwaltung und Elvira Jakobi kamen auf keinen gemeinsamen Nenner. Das Resultat: Weniger Kita- und Kleinkindangebote ins Künzelsau. Foto: Rathaus in Künzelsau. Quelle: GSCHWÄTZ/Archiv




Private Kitabetreiberin schaltet Anwalt gegen Stadt Künzelsau ein

„Meinen Traum kann nur ein Anwalt erfüllen“, sagt Elvira Jakobi von der neuen privaten Kindertagesstätte (Kita) Schatzkinder in Nagelsberg gegenüber GSCHWÄTZ. Jakobi fühlt sich von der Stadt Künzelsau nicht richtig unterstützt hinsichtlich ihrer Kindertagesstätte. „Die Stadt will diese Einrichtung nicht fördern“, sagt Jakobi. Die vorher als Kindergartenleitung bei der Stadt gearbeitet hat, und berichtet von Eltern, die Interesse hatten, ihr Kind in ihrer Kita anzumelden, dann jedoch von der Stadt auf städtische Kindergärten verwiesen worden seien. Gegenüber GSCHWÄTZ bestätigten betroffene Eltern Jakobis Aussagen.

Jeder möchte gerne seine Kindergärten voll haben

Carmen Class, Hauptamtsleiterin bei der Stadt Künzelsau und zuständig für die städtischen Kindergärten (Kiga), sagt wiederum im Gespräch mit GSCHWÄTZ: „Wir haben Frau Jakobi unterstützt und geschaut, dass sie die Betriebserlaubnis bekommt. Der Gemeinderat hat sie in die Bedarfsplanung mit aufgenommen, obwohl sie zu dem Zeitpunkt noch keine Betriebserlaubnis hatte. Das war ein klares Signal unsererseits: „Ja, wir nehmen die Schatzkinder auf.“ Aber es sei von Anfang an nicht alles „rund gelaufen“. Bei einer Besichtigung vor Ort sei kein Kind anwesend gewesen. Ein weiteres Problem sei, so Class, „dass wir immer wieder Anmeldelisten mit Kindern bekommen haben, die eigentlich schon in städtischen Einrichtungen betreut werden oder für diese angemeldet sind. Wir haben daraufhin ganz neutral nachgefragt bei den Eltern, ob sie den Kindergarten wechseln möchten. Die Eltern haben gemeint: ,Nein. Wir haben uns die Einrichtung nur angeschaut, mehr aber auch nicht.‘“ Die Hauptamtsleiterin fügt noch hinzu, dass die für die städtischen Kindergärten zuständige Sachbearbeiterin Eltern sogar auf die Schatzkinder hingewiesen habe, nachdem der städtische Kindergarten in Nagelsberg keine Plätze mehr gehabt habe.

Weitere private Kindergärten: Würtholino und Waldorfkindergarten

Class gibt jedoch zu, dass die beiden weiteren privaten Kindergärten in Künzelsau, dem Würtholino und dem Waldorfkindergarten, keine Listen mit Namen von interessierten Eltern bei der Stadt eingereicht werden müssen, so wie es von Jakobi verlangt wurde – und somit auch keine Eltern angerufen werden, die eventuell ins Würtholino oder in den Waldorfkindergarten wechseln möchten. Dieses Vorgehen der Stadt gab es nur bei Jakobi und den Eltern, die an den neuen Kita Interesse gezeigt hatten. Class erklärt: Nachdem kein Kind im Kindergarten bei einem Vor-Ort-Besuch von einer städtischen Mitarbeiterin angetroffen wurde, habe man hier einfach genauer hingeschaut.

Bereits der Anfang gestaltete sich holprig: Nach ersten Gesprächen im Juli 2018 nimmt der Kindergarten Schatzkinder den Betrieb auf, ab März 2019 nimmt der Gemeinderat den Kindergarten in die städtische Bedarfsplanung mit auf – zunächst einmal bis zum Ende des Kindergartenjahres im Juli 2019. Das heißt: Die Stadt zahlt pro Kindergartenplatz einen Abmangel von 63 Prozent der Betriebskosten. Hierzu zählen, so die Stadt, alle Personal- und Sachausgaben wie Porto, Miete, Strom, die von Katrin Jakobi bei der Stadt eingereicht werden können. Kleinere Kindergärten sind dabei teurer als große. Bei einem kleinen Kindergarten wie die Schatzkinder mit anfangs lediglich ein bis drei Kindern zahlt die Stadt schnell mal eine monatliche Summe an Jakobi, die an einen fünfstelligen Bereich grenzt, so Class. Ein teures Unterfangen also auch für die Stadt.

Eine holprige Zusammenarbeit – vom Anfang bis zum vorläufigen Ende

Am 29. April 2019 trifft der Gemeinderat schließlich die Entscheidung, dass Kindergärten über eine Belegungszahl von mindestens zehn Kindern verfügen müssen, ansonsten fliegen sie aus der Bedarfsplanung. Eine Schocknachricht für Jakobi, die sich in ihrer Existenz bedroht fühlt und einen Anwalt aus Stuttgart einschaltet.
Dieser schreibt der Stadt am 13. Juni 2019: „Durch den neuen Gemeinderatsbeschluss handelt der Gemeinderat treuwidrig und widersprüchlich, wenn er meine Mandantschaft zunächst vorbehaltlos in die Bedarfsplanung aufnimmt, um zwei Monate später diese Aufnahme in die Bedarfsplanung taktisch zurücknimmt.“

Der Gemeinderat setzt die Hürden höher, Jakobi fliegt aus der Bedarfsplanung

Carmen Class weiß das: „Rückabwickeln werden wir das sicher nicht können. Für die Monate März bis Juli werden wir voraussichtlich den vollen Betriebskostenzuschuss zahlen müssen.“ Dann entfällt der Zuschuss, denn Jakobis Kindergarten wurde vom Gemeinderat nicht mehr in die Bedarfsplanung für das Kindergartenjahr 2019/2020 aufgenommen, da die Stadt keinen Bedarf sieht, d sie selbst derzeit 29 freie Kiga-Plätze in ihren städtischen Kindergärten haben, so Class. Hinzu kommt: Während bei den beiden anderen freien Kindergärten, Würtholino und Waldorfkindergarten, immer alle Unterlagen fristgerecht eingereicht worden seien, habe es immer wieder Probleme diesbezüglich bei dem Kindergarten Schatzkinder gegeben.
Jakobi trägt nun nach jetzigem Stand ab September die kompletten laufenden Betriebskosten ihrer Kita allein. Auch die Hürden auf eine Wiederaufnahme in die Bedarfsplanung sind hoch: „Sollte sie noch einmal einen Antrag auf Aufnahme in die Bedarfsplanung stellen, wird der Gemeinderat vermutlich einen möglichen positiven Beschluss an einen Mindestbelegungszahl knüpfen“, stellt Carmen Claas in Aussicht. Die Hürden sind damit hoch für Jakobi.

Ein kleiner Kindergarten kann die Stadt eine fünfstellige Summe pro Monat kosten, auch wenn nur 1 Kind darin spielt

Ein Hoffnungsschimmer bleibt jedoch in der verfahrenen Situation. Zusätzlich möchte Jakobi ab September auch Plätze für Ein- bis Dreijährige anbieten. Die Stadt sieht hier, im Gegensatz zu den Drei- bis Sechsjährigen, einen reellen Bedarf – auch und vor allem im Hinblick auf die Zukunft mit immer mehr arbeitenden Müttern, so Class. Jakobi könnte für das nächste Kindergartenjahr wieder einen Antrag stellen, die dann der Gemeinderat prüft hinsichtlich der Wiederaufnahme in die Bedarfsplanung.

Text: Elke Brand / Dr. Sandra Hartmann

Fotos: Elke Brand

Mitarbeiterin mit einem zu betreuenden Kind. Foto: GSCHWÄTZ

So sieht es im Innern der Kita Schatzkinder aus. Foto: GSCHWÄTZ

Bald soll auch noch ein Bereich für Ein- bis Dreijährige hinzukommen. Foto: GSCHWÄTZ