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Künzelsau: 10 Jahre Alex & sein junges Gemüse

Im Zeitalter des Geschäfteschwundes in Künzelsau behauptet er sich als fester Bestandteil in der Künzelsauer Innenstadt. Alexander Kletzel versorgt mit seiner Frau und dem Sohn Künzelsau mit allem Essbaren, was frisch und gesund ist. „Ich habe alles, was der Mensch braucht: Obst und Gemüse, Nudeln und Eier bis hin zu Käse“, sagt der Ladenbesitzer. Zehn Jahre genau gibt es ihn jetzt schon – den Lebensmittelladen im Gerbhausweg zwischen Semi und Hauptstraße. Grund genug für GSCHWÄTZ-Videoreporter Dr. Felix Kribus mit dem Chef darüber zu sprechen, was er alles im Sortiment hat und wer seine Kunden sind.

„Ich komme einmal in der Woche hierher und mache einen Großeinkauf“, sagt Regina aus Weldingsfelden. Sie ist Stammkundin und kauft seit Beginn in dem Laden ein. Die Kunden freuen sich vor allem über die Frische der Ware. Kundin Edeltraud aus Künzelsau kommt meist viermal in der Woche in den Laden: „Man bekommt eine einwandfreie Ware, das bekommt man ansonsten nicht mehr in der Stadt.“ Antonia aus Künzelsau kauft hauptsächlich griechische Ware. „Was Alex hat, findest du sonst in ganz Künzelsau nicht“, sagt sie. Alexander Kletzel kauft seine Ware auf dem Großmarkt in Stuttgart – direkt vom Erzeuger.

Alle Generationen kaufen bei Alexander Kletzel. Foto: GSCHWÄTZ

 

Das Gemüse kauft Alexander Kletzel auf dem Großmarkt in Stuttgart. Foto: GSCHWÄTZ




Früher war mehr Lametta“ – Weihnachtsbaumverkäufer Florian bei der Arbeit am Wertwiesen in Künzelsau

Gemäß Loriots berühmtem Satz „Früher war mehr Lametta“ hat GSCHWÄTZ-Videoreporter Dr. Felix Kribus Weihnachtsbaumverkäufer Florian Vogel in Künzelsau und seine Kunden alles rund um den Weihnachtsbaum gefragt: Wo wird er gepflanzt? Was kommt drauf? Wie schaut’s aus mit dem ökologischen Gewissen beim Baumkauf? – Mit überraschenden Ergebnissen.

Alle Jahre wieder! Weihnachten steht vor der Tür und der Weihnachtsbaum bald schon wieder in der guten Stube. Elektrisch oder traditionell mit echten Kerzen. Was die wenigsten wissen: Der Tannenbaum aus den Baumärkten kommt meist aus Osteuropa, und die Versionen aus Plastik aus dem fernen China, haben also viele Tausend Kilometer Transport hinter sich. Es geht aber auch anders: Zum Beispiel mit Bäumen aus heimischen Wäldern, die extra für Weihnachten kultiviert werden. So braucht eine Tanne mit zwei Metern ungefähr zehn Jahre zum Wachsen.

Weihnachtsbaumkäufer. Foto: GSCHWÄTZ

Regionalität ist vielen Kunden wichtig. Foto: GSCHWÄTZ

Was sich seit Greta geändert hat: die Frage, ob es eine Alternative zu dem um den Baum gewickelten Plastiknetz gibt. Foto: GSCHWÄTZ

Florian Vogel verkauft seit rund 15 Jahren nebenberuflich Weihnachtsbäume. Foto: GSCHWÄTZ

 




Was würden Sie heute anders machen? Interview mit Reinhold Würth

Backstage – so heißt die Veranstaltungsreihe, die Studenten von der Reinhold-Würth-Hochschule in Künzelsau in loser Reihenfolge veranstalten. Am Mittwoch, den 20. November 2019, war der Namensgeber der Hochschule selbst, Prof. Dr. Reinhold Würth geladen. Vor 400 Zuschauern plauderte er aus dem unternehmerischen Nähkästchen.

Anschließend hatte GSCHWÄTZ-Videoreporter Dr. Felix Kribus die Gelegenheit, Reinhold Würth in einem kurzen Interview zum Unternehmertum und seinem Lieblingsthema Bildende Kunst zu befragen. Das Interview fand an der Reinhold-Würth-Hochschule in Künzelsau statt.

Unternehmer sein habe viele Vorteile

Gefragt, ob er alles wieder so machen würde, meinte Reinhold Würth, dass er „natürlich die Annehmlichkeiten der heutigen Technik in Anspruch nehmen würde, aber vom Prinzip her würde ich nicht viel ändern“. Auf jeden Fall würde er „wieder Unternehmer sein und sich in die Arbeit einbringen mit Enthusiasmus und Begeisterung“. Denn als Unternehmer könne man „vieles selbst entscheiden, man ist unabhängig, kann gestalten, kann Dinge in Bewegung setzen“. Deshalb findet der Unternehmer, dass die Selbständigkeit erstrebenswert sei. 

Nicht nur die Kunst, auch die Musik begeistert ihn

Die andere Seite des Berufslebens war für Reinhold Würth die Bildende Kunst, die auch sein Leben geprägt habe: „Wenn ich mir mal einen Tag genommen habe, um einen Bildhauer oder Maler zu besuchen in seinem Atelier, dann war das immer etwas ganz Anderes wie die tägliche Arbeit im Beruf“. Es mache ihm eben Freude, diese Kunstwerke zu betrachten und sie auch der Öffentlichkeit vorzustellen. „Ich möchte die Kunst nicht missen“, sagte der Unternehmer. Aber auch die Musik hat es ihm angetan. Er bezeichnet sich selbst als großen Verehrer der klassischen und romantischen Musik. „Viel, viel wichtiger für die Seele und den Geist ist die Musik“, findet er. 

 




Reinhold Würth fordert: „Wir müssen zusammenhalten“ – backstage am Campus Künzelsau

Backstage – zu Deutsch hinter der Bühne beziehungsweise hinter den Kulissen. So heißt die Veranstaltungsreihe, die Studenten von der Reinhold-Würth-Hochschule in loser Reihenfolge veranstalten. Am Mittwoch, den 20. November 2019, war der Namensgeber der Hochschule selbst, Prof. Dr. Reinhold Würth geladen. Befragt wurde er von der ehemaligen SWR-Moderatorin Bernadette Schoog und zwei Studenten. „Ich habe in meinem Leben sehr viel Wohlwollen entgegennehmen dürfen“, sagte der Künzelsauer Unternehmer. „Aber es war natürlich auch ununterbrochene Arbeit“.

Alle schauen nur noch aufs Smartphone

Würth gewährte vor 400 Zuschauern Einblicke unter anderem in sein arbeitsreiches Leben, seine Haltung zur Technik und was er über die heutige Jugend denkt. Gefragt nach dem Unterschied zwischen seiner Jugendzeit und der heutigen Jugend hielt er sich die Hand vors Gesicht und sagte: „Dass sie heute alle so da hocken“ – sprich, jeder auf sein Smartphone schaut. Die Zuhörer waren amüsiert. Damals hätte man noch gelesen, führte Würth weiter aus, „wenigstens eine Zeitung, aber auch Bücher und Gedichte“. Er glaube nicht, dass die jungen Leute das heute noch machen.

Gut investiertes Geld

Doch nicht nur die Jugend beschäftigt den Unternehmer, sondern er plädierte auch für mehr Europa. „Wir brauchen einen europäischen Finanzminister, wir brauchen einen europäischen Außenminister und wir brauchen einen europäischen Verteidigungsminister“, sagte er und betonte, dass das auch Frauen einschließe. Es könne nicht darum gehen, dass man sich um Dinge streitet wie die Einlagensicherung oder einen Finanzausgleich. „Was soll das?“, fragte er da und meinte, „das Geld ist doch wunderbar investiert, wenn wir dadurch erreichen, dass wir in Frieden und Freiheit leben können“. Außerdem sei Deutschland, aber auch andere Länder wie Belgien oder Finnland viel zu klein, um etwas gegen China oder die USA unternehmen zu können. „Wir müssen zusammenhalten“, meinte Würth. Es sei keine Strafe sondern wunderbar, wenn man von Helsinki bis Lissabon und auch noch in Dublin mit dem gleichen Geld bezahlen könne.

Tipps für junge Unternehmer

Gefragt von einer Studentin, was er den jungen Leuten raten würde, wenn sie Unternehmer werden wollten, meinte Würth: „Erste Sache war immer, dass man sich absolut einsetzen muss, also da geht’s 7/24 durch pro Woche“. Dazu müsse aber auch der Partner damit einverstanden sein, „drei, vier Jahre auf Privatleben und Urlaub zu verzichten“. Und Erfolg habe dann auch nur, wer Ziele und Visionen hat und bereit sei, „sich mit Haut und Haar einzusetzen“. Würths Meinung nach „ist die Welt voll von Wissensriesen, aber auch voll von Realisierungszwergen“, deshalb sei für ihn „Wissen nicht Macht“. Er findet, dass Realisierung Macht ist. „Wenn man das, was man hier an der Hochschule gelernt hat, in die Tat umsetzt und die Zähne zusammenbeißt und sich durchboxt, dann wird ein Schuh daraus und das, was man gelernt hat, wird am Ende zu einem großen, großen Schatz“, so Würth weiter.

Ein menschlicher Typ

Bernadette Schoog kennt Reinhold Würth noch aus ihrer aktiven Zeit als Moderatorin und hat für ein Buchprojekt viele Gespräche mit ihm geführt. „Ich habe großen Respekt vor seiner Lebensleistung“, meinte sie. Sie denkt, dass viele dem Unternehmer nachahmen wollen würden, aber das zu tun, sei die Schwierigkeit, denn die wenigsten seien bereit, „sich da voll reinzuhängen“. Student Axel Müller aus Künzelsau, der mit auf dem Podium saß, zeigte sich sehr beeindruckt von Würth. „Ich war überrascht, wie fit er noch ist und welche Allgemeinbildung er hat und zu gefühlt allem einfach alles weiß“, sagte er. Auch Student Maximilian King aus Künzelsau fand, „dass Reinhold Würth doch ein sehr menschlicher Typ ist und sehr sympathisch“. „Herr Würth ist ein sehr interessanter Mann“, findet Timo Beßlich, ebenfalls Student in Künzelsau. Er zog aus dem Abend Erkenntnisse, „worauf es ankommt beispielsweise bei der Unternehmensführung“.

GSCHWÄTZ-Videoreporter Dr. Felix Kribus hat die Veranstaltung besucht.

Rund 400 Zuschauer hörten zu, als Prof. Dr. Reinhold Würth aus seinem arbeitsreichen Leben erzählte. Foto: GSCHWÄTZ

 

 

 




Bieringen: Legendäre Jazztanz-Gala

„Jazz and more“ – zu Deutsch „Jazz und mehr“ – hieß es am Samstag, den 16. November 2019, in Bieringen. Zum neunten Mal fand in der Jagsttalhalle das Bieringer Jazztanzfest statt. Und es ist so legendär, dass die 400 Karten innerhalb kürzester Zeit ausverkauft waren.

Zwei Dutzend Vereine aus dem Hohenlohekreis und deren aktive Teilnehmer sorgten für gute zwei Stunden kurzweiliges und erstaunliches Programm. Dass es nicht nur um Jazztanz ging, das garantierte der Zusatz „and more“. GSCHWÄTZ-Videoreporter Dr. Felix Kribus saß in der ersten Reihe und verfolgte den Abend mit der Kamera.

 

Akrobaten sorgten ebenfalls für Erstaunen. Foto: GSCHWÄTZ

Zwei Dutzend Vereine aus dem Hohenlohekreis unterhielten das Publikum. Foto: GSCHWÄTZ

In der Jagsttalhalle gab es ein kurzweiliges, erstaunliches Programm. Foto: GSCHWÄTZ

 




Kupferzell: Mord im Ziehl-Abegg-Restaurant DeSi

Essen, Trinken und zwischendrin einen Mordfall lösen. Zumindest einen Fiktiven. Damit waren zwei Dutzend Gäste im Ziehl-Abegg-Turmrestaurant DeSi im Gewerbegebiet – das sich Künzelsau mit Kupferzell und Waldenburg teilt – am vergangenen Samstag, den 9. November 2019, beschäftigt. Das Zauberwort heißt: Kriminal-Dinner.

Zwischen Kürbiscremesuppe, gefülltem Schweinebraten nebst Vanillecreme samt Beerenragout entstand ein interaktives Theaterstück zwischen Schauspielern und Gästen, die zu Akteuren und Handlungsträgern in der Kriminalgeschichte werden. Ein Ziel vor Augen: Den very britischen Mordfall zu lösen und den Täter zu überführen.

GSCHWÄTZ-Videoreporter Dr. Felix Kribus hat den Abend mit der Kamera begleitet und ein Stimmungsbild montiert.

Wer ist der Mörder? Foto: GSCHWÄTZ

Die Gäste auf der Suche nach des Rätsels Lösung. Foto: GSCHWÄTZ

Mit welchem Gegenstand wurde das Opfer ermordet? Foto: GSCHWÄTZ

 




Krautheimer Herbstmesse

Das 72. Jagsttaler Volksfest mitsamt der Krautheimer Herbstmesse öffnete von Freitag, den 18. Oktober 2019, bis Montag, den  21. Oktober 2019, die Pforten. Also genug Zeit, um Boxauto zu fahren, sich mit modischen Landfrauenkittelschürzen einzudecken oder Zuckerwatte zu essen. Geistige Nahrung gab es auch: auf dem Gebrauchtbüchermarkt der Krautheimer Werkstätten. Gschwätz Videoreporter Felix Kribus ist mit seiner Kamera über die gut besuchte Veranstaltung, die weit über Krautheim hinaus bekannt ist, geschlendert und hat die Dinge auf sich wirken lassen – Sie ahnen es – trotz widriger Witterung.




Künzelsauer Wert-Wies’n: „Absolut geile Veranstaltung“

Die Wert-Wies’n, die Künzelsauer Antwort auf das Oktoberfest – das ließen sich am vergangenen Wochenende ganze Hundertschaften von Hohenlohern nicht entgehen. Dirndl, Lederhosen, Maß Bier und Gegeles. Bürgermeister Stefan Neumann setzte routiniert beim traditionellen Anstich den Hahn ans Fass. Er war sichtlich begeistert von dem gelungenen Abend: „Die Stimmung ist gut und zwar von Anfang an.“ Neumann freute sich bereits auf den zweiten Abend der Wert-Wies’n, „auf der es nochmal richtig voll“ werden sollte. Zufrieden war auch Zeltbetreiber Roland Rachinger angesichts von über 250 verkauften Hähnchen und bis zu 1800 Liter Bier.

Musikalisch so richtig krachen ließen es die Störzelbacher mit Ohrwürmern wie Cordula Grün oder Evergreens wie Summer of ’69. Künzelsau stand Kopf beziehungsweise auf den Bierbänken. „Die Mädels sind schön, die Männer sind schön, es ist eine absolut geile Veranstaltung“, meinte Eddi aus Künzelsau, der bereits zum dritten Mal auf der Wert-Wies’n war. Mit einer Mädels-Gruppe war Renate aus Künzelsau da: „Supergut wie jedes Jahr mit einer tollen Band“, fand sie und stieß mit ihren Mädels mit einem Radler an: „Also fast Alkoholfrei, denn zum Feiern brauchen wir keinen Alkohol“. Angesichts der feierwütigen Meute kamen die Bedienungen ganz schön in Schwitzen. Hanna aus Spalt hatte bereits rund 150 Biere, aber auch Weinschorle und andere Getränke an die Tische gebracht. Ein ordentliches Trinkgeld war Lohn ihres Einsatzes: „Meine Gäste sind absolut lieb und spendabel.“ Unser betagter Gschwätz-Videoreporter Dr. Felix Kribus drängte sich, ausgerüstet mit Kopfhörer und Ohrenstöpsel, durch die Menschenmassen. Garantierter Schalldruckpegel vor der Bühne: so laut wie eine startende Boeing. Deshalb sind einige Passagen im Video aus Verständlichkeitsgründen untertitelt.

Die Störzelbacher heizten den Leuten mit Ohrwürmern wie Cordula Grün und Evergreens ein. Foto: Dr. Felix Kribus

 

Es wurde lautstark mitgesungen und auf als auch neben den Bänken getanzt. Foto: Dr. Felix Kribus

Ganze Hundertschaften von Hohenlohern tanzten bei den Wert-Wies’n in Künzelsau auf den Tischen. Foto: Dr. Felix Kribus

 




Kupferzeller Kärwe: Drei Tage Ausnahmezustand

Kupferzell ist immer eine Reise wert, vor allem wenn der Stauch Kärwelauf mit mehr als 400 Läufern und die Kärwe selbst im Flecken stattfanden. So geschehen am Samstag Nachmittag. Auch Kupferzells Bürgermeister Christoph Spieles lief mit: „Die Position ist mir eigentlich egal. Mir geht es darum Spaß zu haben und auch etwas für mich selbst zu tun.“

Kind und Kegel trotzen kräftigen Böen und unschönem Nieselregen, feuerten die Läufer lautstark an und gegen später zeigte sich Petrus kooperativer, so dass die Zuschauerkarawanen gen Dorfzentrum steuerten. Das bewährte Marktprogramm war Besuchermagnet für das Umland drei Tage bis Montagabend: Vergnügungspark, Essen und Trinken samt Krämermarkt. Gschwätz Videoreporter Felix Kribus hat die Kärwe samt Lauf besucht.

 

 




‚Büro, Büro‘ – Vom Schnuller zum Kondom

Die Laientheatergruppe Hermuthausen lädt zum Stück ‚Büro, Büro‘ – und wieder hat keiner Kaffee gekocht‘. Darin: Eine Altsekretärin, die sich mit Eigenurin therapiert, die junge Konkurrentin mit dem bekanntlich zu kurzen Rock. Der Chef, der lange Jahre Schnuller produziert hat und wegen sinkender Nachfrage nun auf Kondome für Asien umstellen muss. Und zwischen all diesen Wirrungen hat sich nun auch noch der Steuerprüfer angekündigt. Gschwätz Videoreporter Felix Kribus hat eine Vorstellung am Kirchplatz besucht und mit den Schauspielern der Truppe gesprochen.
Jessi Breuninger wünschen wir auf diesem Wege gute Besserung, da sie sich in der sonntäglichen Nachmittagsvorstellung verletzt hatte, und deshalb übernahm die Regisseurin kurzfristig ihren Part in der Abendvorstellung.