Reinhold Würth warnt vor Drittem Weltkrieg
Reinhold Würth hat es getan. Der Künzelsauer Unternehmer hat unlängst in einem Interview im Rahmen der ARD-Dokumentation „Irgendwer zahlt immer“ vor einem Dritten Weltkrieg gewarnt. Die Anzeichen erinnern an die Vorboten des Ersten und Zweiten Weltkrieges sagte er.
Tatsächlich gibt es in Deutschland, Europa und der Welt eine stetig wachsende Unzufriedenheit der Bürger mit der regierenden Klasse. Die Gründe hierfür sind vielfältig. Tatsächlich gibt es auch einiges, was die regierenden Politiker anders, ja, besser machen könnten. Nehmen wir nur mal das Sozialwesen mit Krankenhäusern und Altenheimen, das schon lange nicht mehr als Sozialwesen betrachtet wird, sondern als Wirtschaftsbereiche, die gewinnbringend arbeiten sollen – finanziert und bezahlt durch die Bürger. Und im Zweifelsfall, wenn nicht noch Gewinn herausspringt für den Staat, geschlossen.
Aber nun erleben wir einen Umbruch. Wir haben diese Woche gleich zweimal erlebt, dass nicht immer alle Entscheidungen abgesegnet und durchgewunken werden, sondern kritisch hinterfragt und abgelehnt. Der Kreistag hat es vorgemacht und gibt dem Notfallkonzept Künzelsau eine verlängerte Chance. Achim Becks Antrag auf Schließung nach nur drei Monaten wurde abgeschmettert. Ingelfingens Gemeinderat hat gezeigt, wieviel Kraft ein Gemeinderat haben kann. Er hat sich gegen den Vorschlag der Stadtverwaltung für eine Einbahnstraße abgelehnt. Beide Male wurde im Sinne des Volkes entschieden. Das sind wahre Volksvertreter. Dann fühlen sich die Bürger auch wieder gehört.
Ein Kommentar von Dr. Sandra Hartmann