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FRISCH GEDRUCKT: UNSERE MAI-AUSGABE

// Wissen sie, was sie tun? Der Abriss des asbestbelasteten Landratsamtes ist nicht ungefährlich für die Bevölkerung – Wie teuer wird das Unterfangen wirklich?

// Lehrermangel an den Schulen – Wenn der Unterricht ausfällt und Klassen zusammengelegt werden.

// Schafft es die SPD zurück zur Volkspartei? Der SPD-Politiker Hans-Jürgen Saknus spricht im Interview über Fehler, die gemacht wurden und wofür die Sozis in Zukunft kämpfen müssen

// Was lief gut, was weniger in den vergangenen acht Jahren? Künzelsaus Bürgermeister Stefan Neumann im Interview zur Bürgermeisterwahl

// Die Landfrauen haben mehr Mitglieder als die CDU – Wie haben sie das angestellt? Im Fokus: Kocherstetten und Dörrenzimmern

// Teures Leben als Schlossherr // Landtagsabgeordneter Arnulf von Eyb öffnet für uns seine Pforten

 

=> alles zu unseren Top-Themen und viele weitere Artikel lest ihr in unserer neuen, frisch gedruckten GSCHWÄTZ-Mai-Ausgabe

 

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Fotos // GSCHWÄTZ; privat; adobe stock




Mit E-Autos und Schichtbussen grüner werden

// Wie sich die Hohenloher ihre Zukunft vorstellen

von Nadja Fischer

Am 20. April 2018 bekamen die Bürger des Hohenlohekreises in der Stadthalle Niedernhall die Möglichkeit, sich im Rahmen einer Bürgerversammlung in die Kreisentwicklung mit einzubringen. Seit Herbst 2016 befasst sich der Hohenlohekreis mit dem demografischen und gesellschaftlichen Wandel und möchte ein Zukunftskonzept erarbeiten, wie man Hohenlohe stark halten kann. „Man überlegt, was man für den ländlichen Raum tun kann, wie man den ländlichen Raum stark halten kann“, so Landrat Dr. Matthias Neth. „Es bringt nichts, wenn wir nur mit politischen Themen agieren und mit Beraterbüros arbeiten. Wir brauchen die, die den Alltag hier gestalten“, so Neth weiter.

Wie gestaltet man Kreisidentität, Mobilität, Bildung, Landschaft, Daseinsvorsorge, Wirtschaft, Gemeinschaft und Wohnen so, dass der Hohenlohekreis weiterhin attraktiv bleibt? In drei jeweils zwanzigminütigen Phasen bekamen die Bürger die Möglichkeit, ihre Meinung zu den einzelnen Handlungsfeldern zu äußern. Anmerkungen, Ideen und Verbesserungsvorschläge wurden angekommen. Das Ergebnis: Mobilität – das eigene Auto ist für die Hohenloher wichtig. Hier wurde auch der Wunsch nach mehr Ladesäulen für Elektroautos geäussert und auch nach Schichtbussen für ganze Gewerbegebiete. Beim Thema Tourismus kam die Frage auf, wie man Familien verstärkt in den Hohenlohekreis bringen kann. Zum Thema Wirtschaft sehen die Hohenloher eine immer größere Gefahr, dass es in Zukunft einen Mangel an Handwerkern gibt. Diesem Trend gelte es, entgegenzuwirken. Bildung – sie sollte bereits in der Grundschule anfangen und auch dort gestärkt werden. Das Ehrenamt bräuchte Unterstützung. Weitere Problemfelder: Wohnen: Oft ist im Ortskern der Denkmalschutz ein Problem, dass behoben werden sollte. Auch eine neue Kommunikationseben für die Wohnungsvermittung sollte geschaffen werden. Landschaft: Der Flächenverbrauch müsse überdacht werden und auch, wie man Landwirtschaft und Tourismus vereinen kann. Daseinsvorsorge: Die Hohenloher machen sich Gedanken über die Gesundheitsvorsorge auf dem Land, Gaststätten sterben aus. Es fehle zudem an Angeboten für Jugendliche.

Bis Ende 2018 soll der Prozess laut dem Landratsamt zur Entwicklung des Konzeptes abgeschlossen sein. Danach soll es bestenfalls an die Umsetzung gehen.

// Fotos: GSCHWÄTZ




Einbahnstraße in Ingelfingen

Die Stadtverwaltung Ingelfingen hat zusätzlich zum bereits beschlossenen Durchfahrtsverbot für den LKW-Verkehr in der Altstadt vorgesehen, eine Einbahnstraße einzuführen. Die Mariannenstraße soll von West nach Ost (Kreuzung Mühlstraße bei der Schlossapotheke / Mariannenstraße Richtung Kochertalsstraße) als Einbahnstraße umgestaltet werden, so eine Voranzeige des Amtsboten der Stadt Ingelfingen vom 20. April 2018.

Künzelsau und auch in Niedernhall haben Einbahnstraßen in ihrem Stadtkern. Vorteil: Der einspurigen Verkehr entlastet die Straße und es kommt zu weniger Verkehrsbehinderungen in der ohnehin schon schmalen Mariannenstraße. Jedoch muss man einen Umweg fahren um an das gewünschte Ziel, welches sich zum Beispiel am Ende der Einbahnstraße befindet, zu kommen. Zukünftig könnten Autofahrer nicht mehr an der Kreuzung zum Nicklass in die Mariannenstraße einbiegen, sondern müssten immer zu erst zur Apotheke fahren, um zum Beispiel zur Raiffeisenbank oder zur Sparkasse zu kommen.

Die Stadtverwaltung Ingelfingen und Herr Dr. Karajan vom planenden Ingenieurbüro möchten im Rahmen eines Informationsabends am Montag, den 14. Mai 2018, ab 18 Uhr im Schwarzen Hof in Ingelfingen, den Bürgern die Einbahnstraßenregelung näher bringen. Anregungen, konstruktive Kritik sowie Fragen sind laut der Stadtverwaltung Ingelfingen erwünscht.

// Fotos: Google Maps, GSCHWÄTZ, Pixabay




Einmal selbst das Zepter in der Hand halten // Video Rumpelstilzchen in Niedernhall & Interview mit Lea Richter

von Isabell Kähny

Rumpelstilzchen: Niedernhaller Kindertheater verzauberte

Das musikalische Märchen Rumpelstilzchen von Doris Kocur verzauberte vergangenes Wochenende sowohl Kinder als auch Erwachsene in der Niedernhaller Stadthalle. Sehr gut war die Theateraufführung der Nachwuchsschauspieler am Sonntag besucht – trotz strahlendem Sonnenschein.

Im Interview verriet die Regie führende Lea Richter, wie es sich anfühlt, als Nachwuchstalent einmal selbst das Zepter in der Hand zu halten.

Mit viel Herzblut brachte der Nachwuchs das märchenhafte Theaterstück auf die Bühne. Konnte die Müllerstochter Marie Stroh zu Gold spinnen? Mit einem zauberhaften Männchen an ihrer Seite gelang ihr dieses Kunststück im Schlaf. Die Folge: Sie heiratete den König. Gemeinsam bekamen sie einen kleinen Prinzen, den Marie Rumpelstilzchen in Zeiten der Angst versprochen hatte. Um das Baby nicht zu verlieren, setzte das Königspaar alles daran, den Namen des Männchens herauszufinden – denn dies war die Bedingung, den Prinzen behalten zu dürfen. Das war Spannung pur in der Stadthalle. Den Kindern gefiel das abwechslungsreiche Theaterstück, bei dem auch einige Schokoladen-Goldstücke ins Publikum flatterten. Und auch die Erwachsenen applaudierten kräftig.

Auf der Bühne die Nachwuchsschauspieler der Theatergruppe Niedernhall e.V.:

Rumpelstilzchen: Nico Poleschner

Marie: Helen Richter

König: Mika Schweigert

Hans: Anna Frieben

Müllerin: Jule Sturm

Soldat 1: Lena Poleschner

Soldat 2: Sarah Kraus

Freundin: Lana Durina

Katze: Ida Mettendorfer

Tanzkinder (Feen): Pia Hörmann, Mila Kraus, Pia Mettendorfer, Lisa-Marie Wurst

Regie: Lea Richter




Von Washington bis Künzelsau

In der aktuellen April-Ausgabe des Magazines Blickpunkt (Medienmagazin des Deutschen Journalisten-Verbandes Baden-Württemberg) sprach Susann Mathis unter anderem mit unserer Chefredakteurin Dr. Sandra Hartmann darüber, worauf es beim Journalismus heute ankommt.

 

Mathis schreibt: „Wenn man an Künzelsau denkt, so man es denn überhaupt tut, denkt man an weltweit operierende Unternehmen, allen voran an die Würth-Gruppe (Umsatz: 12,7 Milliarden Euro). In Künzelsau sitzen auch die Berner SE (Umsatz 1,06 Milliarden Euro), und bekannt ist auch Deutschlands erster Jeans-Hersteller Mustang; aus Künzelsau kommt auch der ESA-Astronaut Alexander Gerst. […] „Für [Künzelsau] gibt es gerade mal eine Tageszeitung, die Hohenloher Zeitung, die zur Heilbronner Stimme gehört. Die Stadt ist damit eines der vielen Ein-Zeitungsgebiete. Das will Hartmann verbessern. […] Der Anspruch lautet: Exklusive journalistische Geschichten rund ums Kocher- und Jagsttal, geschrieben von einer unabhängigen Redaktion, verpflichtet zu kritischem Hintergrund-Journalismus. Sie wollen nicht aufgrund von Pressemitteilungen oder Anlässen berichten, sondern die Themen selber suchen, und sie sind „weder ein Sprachrohr der Deutschen Presseagentur (dpa) noch ein Amtsblatt für die Politik“ […] GSCHWÄTZ möchte auch denjenigen eine Stimme geben, die ansonsten nicht gehört werden. […].“ Von den Bürgern wird das offensichtlich angenommen. Nachdem das Magazin einen kritischen Kommentar über die Schließung des örtlichen Krankenhauses veröffentlicht hat, wenden sich Bürger, aber auch Ärzte und Kreisräte mit ihren Informationen an die Redaktion.“ Hartmann ist überzeugt: „Nur ein kritischer Journalismus, der auch den Bürger zu Wort kommen lässt, der ihn genauso ernst nimmt wie jeden Politiker und nicht von einer „Oben-herab-Lupe“ berichtet, wird seine Glaubwürdigkeit nicht verlieren.“

 

// Angefangen hatte alles vor etwas mehr als einem Jahr mit der Krankenhaus-Debatte //

 

„Angefangen hatte alles mit einem kleinen Hinweis: Das Magazin hatte erfahren, dass die Feuerwehr besorgt darüber war, wie Brandopfer in der Region in Zukunft versorgt werden könnten.“ Die Feuerwehr demonstrierte für den Erhalt und wurde danach angehalten, dies künftig zu unterlassen, so berichteten es Quellen dem Magazin GSCHWÄTZ. „Vom Landrat erhalten sie daraufhin die knappe Ansage, das Verbot entspreche nicht der Wahrheit und sie sollten eine Berichtigung veröffentlichen. […] Was macht ein kleines Magazin ohne Rechtsabteilung in so einem Fall? Sie schreiben sowohl, dass der Landrat in seiner Stellungsnahme das Verbot abstreitet, als auch, dass die Quellen weiterhin zu ihrer Aussage stehen. […]“

Auch die Dezember-Ausgabe 2017 mit dem Titelthema: Armut in der Kreisstadt und in den Städten und Gemeinden im Kocher- und Jagsttal findet Erwähnung. Fazit: „Von gerade mal der Hälfte der Bürgermeister erhalten sie inhaltliche Antworten, die auch das Engagement der Gemeinden widerspiegeln.“

 

// Lokaljournalismus: nichts für Harmoniesüchtige //

 

Manche Fragen bleiben unbeantwortet von örtlichen Entscheidungsträgern. Beispielsweise, so Hartmann, „wollten und wollen wir bis heute wissen, wie teuer das Beratungsunternehmen PricewaterhouseCoopers war“, dass damals den Kreistag des Hohenlohekreises beraten hatte hinsichtlich der Zukunft des Hohenloher Krankenhauses. „Immerhin geht es um Steuergelder. Wir haben bis heute keine Auskunft erhalten.“

Hartmanns Resümee: „Ursprünglich sollte es ein leichtes, freches, buntes Magazin sein, aber mittlerweile, nach nur so kurzer Zeit, sind wir hochpolitisch.“

Das Fazit von Susann Mathis: „[…] Machen wir uns nichts vor: Im Lokaljournalismus wird harte Arbeit geleistet. Man begegnet den immer gleichen Entscheidungsträgern, jeden Tag. Auch seiner Leserschaft kann man nicht aus dem Weg gehen. Beide Aspekte des Lokaljournalismus sind nichts für Harmoniesüchtige.“

 

Fotos // Screenshot des Artikels im Blickpunkt, April 2018.

 

Original-Text // https://www.djv-bawue.de/app/download/10018806094/BP1-2018-web.pdf%3Ft%3D1522319144+&cd=1&hl=de&ct=clnk&gl=de

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 




Video: Annaweech live in Künzelsau // Konzertmitschnitt & Interview

„Warum wir auf Hohenlohisch singen? Weil Englisch zu schwer ist und Hochdeutsch nicht authentisch wäre“, verrät Annaweech-Mitglied Peter Botsch im Interview. Dr. Felix Kribus lauschte den Annaweechlern bei ihrem Konzert in Künzelsau und wollte von Botsch unter anderem wissen, warum sie sich Annaweech genannt haben.

Annaweech – das sind fünf Männer im besten Vorruhestandsalter. Die Mundartband aus Hohenlohe. Kein Bayern-Sevilla-Fussballspiel konnte 400 Zuschauer am Mittwoch, den 11. April 2018, abhalten, in der Künzelsauer Stadthalle die fünfköpfige Hohenloher Band Annaweech um Peter Botsch und Frank Winkler zu sehen. Ein Abend voller tiefgründig-oberflächlicher Verse mit Gitarrenklängen, Keyboard und Schlagzeug. Kein Auge blieb trocken beim feucht-fröhlichen Stelldichein dieser lebenserfahrenen Herren.

Lauschen Sie in unserem Video, was die Hohenloher Herren zu singen und zu sagen haben.

 

Foto // Annaweech




Was wird aus Niedernhalls Filetstück? Bürgermeister schweigt über Kaufpreis

Während die Ermittlungen noch laufen, ob alles mit rechten Dingen zugegangen ist beim Kauf des Kerl-Areals, ein Filet-Grundstück nahe der Innenstadt, das sich die Stadt Niedernhall  2015 gesichert hat, spricht der Gemeinderat in der nächsten Sitzung darüber, was damit gemacht werden soll. Die Gerüchteküche brodelt. Manche Niedernhaller spekuliereren, dass die Stadt ihren Wert steigern möchte, in dem sie ein attraktives Wohnumfeld schaffen wolle mit weiteren Einkaufsmöglichkeiten. Wiederum andere tippen darauf, dass das Areal letzten Endes weiterverkauft werde an eine Firma. Niedernhalls Bürgermeister Achim Beck wiegelt auf GSCHWÄTZ-Nachfrage ab: „Es gibt noch keine konkrete Entscheidung, welche Bebauung für das Kerl-Areal vorgesehen ist. Allerdings hat der Gemeinderat in einer Sitzung im Jahr 2017 entschieden, dass keine Wohnbebauung erfolgt.“ In der kommenden Sitzung am Montag, den 16. April 2018, werde der Gemeinderat über die Erschließung des Areals entscheiden. Der nicht-öffentliche Teil der Sitzung beginnt um 17.30 Uhr, der öffentliche Teil um 19 Uhr.

// Wo genau befindet sich das Kerl-Areal? //

Mit dem so genannten Kerl-Areal ist das Grundstück gemeint, das bis vor kurzem noch der Sägewerks-Firma Kerl Laubhölzer gehört hat. Das Areal grenzt an die Drogerie Rossmann an und erstreckt sich bis zur katholischen Kirche nahe der Kocherbrücke. Es liegt direkt an der Kochertalstraße am Ortseingang von Niedernhall, von Ingelfingen kommend auf der rechten Seite. Auf die Frage, wieviel die Stadt für das Grundstück bezahlt hat, sagt Achim Beck: „Bei den Kosten handelt es sich um eine Grundstücksangelegenheit, die ich vertraulich behandle.“

// Warum ermittelt die Staatsanwaltschaft? //

Der stellvertretende Bürgermeister von Niedernhall, Klaus Richter, wirft dem Gemeinderat und dem Bürgermeister unter anderem vor, Dinge in nichtöffentlichen Sitzungen beschlossen zu haben, die eigentlich in öffentlichen Sitzungen behandelt hätten werden müssen. Konkret geht es um das Kerl-Areal des Betriebes Kerl Laubhölzer in Niedernhall, das die Stadt gekauft hat. Klaus Richter hat gegen Niedernhalls Bürgermeister Achim Beck sowie gegen den gesamten Gemeinderat geklagt. Achim Beck teilte auf Anfrage in einer Stellungnahme gegenüber GSCHWÄTZ mit: Am 27. November 2017 sei „eine Strafanzeige wegen Verdachts der Untreue im Zusammenhang mit der Sache „Kerl-Areal“ bei der Generalstaatsanwaltschaft für Wirtschaftsstrafsachen in Stuttgart gegen mich – Achim Beck – als Bürgermeister eingereicht“ worden. „Dies wurde mir in einem Gespräch am 21. Februar 2018 durch die Kriminalpolizei Künzelsau mitgeteilt.“ Der Gemeinderat sei umgehend per E-Mail über diese Vorwürfe informiert worden. Weiter sagte Beck: „Die Generalstaatsanwaltschaft für Wirtschaftsstrafsachen in Stuttgart ist jedoch nicht zuständig und hat das Verfahren beziehungsweise die Ermittlungen an die Staatsanwaltschaft Heilbronn/Schwäbisch Hall weitergegeben. Daher ist die Kriminalpolizei Künzelsau für die Ermittlung in dieser Sache und Vernehmung von mir zuständig. Die Kriminalpolizei Künzelsau stellt die weitere Ermittlung/Vernehmung bis zur Entscheidung über die derzeit beim Verwaltungsgericht Stuttgart laufende Feststellungsklage zurück. Danach wird die Staatsanwaltschaft über die Strafanzeige befinden. Bitte beachten Sie, dass ich je nach Ausgang der Strafanzeige meine persönlichen Konsequenzen aus dem Verfahren ziehen werde. Anfragen zur Strafanzeige werden von mir vor der Vernehmung nicht beantwortet.“




Video // GSCHWÄTZ unzensiert

Unsere Redakteurin Nadja Fischer plaudert aus dem Nähkästchen. Sie erzählt unverblümt von der bitteren Realität was in der GSCHWÄTZ-Redaktion hinter verschlossenen Türen tatsächlich vor sich geht. Ein exklusiver Einblick wie sie versucht den harten Anforderungen gerecht zu werden.

// Der Erste Teil der Video Serie

Nadja Fischer bringt jeden Monat ein Video mit Blick hinter die Redaktion Kulissen heraus, in dem sie Pleiten, Pech und Pannen aus dem Journalisten Alltag schildert.

Kommende Themen unter anderen:

– Die besten Pressesprecher

– Wer verhält sich unmöglich bei Interviews

– Die größten Missverständnisse

// Video und Foto: GSCHWÄTZ




Video // Weltmeister im Kunstradfahren aus Öhringen

// Zwei junge Hohenloher holen den Titel im Kunstradfahren

Der Kunstradfahrer Serafin Schefold (21) aus Neuenstein und Max Hanselmann (20) aus Öhringen haben den WM-Titel im zweier Kunstradfahren offene Klasse 2017 im österreichischen Dornbrin gewonnen. Unser Reporter Dr. Felix Kribus hat den beiden glücklichen Weltmeistern beim Training zugesehen.

// Der alles entscheidende Sieg

„Das Gefühl nach unserer Finalkür in Dornbirn war einfach sehr gut. Ich habe am Anfang der Saison nicht gedacht, dass wir in der Lage sind, so eine gute Leistung zu fahren. Das war die beste Kür, die wir in unserem Leben gefahren sind.“ Wenn sich Serafin Schefold an diesen alles entscheidenden Abend im November 2017 erinnert, dann sieht man ihm die Freude richtig an. „Die Verleihung der Goldmedaille war schon ein emotionaler Moment. Zuerst bekommt man das Regenbogentrikot übergezogen, das in allen Radsportdisziplinen symbolisiert, dass man Weltmeister ist. Das ist schon etwas sehr besonderes.“

 

// Den ganzen Artikel lesen Sie in der aktuellen gedruckten April-Ausgabe von GSCHWÄTZ – in allen bekannten Verkaufsstellen zu kaufen.

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// Fotos, Video und Text: GSCHWÄTZ/Dr. Felix Kribus




Des Bürgermeisters großes Mimimi

Ein Kommentar von Matthias Lauterer über die Rolle des Künzelsauer Bürgermeisters Stefan Neumann beim Thema Krankenhaus.

Wie erwartet hat der Kreistag sich mit überwältigender Mehrheit, sogar mit 100 Prozent, für den einzigen verbliebenen Bewerber BBT entschieden.

Der Künzelsauer Bürgermeister Neumann empfand es kurz vor der Abstimmung noch als notwendig, eine Pressemeldung vor der versammelten Weltpresse (z.B. hier nachzulesen) herauszugeben, in der er nachdrücklich und fast schon weinerlich darum fleht, doch endlich auch mal was zum Thema beitragen zu dürfen:

„Als Vertreter der Stadt Künzelsau biete ich dem Kreis an, dass wir uns in den nun folgenden Prozess aktiv einbringen und gerne Verhandlungsteilnehmer werden.“

Wen er mit „ich“ meint, ist klar, aber wen genau meint er mit „wir“?

Es sollte eigentlich selbstverständlich sein, daß die „Vertreter der Stadt Künzelsau“ in die Entscheidungen über das Wohl und Wehe der Stadt Künzelsau einbezogen werden. Wenn das nun, so muß ich Neumann interpretieren, nicht der Fall ist, dann muß sich der Bürgermeister und dann müssen sich natürlich auch die Bürger, um deren Stimmen er sich ja wieder bewirbt, fragen, warum das so ist.

Und auch mit den Sätzen

„Als Mitglied des Lenkungsausschusses habe ich den Prozess des Markterkundungsverfahrens aktiv begleitet. (…) Leider war kein Interessent bereit, den Standort Künzelsau als akutstationäres Haus zu betreiben.“

disqualifiziert und demontiert er sich als „Mitglied des Lenkungsausschusses“ eigentlich selbst – denn er sollte in dieser Funktion eigentlich wissen, daß (nach der Zusicherung der knapp 50 Millionen vom Land und der Zusicherung des Bettenabbaus im Gegenzug … oder war die Reihenfolge doch umgekehrt? Egal.) die Option „akutstationäres Haus in Künzelsau“ bereits bei Erstellung der Ausschreibung schon gar nicht mehr wirklich offenstand. Warum er diese Option im Nachhinein wieder in den Raum stellt, ist doch sehr merkwürdig.

Wie das Gschwaetz berichtet, sagt Dr. Andreas Eckle als Vorsitzender der BI „Wir sind HK“, daß der Bürgermeister „machtlos“ sei – und damit hat er sicherlich aus heutiger Sicht aber sowas von recht.

Man darf aber nicht vergessen, daß derselbe Bürgermeister bis 2015 Mitglied im Aufsichtsrat der Hohenloher Krankenhaus gGmbH war, also durchaus in einer Position, in der er ganz und gar nicht „machtlos“ war! Diesen Posten hat er 2015 freiwillig aufgegeben – die Gründe für den Rücktritt von diesem Amt hat er bis heute nicht öffentlich gemacht.

„Ich sehe mich nicht mehr in der Lage, meiner Aufsichtspflicht im Rahmen des mir erteilten Mandates gerecht zu werden.“

[Quelle: Hohenloher Zeitung]

ist halt leider nur eine inhaltsleere Aussage. Dabei spricht er doch selber von Aufsichtspflicht – gerade wenn die Aufsichtsführung problematisch ist, wäre es nur pflichtbewußt gegenüber den Bürgern seiner Stadt (die ihn in das Amt des Bürgermeisters Amt gewählt haben und gegenüber denen er in der Verantwortung ist), diese Aufsicht weiterhin auszuüben und seinen Einfluß innerhalb des Gremiums (und sei es vielleicht letztendlich vielleicht auch nur als lästige, aber immerhin protokollrelevante Gegenstimme) auszuüben. So hat er sich selber aus dem Spiel genommen und sich selber vom Informationsfluß abgeschnitten.

Fakt ist, daß er als Bürgermeister damit die Entscheidungsgewalt über einen ganz wichtigen Aspekt der Zukunft seiner Stadt aus der Hand gegeben hat. Ist es das, was ein Bürger von einem Bürgermeister erwartet? Zumindest ich erwarte etwas anderes.

Und Fakt ist, daß er jetzt herumjammert, daß er keinen Einfluß mehr habe. Nun … das eine hat sicherlich mit dem anderen zu tun.

Fakt ist auch, daß er sich im gesamten Prozeß nicht unbedingt durch Einbringen von konstruktiven Beiträgen hervorgetan hat. Immerhin sieht er für Künzelsau

„eine große Chance, den Standort als Gesundheitscampus in eine gute Zukunft zu überführen.“

Was das denn sein mag, so ein Gesundheitscampus, das ist sein Geheimnis – und damit ist er ein genausogroßer Geheimniskrämer wie Landrat Neth, der ja auch über „fünf tolle Konzepte“ verfügt, über die er allerdings mit den Bürgern nicht reden mag.

Über Neumanns Amtsführung wird ja bald abgestimmt und das Krankenhaus-Schlammassel ist sicher sein größter und folgenschwerster politischer Mißerfolg.

Und über den Spruch „Wir haben keine rechtliche Verantwortung, aber eine politische und moralische. Wir werden daher auch finanziell Künzelsau bei der Umsetzung unterstützen.“ von Landrat Neth sage ich jetzt besser nichts ….

 

// Den Text und weitere Kommentare von Matthias Lauterer gibt es nachzulesen auf seinem Blog rund ums Künzelsauer Weltgeschehen:

 

https://matthiasausk.blogspot.de/2018/03/des-burgermeisters-groes-mimimi.html

 

Fotos // GSCHWÄTZ; Mattias Lauterer