1

Klowagen-Geschichten: Unterwegs mit Reinigungskraft Saskia am Kiauer Straßenfest

Eine lustig-ernste Reportage über einen Job, den man lieben muss

Arbeiten, wenn andere sich vergnügen und Spaß haben. Unlängst beim Künzelsauer Stadtfest vom 12. bis 14. Juli 2019 gut zu beobachten. Bierausschenker, Bratwurstumdreher, Ständlesverkäufer. Was wäre das Stadtfest ohne Essen und Trinken? Aber was wäre ein Stadtfest ohne mehrere Toilettenwagen? Nicht auszudenken. Und was wären diese kleinen Badezimmer auf Rädern ohne die Menschen, die dort für Sauberkeit und Hygiene sorgen ? GSCHWÄTZ-Videoreporter Dr. Felix Kribus hat mit der Reinigungskraft Saskia, die drei Tage lang den WC-Wagen am Unteren Markt betreut hat, gesprochen und die Künzelsauer gefragt, wie viel ihnen eine saubere Toilette wert ist. Eine lustig-ernste Montage zum Thema „Ich muss mal.“

Reinigungskraft Saskia weiß einiges zu berichten. Foto: GSCHWÄTZ

Hinweis am Toilettenwagen am Unteren Bach am Künzelsauer Stadtfest 2019. Foto: GSCHWÄTZ

Die Herren der Schöpfung geben auch gerne mal 1 Euro pro Toilettengang. Foto: GSCHWÄTZ

Bei manch einem Besucher drückt das Bläschen schon ordentlich. Foto: GSCHWÄTZ

Wer verlässt den Toilettenwagen sauberer? Frauen oder Männer? Foto: GSCHWÄTZ

 




Parents 4 Future – Die Eltern demonstrieren mit

Seit Monaten demonstrieren Kinder und Jugendliche für den Klimaschutz. Auch in Künzelsau (wir berichteten). Am heutigen Freitag, den 19. Juli 2019, um 11.58 Uhr ist es wieder soweit. Aber diesmal mit Eltern – denn Klimaschutz geht alle etwas an.

Es sind Erwachsene aus dem Hohenlohekreis und dem Kreis Schwäbisch Hall, die die Fridays-for-Future Bewegung und vor allem die Schüler hier vor Ort unterstützen möchten. Das Ziel ist es, den jungen Menschen bei ihren Forderungen nach einer konsequenten Klima- und Umweltschutzpolitik solidarisch zur Seite zu stehen, um so mit ihnen gemeinsam für eine bessere Welt zu kämpfen.

Aber es werden nicht nur Eltern gesucht, sondern eine bunte Mischung von Menschen mit und ohne Kinder, verschiedenen Alters.

Weitere Informationen gibt es auf der Interseite: Parents For Future

 

 




Männer mögen’s herber, Frauen lieblicher

Die Künzelsauer Antwort auf Woodstock – Das Stadtfest-Video 2019

Schön war’s – das Stadtfest. Knapp drei Tage Musik, Essen, Trinken und Aktionen rund um die Hauptstraße. Dreißig Gruppen auf fünf Bühnen, über 30 Vereine mit Ständen, Schminken und Klettern für Kinder inklusive und mehrere tausend gut gelaunte Besucher – trotz wenig berauschender Wetterbedingungen. Das ist die Bilanz des Künzelsauer Stadtfestes, das nur alle zwei Jahre stattfindet. GSCHWÄTZ-Chefredakteurin Dr. Sandra Hartmann hat sich – im Schlepptau mit Kameramann Felix Kribus – ins Getümmel gewagt und mit Bürgermeister Stefan Neumann, dem Bundestagsabgeordneten Christian von Stetten und vielen anderen illustren Partygästen philosophiert.

 




Polizei zieht Stadtfest Bilanz

Von Freitag, den 12. Juli 2019, bis Sonntag, 14. Juli 2019, fand das Stadtfest in der Künzelsauer Kernstadt statt. Die Polizei hatte einiges zu tun.

Den ersten Einsatz hatten die eingesetzten Polizeibeamten am Freitag zur „Primetime“ gegen 20.15 Uhr. Als Passanten einen herrenlosen Koffer in einem Gebüsch meldeten. Dieser stellte sich als leer und somit ungefährlich heraus. Gegen 23.30 Uhr meldeten Zeugen eine Schlägerei zwischen zirka 20 Personen im Bereich des Alten Rathauses. Als die Beamten mit drei Streifenwagenbesatzungen vor Ort eintrafen, hatte sich die Gruppe bereits aufgelöst. Im Laufe der Nacht zum Samstag kam es zu mehreren Sachbeschädigungen. Zwei PKW wurden beschädigt, eine Scheibe eines Gebäudes wurde zerstört und auch ein BUGA-Karl musste dran glauben. Dieser wurde von seinem Sockel gerissen und daneben auf einer Wiese abgelegt. Durch das bessere Wetter an den beiden folgenden Festtagen, Samstag und Sonntag, besuchten deutlich mehr Menschen das Stadtfest. Die Polizei wurde über „Spaßvögel“ informiert, die Besucher des Festes durch ein Fenster einer Dachgeschosswohnung mit Wasser bespritzten. Gegen 0.30 Uhr am Sonntag erwischten Polizeibeamte einen Mann mit einem Joint. Außerdem gab es während der Nacht mehrere Streitigkeiten zwischen alkoholisierten Heranwachsenden, aus denen aber alle Beteiligten glücklicherweise unverletzt hervorgingen.

Quelle: Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Heilbronn




Die ersten heißen Schnappschüsse vom Stadtfest – inklusive zerstörtem BUGA-Karl

Trotz Platzregens zwischendurch hielten die Besucher dem Stadtfest in Künzelsau an diesem Wochenende die Treue. An allen Tagen war das Fest mehr als gut besucht. Nur der arme BUGA-Karl wurde dabei zerstört. Hier zeigen wir Euch die ersten Fotos. Das Fest endet am heutigen Sonntag, den 14. Juli 2019, um 18 Uhr.

Gitarrensoli und Bestnoten für das Stadtfest gab es von diesen charmanten Mädels. Foto: GSCHWÄTZ

Drei Tage feiern – das war das Credo von manch einem Festgast. Foto: GSCHWÄTZ

Zuschauer vor der KOKOLORES-Bühne am Oberen Bach. Dahinter befindet sich die GSCHWÄTZ-Redaktion. Foto: GSCHWÄTZ

Kaum ein Durchkommen in der Hauptstraße. Foto: GSCHWÄTZ

Auch vom Platzregen zwischendurch ließen sich die Besucher nicht beirren und feierten danach einfach weiter. Foto: GSCHWÄTZ

Vor der Kokoloresbühne am Oberen Bach neben der Alten Schmiede standen viele junge Zuhörer. Foto: GSCHWÄTZ

Die Stadtkapelle spielte am Alten Rathaus. Foto: GSCHWÄTZ

Bereits am Freitagnachmittag war viel los in der Innenstadt. Foto: GSCHWÄTZ

Video-Interview: GSCHWÄTZ-Chefredakteurin Dr. Sandra Hartmann mit Künzelsaus Bürgermeister Stefan Neumann. Foto: GSCHWÄTZ

An allen Tagen viele Besucher. Foto: GSCHWÄTZ

Künzelsau so voll wie lange nicht. Viele nahmen dankend die Dienste der Shuttle-Busse in Anspruch. Foto: GSCHWÄTZ

Theater im Fluss hatte ebenfalls einen Stand, obwohl sie wegen der Umbauarbeiten des Freibades erst 2020 wieder auftreten werden. Hier eine Darstellerin mit GSCHWÄTZ-Mitartbeiter Markus Neugebauer. Foto:; GSCHWÄTZ

Daumen hoch für’s Fest. Foto: GSCHWÄTZ

BUGA-Karl wurde auch in Künzelsau. Foto: GSCHWÄTZ




Aufbau zum größten Künzelsauer Spektakel läuft – Busshuttle bis 03 Uhr in die Teilorte

Schaffe, schaffe, Zeltle baue. Foto: GSCHWÄTZ

Die Vorbereitungen für das große Event laufen auf Hochtouren. Foto: GSCHWÄTZ

Wer will fleißige Aufbauer sehen? Die Kokoloresbühne vor der Alten Schmiede und der GSCHWÄTZ-Redaktion. Foto: GSCHWÄTZ

Am Freitag, den 12. Juli 2019, um 17 Uhr, startet das Stadtfest in Künzelsau. Alle zwei Jahre lädt die Kreisstadt drei Tage zum Feiern ein. 34 Vereine sind am Start. Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren. Derzeit werden überall die Bühnen hochgezogen, damit alles vorbereitet ist für die Bands, die an diesem Wochenende Künzelsau zum musikalischen Leben erwecken.

Freitag

Künzelsau verwandelt sich am Wochenende zu einer musikalischen Veranstaltungsmeile. Den Programmauftakt macht Künzelsaus Bürgermeister Stefan Neumann mit dem Fassanstich am Freitag um 17 Uhr am Alten Rathaus. Danach spielt die Stadtkapelle Künzelsau. Dann kommen die neuen Durchstarter im Hohenlohekreis, die TETS. Aber nicht nur am Alten Rathaus wird gefeiert. Am Oberen Bach direkt vor der Alten Schmiede und der GSCHWÄTZ-Redaktion gibt es die Kokoloresbühne, wo am Freitagabend zwischen 18.45 und 19.45 Uhr die Sieger des Bandcontests gekürt werden, Danach sorgt der Tune Circus, MATU und DJ Altman dort für Stimmung. In der Stuttgarter Straße heizen Keep Alive ein. In der Hauptstraße tritt die White Roses-Tanzgruppe von 18.15 bis 1845 Uhr auf, danach folgt die Band FEEL.  Am Unteren Markt gibt es von 18.15 Uhr bis 18.30 Uhr Breakdance zu sehen, ab 20 Uhr lädt die Gruppe Die Hüngheimer zum Mitfeiern ein.

Samstag

Am Samstag, den 13. Juli 2918, startet das Programm um 11 Uhr mit einem Weißwurstfrühstück an der Kokoloresbühne, von 13 bis 15 Uhr gibt es einen Poetry Slam. Am Unteren Markt treten von 12.15 bis 12.35 Uhr die Jazz Angels auf, am Alten Rathaus zeigt die Gruppe Ground is call von 12.15 bis 12.35 Uhr eine Breakdance-Einlage, ab 14 bis 18 Uhr treten hier Base Unit No. 1 auf, ab 20.30 Uhr können die Gäste hier mit Twilight Zone feiern.

Parallel dazu tritt die Gruppe Crosstrail von 20 bis 01 Uhr am Unteren Markt auf, in der Hauptstraße warten die Lazy Monkeys, Everdeen gibt es an der Kokoloresbühne zu hören. Um 21 Uhr werden sie abgelöst von KUF, ab 23 bis 01 Uhr legt DJ Fox auf. In der Stuttgarter Straße gibt es von 14 bis 18 Uhr die Alley Cats und von 20 bis 01 Uhr Noisepollution.

Sonntag

Am Sonntag, den 14. Juli 2019, gibt es am Alten Rathaus von 10 bis 11 Uhr einen ökumenischen Gottesdienst, bevor dann ab 11.30 bis 12.30 Uhr Ted Moré auftritt. Um 13 Uhr folgt der Auftritt der Rope Skipping-Minis vom TSV Künzelsau, danach präsentiert Ground is call Breakdance. Von 15 bis 18 Uhr tritt die Band The Uniques auf. Am Unteren Markt spielt von 11 bis 13 Uhr die Griechische Band, von 13.30 bis 14 Uhr treten die Jazztanzgruppen des TSV Künzelsau auf. Von 15 bis 18 Uhr ist die Band Gravity am Start. In der Hauptstraße spielt von 11.30 bis 13 Uhr die Würth Band, von 15 bis 18 Uhr Gonzo’s Friends. In der Stuttgarter Straße hören die besucher von 15 bis 18 Uhr die „Hohenloher Lieblinge“.

Freitag und Samstag endet das Fest gegen 03 Uhr.

Über diese festen Programmpunkte hinaus gibt es für die Besucher während der ganzen Zeit einen Schießwagen der Schützengesellschaft, einen Kletterturm sowie Kinderschminken für die jüngeren Besucher, Fotoshooting mit Kostümen, Kindertheater, eine Spielstraße sowie einen Shuttle-Service für einen sicheren Nachhauseweg.

Shuttle-Busse für die Teilorte

Für 2 Euro können Besucher des Stadtfestes in den Sondershuttlebussen zum Fest und nach Hause fahren. Neben den Künzelsauer Teilorten fahren die Busse auch Ingelfingen, Niedernhall, Weißbach und Forchtenberg an. Die ersten Busse fahren die Besucher gegen 19 Uhr von den Teilorten nach Künzelsau. Der letzte Bus fährt um 03 Uhr nach Nitzenhausen.

Bürgermeister Stefan Neumann macht den Fassanstich um Stadtfest in Künzelsau am 14.07.2017. Quelle: Stadtverwaltung Künzelsau

Jazztanzgruppen des TSV Künzelsau treten auch in diesem Jahr auf dem Stadtfest in Künzelsau auf. Quelle: Stadtverwaltung Künzelsau

Alle Bands, die Rang und Namen in Hohenlohe haben, spielen an diesem Wochenende in Künzelsau auf. Quelle: Stadtverwaltung Künzelsau

Flyer des Stadtfestes von der Stadtverwaltung Künzelsau

 

 

 




Tschüss, Kreistag: Es regnete Ehrenmedaillen

In der letzten Sitzung des Kreistages des Hohenlohekreises am Dienstag, 9. Juli, sind insbesondere langjährige Mitglieder des Gremiums für ihre ehrenamtliche Tätigkeit geehrt worden.

Langjährige Mitglieder mit Ehrenmedaillen ausgezeichnet

In der letzten Sitzung des Kreistages des Hohenlohekreises am Dienstag, den 9. Juli 2019, sind insbesondere langjährige Mitglieder des Gremiums für ihre ehrenamtliche Tätigkeit geehrt worden. Im Rahmen der feierlichen Verabschiedung des Kreistages in der Stadthalle Künzelsau bedankte sich Landrat Dr. Matthias Neth bei allen Kreisräten für ihr Engagement zum Wohl der  Bürger und sprach ihnen für die geleistete Arbeit seine Anerkennung aus: „Sie haben es in einer gewiss nicht einfachen Zeit immer wieder geschafft, sachorientierte und vernünftige Entscheidungen herbeizuführen. Die Themen wurden stets mit vollem Elan und einem großen Gestaltungswillen angepackt.“ Die Vielzahl der Themen, die der Kreistag in der vergangenen Legislaturperiode zwischen 2014 und 2019 bearbeitet hat, wurde bei einer Bilderrückschau deutlich: Das Spektrum reichte von A wie Abfallwirtschaft bis Z wie Zuwanderung.

Neth: „Nicht immer einfache Zeit“

In einer kleinen Fragerunde entlockte Landrat Dr. Matthias Neth den ausscheidenden Kreisräten Einblicke aus ihrer Zeit im Kreistag. Es gab herausfordernde, schöne, aber natürlich auch schwierige und kritische Momente beziehungsweise Entscheidungen. Unisono dankten jedoch die Mitglieder für die gute Zusammenarbeit im Gremium.

Für seine 48-jährige Arbeit als Kreisrat geehrt: Martin Tuffentsammer. Von links: Landrat Dr. Matthias Neth, Kreisrat Martin Tuffentsammer, Landrat a.D. Dr. Franz Susset und Landrat a.D. Helmut M. Jahn. Quelle: Landratsamt des Hohenlohekreises

Martin Tuffentsammer: 48 Jahre Kreisrat

Einen besonders großen Dank übermittelte Landrat a.D. Helmut M. Jahn in seiner Laudatio an Martin Tuffentsammer, der seit der Gründung des Hohenlohekreises Mitglied des Kreistags war. „48 Jahre: Das sind über neun Amtsperioden kommunalpolitische Erfahrung. Durch Dein Engagement hast Du dazu beigetragen, dass im Hohenlohekreis viel Wertvolles entstanden ist und Grundsteine gelegt wurden, damit auch in den künftigen Jahren noch viel Gutes entstehen kann“, so der Altlandrat. Für den X. Kreistag des Hohenlohekreises kandidierte Martin Tuffentsammer nicht mehr. Tuffentsammer war 15 Jahre lang Vorsitzender der CDU-Fraktion im Kreistag, von 1984-1989 1. stellvertretender Vorsitzender des Kreistags. Als ordentliches Mitglied war er in vielen Ausschüssen und Gremien vertreten.
Als Zeichen der Anerkennung wurde ihm von Landrat Dr. Matthias Neth gemeinsam mit den Landräten a.D. Helmut M. Jahn und Dr. Franz Susset die Große Ehrenmedaille des Hohenlohekreises in Gold verliehen. Martin Tuffentsammer zeigte sich gerührt: „Ich bin im Hohenlohekreis fest verwurzelt und es war mir eine Ehre. Herzlichen Dank für diese besondere Auszeichnung.“

Weitere Bilder von der letzten Sitzung des Kreistags des Hohenlohekreises gibt es auf http://www.hohenlohekreis.de unter dem Reiter „Landkreis – Bildergalerie“.

Martin Tuffentsammer. Quelle: Landratsamt des Hohenlohekreises

Ehrungen

Die Ehrenmedaille des Hohenlohekreises in Silber wurde verliehen an:
Kreisrätin und Sprecherin der Gruppe die Grünen Erika Bauer und Kreisrätin Patrizia Filz (je drei Amtszeiten), Kreisrat Willi Schmitt (vier Amtszeiten).

Die Ehrenmedaille des Hohenlohekreises in Gold wurde verliehen an:
Kreisrat und Fraktionsvorsitzender der CDU Karlheinz Börkel (vier Amtszeiten), Kreisrat Emil G. Kalmbach, Kreisrat und Fraktionsvorsitzender der FWV Thomas Föhl (je fünf Amtszeiten) und Kreisrat Manfred Wenzel (sechs Amtszeiten).

Die Große Ehrenmedaille des Hohenlohekreises in Gold wurde verliehen an Kreisrat Martin Tuffentsammer für 48 Jahre im Kreistag.

Mit der Landkreismedaille des Landkreistags Baden-Württemberg in Bronze wurden geehrt:
Kreisrat Willi Schmitt und Kreisrat Karlheinz Börkel.

Mit der Landkreismedaille des Landkreistags Baden-Württemberg in Silber wurde geehrt: Kreisrat Manfred Wenzel.

Mit der Landkreismedaille des Landkreistags Baden-Württemberg in Gold wurde geehrt:
Kreisrat Martin Tuffentsammer.

Bilder:
1) Verabschiedung des IX. Kreistages des Hohenlohekreises
2) Landrat Dr. Matthias Neth, Kreisrat Martin Tuffentsammer, Landrat a.D. Dr. Franz Susset und Landrat a.D. Helmut M. Jahn (von links)
3) Martin Tuffentsammer erhielt die Große Ehrenmedaille des Hohenlohekreises in Gold

 

Text und Fotos: Pressemitteilung des Landratsamtes des Hohenlohekreises




Sulek: „Auch in Künzelsau gibt es Menschen, die Homosexualität als Sünde sehen“

Falk Sulek lag der letzte Absatz im Artikel über sexuellen Missbrauch „schwer im Magen“ und er ließ einen Facebook-Post unter dem Artikel für uns da. So lud GSCHWÄTZ-Chefredakteurin Dr. Sandra Hartmann den  Leser Falk Sulek in die Redaktion ein, um ein Gespräch zu führen.

GSCHWÄTZ: Sie waren nicht zufrieden mit unserem Artikel über sexuellen Missbrauch in unserer April-Ausgabe?
Sulek: Nicht ganz, nein. Ich fand es grundsätzlich gut, dass Sie über ein solches Thema berichtet haben. Mir hat jedoch am Ende ein Absatz sehr schwer im Magen gelegen.

GSCHWÄTZ: Sie haben das auch auf unserer Facebookseite kommentiert und wollten das auch nicht so stehen lassen – was auch schön ist. Wir sind immer im Austausch mit unseren Lesern. Um welchen Absatz geht es denn konkret?
Sulek: Bereits in der Zwischenüberschrift steht, dass Homosexualität eine Folge von sexuellem Missbrauch sein kann. Als weitere Folge von sexuellem Missbrauch werden neben der ,Homosexualität, ,sexuelle Funktionsstörungen‘ sowie ein ,erhöhtes Risiko, selbst zu Tätern zu werden‘ genannt. Das assoziiert einen Zusammenhang, wo keiner ist. Des Weiteren stigmatisieren Sie in diesem Absatz Jungen als Opfer von sexuellem Missbrauch und dichten diesen ein ,erhöhtes Risiko‘ an, ,selbst Täter zu werden‘. Auf diese Weise verbreiten Sie Mythen über Homosexualität und Jungen als Opfer sexuellen Missbrauchs, die wissenschaftlich längst widerlegt sind. Homosexualität ist keine Folge von sexuellem Missbrauch, keine sexuelle Funktionsstörung oder Fehlentwicklung und schon gar nicht therapierbar oder therapiebedürftig.

GSCHWÄTZ: Es bedarf auch keiner Therapie, weil Homosexualität keine Krankheit ist.
Sulek: Richtig – und zwischen Homosexualität und sexuellem Missbrauch gibt es nachweislich keinen derartigen Zusammenhang, wie er in Ihrem Artikel konstruiert wurde.

 

„Der Mythos, Homosexualität sei eine Folge von sexuellem Missbrauch, ist wissenschaftlich widerlegt“

 

GSCHWÄTZ: Kann man denn davon ausgehen, dass homosexuelle Erfahrungen in der Kindheit im Rahmen eines sexuellen Missbrauchs auch im späteren Leben bei heterosexuellen Opfern als ’normal‘ empfunden werden?
Sulek: Ein heterosexueller Junge, der von einem Mann sexuell missbraucht wird, wird durch den Missbrauch nicht homosexuell werden. Der Mythos, Homosexualität sei eine Folge von sexuellem Missbrauch, ist wissenschaftlich widerlegt. Hierzu verweise ich gerne auf die aktuelle Fachliteratur. Beispielhaft nenne ich hier die Veröffentlichungen von Dr. Dirk Bange oder die der Sexualwissenschaftlerin Sophinette Becker. Beide beobachteten in ihrer langen Praxiserfahrung
sogar, dass sich durch Männer sexuell missbrauchte Jungen mit Homosexualität deutlich schwerer tun. Gründe sind der Ekel und die Scham, die von den Jungen hinsichtlich des früheren Missbrauchs empfunden werden.

GSCHWÄTZ: Aber dass ein Missbrauch zu einer gewissen Unsicherheit im sexuellen Bereich führen kann, stimmen Sie zu?
Sulek: Sie können ein Stück weit verunsichert werden, dadurch dass Jungen während des Missbrauchs durch die körperliche Reizung auch eine sexuelle Erregung verspüren können, diese jedoch nicht richtig einordnen können und sich dann die Frage stellen: Bin ich jetzt vielleicht ,schwul‘ oder kein ,richtiger Mann‘? (unabhängig davon, dass diese Gleichung „schwul = unmännlich“ sachlich falsch ist). Als weitere Folgen im sexuellen Bereich kann genannt werden, dass es die Betroffenen auf Grund des traumatischen Erlebnisses schwer haben, intime Beziehungen zu führen und Sexualität frei zu leben. Andererseits kann es auch passieren, dass jede Form von Beziehung generell übersexualisiert wird. Aber auch andere Folgen wie zum Beispiel Depressionen, Essstörungen und Lernschwierigkeiten in der Schule können sich zeigen. Missbrauchte Jungen haben zudem kein erhöhtes Risiko, selbst zu Tätern zu werden und auch Homosexualität ist keine Folge von sexuellem Missbrauch.

 

„Manche setzen sogar Homosexualität mit Pädophilie gleich“

 

GSCHWÄTZ: Etwas Positives hatte dieser Satz in unserem Artikel: Wir sprechen über dieses Thema.
Sulek: Da haben Sie Recht. So etwas sollte man offen ansprechen. Denn Äußerungen wie die, dass Homosexualität eine Folge von sexuellem Missbrauch sein kann oder Homosexualität in einem Atemzug mit sexuellen Funktionsstörungen genannt wird – unterstützen homophobe Kräfte und Gruppierungen, die sich durch solche Veröffentlichungen beispielsweise in ihren menschenverachtenden Forderungen nach Konversionstherapien bestärkt fühlen. Personen und Gruppen, die Homosexualität als Sünde, als Krankheit oder als psychische Fehlentwicklung definieren, gibt es leider auch in und um Künzelsau. Manche setzen sogar Homosexualität mit Pädophilie oder der antiken Päderastie gleich und meinen dann: „So einem würde ich niemals meine Kinder anvertrauen.“ Vor allem von Personen aus christlichfundamentalistischen Kreisen aus dem Raum Künzelsau wurde ich schon mit solchen homophoben Positionen und Forderungen konfrontiert. Ich weiß aber, dass die wissenschaftlichen Fakten andere sind und Homosexualität (genauso wie Heterosexualität auch) eine Sache der biologischen Anlage und unveränderbar ist. Gerade im Bereich der Epigenetik ist man hier zu bedeutenden Erkenntnissen in der Forschung gekommen. Homosexualität ist eine ganz normale sexuelle Orientierung. Auch mit Pädophilie hat Homosexualität rein gar nichts zu tun.

GSCHWÄTZ: Da wird dann quasi gesagt: Jeder Homosexuelle ist auch zugleich pädophil?
Sulek: Ja, das rührt zum einen aus Unwissenheit, zum anderen sind da Vorurteile im Raum, Ängste, die man selbst hat. Es gibt ja Menschen, die homophob sind, die hassen Homosexuelle, weil diese in ihr konservatives, meist starr religiös begründetes Weltbild nicht passen. Manch homophobe Person ist in Wahrheit aber selbst homosexuell orientiert, kann dies sich selbst und anderen gegenüber aber nicht eingestehen und hält stattdessen ein Scheinbild aufrecht, das in homophobe Äußerungen wiederum seine Bestätigung sucht. Insgesamt benötigt es noch immer sehr viel Aufklärung zum Thema geschlechtliche und sexuelle Vielfalt. Es braucht zum Beispiel Aufklärung in den verschiedenen Bildungseinrichtungen und Schulen, aber auch die Bereitschaft der Medien, hinsichtlich dieser Themen sensibler zu reagieren, so dass die Botschaft klar ankommt: Homosexualität ist etwas ganz Normales und nichts, was man in irgendeiner Form verurteilen oder therapieren müsste.




Große Show für kleine Helden

Am Sonntag, den 30. Juni 2019, hatte der Kreisjugendring Hohenlohe e.V. zum 10. Weltkinderfest auf die Künzelsauer Wertwiesen eingeladen. Dort konnten rund 400 Besucher – große wie kleine – einen ganzen Tag lang Spaß haben und sich vergnügen. Es gab zwar nicht Alles, was ein Kinderherz begeht, aber Vieles. Bühnenprogramm mit Musik, Essen aus verschiedenen Ländern und natürlich Spielgeräte und Aktionen für die Kleinen. Gschwätz Videoreporter Felix Kribus hat die Veranstaltung bei 32 Grad Hitze ebenfalls besucht und ein Stimmungsbild von einem stimmungsvollen Tag zusammenmontiert.




Künzelsau: Ed’s Café heute im Biergarten am Kocher

Die Hohenloher Band Ed’s Café spielt heute am Biergarten am Kocher, direkt neben dem Kocherfreibad, in Künzelsau. Los geht es um 18 Uhr. Der Eintritt ist frei.

Ed’s Café

Falls Sie sich schon gefragt haben: Wie kommen die Kerle bloß auf den Bandnamen? Wo ist Ed’s Cafe? Der Bandname bezieht sich auf eine Textzeile in einem Song von Frank Zappa, Lets make the water turn black. Wo es heißt: And I still remember mama with her apron and her pad, Feeding all the boys in Ed’s Cafe. Was für uns soviel heißen soll wie: Die Band will Musik für alle Altersklassen und Geschmäcker machen. So sind Songs von Peter Fox im Repertoire der Gruppe, aber auch von Natalie von Gilbert Becaud, sie spielen die Rolling Stones ebenso wie Carbonara von Spliff?

Quelle: http://www.edscafe.de