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„Persönliche Gründe“

Der traditionsreiche Blumenladen Röger in Niedernhall schließt. Das geht aus einer Mitteilung im städtischen Amtsblatt hervor.

Darin heißt es von der Inhaberin Sandra Röger: „Aus persönlichen Gründen werde ich zum 05. April 2021 schweren Herzens meinen Laden schließen.“ Röger bedankt sich bei ihren Kunden für das entgegengebrachte Vertrauen und die „schönen Begegnungen“.

Bis einschließlich Ostern ist der Blumenladen noch geöffnet. Kunden können hier noch Osterdeko, Salatsetzlinge, Zimmer- und Frühlingspflanzen, Blumenerde sowie Blumensträuße kaufen.

Viele Teile aus Keramik und Glas gibt es zu reduzierten Preisen.

 




„Wir wurden enteignet und entmündigt“

„Das lasse ich mir nicht bieten“, gibt sich der Mann kämpferisch. Der 78-Jährige (sein Name ist der Redaktion bekannt, er möchte aber anonym bleiben) fühlt sich von der Stadtverwaltung Niedernhall ungerecht behandelt – regelrecht „enteignet und entmündigt“. Im Mai 2016 war die Kocherstadt schwer von einem Hochwasser getroffen worden. Um ein solches Ereignis in Zukunft zu verhindern, investiert die Stadt einiges, ertüchtigt den Hochwasserschutz, baut teilweise neu. Im vergangenen Jahr wurde hinter dem Solebad in Richtung Criesbach der Hochwasserschutzdamm am Kocherufer verbreitert. Von der Baumaßnahme war auch ein Grundstück der Niedernhaller Familie betroffen. Der Besitzer spricht von rund 200 Quadratmetern Ackerfläche, die unrechtmäßig überbaut worden seien. Bis zur halben Höhe des alten Dammes reiche der Besitz der Familie, die Grundstücksgrenze sei mit dem Damm überbaut. Jetzt steht dort eine Mauer aus Natursteinen.

Vorgefertigter Kaufvertrag

Im Vorfeld hatte die Familie 2018 ein Schreiben vom Regierungspräsidium bekommen, dass für die Hochwasserschutzmaßnahme Teile ihres Ackers benötigt werden würden. Auch eine Informationsveranstaltung habe es gegeben, auf der der Mann und seine Frau bereits den Preis erfuhren, der für ihre Fläche bezahlt werden solle. „Dann kam Bürgermeister Beck mit einem fertigen Kaufvertrag zu uns, in dem auch schon der Preis drin stand“, blickt der Mann zurück. „Wir haben aber gleich signalisiert, dass wir nicht verkaufen, sondern tauschen wollen.“ Das wiederum lehnte der Verwaltungschef ab, „weil die Stadt Niedernhall nichts verkauft oder tauscht“, erinnert sich der dreifache Vater. Sein Vorschlag sei: „Nach vorne gehören der Stadt noch rund 15 Meter Fläche bis zum Weg. Die hätten sie uns im Tausch geben können.“ Dann würde endlich wieder Ruhe einkehren.

Frühere Tauschgeschäfte

Schon früher wurden auch in Niedernhall munter Grundstücke getauscht. „Wir hatten ein Stück dort, wo jetzt das Hallenbad steht, und damals mit der Stadt getauscht“, erzählen die Besitzer. „Wir haben immer mitgemacht, wenn die Stadt was wollte und es Sinn machte.“ Doch das war noch zu Zeiten des alten Bürgermeisters. „Überhaupt, wo kommen wir hin, wenn der Käufer den Preis diktiert“, regt sich der Grundstücksbesitzer weiter auf. Die Gemeinde könne nur einen Richtpreis machen. „Irgendwann sagte Bürgermeister Beck, wir brauchen das Grundstück nicht mehr, wir bauen da eine Spundwand hin“, blicken die Eheleute zurück. „Doch uns gehört das Grundstück nicht nur bis zum Fuß des alten Dammes, sondern bis ungefähr zu seiner halben Höhe.“ Die Mauer stehe also auf ihrem Besitz.

Überraschung nach dem Urlaub

Als das Ehepaar nach einem längeren Urlaub wieder nach Niedernhall zurückkehrte, wurde es von den Baumaßnahmen am Kocherufer überrascht. „Ich bin zu den Bauarbeitern hin und sagte denen, das könnt ihr nicht machen, da ist doch nichts geklärt“, sagt der Mann. Aber es wurde weitergebaut und damit Tatsachen geschaffen. Genauso überrascht sei das Landratsamt gewesen, das davon ausgegangen sei, dass alles geklärt ist. „Bürgermeister Beck hatte uns außerdem zugesagt, eine Abschrift der Baugenehmigung zu schicken“, erzählt der Mann weiter. Die sei erst im November des vergangenen Jahres gekommen. „Da war die Einspruchsfrist lange vorbei.“

Dienstaufsichtsbeschwerde

Der Mann will nicht aufgeben, überlegt sich zurzeit weitere Schritte. Mittlerweile hat er gegen Achim Beck eine Dienstaufsichtsbeschwerde eingereicht. Vor allem wirft er dem Bürgermeister vor, „zu wenig mit den Leuten zu reden“.

GSCHWÄTZ hat auch bei Achim Beck um eine Stellungnahme gebeten. Dieser teilte in einer ersten E-Mail gegenüber GSCHWÄTZ mit: „Ich beantworte die E-Mail in der mir zur Verfügung stehenden Zeit. Sie erhalten also dann Antwort, wenn ich die Zeit dafür habe. Derzeit gehe ich davon aus, dass ich Ihnen im Laufe der nächsten Woche antworten kann.“ Das war am 16. Februar 2021.

Text: Sonja Bossert

Bilder der Baumaßnahme. Der obere dunkle Strich zeigt an, wie weit das Grundstück des Niedernhallers reicht. Foto: privat

Die Mauer entsteht. Foto: privat

Natursteine stützen den Hochwasserschutzdamm ab. Foto: privat

 




Mit Blaulicht zu den Kindern

Er war schon von weitem zu sehen: Mit Blaulicht und der örtlichen Feuerwehr kam am Sonntag, den 06. Dezember 2020, der Nikolaus nach Niedernhall. Auf dem Feuerwehrauto hatte er einen Sack voller Schoko-Nikoläuse dabei.

Diese verteilte er an die Kinder im gesamten Stadtgebiet und brachte so ihre Augen zum Strahlen. Mit der Aktion sollte den Kindern trotz der Corona-Pandemie eine Freude gemacht werden.




Sperrung der L1044 wegen Baumpflegearbeiten

Die Landesstraße L1044 muss zwischen dem Ortsende Niedernhall (Galgenberg) und der Zufahrt Giebelheide (Hohenlohestraße) von Montag, den 30. November, bis voraussichtlich Freitag, den 4. Dezember 2020, gesperrt werden. In diesem Zeitraum wird die Straßenmeisterei Künzelsau abgestorbene, verkehrsgefährdende beziehungsweise schadhafte Bäume in diesem Bereich entfernen.

Der Verkehr von Forchtenberg in Richtung Gaisbach und Gewerbepark Waldzimmern wird über Wohlmuthausen – Neufels und umgekehrt umgeleitet.

Die Zufahrt Giebelheide und Gewerbepark Waldzimmern aus Richtung Neufels bleibt jederzeit möglich.

Quelle: Pressemitteilung des Landratsamtes Hohenlohekreis




Solebad wieder geöffnet – nur dienstags bleibt es geschlossen

Nach der coronabedingten Zwangspause öffnet das Niedernhaller Solebad am Donnerstag, den 01. Oktober 2020, wieder seine Pforten.
„Unter Einhaltung der hygienerechtlichen Vorgaben dürfen sich alle Besucher fortan wieder auf eine erholsamen und wohltuenden Aufenthalt in unserem Gesundheitsbad freuen.“, so eine Pressemitteilung der Stadt Ingelfingen.

Das Solebad steht zu den üblichen Öffnungszeiten zur Verfügung, eine vorherige Anmeldung sei nicht erforderlich.

Dienstags kein öffentlicher Badebetrieb

Lediglich Dienstags bleibt das Bad künftig für den allgemeinen Badebetrieb geschlossen. An diesem Wochentag findet ab Oktober 2020 regelmäßig Schwimmunterricht für Grundschüler und Schwimmkurse der Kochertaler Schwimmschule statt.




Kerl-Areal weiterhin im Dornröschenschlaf

Einsam und verloren steht ein Bagger mitten auf dem zwei Hektar großen Kerl-Areal in Niedernhall, das die Stadt im Jahr 2015 von der Familie Kerl erworben hat. Der Kauf beziehungsweise die Abwicklung dessen war umstritten (GSCHWÄTZ berichtete unter https://www.gschwaetz.de/2018/04/08/was-wird-aus-niedernhalls-filetstueck-buergermeister-schweigt-ueber-kaufpreis/ sowie https://www.gschwaetz.de/2018/04/17/filetierung-des-kerl-areals-in-niedernhall/). Das Grundstück liegt direkt an der Kochertalstraße am Ortseingang von Niedernhall. 2018 gab es Überlegungen, die Abbiegespur am Verkehrsknotenpunkt Weißbacher Straße in Richtung Kocherbrücke zu verlängern. Dafür hätte man die Criesbacher Straße von dem Verkehrsknoten entkoppelt und dafür eine Abbiegespur durch das Kerl-Areal geschaffen. Dort hatte die Stadtverwaltung eigentlich eine Weiterentwicklung des örtlichen Einzelhandels angedacht. „Es wird bestimmt noch ein halbes Jahr dauern, bis man genaueres zur Erschließung des Kerl-Areal sagen kann“, so Bürgermeister Achim Beck seinerzeit in einer Gemeinderatssitzung. Seither ist nichts passiert.

Daher haben wir bei Bürgermeister Beck im Juli 2020 nachgefragt, wie es nun weitergeht auf dem ehemaligen Kerl-Areal. Beck verweist darauf, dass es bislang noch keine Pläne gäbe, wie es dort nun weitergehe: „Das Kerl-Areal wird noch nicht bebaut, es gibt derzeit auch noch keine Planung dazu.“ Es scheint sich in den vergangenen zwei Jahren nichts getan zu haben.

So wird der Bagger wohl noch länger einsam auf dem Gelände stehen und auf Arbeit warten.

Auch nach zwei Jahren gibt es hier keine Neuerungen. Foto: GSCHWÄTZ

Ursprünglich wollte die Stadtverwaltung hier den örtlichen Einzelhandel weiterentwickeln. Foto: GSCHWÄTZ

 

 

 

 




„Jeder wird stolz sein, ein Shirt der vergangenen Laufevents zu tragen und zu versuchen, seine persönliche Bestzeit zu halten“

der ebm-papst-Marathon gibt es in diesem Jahr trotz Corona – allerdings etwas anders üblich. Anstelle des realen ebm-papst Marathons findet erstmals in Hohenlohe eine virtuelle ebm-papst Laufveranstaltung statt. Das geht aus einer Pressemitteilung von ebm-papst hervor.

Digitale Lösung

Vor einigen Wochen musste der Ventilatorenhersteller ebm-papst die traurige Nachricht übermitteln, dass der ebm-papst Marathon 2020 aufgrund von Covid-19 in diesem Jahr nicht stattfinden kann. Doch das gilt nur für den „realen“ Marathon in Niedernhall. Virtuell ist dagegen so einiges möglich.

Viele Rückmeldungen des Bedauerns erreichten ebm-papst nach der Absage des ebm-papst Jubiläumsmarathons. Zum bereits 25. Mal sollte die beliebte Familienveranstaltung am letzten Sommerferien-Wochenende im September stattfinden. Kurzerhand suchte das Organisationsteam des Technologieführers nach einer Alternative und fand eine digitale Lösung.

Erstmals in Hohenlohe

Vom 11. bis 13. September 2020 startet erstmals in Hohenlohe eine virtuelle ebm-papst Laufveranstaltung. Um teilzunehmen genügt eine Anmeldung auf der Internetseite des ebm-papst Marathons unter www.ebmpapst-marathon.de und die passende App auf dem Smartphone. Am Marathonwochenende kann dann jeder einfach und zu jeder Uhrzeit auf seiner eigenen Wunschstrecke starten. Angebotene Disziplinen sind Nordic Walking, Zehn-Kilometer-Lauf, Halbmarathon und Marathon. „Die App ist natürlich keine echte Alternative für das Lauffeeling beim realen ebm-papst Marathon “, sagt Joachim Süssmuth vom TSV Niedernhall. „ Aber diese virtuelle Möglichkeit wird die Sportler am Laufwochenende im Kochertal und an anderen Orten sichtbar machen. Ich denke, jeder wird stolz sein, ein Shirt der vergangenen Laufevents zu tragen und zu versuchen, seine persönliche Bestzeit zu halten.“

Unser Patenkind Noah hat sich schon so auf seinen ersten Start beim Zehn-Kilometer-Lauf gefreut“

Auch Familie Hasenauer aus Niedernhall wäre gerne beim Event dabei gewesen. „Unser Patenkind Noah hat sich schon so auf seinen ersten Start beim 10km-Lauf gefreut“, erzählt Anja Hasenauer. „Aber wir sind natürlich alle drei beim virtuellen Lauf dabei und freuen uns schon auf den ebm-papst Marathon im nächsten Jahr.“

Kostenlose App

Mit der kostenlosen „mika:timing“ App ist es den Teilnehmern möglich, ihre Zeit zu stoppen und virtuell am Event teil zunehmen. Dazu wird die Veranstaltung „ebm-papst Marathon“ in der App ausgewählt, im Bereich „Mein Rennen“ das Tracking gestartet und schon kann der persönliche Lauf beginnen. Familie und Freunde können die Läufer per Smartphone verfolgen. Und wie immer gilt dies auch auf den Social Media Kanälen von ebm-papst und der Facebook-Seite des Marathons. Hier können die Teilnehmer Bilder Videos und Kommentare von Ihrem persönlichen Laufereignis mit der Gemeinschaft teilen.

Es gibt auch etwas zu gewinnen

Unter allen Teilnehmern verlost der Motoren- und Ventilatorenhersteller 25 Freistarts für den 25. ebm-papst Marathon 2021 in Niedernhall. Dann hoffentlich wieder real und mit vielen Läufern und Besuchern.

Patenkind Noah ist auch dabei. Foto: ebm-papst

Familie Hasenauer wird auch in diesem Jahr mitmachen. Foto: ebm-papst




„Das Wasser verfärbt sich auf natürliche Art und Weise.“

Während Besucher in den Freibädern in Künzelsau und Langenburg ins kühle Nass springen können, stehen sie in Niedernhall vor verschlossenen Toren. Aufgrund der umfangreichen Coronaauflagen für Freibäder bleibt das Freibad in Niedernhall in diesem Sommer geschlossen. Ein Blick über den Zaun offenbart: Das Wasser im dortigen Becken sieht mittlerweile ziemlich grün aus.

Auf GSCHWÄTZ-Nachfrage schreibt dazu Bürgermeister Achim Beck per Mail: „Da wir derzeit das Wasser nicht chloren, verfärbt sich das Wasser auf natürliche Art und Weise. Im September wird das Wasser abgelassen, das Becken gereinigt und wieder zur Hälfte befüllt. Das Freibadbecken ist aufgrund von Hochwasser/Grundwasser immer teilweise befüllt, damit es im Hochwasserfall nicht aufschwimmt“.

Im GSCHWÄTZ-Video https://www.gschwaetz.de/schlagwort/freibad-langenburg/ hatte Langenburgs Bademeister Arnd Bezold bereits vor den Folgen gewarnt, wenn ein Freibad ein Jahr lang nicht in Betrieb geht. Denn eigentlich müssten solche Bäder trotzdem technisch weitergeführt werden, auch wenn es keine Besucher gäbe. Andernfalls seien die Folgekosten in den Jahren danach hoch. „Das ist eigentlich eine Milchmädchenrechnung“, so Bezold.




„Ein Ort, der für das ganze Kochertal, sogar für Teile des Jagsttals, eine Bereicherung sein wird“

Das alte Gasthaus zur Linde in Niedernhall soll zu neuem Leben erweckt werden. Ende Dezember 2019 hat die Raiffeisenbank Hohenloher Land (Raiba) das gesamte Grundstück mit dem Wohn- und Gasthaus sowie der ehemaligen Kegelbahn vom Eigentümer erworben. Zum Kaufpreis gab Andreas Siebert, Vorstandsvorsitzender der Raiba, auf GSCHWÄTZ-Nachfrage keine Auskunft. Für die Sanierung und Renovierung wird die Bank weit über eine Million Euro investieren.

„Eine erste grobe Kostenermittlung des beauftragten Architekturbüros beläuft sich auf zirka 1,5 Millionen Euro“, so Siebert. „Derzeit werden jedoch die Anforderungen der Mietinteressenten noch überprüft und gegebenenfalls eingearbeitet.“

Gemeinsam mit der Stadtverwaltung Niedernhall hat die Raiba ein Konzept für die Sanierung des bekannten Wohn- und Gasthauses erstellt. Das Gebäude soll laut Bürgermeister Achim Beck umfassend saniert, um- und angebaut werden. Das neu gestaltete Objekt soll künftig „Haus an der Linde“ heißen, sagte Beck auf GSCHWÄTZ-Nachfrage.

Eröffnung im Herbst/Winter 2021 geplant

Losgehen soll es nach Auskunft des Bürgermeisters schon in Kürze. „Während die Eigentümer aus der Linde ausziehen, laufen im Hintergrund schon die Planungen für den Umbau und die Umnutzung“, so Beck weiter. Ursprünglich sah der Plan vor, dass das Objekt im Sommer beziehungsweise im Herbst 2021 eingeweiht und in Betrieb genommen werden kann. Diese Zielvorstellung hatte auch die Raiba, die plante, die Räumlichkeiten „bereits im zweiten Halbjahr 2021 ihrer neuen Verwendung zuführen zu können“. Durch Corona hat sich die Terminplanung leicht nach hinten verschoben. Bürgermeister Beck erklärte zum aktuellen Stand: „Das Ärztehaus steht kurz vor der Einreichung des Baugesuchs. Die Genehmigung ist nach aktuellem Stand für den Herbst 2020 geplant.“ Der Bauherr plane aber die Eröffnung nach wie vor im Jahr im Herbst/Winter 2021. Im Herbst/Winter soll es laut Bürgermeister Beck soweit sein.

„Ein Kinderarzt, eine neue Hebammenpraxis und eine Physiopraxis sollen hier einziehen“

In der heutigen Linde sollen drei unterschiedliche Praxisräume entstehen – laut Beck handelt es sich dabei um „einen Kinderarzt, der hier in Niedernhall eine Praxis einrichtet, sowie um eine neue Hebammenpraxis und eine Physiopraxis, die bereits hier vor Ort praktiziert, sich jedoch mittelfristig in den neuen Räumen sieht“. Auch Raiba-Vorstandsvorsitzender Siebert bestätigt, dass man mit „diesen Ärzten und Dienstleistern in einvernehmlichen Verhandlungen“ stehe. Konkrete Namen wollten jedoch weder er noch Achim Beck zu diesem Zeitpunkt nennen.

„Ein Ort, der für das ganze Kochertal, sogar für Teile des Jagsttals eine Bereicherung sein wird“

Die umgebauten Praxisräume und der Neubau sollen barrierefrei werden, das Gebäude Linde aber in der Ansicht und Kubatur erhalten bleiben. Bürgermeister Beck sieht das Projekt als „ein Ort, der der Gesundheitsversorgung dient, der übrigens für das ganze Kochertal, zudem sogar für Teile des Jagsttals eine Bereicherung sein wird, zumindest was die dann ansässige Kinderarztpraxis betrifft“. Und sofern „am Ende des Tages alles klappt und alle Nutzer an Bord bleiben können“.

Niedernhall steuert 160.000 Euro aus dem Stadtsäckel bei

Besonders freut Beck, dass zeitgleich die vorhandene Kegelbahn abgerissen wird. Dort soll ein Mehrfamilienwohnhaus entstehen – „auch wieder ein Beispiel für ein
innerörtliches Wohnprojekt“. Weil sich mit dem Projekt die Stadt Niedernhall um die Gesundheitsversorgung am Ort und darüber hinaus kümmere, hat der Gemeinderat in einer Sitzung im vergangenen Jahr entschieden, dieses Projekt mit 400.000 Euro aus Stadtsanierungsmitteln zu unterstützen. Davon werde die Stadt Niedernhall faktisch 40 Prozent – also 160.000 Euro – aus dem Stadtsäckel selbst bezahlen. Den Rest trägt das Land Baden-Württemberg. Diese Zahlen bestätigte auch Raiba-Vorstandsvorsitzender Andreas Siebert – „abhängig von den tatsächlichen Umbaukosten“. Überlegungen von Seiten der Stadtverwaltung Niedernhall, das Grundstück angesichts der hohen Bezuschussung aus Stuttgart mit 240.000 Euro selbst zu erwerben, gab es laut Auskunft von Bürgermeister Beck jedoch nicht.

Gasthaus war ursprünglich ein Arzthaus

Das Gasthaus Linde war ursprünglich im Jahr 1830 als Arzthaus errichtet worden, erst 1880 wurde es als Braugaststätte umgenutzt. „Mit dieser Planung führt man die Linde wieder der ursprünglichen Nutzung – also die Nutzung als Arztpraxis“, so Beck.

Text: Sonja Bossert

Achim Beck hat am 07. Dezember 2017 Klartext gesprochen

Bürgermeister Achim Beck. Foto: GSCHWÄTZ/Archiv

Niedernhalls Bürgermeister Achim Beck sieht das Projekt als eine Bereicherung nicht nur für Niedernhall (Foto: GSCHWÄTZ), sondern für das ganze Kochertal.




Was war am Donnerstag nur los?

Mit über 1,4 Promille war am Donnerstagabend, den 07. Mai 2020, ein Autofahrer in Niedernhall unterwegs. Der 52-jährige Mann wurde gegen 23.50 Uhr von einer Streife mit seinem Skoda in der Salzstraße angehalten und kontrolliert. Dort schlug den Beamten gleich Atemalkohol entgegen. Ein Alkoholtest bei dem Mann zeigte über 1,4 Promille an, was natürlich zur Folge hatte, dass die Fahrt an Ort und Stelle beendet war. Der Mann musste die Beamten zur Blutentnahme in das nächste Krankenhaus begleiten. Sein Führerschein wurde beschlagnahmt. Auf den 52-Jährigen kommt jetzt eine Anzeige zu.

Kupferzell: Unfall unter Alkoholisierung

Zu einem Unfall wurde die Polizei ebenfalls am Donnerstagaben, den 07. Mai 2020,  in Kupferzell gerufen. Der Fahrer eines Daimler-Sprinters befuhr gegen 19 Uhr die Lindenstraße in Westernach und bog an der Einmündung zur Kreisstraße Richtung Beltersrot nach rechts ein. Hierbei fuhr der 27-Jährige offenbar nicht weit genug rechts, so dass er mit seinem Fahrzeug mit einer zeitgleich entgegengesetzt nach links in die Lindenstraße abbiegenden VW-Fahrerin seitlich zusammenstieß. Hierbei entstand am Sprinter ein Schaden von zirka 3.000 Euro, an dem VW ein Schaden von 2.500 Euro. Bei der Unfallaufnahme stellten die Beamten bei dem 27-Jährigen Alkoholgeruch fest. Ein Test bestätigte den Verdacht. Der Daimler-Fahrer musste die Beamten zur Blutentnahme in das nächste Krankenhaus begleiten. Der Führerschein des 27-Jährigen wurde noch vor Ort beschlagnahmt.

Künzelsau: Fahren unter Drogen

In Künzelsau fiel auch am Donnerstagmittag ein junger Audi-Fahrer durch sein Verhalten bei einer Verkehrskontrolle auf. In der Straße Am Wehr kontrollierten gegen 12 Uhr die Beamten einen 25-Jährigen und stellten bei diesem Hinweise auf eine aktuelle Beeinflussung durch Betäubungsmittel fest. Ein Drogentest bestätigte den Verdacht. Der junge Mann musste sein Fahrzeug stehenlassen und die Beamten zur Blutentnahme begleiten. Ihn erwartet jetzt eine Anzeige.

Quelle: Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Heilbronn