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Hohenlohe: Manuela Dewald neue Behindertenbeauftragte

Manuela Dewald ist seit 1. November 2018 neue Beauftragte für die Belange von Menschen mit Behinderungen (kommunale Behindertenbeauftragte). Das geht aus einer Pressemitteilung des Landratsamtes des Hohenlohekreises vom 08. November 2018 hervor.

Behindertenbeauftragte kümmern sich laut dem Landratsamt um die Umsetzung des Landesgleichstellungsgesetzes vom Dezember 2014.  Sie steht den Menschen mit Behinderung sowie ihren Angehörigen und Vertretern als auch Vereinen,  Verbänden und Selbsthilfegruppen als Ansprechpartnerin für Beratung und Information zur Verfügung.  Außerdem berät sie bei kommunalen Planungen sowie bei Belangen, bei denen Menschen mit Behinderung betroffen sind. Die Stelle ist dem Dezernat für Familie, Bildung und Gesundheit zugeordnet. „Ich freue mich sehr, dass die Stelle nun wieder besetzt ist und wir mit Manuela Dewald eine erfahrene Verwaltungsmitarbeiterin für die Aufgabe gewinnen konnten“, erklärt Landrat Dr. Matthias Neth. Als erste Amtshandlung besuchte Manuela Dewald zusammen mit Dr. Neth und Sozialdezernentin Ursula Mühleck den Bundesverband Selbsthilfe Körperbehinderter (BSK e.V.) in Krautheim.

Manuela Dewald hat seit 1. Januar 2016 als Sachbearbeiterin für den Bereich Asylbewerberleistung im Amt für Ordnung und Zuwanderung im Landratsamt Hohenlohekreis gearbeitet. Zuvor war sie bei der Stadt Heilbronn tätig.

Quelle: Pressemitteilung des Landratsamtes des Hohenlohekreises vom 08. November 2018

Foto: Landratsamt Hohenlohekreis

 




Pflegekräfte: Sie haben unseren höchsten Respekt verdient

Der Pflegeskandal im Altenheim Krautheim beschäftigt auch weiterhin die Bürger in Hohenlohe. Die dort arbeitenden Pflegekräfte wurden nach unserer Berichterstattung darauf angesprochen, ob sie überfordert mit ihrer Arbeit wären beziehungsweise schlechte Arbeit leisten würden. GSCHWÄTZ-Chefredakteurin Dr. Sandra Hartmann macht in ihrem Kommentar nochmal deutlich, dass die schlechte Situation in der Pflege nichts mit schlechten Mitarbeitern zu tun hat. Im Gegenteil. Diese leisten eine Arbeit, die höchsten Respekt verdient.

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Krautheimer Herbstmesse

Von Freitag, den 19. Oktober 2018, bis Montag, den 22 Oktober 2018 findet in Krautheim das 71. Jagsttaler Volksfest statt. Die Herbstmesse mit Vergnügungspark, Krämermarkt und Bierzelt hat auch dieses Jahr wieder einen Gebrauchtbüchermarkt.

Der Bieranstich am Freitag ist um 19.45 Uhr. Ab 20 Uhr spielt die Kapelle Zefix.

Am  Samstag beginnt um 12 Uhr der Gebrauchtbüchermarkt, um 13 Uhr öffnet der Krämermarkt und ab 20 Uhr sorgt die Band Ganoven im Zelt für Musik.

Der Krämermarkt öffnet am Sonntag bereits um 10 Uhr und ab 11 Uhr beginnt der Volksfest- und Festzeltbetrieb. Die Blaskapelle Gommersdorf und die Stadtkapelle Krautheim sorgen für Unterhaltung.

Am Montag unterhält die Winzerkapelle Klepsau die Festzeltgäste.

Krautheimer Herbstmesse von Freitag, den 19. Oktober, bis Montag 22. Oktober 2018.
Foto: Mitteilungsblatt Krautheim




Eine Schande für das reiche Deutschland – Kommentar zum Pflegeskandal in Krautheim

Kommentar von GSCHWÄTZ-Chefredakteurin Dr. Sandra Hartmann zu dem vom Magazin GSCHWÄTZ aufgedeckten Pflegeskandal im Altenheim Krautheim. Hartmann verurteilt darin scharf die Misstände in einem derart reichen Industriestandort wie Deutschland und hat am Ende nur eine entscheidende Frage an die Verantwortlichen.

 

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Aufstand im Altenheim Krautheim – Der Pflege-Skandal

// BBT-Gruppe verspricht Besserung

„Es tut mir so leid.“ Gertruds* Stimme zittert, wenn sie über ihren Beruf spricht. Sie ist ausgebrannt. „Die Zustände haben sich in den vergangenen Jahren merklich verschlechtert“, sagt sie. Sie hat das Gefühl, sie wird ihrer Aufgabe nicht mehr gerecht – den alten Menschen nicht mehr gerecht. Seit einigen Jahren arbeitet sie im Altenheim in Krautheim. Was sie sagt, geht einem auch als Unbeteiligter unter die Haut.

Altenpflegerin Gertrud: „Die Patienten schreien“

„Die Patienten schreien im wahrsten Sinn nach Liebe“, berichtet sie. Doch dafür, für Umarmungen, für Gespräche bleibe keine Zeit. Im Gegenteil: „Wenn demenzkranke Patienten schreien, werden sie einfach kurzerhand auf ihr Zimmer geschoben und die Tür zugemacht.“ Das zumindest berichtet eine Angehörige, Anneliese Riegler aus Krautheim, die ihre Mutter in dem Heim hat. Gertrud bestätigt auf GSCHWÄTZ-Nachfrage dieses Vorgehen und erklärt: „Durch das Schreien werden andere Patienten gestört.“ Die Mitarbeiter wiederum hätten gar nicht die Zeit, sich um
die Patienten zu kümmern. „Man kann seinen Job gar nicht mehr richtig machen“, sagt Gertrud. Viele, die herumschreien, seien demenzkrank. „Die bräuchten eigentlich eine Eins-zu-Eins-Betreuung. Dies jedoch könne das kleine Team gar nicht leisten.

Krautheim liegt im idyllischen Jagsttal. (Hier zu sehen: Die Burg.) Doch die Idylle trügt. Foto: GSCHWÄTZ

Zwei Mitarbeiter für über 20 Senioren

Früher hätten sie mehrere Azubis gehabt, jetzt sei nur noch ein Lehrling da, eine Azubine, die gerade 16 Jahre geworden sei und bereits voll mitarbeiten müsse, berichtet Gertrud. Im Altenheim in Krautheim, das zur Hohenlohe Krankenhaus gGmbH und damit wiederum zur BBT-Gruppe gehört (staatlich/kirchliche Trägerschaft), gibt es rund 45 Plätze – verteilt auf zwei Stockwerke, so Getrud. Zwei bis drei Mitarbeiter (darunter Minijobber und Teilzeitkräfte) kümmern sich laut Gertrud und Anneliese Riegler um jeweils ein Stockwerk mit teilweise über 20 Patienten. Manchmal,
berichtet Riegler, „bleibt keine Zeit, um die Heimbewohner zu duschen, dann gibt’s Katzenwäsche“.

300 bis 400 Überstunden

Viele der Mitarbeiter seien an ihr Leistungslimit gekommen, seien krank, überarbeitet, hätten gekündigt oder häufen bis zu 300 oder 400 Überstunden an. Neue Mitarbeiter werden immer seltener eingestellt, weil „die eben auch nicht einfach so von den Bäumen hüpfen“, erst recht nicht, wenn man bedenkt, wie viel eine Teilzeitkraft im Pflegebereich verdient (um die 1.000 Euro
brutto). Unter diesen Bedingungen „kann man seinen Job nicht mehr richtig machen“. Das ist es, was Gertrud am meisten belastet.

Im März 2018 wenden sich die Angehörigen der Heimbewohner in einem Beschwerdebrief an den kaufmännischen Direktor, an Herbert Trudel. Dieses Schreiben liegt GSCHWÄTZ vor. Darin heißt es unter anderem: „Wir zahlen einen nicht unerheblichen Beitrag dafür, damit sie [unsere Angehörigen] gut versorgt sind. […] Wir haben in zehn Jahren viele Heimleitungen kommen
und gehen sehen. […] Das Pflegepersonal (mit Doppelschichten) ist an ihre Grenzen gekommen. […] Es wird immer mehr an Personal gespart“, obwohl die Bewohner teilweise in höhere Pflegegrade eingestuft werden und dadurch auch mehr Pflege benötigen. „Seit Wochen sehen wir oft nur eine Person in der Küche“, die für alle Heimbewohner das Essen zubereiten solle. Riegler und auch Mitarbeiterin Gertrud berichten unabhängig voneinander gegenüber GSCHWÄTZ, dass sich auch das Essen an sich verschlechtert habe, dass die Heimbewohner teilweise dünne Suppen bekämen. Frisches Brot beim örtlichen Bäcker kaufe die neue Heimleitung nicht mehr ein, sondern stattdessen Essen bei günstigen Supermarktketten. „Es wird an allen Ecken und Enden gespart“, lautet das Fazit auch von Mitarbeiterin Gertrud.

Mitarbeiter, Angehörige und Heimbewohner gehen auf die Barrikaden. Foto: unsplash

Angehörige: „Seit Wochen sehen wir oft nur eine Person in der Küche“

Herbert Trudel antwortet nur wenige Tage später. Trudels Schreiben liegt der Redaktion GSCHWÄTZ ebenfalls vor. Darin heißt es: „Betroffen haben Herr Mächtlen und ich Ihre Beschwerde […] zur Kenntnis genommen.“ Trudel verweist darauf, diese Beschwerden bei der nächsten Angehörigenversammlung am 11. April 2018 anzusprechen. Riegler wiederum teilte GSCHWÄTZ mit, dass es auch nach dieser Versammlung zu keinerlei Verbesserung gekommen sei. Im Gegenteil. „Der Zustand hat sich verschlechtert. Das Personal ist ständig unterbesetzt. Gutes Personal hat gekündigt.“ Ein weiteres Ärgernis: „Die Räume sind dreckig und schmutzig“, erzählt Anneliese Riegler. Eine externe Firma sei für die Reinigung der Räume zuständig. Aber vermutlich werde auch hier gespart.

Rund 3.000 Euro für einen Platz im Altenheim

Rund 3.000 Euro zahlen Angehörige im Schnitt für einen Heimplatz in Krautheim. Sind alle 45 Plätze in Krautheim belegt, wären das monatliche Umsätze von 135.000 Euro. Nun sollen die Pflege-Entgelte nochmal angehoben werden, wie Einrichtungsleiter Maximilian Mächtlen in einem Schreiben an die Angehörigen der Heimbewohner ankündigte. Hierzu lud er alle Angehörigen
zum nächsten Angehörigentreffen ein. Am 24. September 2018 war es soweit. An diesem Abend entlud sich, was sich über Monate und teilweise Jahre angestaut hatte.

An diesem Abend entlud sich, was sich über Monate und teilweise Jahre angestaut hatte

17 Menschen waren zur Versammlung gekommen, darunter drei Heimbewohner. Rund die Hälfte meldete sich zu Wort und beschwerte sich bei Trudel und Mächtlen. Die Vorwürfe reihten sich wie Perlen aneinander. Fünf „gute“ Pflegekräfte hätten gekündigt. Zwei Hilfskräfte aus Mazedonien, die fast kein Deutsch können, seien stattdessen eingestellt worden. Das Essen lies angesichts vieler Heimbewohner, die sowieso schon Probleme mit dem Magen hatten, zu wünschen übrig. Von übersäuertem Ochsenmaulsalat war die Rede und Vollkornbrot, das viele schlicht nicht mehr
essen könnten. Und überhaupt: Das Personal habe zu wenig Zeit, um die Menschen nach Bedarf zu füttern. Die Jalousien würden nicht repariert werden, so dass die Heimbewohner teils im Dunkeln sitzen müssten.

Alte sitzen im Dunkeln, Mitarbeiter haben nur noch Zeit für Katzenwäsche

Und: Es fehle eine offene, transparente, kritische Kommunikation über all diese Misstände. Jemand sprach von „Betrug“ angesichts der Tatsache, dass die Heimbewohner beziehungsweise
die Angehörigen nun auch noch mehrere hundert Euro mehr für den Heimplatz bezahlen müssen. Wohin fließe das Geld?, wollte jemand wissen. Trudel und Mächtlen verwiesen indes darauf, dass ab dem 01. Oktober 2018 zwei neue Pflegekräfte kommen würden und zusätzlich eine Nachtwache. Aber der vorgegebene Stellenschlüssel müsse eingehalten werden. Mächtlen verwies auf die Vorgaben der Kranken- und Sozialkassen. In einem halben Jahr wollen sie zum nächsten Angehörigentreffen einladen. Ein Heimbewohner im Rollstuhl schüttelte nur frustriert den Kopf und meinte: „Hier wird doch sowieso nur geredet, aber nichts kommt heraus.“ – „So schaffen wir das nicht“, meinte eine andere Stimme. Seit dem letzten Treffen, überhaupt die letzten Jahre, habe sich nichts verbessert, kritisierte eine weitere Stimme. Jahrelang seien diese Missstände schon vorgetragen worden. Doch nichts sei passiert. Im Gegenteil.

Mitarbeiter haben teilweise keine Zeit mehr, die Heimbewohner zu duschen. Dann gibt es Katzenwäsche. Foto: adobe stock

GSCHWÄTZ die BBT-Gruppe als Mehrheitseigner der Hohenloher Seniorenheime um eine Stellungnahme gebeten. Der BBT-Gruppe äusserte sich nicht überrascht und betont, dass bereits erste Schritte zur Verbesserung der Situation eingeleitet wurden:

BBT-Gruppe stimmt zu: „Es gibt Handlungsbedarf“

„Bereits kurz nach Übernahme der Verantwortung für die Seniorenheime der Hohenloher Seniorenbetreuung (HSB) haben wir uns intensiv mit der Situation dort beschäftigt.  Von Mitte Juni bis Mitte Juli fanden in allen stationären Senioreneinrichtungen interne Audits statt. Dabei wurden intensive Gespräche mit den Einrichtungsleitungen, Wohnbereichsleitungen und PDL über die Infrastruktur der Gebäude, über die Personalsituation sowie die aktuellen Berichte der Heimaufsicht und des MDK geführt. Auf der Grundlage dieser Audits haben wir Konzepte für die Weiterentwicklung der Senioreneinrichtungen erstellt, die gemeinsame Standards zur Qualitätssicherung, zu Personalmanagement und Personalentwicklung beinhalten. Wir sind nun dabei, diese Konzepte Schritt für Schritt umzusetzen und haben bereits erste Sofortmaßnahmen eingeleitet“, beschreibt BBT-Regionalleiter Thomas Wigant die Situation. „Das ist allerdings ein kontinuierlicher Prozess, der nicht immer sofort nach außen sichtbar ist. Im Altenheim  Krautheim stehen wir vor einigen besonderen Herausforderungen, es gibt Handlungsbedarf und wir haben bereits damit begonnen, uns dem zu stellen.“

Zu wenig Personal in der Pflege

Die BBT-Gruppe verweist auf die derzeit deutschlandweite Situation, dass Pflegepersonal überall Mangelware sei.

„Gut ausgebildetes Pflegepersonal ist nach unserer Ansicht für eine gute Pflege in unseren Senioreneinrichtungen unverzichtbar. Bundesweit fehlen allein in der Altenpflege mehrere tausend Fachkräfte und gerade in ländlichen Regionen ist es schwierig, ausreichend Pflegefachkräfte zu finden. Dabei stehen wir vor der Herausforderung, dass die Suche nach qualifiziertem Pflegepersonal in den Einrichtungen der HSB durch die Löhne nach einem niedrigeren Haustarif in den vergangenen Jahren zusätzlich erschwert wurde. Dieser Herausforderung stellen wir uns – gerade auch im Sinne einer guten Versorgung für unsere Bewohner.  Zurzeit führen wir Tarifgespräche mit der Gewerkschaft verdi und dem Betriebsrat, die eine schrittweise Annäherung an den Tarif des öffentlichen Dienstes und damit eine Rückkehr in den Flächentarif zum Ziel haben. Diese Gespräche stehen jetzt kurz vor einem Abschluss“, so der Regionalleiter der BBT-Gruppe Thomas Weber. „Wichtiges Anliegen ist es dabei für uns als Verantwortliche, einen guten Ausgleich zu finden zwischen  – einerseits – unserer erklärten Absicht, die Löhne und Gehälter für unsere Mitarbeiter künftig schrittweise an den Tarif des TVÖD anzupassen und  – andererseits – die finanzielle Belastung für unsere Bewohnerinnen und Bewohner beziehungsweise deren Angehörige in Grenzen zu halten“, so Thomas Weber weiter. „Gute Pflege muss uns – auch als Gesellschaft insgesamt – etwas wert sein. Dieser Schritt ist für uns eine Grundlage sowohl für die künftige Gewinnung als auch die Bindung von qualifizierten Pflegenden, die bereits in unseren Einrichtungen arbeiten.“

„Dabei sind die vorgegeben Pflegeschlüssel orientiert an den Pflegegraden Bewohner für uns verbindlich und werden auch durch die Kostenträger und die Heimaufsicht extern kontrolliert“, unterstreicht der kaufmännische Direktor der HSB Herbert Trudel. „Im Altenheim Krautheim  waren im ersten Halbjahr 2018 – bei monatlichen Schwankungen – im Schnitt 0,3 VK mehr Pflegepersonal beschäftigt, als vom vereinbarten Pflegeschlüssel verlangt. Dabei gab es allerdings auch Personalwechsel. Fünf Mitarbeiter haben uns verlassen. Dafür wurden sechs Mitarbeiter neu eingestellt, darunter zwei ausgebildete mazedonische Pflegekräfte mit Sprachniveau B2, die mit wöchentlichem Sprachunterricht unterstützt werden, um ihre Deutschkenntnisse weiter zu verbessern.“

BBT-Gruppe verspricht, Jalousien zu reparieren und gesteht Mängel in der Sauberkeit der Räume ein

„In einigen – auch von Ihnen angeführten – Fällen haben wir im Altenheim Krautheim bereits Sofortmaßnahmen eingeleitet: Tatsächlich war die Qualität der Reinigungsfirma auch aus unserer Sicht nicht ausreichend. Nachdem unsere Interventionen bei der Firma nicht die gewünschten Besserungen erzielten, werden wir in Kürze die Gebäudereinigung wieder selbst übernehmen. Auch die Reparatur der Jalousien in einigen Zimmern hat in dieser Woche bereits begonnen“, heißt es in der Antwort auf unsere Presseanfrage. In einem Punkt jedoch betont BBT, dass es keine Mängel gab:

„Den Vorwurf, am Essen zu sparen, weisen wir entschieden zurück. Das Essen stellt aus unserer Sicht für unsere Bewohner einen wesentlichen Bestandteil der Lebensqualität dar“, so der kaufmännische Direktor der HSB Herbert Trudel weiter. „Die Speiseplanung erfolgt  durch unsere qualifizierte Hauswirtschaftsleiterin nach ernährungswissenschaftlichen  Gesichtspunkten und den Bewohnerbedürfnissen und -wünschen. Es gibt daher keine ‚dünnen Suppen‘. Sicher schmecken nicht immer alle Speisen jedem Bewohner. Wir versuchen daher soweit es geht, auch den individuellen Essenswünschen nachzukommen. Deshalb ist es auch wichtig. etwa beim Brot abwechselnde Angebote zu machen, ob von örtlichen Bäckereien oder von anderen Lieferanten. Generell legen wir Wert darauf, unsere Lebensmittel (zum Beispiel Brot, Wurst, Säfte) auch von örtlichen und regionalen Lieferanten zu  beziehen.“

BBT: „Den Vorwurf, beim Essen zu sparen, weisen wir entschieden zurück“

„Wir nehmen alle von den Angehörigen genannten Hinweise sehr ernst und beziehen sie gezielt in unser Qualitätsmanagement mit ein“, betont Regionalleiter Thomas Wigant. „Rückmeldungen der Bewohner und Angehörigen – am besten im direkten Gespräch mit den zuständigen Verantwortlichen in den Senioreneinrichtungen – sind wichtig, damit wir konkrete Maßnahmen zu einer weiteren Verbesserung einleiten können. Daran arbeiten wir und wir setzen dabei auf einen guten Dialog mit unseren Bewohnern und deren Angehörigen.

Kaum einer glaubt noch an eine Verbesserung, es werde nur immer schlechter, schlagen Angehörige, Heimbewohner und Mitarbeiter Alarm

Der Frust und die Enttäuschung sind groß in Krautheim, denn kaum glaubt an eine Verbesserung der Situation, viele Mitarbeiter, aber auch Angehörige sind am Ende ihrer
Kräfte. „Wir alle sind alle fix und fertig“, sagte Anneliese Riegler gegenüber GSCHWÄTZ.

 

BBT-Gruppe bleibt Frage nach den Gehältern der Geschäftsführung offen

Die BBT-Gruppe hat der Redaktion GSCHWÄTZ  in kürzester Zeit umfassend und auch selbstkritisch geantwortet. Die einzige Frage, die sie offen lies, war die Frage, wie viel die Geschäftsführung verdient.

Wieviel verdient die Geschäftsführung? Foto: adobe unstock

Altenheime in Hohenlohe

Die Hohenloher Krankenhaus gGmbH (HK) führt laut dem Geschäftsbericht von 2016 zwei Altenheime. Die Hohenloher Seniorenbetreuung gGmbH (HS) führt sechs weitere Seniorenzentren im
Landkreis. Die HS ist ein hundertprozentiges Tochterunternehmen der HK. Laut dem Geschäftsbericht 2016 erwirtschafteten die Altenheime in Öhringen und Krautheim einen Überschuss von 129.000 Euro. Vergleichbare Zahlen zu den anderen Altenheimen, wie etwa Krautheim, werden in dem Bericht nicht einzeln aufgeführt. In diesem Geschäftsbericht verwies der damalige Geschäftsführer Jürgen Schopf auf die schlechte finanzielle Entwicklung der HK insgesamt und die Entscheidung des Kreistages, Mittel aus dem Krankenhausstrukturfonds zu beantragen.
Die Annahme der Mittel ging später mit der Schließung des Krankenhausstandortes in Künzelsau einher.

 

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Der Druck auf alle steigt

 

// Oberschulamt Künzelsau bestätigt Lehrerengpass an den Schulen im Kocher- und Jagsttal
 
// Stundenausfall, Förderunterricht gestrichen, Krankheit: besonders Grundschulen haben zu kämpfen

Wenn Katrin* von der Grundschule nach Hause kommt, beeilt sich Mama Christina K. mit dem Kochen, damit die Viertklässlerin so früh wie möglich mit ihren Hausaufgaben beginnen kann. In der Regel sind es zwei Blätter in Deutsch und in Mathe. „Aber das ist leider nicht alles“, seufzt die Mutter. Hausaufgaben am Wochenende seien die Regel, Arbeitsblätter für die Ferien ebenso. Thomas M. stimmt zu. Der Vater einer Zweitklässlerin ergänzt: Hinzu kämen jeden Tag Schreibübungen, die die Kinder mit den Eltern gemeinsam erledigen müssten. Lesen üben sei ebenso tägliches Pflichtprogramm, ergänzt Mutter Maren die GSCHWÄTZ-Runde. Wir haben Eltern aus dem Hohenlohekreis gebeten, uns über den Schulalltag ihrer Kinder zu berichten. Alle scheinen sich zu fragen: „Was lernen unsere Kinder überhaupt noch in der Schule?“

 

Ein Lehrer an einer Grundschule im Hohenlohekreis berichtet von der Kehrseite der Medaille: „Ich arbeite mittlerweile manchmal 80 Stunden in der Woche“. Das Problem: „Wir haben eine Unterversorgung an Lehrern besonders in den Grundschulen“, sagt er und vermutet, dass das mit dem niedrigeren Gehalt zusammenhängt, das Grundschullehrer im Vergleich zu anderen Lehrern an weiterführenden Schulen bekommen.

 

Alois Schmitt vom staatlichen Schulamt Künzelsau bestätigt einen Engpass an Lehrern besonders an den Grundschulen. Er führt diesen Engpass zum einen auf die aktuelle Pensionierungswelle zurück. Viele Lehrer sind in den Ruhestand gegangen oder stehen kurz davor. Zum anderen unterrichten an Grundschulen überproportional viele Frauen. Derzeit seien viele von ihnen in Mutterschutz gegangen.

 

Das Schulamt ist nicht nur für den Hohenlohekreis zuständig, sondern auch für den Main-Tauber-Kreis sowie den Haller Kreis. „Wir können Schulen derzeit so versorgen, dass sie arbeitsfähig sind“, mehr aber auch nicht, so der Schulamtsdirektor. Sprich: Zusätzliche Angebote wie Förder- und Schwimmunterricht sowie AGs stehen auf der Kippe, wenn sie nicht bereits gestrichen wurden. Das nächste Problem: Wird ein Lehrer krank, muss der Unterricht des Öfteren ausfallen, weil es oft keine Vertretungslehrer gibt. „Wir haben keine Lehrerreserven mehr,
die wir eigentlich bräuchten, zum Beispiel, wenn ein Kollege krank wird.“

 

Eine für Schmitt akzeptable Notlösung sei hier aber Vertretungsunterricht, indem ein Lehrer zwei Klassen parallel unterrichtet. „Er muss dabei nicht ständig im Zimmer sein“, sagt Schmitt und betont: „Wir haben hier ein Luxusproblem.“ Sprich: Viele würden auf hohem Niveau jammern, weil man in der Vergangenheit sehr hohe Standards gewohnt war. Aber was sei schlimm daran, wenn nun wieder Grundschulklasssen ob des Lehrermangels zusammengelegt werden und statt 15 und 12 Schüler es eine große Klasse mit 27 Schülern gäbe?, fragt er. Das sei früher normal gewesen.

 

Eltern und Lehrer wiederum sehen genau in diesen immer größeren Klassen das Hauptproblem: Individueller Unterricht sei kaum möglich, berichtet eine Lehrerin. Nachdem das Land Mathe- und Deutschstunden gekürzt habe, sei es noch schwieriger, ausreichend Zeit zum Lesen, Rechnen und Schreiben zu finden. In der Regel komme jedes Kind einmal dran mit Lesen in der Deutschstunde. Das führt dazu, dass die Basics in der Schule gelernt werden, das vertiefende wiederholende Lernen, die Schreib- und Rechenübungen hierzu jedoch immer mehr nach Zuhause verlagert werden. Manche Eltern berichten von Hausaufgaben, die sich nicht selten bis in den Abend ziehen.

 

Für viele Eltern eine enorme Belastung, zumal in immer mehr Familien beide Elternteile arbeiten.

 

Aber auch „die Belastung der Lehrkräfte hat zugenommen“, sagt Alois Schmitt. Bei so genannten „verlässlichen Grundschulen“ müssten die Kinder in der eigentlichen Schulstundenzeit trotz Stundenausfall irgendwie betreut werden. Bei den Gemeinschaftsschulen hätten die Lehrer zusätzliche Aufgaben wie Coaching-Gespräche mit ihren Schützlingen zu führen.
Diverse Regelschulen bieten, wie von der Landesregierung Baden-Württemberg forciert, Inklusionsklassen für Kinder mit und ohne Behinderung an (wir berichteten), aber nicht immer
steht hierfür genügend Personal zur Verfügung.

 

Hans-Jürgen Saknus, der stellvertretende SPD-Kreisverbandsvorsitzende des Hohenlohekreises, kritisiert die Sparpolitik der derzeitigen baden-württembergischen Landesregierung. Er wünscht sich nicht nur mehr Lehrer, sondern auch mehr Sozialarbeiter an den Schulen vor Ort – was eigentlich auch einmal angestrebt gewesen sei – sowie eine Entlastung der Schulleiter im Verwaltungsmanagement – in Form von Assistenten. Das sei „aber alles wieder weggestrichen worden“.

Einst Musterländle auch in der Bildungspolitik dümpelt Baden-Württemberg bei diversen Studien – etwa bei der Grundschulvergleichsstudie IGLU oder beim IQB-Bildungstrend 2016 vom Institut zur Qualitätssicherung im Bildungswesen – teils auf den letzten Plätzen herum.

Mitte 2017 stellte Baden-Württembergs Kultusministerin Eisenmann ein neues Qualitätskonzept vor, das 2018 an den Schulen umgesetzt werden soll. Die Maßnahmen laut einer Pressemitteilung des Kultusministeriums vom 02. Januar 2018 lauten unter anderem:

// Die Methode „Schreiben nach Gehör“ wird abgeschafft

// Die Grundschulen erhalten durch eine Erhöhung der Stundentafel und die Verschiebung des Fremdsprachenunterrichts mehr Lernzeit in Deutsch und Mathematik

// Das Kultusministerium entwickelt einen Rechtschreibrahmen für die Klassen eins bis 10. Dieser soll im Schuljahr 2018/19 an alle Schulen gehen und verbindliche Vorgaben für den Rechtschreibeunterricht enthalten

// Die Realschulen mit ihrer sehr heterogen zusammengesetzten Schülerschaft bekommen Poolstunden zur intensiveren Förderung leistungsstarker und leistungsschwacher Schüler

// Eine Reform der gymnasialen Oberstufe schafft zusätzliche Möglichkeiten der Profilbildung. Die Schüler sollen Schwerpunkte für vertieftes Wissen setzen können, was der Studierfähigkeit und der beruflichen Orientierung zugute kommt

// Schulleitungen sollen bei Verwaltungsaufgaben entlastet werden

 

Auch die Gemeinschaftsschulen kämen nicht zu kurz. In einer Pressemitteilung vom 14. Juli 2017 heißt es: Die Landesregierung habe für den Ausbau der Ganztagsschule und der Inklusion zusätzliche Stellen geschaffen.

 

Während sich ein Lehrermangel an den Grundschulen breitmacht, haben die Gymnasien einen Bewerberüberschuss. Hinzu kommen steigende Schülerzahlen an den Grundschulen sowie „ein erheblicher Mehrbedarf an Lehrkräften“ durch Zuwanderung und der Herausforderung der Integration“. Dem gestiegenen Bedarf stehe eine geringere Zahl von Neubewerbern gegenüber. Daher können nun auch Gymnasiallehrer an Grundschulen unterrichten. Sie werden jedoch wie ihre Grundschulkollegen bezahlt, betont Schulamtsdirektor Alois Schmitt auf Nachfrage.
Früher sei die Versorgung der Schulen mit Lehrern bei 120 Prozent gelegen, heute bei 100 Prozent, so Schmitt. Unter 100 Prozent werde es schwierig. Doro Moritz, Landesvorsitzende der GEW Baden-Württemberg, forderte die Landesregierung jüngst auf, mehr Geld für Bildung in die Hand zu nehmen.

 

// Angst vor Konsequenzen

Wir haben uns mit Eltern, Lehrern, Schülern und Schulleitern aus dem Hohenlohekreis über die Bildungspolitik im Ländle unterhalten. Allerdings befürchteten viele Eltern bei Nennung ihres Namens Nachteile für ihr Kind. Manche Lehrer und Schulleiter wiederum fürchten bei Nennung ihres Nachnamens ebenfalls mögliche Konsequenzen hinsichtlich ihres Arbeitsplatzes. Daher haben wir manche Personen anonymisiert. Schulen, die uns unter anderem offiziell Auskunft gegeben haben, waren das Schlossgymnasium Künzelsau (Engpass, wenn etwa Kollegen krank werden, in Elternzeit gehen oder Schulungen besuchen), die Bischof-von-Lipp-Schule in Mulfingen (allmählich Lehrermangel an der privaten Gemeinschaftsschule) und die Geschwister-Scholl-Schule Forchtenberg (Schulleitung: „kleiner Engpass“).

 

// Wieviel verdienen Lehrer?
Die durchschnittliche Eingangsbesoldung als Grundschullehrer liegt bei 3.533,38 Euro (A12) in Baden-Württemberg. Ein Gymnasiallehrer steigt mit 4.136,91 Euro (A13) ein. Die Besoldungstabelle mit den Gehaltsstufen ist einsehbar auf www. https://lbv.landbw.de

 

// Versäumnisse vor allem bei den Grundschulen
Baden-Württembergs Kultusministerin Eisenmann kritisierte in einer Pressemitteilung, dass die Vorgängerregierung es „versäumt“ habe, im Grundschulbereich vorausschauend zu planen und diese Schulen daher derzeit einen verstärkten Lehremangel hätten. Als Grund nannte sie, dass sich die Studienzeit des neuen Grundschullehramts ab dem Wintersemester 2011/12 verlängert und dazu geführt habe, dass im vergangenen Jahr 400 Neubewerber weniger auf den Arbeitsmarkt kamen als üblich. Weitere Gründe für den Engpass seien „die hohe Pensionierungswelle und den daraus resultieren Ersatzbedarf, der ebenfalls bereits vor einigen Jahren geplant hätten werden können und müssen.“

 

Text // Dr. Sandra Hartmann

Fotos // adobe stock




Die Narren sind los // Video von der Prunksitzung der FG Lemia in Krautheim

„Das ist auch in Krautheim die schönste Zeit im Jahr, das ist ganz klar“, begrüßt Sybille Weisl, Präsidentin  der FG Lemia die Fastnacht-Fans zur zweiten von in diesem Jahr insgesamt drei Prunksitzungen (und einer Kinderfastnacht) im vollbesetzten Eugen-Seitz-Bürgerhaus in Krautheim. Krautheim ist über den jagsttälerischen Tellerrand hinaus bekannt für seine Prunksitzungen. Das Programm ist gespickt mit lokalen Beiträgen, aber auch mit Programmpunkten von auswärtigen Fastnachtlern: So hat der Götz von Berlichingen (Klaus Geldenbuth) seinen traditionellen Auftritt: „Zu erbeuten gibt es in Krautheim schon lange nichts mehr. Nicht einmal Ratten, Tauben und Elstern finden was hier“, sagt er vermutlich in Anspielung auf die dünn gefüllte Krautheimer Haushaltskasse. Isegrim vom Unterschloss (Peter Bienert) betrachtet die politische Weltbühne, vor allem über Türkeis‘ Staatschef Erdogan musste er im vergangenen Jahr öfter mal ungläubig den Kopf schütteln. „Doch keiner scheint sich da zu trauen, mal endlich auf den Tisch zu hauen“, kritisiert er auch die deutsche Regierung. Junge Gardetänzerinnen und Tanzmariechen hüpfen über die Bühne. Niklas Käfer als gestresster Weihnachtsmann ist der jüngste Büttenredner des Abends. Und auch Hauptmann Küppers  darf nicht fehlen und nimmt sich dieses Mal die Sesamstraße vor.

Ramona Sbircea von FG Lemia: „Das Anliegen von Lemia ist, das Brauchtum der Fastnacht weiterzugeben.“ So kommt denn auch Melana Mitterlehner immer wieder in ihren Heimatort Krautheim zurück, um die Prunksitzung als Zuschauerin mitzuerleben. Freundin Liesa Meyle erinnert sich noch gerne an die Zeit zurück, in der die beiden selbst auf der Bühne gestanden sind und mitgetanzt haben: „Es ist immer wieder schön zu sehen, wie sich die Prunksitzungen weiterentwickelt haben“, so Meyle. Die Mischung aus eigenen Gruppen und Gastabordnungen ist immer wieder super getroffen“, findet Michael Schellmann. Die als rosa Baby verkleidete Ute Fahrbach ist seit elf Jahren Mitglied bei Lemia. Heute schaut sie ihrem Sohn zu, wie er seinen Auftritt im Männerballett meistert. Das ganze Jahr über trainieren die einzelnen Gruppen laut Sbircea für ihren großen Fastnacht-Auftritt: „Wir legen auch sehr viel Wert darauf, dass es Fastnacht bei uns heißt und nicht Fasching, weil Fastnacht Brauchtum ist. Fasching ist mehr Alkohol und Halli Galli.“

Ein besonderes Leckerbissen an diesem Freitag: (Ex)-Bürgermeister schmettern gemeinsam ein Lied auf der Bühne, unter anderem dabei: Karlheinz Börkel, der frühere Bürgermeister von Schöntal, an der Gitarre und Andreas Köhler, der Bürgermeister von Krautheim, mit cooler Sonnenbrille: „Und wir liegen uns heut‘ alle in den Armen, denn für eine Nacht, da sind wir alle gleich“, singen sie.  Andreas Köhler betonte gegenüber GSCHWÄTZ: „Die FG Lemia hat für Krautheim eine große kulturelle Bedeutung, weil sie sehr viele große Veranstaltungen durchziehen kann und Besucher aus dem gesamten Jagsttal anzieht.“

Zu feiern gab und gibt es derzeit reichlich für die Krautheimer Narren. 2017 feierte die FG Lemia 55-jähriges Jubiläum. Der berühmte Götz-Spruch „Er kann mich mal im Arsche lecken“ ist 500 Jahre alt geworden. Von diesem Spruch abgeleitet, entstand die Abkürzung: Lemia.

Foto // Lemia Krautheim/Archiv/privat




„Unsere Gegend ist hierfür nicht geeignet“

Die fünfte Jahreszeit steht vor der Tür: Fasching, Fastnet oder Karneval – wie man es auch immer nennen möchte. Eigentlich begonnen schon am 11. November 2017 um 11.11 Uhr, aber zwischendrin haben der November als Trauermonat, Weihnachten, Silvester und die Heiligen drei Könige die Narrenzeit in den Hintergrund verbannt. Aber jetzt ist es wieder soweit: Helau, narri narro und Alaaf. Verkleiden, Masken und Umzüge sind angesagt. Und obwohl das Kocher- und Jagsttal nicht als die Hochburg des Faschings gilt, hat Gschwätz-Reporter Felix Kribus doch einige Hohenloher Faschingsliebhaber getroffen. Allerdings nicht nur, wie man in unserem Umfragevideo zum Thema Fasching sieht.

Foto // Archiv/Lemia




Schule Krautheim: Täter ermittelt

Anbei veröffentlichen wir eine gemeinsame Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft sowie des Polizeipräsidiums Heilbronn: In der Nacht vom 21. November 2017 auf den 22. November 2017 kam es in Krautheim zu einem Brand der dortigen Grund- und Werkrealschule. Durch das Feuer entstand ein Gesamtschaden von zirka 450.000 Euro. Die freiwillige Feuerwehr Krautheim war mit 26 Einsatzkräften vor Ort. Laut Auskunft der Stadtverwaltung Krautheim kann in dem Gebäude für zwei bis drei Wochen kein Schulbetrieb stattfinden. Dieser wurde in umliegende Schulen verlagert. Aufgrund eines Zeugenhinweises konnten drei tatverdächtige Jugendliche im Alter von 17 bis 18 Jahren ermittelt werden. Nach momentanem Ermittlungsstand ist von einer grob fahrlässigen Begehungsweise auszugehen.

 




Zwischenfall bei der Krautheimer Herbstmesse

// Bombenwetter, 5.000 Besucher, Rettungswagen bei Festumzug

// exklusive Fotos & Videos

Der Festumzug der Krautheimer Herbstmesse am vergangenen Samstag den, 14. Oktober 2017, steht still. Für zirka eine halbe Stunde. Plötzlich gab es beim Festzug kein vor und kein zurück. Viele Zuschauer standen ahnungslos am Straßenrand. Was war los? GSCHWÄTZ fragte beim Organisator Rainer Münch, der bei der Stadtverwaltung Krautheim arbeitet, nach. Dieser teilte uns mit: „Ein männlicher Zuschauer ist wegen Kreislaufproblemen umgekippt. Zunächst versuchte man vor Ort, den Gesundheitszustand zu stabilisieren. Als er dann abermals umgekippt ist, wurde der Rettungswagen angefordert, der auch schnell da war und den Patienten ohne Probleme erreichte.“ Münch weiter: „Über den (Anm. d. Redaktion: jetzigen) Gesundheitszustand der betroffenen Person liegen uns keine Infos vor.“ Dies war aber nicht der einzige Zwischenfall. Ein Mädchen stürzte vom Pferd. „Dem vom Pferd gestürzten Mädchen geht es ordentlich“, erklärt Münch.

Die Krautheimer Herbstmesse, die am Montag, den 16. Oktober 2017 nach vier Festtagen zu Ende ging, feierte in diesem Jahr ihr 70-jähriges Jubiläum. Der Festzug findet nur alle fünf Jahre statt. Die Herbstmesse lockte laut Münch insgesamt zirka 5.000 Besucher an.

GSCHWÄTZ stürzte sich beim Krautheimer Herbst ins Getümmel und hat die besten Szenen eingefangen:

// Fotos und Videos von Philipp Burkert