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12 Planer geben Künzelsau in 5 Monaten ein neues Erscheinungsbild

In nur fünf Monaten, bis zum Ende des Jahres 2018, soll es stehen: Das Konzept, wie Künzelsau sich verändern möchte auf der Achse – Rathaus – Landratsamt- Kaufland. 12 Städtplaner haben sich für die Neugestaltung dieses Areals beworben.

Am 4. Juli 2018 hat Bürgermeister Stefan Neumann mit Beteiligung von Beate Silbereis-Scharf als Vertreterin des Landratsamts, verschiedenen Stadtplanern und Architekten, den Rahmen für den Planungswettbewerb zum Stadteingang von Künzelsau abgesteckt. Ziel des Wettbewerbs ist es, eine optimale städtebauliche Lösung für die Neuordnung des Landratsamts zu erarbeiten und zukünftige Entwicklungsmöglichkeiten für den Einzelhandel, den Verkehr und das Parken aufzuzeigen.

Der Plan zeigt das Wettbewerbsgebiet „Stadteingang Stuttgarter Straße“ mit einer Fläche von rund sechs Hektar. Urheber: Pesch Partner Architekten Stadtplaner GmbH, Dortmund/Stuttgart.

Neumann: „Riesenchance für die nächste Generation“

„Das ist eine Riesenchance für die nächsten Generationen den Stadteingang zu gestalten“, so Bürgermeister Stefan Neumann. Zwölf Planungsbüros hätten die Aufgabe angenommen, bis Ende Oktober 2018 Pläne und Modelle mit ihren Ideen und Vorstellungen für eine zukünftige optimale Nutzung des Stadteingangs einzureichen, so eine Pressemitteilung der Stadt Künzelsau. „Das Verfahren dauert nur knapp fünf Monate, dann haben wir eine städtebauliche Struktur, auf die wir aufbauen können, die aufzeigt, wie sich in Zukunft alles ordnen könnte.“ Stadtbaumeister Peter Blumhagen ergänzt: „Das sind alles renommierte Büros, die sich auf die Ausschreibung gemeldet haben. Es konnten sich Büros aus dem gesamten Bundesgebiet bewerben.“  Mitte Dezember werde ein Preisgericht die eingereichten Arbeiten sichten und bewerten. Die Wettbewerbsergebnisse und Ideen der Planer können auch, so die Stadt, für den geplanten Neubau des Landratsamts wertvolle Planungshilfe sein und dort mit einfließen. Deshalb beteilige sich auch der Hohenlohekreis am Planungswettbewerb und übernehme auch die Hälfte der Kosten.

Einzelhandel: „Optimale Versorgung der Stadt“

Besonders wichtig sei dem Gemeinderat und der Stadtverwaltung eine o“ptimale Versorgung der Innenstadt“, deshalb werde auch die Fläche des heutigen Kauflandes betrachtet. Es wird dabei der Frage nachgegangen, wie Einzelhandel dort und im Wettbewerbsbereich, also der Kernstadt, langfristig attraktiv und damit gesichert werden kann.

„Das heutige Kauflandgelände ist sowohl unter dem Aspekt der Versorgung unserer Stadt und ihrer Besucher als auch unter städtebaulichen Aspekten von großer Bedeutung. Deshalb“, so Bürgermeister Stefan Neumann, „sollten wir als Grundlage für Veränderungen dort die Ergebnisse des Wettbewerbs verwenden und uns alle die Zeit für gute Planungen und Überlegungen geben.“ Die Stadtverwaltung sei mit den Beteiligten im Gespräch und strebe eine für alle gute und zukunftsfähige Lösung an.

„Bei all den Vorhaben ist uns als Stadt Künzelsau eine ganzheitliche städtebauliche Entwicklung wichtig“, so Bürgermeister Stefan Neumann mit Blick auf die Planungen zum Quartier An der Stadtmauer. Es sei ein Konzept in Auftrag gegeben worden, das Entwicklungsmöglichkeiten des Einzelhandels im Fokus habe. Erste Ergebnisse werden noch in diesem Monat erwartet und fließen auch in die Entwicklung künftiger Potenzialflächen in der Würzburger Straße ein, so die Stadt.

Auf der Freifläche neben dem Kaufland könnte das neue Landratsamt gebaut werden. Foto: GSCHWÄTZ/Archiv

Foto: Der Plan zeigt das Wettbewerbsgebiet „Stadteingang Stuttgarter Straße“ mit einer Fläche von rund sechs Hektar. Urheber: Pesch Partner Architekten Stadtplaner GmbH, Dortmund/Stuttgart.

Quelle: Pressemitteilung der Stadtverwaltung Künzelsau

So soll das Quartier an der Stadtmauer künftig ausschauen. Grafik zur Verfügung gestellt von der Stadtverwaltung Künzelsau

 




Zusammengeschlagen in Hohebach

Zeugenhinweise zu einem Vorfall, der sich in den frühen Morgenstunden des 26. Mai 2018 auf dem Dorffest in Hohebach ereignete, erhofft sich der Polizeiposten Krautheim. Auf dem Dorffest kam es aufgrund einer Beleidigung zunächst zu einem Streit mit anschließender Handgreiflichkeit. Daraufhin wurden mehrere Personen von Verantwortlichen aus der Bar verwiesen. Die Auseinandersetzung hatte aber noch kein Ende. Eine größere Personengruppe soll die Geschädigten auf dem Weg zum Parkplatz eingekreist und zusammengeschlagen haben. Die Beamten des Polizeipostens Krautheim ermitteln wegen Landfriedensbruch, gefährlicher Körperverletzung und Beleidigung. Zeugen des Vorfalls werden gebeten, sich mit dem Polizeiposten Krautheim unter der Telefonnummer 06294 / 234 in Verbindung zu setzen.

Warum nun erst nach Zeugen gesucht werden, obwohl der Fall sich schon im Mai ereignete, erklärt die Polizeidirektion Heilbronn gegenüber GSCHWÄTZ damit, dass der Beschuldigte zu den Vorwürfen schweigt. Die Polizei hofft daher, den Fall unter anderem mit Zeugenaussagen aufklären zu können.

 

Quelle: Pressemitteilung der Polizeidirekton Heilbronn




Lebensmittelkontrolleure auf dem Ingelfinger Weindorf

Nach dem Ingelfinger Weindorf vom 22. bis 24. Juni 2018 bericheten Besucher von Lebensmittelkontrolleuren auf dem Weindorf, die unter anderem darauf geachtet hätten, wie die teils ehrenamtlichen Helfer Speisen und Getränke ausgegeben haben. GSCHWÄTZ hat beim Landratsamt des Hohenlohekreises nachgefragt, ob der Wirtschaftskontrolldienst (Wkd) tatsächlich am Weindorf vor Ort war.

„Durchweg positives Ergebnis“

Lisa-Marie Hemer vom Landratsamt bestätigte gegenüber GSCHWÄTZ die Kontrolle des Wkd:

Es ist zutreffend, dass das Ingelfinger Weindorf auch in diesem Jahr von den Lebensmittelkontrolleuren des Landratsamts Hohenlohekreis, Veterinäramt und Lebensmittelüberwachung, aufgesucht wurde, um die Stände und die Lebensmittelabgabe durch die Veranstalter zu überprüfen. Das Ergebnis dieser Kontrollen war durchweg positiv.“

Hemer betont, wie wichtig derartige Lebensmittelkontrollen sind:

„Verbraucherschutz hat in unserer Gesellschaft einen hohen Stellenwert. Regelmäßige Kontrollen werden vor allem bei großen Veranstaltungen mit hohen Besucherzahlen durchgeführt. Bei den zahlreichen kleinen Vereins- und Straßenfesten wird die Überprüfung stichprobenartig vorgenommen. Das Landratsamt Hohenlohekreis, Veterinäramt und Lebensmittelüberwachung, steht bei der Planung einer Veranstaltung zur Klärung von lebensmittelrechtlichen und Hygienefragen jederzeit gerne zur Verfügung. Veranstaltern wird empfohlen, sich rechtzeitig vor dem geplanten Termin mit den jeweiligen Ansprechpartnern in Verbindung zu setzen.“

Lebensmittelüberwachung fällt in den Zuständigkeitsbereich des Landratsamtes

Nach der Verwaltungsreform im Jahr 2005 wurde der Wirtschaftskontrolldienst (WKD) in die unteren Lebensmittelüberwachungsbehörden der Landratsämter eingegliedert. Im Hohenlohekreis ist die Lebensmittelüberwachung im Landratsamt, Veterinäramt und Lebensmittelüberwachung, angesiedelt.




Ingelfingen: Neues Theater in den Weinbergen

Theater in den Weinbergen bietet sich im Kochertal an, gab es aber in dieser Form bislang noch nicht. Nun hat sich unter Renate Kilb eine neue Theatergruppe gegründet, die genau das in diesem Sommer anbietet.

Vor einigen Monaten hat Renate Kilb mit ein paar Freunden die „Freie Theatergruppe Die Ooniche“ gegründet. Kilb führt auch Regie und hat bereits Erfahrung in diesem Bereich gesammelt: „Drei Jahre war ich als Schauspielerin und Regisseurin beim Freilichttheater Braunsbach aktiv. Die neue  Gruppe setzt sich aus langjährigen Schauspielern und ein zwei Anfängern zusammen.“

In diesem Sommer sind vier Aufführungen geplant. Der Erlös geht jeweils an einen guten Zweck. Kilb: „Wir haben Lust, Theater zu spielen und wollen dies für einen guten Zweck machen. Der Erlös geht teilweise an den Tafelladen in Künzelsau sowie die evangelische Kirche Buchenbach.“

Zwei Theateraufführungen gibt es in der Weinbergscheune Gaufer in Ingelfingen zu sehen. „Das gab es noch nie, Theater  in den Weinbergen. Das wird bestimmt ein besonderes Erlebnis. Dazu gutes Essen und Wein“, stellt Renate Kilb in Aussicht. Die beiden anderen Aufführungen sind in Mulfingen-Buchenbach.

Der ungewöhnliche Name der Thetergruppe „Die Ooniche“ kam daher zustande, „weil wir uns oonich (einig) sind“, so Kilb.

In diesem Jahr starten sie mit der Komödie: „Suche Mann für bessere Hälfte“.

Informationen zum Stück „Suche Mann für bessere Hälfte“

Komödie von Beate Irmisch in drei Akten

In der Komödie „Suche Mann für bessere Hälfte“, einem Drei-Akter von Beate Irmisch, geht es um Max Prossel. Der Jungbauer ist zum Leidwesen seines Vaters Franz und seiner jungen Frau Rosa ein ausgemachter Hypochonder. Unterstützt in seinen eingebildeten Leiden wird er von seiner Tante Irmine einer eingefleischten Jungfer, die Max aufgezogen aber auch leider verzogen hat. So hütet Max Tag ein Tag aus Bett und kommt aus seinem alten ausgedienten Bademantel gar nicht mehr heraus. Da ist guter Rat teuer. Wie heilt man einen eingebildeten Kranken, der eigentlich putzmunter ist? Sogar Gemeindeschwester Agathe ist mit ihrem Latein am Ende. Doch wie so oft kommt Kommissar Zufall zur Hilfe. Agathe, die nicht nur für die Leiden der Dorfbewohner, sondern auch für deren Viehbestand verantwortlich ist, behandelt im Hause Prossel auch den Zuchteber Schorsch. Ihre Diagnose für das arme Tier ist vernichtend! Leider belauscht Max das Gespräch und münzt die schwere Krankheit des Tieres auf sich…

Was hat der hinterhältige Viehhändler Anton Hühnervogel damit zu tun, und warum schleicht der Pfarrer die ganze Zeit durchs Haus und weiß die alte Magd Bruni mehr, als sie sagt?

Aufführungen

Freitag, den 17. August 2018, und  Samstag, den 18. August 2018

19.30 Uhr in der Weinbergscheune Gaufer in Ingelfingen

Karten für acht Eurogibt’s beim Weingut Gaufer in Ingelfingen, Telefon 07940-57373

und Foto Linke in Künzelsau, Telefon 07940-3533, freie Sitzplatzwahl

 

Freitag, den 14. September und Samstag, den 15. September 2018

19.30 Uhr in der Mehrweckhalle in Buchenbach

Karten für acht Euro gibt’s bei der Raiffeisenbach Buchenbach, Telefon 07938-289

und Foto Linke in Künzelsau, Telefon 07940-3533, freie Sitzplatzwahl

 

Für Speis und Trank ist gesorgt.

Die Darsteller

 

Max                                                                     Thomas Müller

Jungbauer und eingebildeter Kranker und

Mann von Rosa

 

Irmine                                                                  Renate Kilb

alte Jungfer, die übriggeblieben ist und

Max wie ihren Sohn großgezogen hat

 

Anton Hühnervogel                                              Andras Pletl

Hinterhältiger Viehhändler, der immer

versucht alle übers Ohr zu hauen

 

Franz                                                                   Paul Kruck

Vater von Max, der mit aller Arbeit alleine

da steht und sich keinen Rat mehr weiß

 

Pfarrer                                                                 Armin Böger

immer im falschen Moment mitten im

Geschehen und hat den Überblick verloren

 

Bruni                                                                   Ursula Karle

alte Magd auf dem Hof, die mehr

mitbekommt, als man ihr zutraut

 

Agate                                                                   Emilia Kilb

Gemeindeschwester für Mensch

und Viecher und vor allem nicht zimperlich

 

Rosa                                                                    Anna-Lena Müller

Jungbäuerin und Frau von Max, die

das Gejammere ihres Mannes leid ist

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Flyer Die Ooniche




Paketzusteller fährt Zehnjährige um

Das Polizeirevier Bad Mergentheim sucht den Fahrer eines Paketzustellerfahrzeugs. Der Mann war am Samstagmittag, den 07. Juli 2018, gegen 12.20 Uhr, mit seinem Wagen im Bereich der Mörikestraße in Bad Mergentheim mittig auf der Fahrbahn gestanden und lieferte offenbar Pakete aus. Als er zurückkam, setzte der Mann sich ins Fahrzeug und fuhr rückwärts los. Hinter dem Lieferwagen hatte ein zehnjähriges Mädchen mit ihrem Fahrrad angehalten. Der Lieferwagen erfasste das Mädchen, sodass diese zu Boden stürzte und sich leicht verletzte. Der Fahrer stieg zwar aus und fragte das Mädchen, ob alles in Ordnung sei, als dieses dies bejahte fuhr er jedoch weiter. Das Fahrzeug war weiß mit einer blauen Aufschrift des Firmennamens. Zeugen werden gebeten, sich beim Polizeirevier in Bad Mergentheim, Telefon 07931 54990, zu melden.

 

Quelle: Pressemitteilung Polizeipräsidium Heilbronn

Foto: adobe stock




2,5 Millionen für die Pflege? Das ändert nichts an der katastrophalen Unterversorgung

Die baden-württembergische Landesregierung ruft einen 2,5-Millionen-Fördertopf für den Bereich Pflege ins Leben. Für GSCHWÄTZ-Chefredakteurin Dr. Sandra Hartmannn sind solche Einmalfinanzspritzen nicht die Lösung für die katastrophale Situation im Bereich Pflege. Ein Kommentar.

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Zeltlager in Oberginsbach

Die BdJK Ferienwelt / Diözese Rottenburg-Stuttgart bietet in diesem Jahr wieder ein Zeltlager in Oberginsbach an. Drei Zeltlager stehen zur Auswahl: Sommerzeltlager Oberginsbach 1 (27. Juli bis 05. August 2018); für 13- bis 15-Jährige), Sommerzeltlager Oberginsbach 2 (08. bis 17. August 2018; für Neun- bis 13-Jährige) und ein Tageszeltlager (20. bis 24. August 2018 sowie am 27. bis 31. August 2018 für Sechs- bis Zwölfjährige).

Aktivitäten uznter anderem: Kanu fahren auf dem angrenzenden See, schwimmen, Luftmatratzenkino, Fotosessions, Lagerfeuer, Bauprojekte

Anmeldungen unter: http://www.zeltlager-oberginsbach.de




Würth ist an Praxisklinik in Schloss Stetten nicht beteiligt

Entgegen diverser Gerüchte ist Würth nicht an dem Neubau einer Privatklinik in Schloss Stetten beteiligt. Auf Schloss Stetten soll unter der Federführung von der Familie von Stetten eine Privatklinik mit Schwerpuntk auf Herzkrankheiten entstehen. Hauptmieter soll Herzspezialist Professor Dr. Christoph Karle werden. Die Bauarbeiten hierzu haben bereits begonnen.

Es gabt und gibt diverse Spekulationen, dass diese Klinik von Würth mitfinanziert werde. Würth-Pressesprecherin Sonja Rauh distanzierte sich auf Nachfrage von GSCHWÄTZ und betonte am 03. Juli 2018: „Würth ist an diesem Projekt nicht beteiligt.“

 

Erste Spekulationen um eine neue Klinik auf Schloss Stetten gab es im September 2017. Wir berichteten:

 

 

 




Gehaltserhöhung für Bürgermeister ab 01. Juli 2018

Ab 01. Juli 2018 gibt es eine Gehaltserhöhung für alle Bürgermeister. Denn dann zählt die neue Landesbesoldungstabelle. Das bedeutet: Für Rathaus-Chefs gibt es teilweise mehrere hundert Euro mehr im Monat. Auch wir haben uns im Ländle umgeschaut und umgehört, wer wie viel verdient. Dabei kam heraus: Es gibt einige Extras, die normale Arbeitnehmer gar nicht kennen.

Wer wiedergewählt wird, bekommt automatisch mehr Geld

Bürgermeister fallen unter die Landesbesoldungsordnung A – in unserem Fall – des Landes Baden-Württemberg. Wir orientieren uns an den Gehaltssätzen, wie sie ab Juli 2018 mit der neuen Besoldungsordnung für Beamte wirksam werden. Wie viel ein Bürgermeister verdient, hängt im Wesentlichen von einem Faktor ab: die Anzahl seiner Einwohner. Sprich: Ein Bürgermeister einer größeren Stadt verdient mehr als ein Bürgermeister einer kleineren Stadt. Fangen wir bei der größten Stadt des Hohenlohekreises an.

11.449,38 Euro für Öhringens obersten Chef Thilo Michler

Öhringen hat aktuell 23.837 Einwohner. Der dazugehörige Grundgehaltssatz wäre B4 oder B5, je nachdem, welchem Gehalt der Gemeinderat zustimmt. Auf der Internetseite der Stadt Öhringen gibt es nur die Kurzinformationen der Haushaltsjahre. So sind für das Jahr 2018 Personalausgaben von 15,5 Millionen Euro vorgesehen – das entspricht 24 Prozent des Verwaltungshaushaltes. Hinzu kommen Verwaltungs- und Betriebsausgaben von 19,7 Millionen Euro. Unter anderem werden damit die städtischen Gebäude unterhalten. Das entspricht nochmals 30,5 Prozent des Verwaltungshaushaltes. Zählt man die beiden Posten zusammen, kommt man auf 35,2 Millionen Euro. Das ergibt 54,5 Prozent, also über die Hälfte des Verwaltungshaushaltes. Wieviel Geld davon in den Geldbeutel des Stadtoberhauptes als Gehalt fließt, ist nicht gesondert aufgelistet. Laut der Besoldungsliste des Landes Baden-Württembergs müssten es jedoch entweder 8.536,89 Euro (B4) oder 9.076,07 Euro (B5) sein, die Bürgermeister Thilo Michler als Basisgehalt auf sein Konto überwiesen bekommt. Auf Nachfrage teilt uns die Stadt Öhringen mit, dass Oberbürgermeister Michler ein B5-Gehalt bezieht. Hinzu kommt eine pauschale Dienstaufwandsentschädigung von 13,5 Prozent, die jedem Bürgermeister jeden Monat automatisch zusteht, dafür, dass sie zum Beispiel mit Bürgern etwas trinken gehen und ihnen einen ausgeben. Dadurch erhöht sich Thilo Michlers Gehalt auf insgesamt 10.301 Euro. Des Weiteren gibt es noch einen Familienzuschlag. Ist ein Bürgermeister verheiratet, kommen damit nochmal 143,04 Euro obendrauf, für das erste und zweite Kind gibt es jeweils 125,07 Euro, ab Kind Nummer drei 377,60 Euro extra. Michler ist verheiratet und hat vier Kinder. Das würde ein Gesamtgehalt von 11.449,38 Euro ergeben.

Stefan Neumann (links) und Thilo Michler. Foto: GSCHWÄTZ/Archiv

Stefan Neumanns Wiederwahl beschert ihm ein höheres Gehalt

Der komplette Haushalt 2017 von Künzelsau ist im Internet einsehbar. Gemäß den Einwohnern von 15.234 hätte Stefan Neumann einen Anspruch auf ein Gehalt in der Tarifgruppe B3/B4. Im Künzelsauer Haushalt ist sein Gehalt mit B3 eingestuft. Laut der Gehaltstabelle von 2017 verdiente er damit bislang 7.856,78 Euro. Nach der neuen Gehaltstabelle ab Juli 2018 bekommt er 8.066,95 Euro. Hinzu kommen ebenfalls die Dienstaufwandsentschädigung sowie die Familienzuschläge dafür, dass er verheiratet ist und drei Kinder hat. Gesamtgehalt: 9.926,76 Euro.

Stefan Neumann, Bürgermeister in Künzelsau, befindet sich in der zweiten Amtszeit. Dadurch steigt sein Gehalt automatisch. Sein Grundgehalt: 8.536,89 Euro. Mit allen Extras müsste er auf  10.460,15 Euro kommen. Künzelsau gibt einen etwas kleineren Batzen seines Haushaltsetats für Personalausgaben aus: laut dem Haushaltsplan 2017 immerhin 8,55 Millionen Euro. Das sind 19 Prozent des Verwaltungshaushaltes.

Ab der dritten Amtszeit acht Prozent Zuschlag

Schauen wir uns die kleineren Städte und Gemeinden an. Torsten Kunkel ist Bürgermeister in der 9.115 Einwohner starken Gemeinde Pfedelbach. Sein Gehalt liegt damit laut der Tarifordnung in der Tarifgruppe A16/B2. Euro. Kunkel ist verheiratet und hat zwei Kinder. Das würde unter Berücksichtigung der Aufwandspauschale ein Gesamtgehalt von 9.039,88 Euro ergeben.

Pfedelbachs Bürgermeister, Torsten Kunkel (verheiratet, zwei Kinder), ist in der dritten Amtszeit und müsste somit die Besoldunsgruppe B2 mit einem Grundgehalt von 7.618,24 Euro haben. Mit dem Familienzuschlag, der Dienstaufwandsentschädigung von 13,5 Prozent und dem achtprozentigen Zuschlag, den es ab der dritten Amtszeit automatisch obendrauf gibt, müsster er auf 9.649,34 Euro kommen.

Auch in kleinen Gemeinden ordentliche Verdienste

Bei den mittelgroßen Städten und Gemeinden wie Ingelfingen (5.514 Einwohner), Forchtenberg (5.072 Einwohner) und Schöntal (5.629 Einwohner) bewegt sich das Gehalt trotz wesentlich weniger Einwohner ebenfalls zwischen den Gehaltsstufen A16 und B2. Forchtenbergs Bürgermeister Michael Foss (erste Amtszeit, seit zwei Jahren im Amt, ledig, keine Kinder) hat uns auf Nachfrage mitgeteilt, dass er die Gehaltsstufe A16 erhält. Sein Gehalt müsste sich damit auf 8.292,08 Euro belaufen.

Ingelfingens Bürgermeister Michael Bauer befindet sich in der dritten Amtszeit, ist verheiratet und hat zwei Kinder. Er ist seit 2006, also seit zwölf Jahren Bürgermeister in Ingelfingen. Er müsste laut der Gehaltstabelle mit allen Extras 9.649,34 Euro verdienen.

Schöntals Bürgermeisterin Patrizia Filz ist ebenfalls seit 2004 im Amt, sie ist verheiratet und hat ein Kind. Den Kinderzuschlag gibt es allerdings nur für Kinder bis zum 25. Lebensjahr. Filz
müsste auf 9.399,20 Euro kommen.

Ingelfingens Bürgermeister Michael Bauer (rechts) neben Karlheinz Börkel, dem ehemaligen Bürgermeister von Schöntal. Links: Waldenburgs Bürgermeister Markus Knobel. Foto: GSCHWÄTZ/Archiv

Dörzbach, Waldenburg, Niedernhall

Die Bürgermeister der kleineren Gemeinden Niedernhall (4.070 Einwohner), Dörzbach (2.474 Einwohner) und Waldenburg (3.044 Einwohner) bekommen laut der Gehaltstabelle eine Gehaltseinstufung zwischen A15 und A16. Niedernhalls Bürgermeister Achim Beck hat GSCHWÄTZ auf Nachfrage mitgeteilt, dass sein Gehalt der Einstufung A15 entspricht.Er ist seit 2014 im Amt, verheiratet und hat zwei Kinder. Damit liegt sein Grundgehalt mit der Aufwands- und Familienpauschale bei 7.836,92 Euro.

Andy Kümmerle ist ebenfalls seit 2014 Bürgermeister in Dörzbach, er ist verheiratet, hat ein Kind und hätte damit ein Anrecht auf das gleiche Grundgehalt. Mit allen Extras käme er auf 7.711,85 Euro. Markus Knobel ist seit 2012 Bürgermeister von Waldenburg, verheiratet und hat zwei Kinder. Er hat dadurch Anrecht auf 8.685,26 Euro.
Bei Mulfingens (3.669 Einwohner) Bürgermeister Robert Böhnel (seit zehn Jahren im Amt) berechnen wir nur seine zweite Amtszeit, da wir uns bei seinem derzeitigen Familienstand nicht sicher sind. Somit würde Böhnel mindestens 8.292,08 Euro an Gehalt bekommen.

Hohenlohes Landrat Dr. Matthias Neth erhält laut dem online einsehbaren Haushaltsplan 2018 10.080,51 Euro (B7).Mit den besagten Extras ergibt es ein Gehalt von 11.584,42 Euro.

 

Anmerkungen zur Recherche

Wir haben zunächst die Bürgermeister direkt gefragt, wievil sie verdienen. Von neun Bürgermeistern aus dem Kocher- und Jagsttal haben uns drei
Bürgermeister geantwortet. Die Stadtverwaltungen Niedernhall, Öhringen und Forchtenberg teilten uns die Besoldungsgruppen
ihrer Bürgermeister mit, zum Beispiel „A16“. Bei unseren Berechnungen zu den genauen Einstufungen und Extras, die noch hinzukommen, half uns ein ehemaliger Bürgermeister aus dem Jagsttal, Karlheinz Börkel. Einen Ansprechpartner im Landesministerium zu finden, der unsere Detailfragen beantworten konnte, war gar nicht so einfach.

 

Was man wissen muss, wenn man die Gehälter von Bürgermeistern berechnet

In der Landesbesoldungsordnung sind die Gehälter in Stufen gruppiert. Nach drei Jahren gibt es mehr Gehalt, nach weiteren vier Jahren automatisch wieder eine Gehaltserhöhung und so weiter. Karlheinz Börkel, ehemaliger Bürgermeister von Schöntal, hat uns darauf hingewiesen, dass Bürgermeister aber direkt in die höchste Eingruppierung  katapultiert werden und damit den höchsten Lohn erhalten, den es zum Beispiel unter der Besoldung A16 gibt. Das Landesministerium hat uns diese Einstufung bestätigt. Dadurch erhalten die Bürgermeister teilweise über 1.300 Euro mehr im Monat.

Hinzu kommt: Bei einer Wiederwahl erreichen Sie zusätzlich automatisch die nächsthöhere Besoldungsstufe, etwa B1, ohne dass der Gemeinderat dies durchwinken muss.

Im Landesbesoldungsgesetz der Bürgermeister wird diese höchste Gehaltseinstufung vom ersten Tag an allerdings so nicht eindeutig definiert. Im Gegenteil. In Paragraf sechs des „Gesetzes über die Besoldung und Dienstaufwandsentschädigung der Landräte, der hauptamtlichen Bürgermeister und der Beigeordneten“ steht in der Überschrift: „ab der dritten Amtszeit“ – und nicht von Beginn an. Die dritte Amtszeit bezieht sich aber laut Carsten Dehner vom Staatsministerium in Stuttgart nur auf Unterpunkt zwei: ein achtprozentiger Zuschlag auf das Grundgehalt
der Bürgermeister, der generell noch bei jedem Bürgermeister automatisch ausgeschüttet wird ab der dritten Amtszeit – neben dem bereits von uns aufgeführten 13,5 Prozent-Zuschlag (der
so genannten Dienstaufwandsentschädigung). Wofür dieser achtprozentige Zuschlag ausbezahlt wird, wird nicht näher definiert.

Alle Angaben zu den Rathaus-Chef-Gehältern wurde nach bestem Wissen recherchiert. Die Recherche gestaltete sich wegen der teils unklaren Sachlage und der diversen Extras als schwierig. Wir geben daher keine Gewähr auf Korrektheit.

 

Quellen: Landesbesoldungstabelle A, gültig ab 01. Juli 2018; Landesbesoldungstabelle A, gültig ab 01. März 2017; Haushalt 2017 der Stadt Künzelsau; Haushalt 2017 des
Landratsamtes des Hohenlohekreises; Haushalt der Stadt Öhringen; Gesetz über die Besoldung und Dienstaufwandsentschädigung der Landräte, der hauptamtlichen Bürgermeister und der Beigeordneten des Landes Baden-Württemberg, verankert im Landresrecht BW.

*Alle Einwohnerzahlen haben wir der Internetseite des statischen Landesamtes Baden-Württemberg entnommen; Stand: 30. Juni 2017;

 




FRISCH GEDRUCKT: UNSERE JULI-AUSGABE

// Bauer sucht Bauer – Eine etwas andere Leidensgeschichte zwischen Bürgermeister Michael Bauer und TSV-Vorstand Bernd Bauer

// Von heute auf morgen im Rollstuhl – Künzelsauerin erzählt ihre unglaubliche Geschichte. Praxistest: Wie rollstuhlgerecht ist Künzelsau?

// Vorwerk-Vertreter Matthias Stephan erzählt von Schlafzimmern fremder Frauen und warum er immer bestens Bescheid weiß, wer sich wann von wem getrennt hat.

//Lohnt sich Mülltrennung? Wir verfolgen unseren Biomüll zur Abfallanlage nach Öhringen.

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