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Hunderte Schüler jobbten für den guten Zweck

Am Mittwoch, den 05. Dezember 2018, arbeiteten wieder viele Jugendliche im Hohenlohekreis für einen guten Zweck. Die Aktion Mitmachen Ehrensache bietet Schülern bereits seit dem Jahr 2004 eine gute Gelegenheit mit Arbeitgebern in Kontakt zu kommen. Jugendliche ab der 7. Klasse arbeiten einen Tag in einem Betrieb, einer Einrichtung oder einem Geschäft ihrer Wahl. Sie verzichten auf ihren Lohn und spenden diesen an ausgewählte soziale Zwecke. Mit ihrem Arbeitseinsatz knüpfen die Schüler damit erste Kontakte in die Berufswelt und beweisen zeitgleich soziales Engagement. Die Leiterin des Aktionsbüros, Kreisjugendreferentin Yasemin Serttürk, besuchte einige Schüler bei der Arbeit.

 

Lohn wird für einen guten Zweck gespendet

 

Der Schüler Luca Haaf, 13 Jahre alt, hat sich zusammen mit zwei Klassenkameraden vom Ganerben-Gymnasium bei RECA NORM GmbH in Kupferzell beworben. Luca ist in der Haustechnik tätig und wird hierbei vom Auszubildenden Maksim Paskevic angeleitet. Er hat in der Vergangenheit bereits selbst als Schüler der Realschule Öhringen bei der Aktion mitgemacht und freut sich umso mehr, dass er nun als Azubi im Betrieb einen Schüler anleiten darf. Lucas Klassenkameraden, Johannes Teklewold und Mattis Salzer, sind hingegen im Bereich Lager und Logistik unterwegs und werden dort von Ausbildungsleiter Tim Walter unter die Fittiche genommen. Gemeinsam mit den drei weiteren Schülern Dennis Frank, Chris Schmid und Lukas Christ durchlaufen die Jungs insgesamt drei verschiedene Stationen in der großen Lagerhalle. Dem Betrieb ist es wichtig, dass die Schüler zumindest im Schnelldurchlauf die Möglichkeit bekommen, unterschiedliche Bereiche der Arbeit kennenzulernen. Tim Walter erklärt: „Uns ist die Arbeit mit jungen Menschen wichtig. Wir engagieren uns in vielerlei Hinsicht – seien es Praktika, Ferienjobs oder Ausbildungen. Wir versuchen, die Jugendlichen so gut wie möglich zu begleiten und auch denen eine Chance zu geben, die sonst vielleicht keine Ausbildungsstelle finden würden“.

Ausbildungsleiter Tim Walter erklärt Chris Schmid und Mattis Salzer den Ablauf, bevor sie selbst mit anpacken dürfen. Im Lager bei der Firma RECA NORM GmbH gibt es viel zu tun. 
Foto: Landratsamt Hohenlohekreis

 

„Weil es gut tut, Menschen zu helfen. Und das verschafft eine innere Befriedigung.“

 

Eine weitere Arbeitsstelle ist die „Motorrad- und Quadfactory Umbach GmbH“ im Pfedelbacher Ortsteil Windischenbach. Motorräder, Quads, Helme, Handschuhe, Zubehör wohin das Auge reicht – und mittendrin Kelly Steinwedel, 14 Jahre, Botschafterin der Aktion Mitmachen Ehrensache. Kellys Eltern sind am Aktionstag zugleich ihre Chefs, ihnen gehört der Laden. Dadurch, dass Kelly bereits öfter in den Ferien und zwischendurch ausgeholfen hat, findet sie sich schnell zurecht und kann direkt mit anpacken. Warum sie Botschafterin wurde und beim Aktionstag mitmacht? „Weil es gut tut, Menschen zu helfen. Und das verschafft eine innere Befriedigung.“

Auch in der Motorrad- und Quadfactory Umbach GmbH in Windischenbach steht Weihnachten vor der Tür. Kelly Steinwedel, Botschafterin der Aktion Mitmachen Ehrensache, schmückt hierzu die motorisierten Zweiräder.
Foto: Landratsamt Hohenlohekreis

Auch das Landratsamt Hohenlohekreis ist mit dabei und stellt 14 Arbeitsplätze zur Verfügung. Die Schülerinnen Lara Schäfer und Nelli Rimmer, beide von der kaufmännischen Schule Öhringen, helfen bei der Kulturstiftung mit und kuvertieren das neue Programm. Warum sie sich engagieren? Nelli lacht und sagt „Für’s gute Gewissen!“ und ergänzt kurz darauf „Warum nicht?“. Es sei immerhin für eine gute Sache und zudem könne man das Engagement im Zeugnis bescheinigen lassen, sagt Lara.

 

„Es ist einfach toll zu sehen, wie viele Jugendliche mitmachen.“

 

Kreisjugendreferentin Yasemin Serttürk ist begeistert. „Es ist einfach toll zu sehen, wie viele Jugendliche mitmachen. Ohne den Einsatz der Schülerinnen und Schüler, aber auch ohne die vielen engagierten Arbeitgeber, wäre die Aktion nicht möglich. Aber auch den Botschafterinnen und Botschaftern ist es zu verdanken, dass die Aktion im Hohenlohekreis so bekannt ist.“ Das Botschafteramt ist für all jene Schülerinnen und Schüler interessant, die sich über den Aktionstag hinaus für Mitmachen Ehrensache engagieren möchten. Zu den Aufgaben der Botschafter gehört es unter anderem, die Aktion mit dem Kreisjugendreferat vorzubereiten, Werbung dafür an den Hohenloher Schulen zu machen und gemeinsam über die Spendenvergabe zu entscheiden. Wer Interesse daran hat, ins Botschafterteam aufgenommen zu werden, kann sich beim Aktionsbüro melden unter jugendreferat@hohenlohekreis.de .

 

Quelle: Pressemitteilung des Landratsamtes des Hohenlohekreises

 




Das 12. Adventstürchen

Hinter dem 12. Adventstürchen verbergen sich süße Träume.

Carmen Koch hat für jede Teilnehmerin des Dorf-Adventskalenders ein kleines Kissen genäht.

Hinter dem 12. Adventstürchen verbirgt sich ein Kissen.
Foto: privat




Neumann: „Wir trinken nur aus beruflichen Gründen.“

Glühweintest mit Bürgermeister Stefan Neumann auf dem Künzelsauer Weihnachtsmarkt.

Wenn jetzt schon Bayern vom Tegernsee zum Künzelsauer Weihnachtsmarkt am Schloss kommen, dann haben die Veranstalter wohl einiges richtig gemacht. Fünf Tage lang, bis zum vergangenen Sonntag, den 09. Dezember 2018, ließen es sich die Hohenloher bei Christstollen, Currywurst und Weihnachtswein gut gehen. Auch Bürgermeister Stefan Neumann, der sich mit der Hohenloher Weinkönigin durch ein Dutzend eingereichte Glühweinproben – natürlich nur aus rein beruflichen Gründen – trinken musste, um den besten Glühweinhersteller zu ermitteln. Videoreporter Felix Kribus blieb selbstverständlich während des Weihnachtsmarktes vollumfänglich standhaft das heißt nüchtern, um zwischen Lichterketten und Posaunenklängen weihnachtliche Emotionen und Eindrücke der zahlreichen Besucher einzufangen.

Neumann: „Wir trinken nur aus beruflichen Gründen.“
Foto: GSCHWÄTZ

Auf dem Künzelsauer Weihnachtsmarkt sorgt unter anderem der Posaunenchor Kocherstetten für musikalische Unterhaltung.
Foto: GSCHWÄTZ

Weihnachtsplätzchen dürfen auf dem Weihnachtsmarkt nicht fehlen.
Foto: GSCHWÄTZ

Flötenspielkreis Lilo Schmidt.
Foto: GSCHWÄTZ




Arbeitgeber zahlt Zuschuss für das Job-Ticket HNV

Im vergangenen Jahr stieg der Anteil der pendelnden Beschäftigten deutschlandweit auf einen neuen Rekordwert von knapp 60 Prozent. Auch das Pendlervolumen in Heilbronn und Hohenlohe nimmt seit vielen Jahren zu. Allein im Hohenlohekreis ist die Zahl der Pendler im Zeitraum 2010 bis 2016 von rund 27.000 auf rund 34.000 gestiegen. Dies entspricht einem Plus von rund 26 Prozent.
Lange Staus, Parkplatznot, hohe Umweltbelastungen und gestresste Mitarbeiter sind Folgen der steigenden Pendlerzahlen. Für Unternehmen sind das gute Gründe, Mitarbeitern Bus und Bahn schmackhaft zu machen. Das Landratsamt Hohenlohekreis hat am Donnerstag, den 06. Dezember 2018, als vorbildlicher Arbeitgeber nun eine entsprechende JobTicket-Vereinbarung mit dem HNV unterzeichnet. Diese sieht vor, dass der Arbeitgeber einen ansehnlichen Fahrtkostenzuschuss gewährt. Im Gegenzug gewährt der HNV Mengenrabatte, die ebenso dem Mitarbeiter zugute kommen. So ergeben sich außergewöhnlich günstige Eigenanteile für die jeweiligen Mitarbeiter. Die JobTicket-Vereinbarung sieht außerdem eine Mitnahmemöglichkeit weiterer Personen in den Abendstunden und am Wochenende vor. „Der HNV stellt als regionaler Mobilitätsdienstleister die passenden Angebote zur Verfügung“, sagt Geschäftsführer Gerhard Gross. Der Geltungsbereich des HNV umfasst sämtliche Verkehrsmittel in der Stadt Heilbronn, dem Landkreis Heilbronn und dem Hohenlohekreis sowie die angrenzenden Städte wie beispielsweise Sinsheim, Mosbach, Osterburken und Schwäbisch Hall.
Außerdem hat jeder Mitarbeiter die Möglichkeit beim, Personal- und Organisationsamt ein sogenanntes Schnupperticket zu beantragen und das ÖPNV-Angebot zwei Wochen kostenfrei zu testen. Für Landrat Dr. Matthias Neth ist das JobTicket ein geeignetes Instrument, um für den Arbeitgeber Landratsamt Hohenlohekreis zu werben. Darüber hinaus spielt der Nahverkehr beim Thema ressourcen- und umweltschonende Mobilität aktuell und in Zukunft eine immer wichtigere Rolle.

Landrat Dr. Matthias Neth und HNV-Geschäftsführer Gerhard Gross unterzeichnen die Job-Ticket-Vereinbarung. Im Hintergrund stehend NVH-Geschäftsführer Alexander Wolf.
Foto: Landratsamt des Hohenlohekreises

 

Quelle: Pressemitteilung des Landratsamtes des Hohenlohekreises




Leiche bei Künzelsau gefunden

Am Montagnachmittag, den 10. Dezember 2018, wurde ein älterer Mann auf einem Streuobstwiesengrundstück oberhalb des sogenannten „Deubach-Brückles“ zwischen Künzelsau und Ingelfingen tot aufgefunden. Der Leichnam lag in der Nähe eines kleineren Strohhaufens. Derzeit sind die näheren Todesumstände noch unklar; Beamte des Kriminalkommissariats Künzelsau ermitteln daher in alle Richtungen.
Der Mann wird wie folgt beschrieben: Etwa 175 cm groß, geschätztes Alter zwischen 50 und 60 Jahre, normale Statur, zirka 80 kg Körpergewicht, ungepflegtes Gesicht und ungepflegte graue Haare, grauer Vollbart, ungepflegte Zähne, bekleidet mit blauer Jeanshose, blauem Langarmshirt, olivfarbener Jacke und Nike-Sportschuhen.
Die Kriminalpolizei Künzelsau sucht Zeugen – Wer hat diesen Mann in der Zeit zwischen Donnerstag, den 06. Dezember 2018, und Montag, den 10. Dezember 2018, im Bereich Künzelsau, Ingelfingen oder Öhringen gesehen? – Wer kennt eine Person, auf die diese Beschreibung zutrifft? – Wer hat in der Zeit zwischen Donnerstag und Montag im Bereich zwischen Künzelsau und Ingelfingen, insbesondere im Bereich des Auffindeortes verdächtige Wahrnehmungen gemacht? – Wer kann sonst sachdienliche Angaben im Zusammenhang mit dem Todesfall machen? – Bei dem Toten wurde ein NVH-Ticket gefunden. Es werden deshalb auch Personen gebeten sich zu melden, die ihn möglicherweise in einem Bus gesehen oder mit ihm gesprochen haben.
Hinweise werden unter der Telefonnummer 07940 9400 erbeten.
Quelle: Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Heilbronn



MUSTANG sagt tschüss und gibt zehn Prozent Rabatt auf alles

Der Umzug von MUSTANG Jeans steht bevor. Ende nächsten Jahres/Anfang 2020 zieht die Firmenzentrale des Denimspezialisten von Künzelsau nach Schwäbisch Hall, doch die Markenpräsenz bleibt. Das älteste und größte Outlet bleibt in Künzelsau als „Flagship Outlet“  bestehen, so eine Pressemitteilung von MUSTANG vom 11. Dezember 2018.

Seit den 1970er Jahren präsentiert MUSTANG Jeans auf über 690 Quadratmetern eine große Auswahl an Ober- und Unterbekleidung, Schuhen, Accessoires & Co. mit dem Fokus auf seine Kernexpertise Jeans in seinem Outlet in Künzelsau. Trotz des bevorstehenden Umzugs des Headquaters nach Schwäbisch Hall, bleibt die Verbundenheit zu Künzelsau als Stammsitz erhalten. „Es ist uns ein großes Anliegen und eine Herzensangelegenheit die Solidarität der Marke zu seinem Ursprung und der Gründungsstadt zu erhalten. MUSTANG ohne Künzelsau und Künzelsau ohne MUSTANG kann und wird es nicht geben. Das Outlet bleibt als Flagship Outlet selbstverständlich in der Stadt.“, betont Dietmar Axt, CEO von MUSTANG Jeans.

Eingang der MUSTANG-Mitarbeiter in der Lindenstraße. Steht hier bald ein Supermarkt?

Eingang der MUSTANG-Mitarbeiter in der Lindenstraße. Die Verwaltung ist ab 2020 in Schwäbisch Hall. Foto: GSCHWÄTZ

Mit einer besonderen Aktion bedankt sich der Deminspezialist für die Treue, den Support und das Verständnis der Künzelsauer Einwohner mit einem zehnprozentigem Nachlass auf das gesamte Outlet Sortiment – gültig bis 31. Dezember 2018.

Quelle: Pressemitteilung von MUSTANG vom 11. Dezember 2018




Das 11. Adventstürchen

Was verbirgt sich hinter dem 11. Türchen beim Dörrenzimmerer Adventskalender?

Sylvia Frank erzählt: „Hinter meinem „Türchen“ steckt selbstgemachte Pfirsichmarmelade. Hergestellt aus Pfirsichen von meinem Pfirsichbaum. Die Herstellung ist ganz einfach (im Thermomix): Pfirsiche waschen, den Kern herausschneiden, in Stücke schneiden, pürieren, Gelierzucker (2:1) hinzufügen, vermischen und 12 Minuten kochen lassen. Noch heiß in die Gläschen einfüllen, sofort verschließen und kurz auf den Kopf stellen.“

Hinter dem 11. Adventstürchen verbirgt sich selbstgemachte Pfirsichmarmelade.
Foto: privat




Waldenburg verfehlt knapp das Treppchen

Ein erfolgreiches Wochenende ist zu Ende gegangen. Beim Heimwettkampf der 1. Bundesliga Luftpistole, am Samstag, den 08. Dezember 2018, und Sonntag, den 09. Dezember 2018, konnten sich die Schützen der SGi Waldenburg die maximale Punktzahl auf Ihrem Konto gutschreiben. Zwischen den Wettkämpfen hielten die Schützen und die BSW e.V. mit dem Publikum noch einmal inne, um ihrem verstorbenen Freund und 1. Vorsitzenden zu gedenken. Die gut besuchte Veranstaltung in der Mehrzweckhalle in Waldenburg hielt für die Zuschauer und mitgereisten Fans aller Mannschaften einige Überraschungen parat. Neben den Schützen aus Ludwigsburg, die in der ersten Begegnung am Wochenende gegen die Mannschaft aus München, nicht nur ihre Partie sondern auch ihren 1. Tabellenplatz verloren, musste im zweiten Wettkampf die Schützen des SV Murrhardt-Karnsberg gegen die Schützen vom SV Altheim-Waldhausen ihren Tabellenplatz behaupten. Bei der abschließenden Begegnung des Samstags rangen die Schützen der SGi Waldenburg ihrem Gegner der Mannschaft der SSG Dynamit Fürth einen 4:1 Sieg ab.

 

Ring an Ring – ein knappes Ding

 

Am Sonntag begannen die Schützen der SGi Ludwigsburg und des SV Altheim-Waldhausen den Wettkampftag. Hier musste der SV Altheim-Waldhausen alle fünf Einzelpunkte abgeben. Die zweite Begegnung zwischen der SSG Dynamit Fürth und der HSG München war hart umkämpft und sah zeitweise nach einem Sieg für Fürth aus, jedoch wendete sich das Blatt gegen Ende der Partie zu Gunsten der HSG München, die mit 3:2 Punkten gewinnen konnte. Zur abschließenden Partie am Sonntag traten nochmals die Schützen der SGi Waldenburg gegen die Schützen aus Murrhardt-Karnsberg an. Schnell wurde klar, dass die Waldenburger die Partie im Griff haben, in drei der fünf Paarungen lagen die Waldenburger klar vorn. Eine der drei Begegnungen war die auf Position 5 kämpfende Doreen Vennekamp, die mit einem soliden Ergebnis, ihre Partie dominieren konnte (375:359). Auf Position 1 unterlag Abdullah Ustaoglu, der mit Rückenproblemen zu kämpfen hatte. Besondere Spannung bot wieder mal die Position 3, auf der Tobias Bumb, der Ring an Ring mit seinem Gegner Wolfgang Renner, noch mit einem Ring Vorsprung die Paarung für sich entscheiden konnte (371:370).

 

4. Tabellenplatz

 

Am Ende des Wochenendes steht fest, die SGi Waldenburg schließt das Jahr auf dem 4. Tabellenplatz ab und kann gestärkt in die Weihnachtspause gehen und sich auf das letzte Wettkampfwochenende im Januar vorbereiten, wo sie auf Waldkirch, der jetzt Tabellenerster ist, und Hambrücken treffen Wir danken den vielen Menschen, die uns mit Arbeitsdiensten und Kuchenspenden unter die Arme gegriffen haben sowie dem Hotel Bergfried und dem Kirchersbäck, ohne die die Veranstaltung nicht so erfolgreich hätte ablaufen können.

Heimwettkampf der 1. Bundesliga Luftpistole.
Foto: Bundesligaschützen Waldenburg e.V.

 

Quelle: Pressemitteilung der Bundesligaschützen Waldenburg e.V.




Hela gehört schon seit Längerem zu Globus

In den vergangenen Wochen hat sich einiges geändert im Hela Baumarkt in Künzelsau – nicht nur das Logo. Auch im Baumarkt selbst gab es Veränderung, denn beim betreten ähnelt der Markt nun einem Obi. Aber es ist nicht die Baumarktkette Obi, die sich hinter der orangefarbenen Fassade verbirt, sondern Globus. Hela soll schon seit zehn Jahren zu Globus Baumarkt gehören.

Nun erst wurden aber in Künzelsau Veränderungen vorgenommen, um ein einheitliches Grundkonzept von Globus Baumarkt umzusetzen.

Aus dem Hela Baumarkt wurde ein Globus Baumarkt.
Foto: GSCHWÄTZ

Hela heißt nun Globus.
Foto: GSCHWÄTZ




Das kann dann mal weg

Schnell war er weg, Künzelsaus Bürgermeister Stefan Neumann, nach der Entscheidung des Kreistags am 10. Dezember 2018, das Krankenhaus in Künzelsau nun doch schon Ende 2019 zu schließen und nicht erst, wie ursprünglich gebetsmühlenartig von Landrat und Kreistag versprochen, 2022/23 – bis der Krankenhausneubau in Öhringen steht. Neumann votierte gegen die Schließung, ebenso wie Christian von Stetten (CDU), Birgit Muth aus Künzelsau (SPD) und Michael Bauer (CDU), waren damit aber in der großen Minderheit.

Nun wurde mit dem Neubau in Öhringen noch nicht mal begonnen und schon gibt es, vier Jahre früher, eine Bettenburg weniger im Hohenlohekreis. „Das tut schon sehr weh“, sagen Künzelsauer, wenn man sie fragt – zumal viele von ihnen ihre Kinder in den 1980er Jahren noch im Krankenhaus in Künzelsau zur Welt gebracht haben. Eine Kreisstadt ohne Krankenhaus?, wo gebe es denn sowas?, fragt der ein oder andere. Nun ist die Antwort klar: in Künzelsau.

Nur wenige Minuten nach der Entscheidung verschickte des Landratsamt des Hohenlohekreises eine Pressemitteilung mit der Verkündigung der Entscheidung.

Worüber denkt Landrat Neth (2. von links) wohl gerade nach? Foto: GSCHWÄTZ

„Heute ist ein schwarzer Tag für Künzelsau“

„Heute ist ein schwarzer Tag für Künzelsau“, sagt die Bürgerinitiative zum Erhalt des Hohenloher Krankenhauses (BI) nach der Entscheidung des Kreistages. Sie hat Recht behalten mit ihrer Befürchtung, dass der Kreistag heute entscheidet, das Krankenhaus in Künzelsau bereits einige Jahre früher zu schließen.

Welche Ärzte sollen den Mehraufwand stemmen?

Wie bereits im Sitzungsprotokoll angekündigt, stimmte der Kreistag einem medizinischen Versorgungszentrum (MVZ) in Künzelsau zu. Das heißt: Als Basis dient das bereits vorhandene Ärztehaus. Ein so genannter Versorgungsassistent der Hausärzte (VERAH) soll zusätzlich etabliert werden. Hier sei es wichtig, „dass die Ärzte in der Region gut miteinander zusammenarbeiten und nicht gegeneinander“. Ziel sei eine 24-Stunden-Notfallversorgung an sieben Tagen in der Woche. Die Frage, inwieweit die Ärzte, die jetzt schon teilweise mit Patienten überlastet sind, nun auch noch einen solchen Versorgungsassistenten aufbauen und mitbetreuen sollen, wurde nicht näher erörtert. Begriffe wie Telemedizin fielen – eine medizinische Beratung / Diagnose per Fernwartung, welche unter anderem Teil des medizinischen Konzepts für Künzelsau werden soll.

Neben der bereits bestehenden psychiatrischen Tagesklinik soll auch eine Kurzzeitpflege für Künzelsau kommen.

Was tippt Künzelsaus Bürgermeister Neumann (2. von links) da in sein Handy ein? Foto: GSCHWÄTZ

Der Rettungswagen braucht lange zum nächsten Krankenhaus

Fakt ist: Die Transportwege werden für den Rettungsdienst von Künzelsau deutlich länger werden. In die umliegenden Krankenhäuser nach Schwäbisch Hall, Bad Mergentheim oder Öhringen braucht man wegen der verstopften Straßen nicht selten 30 Minuten oder länger.

Die Kreisräte betonen, dass es immer schwieriger sei, Ärzte, besonders für eine Notfallabteilung in Künzelsau zu finden und verweisen auf eine Belegungsquote in Künzelsau von nur noch mageren 40 Prozent – wobei diese Entwicklungen angesichts der offiziellen Schließungsverkündung des Krankenhauses Künzelsau vor fast zwei Jahren keine Überraschung sind. Denn: Wer geht noch in ein Krankenhaus, über dem ein großes Totenkreuz hängt? Der Kreistag lobt indes den neuen großen Bruder, die BBT-Gruppe, die seit  März 2018, die Mehrheitsanteile des Hohenloher Krankenhauses hält. Aus Kostengründen werde nun ein früherer Schlussstrich in Künzelsau gezogen, erklären sie fast einmütig. Die damit mit einem Schlag wegfallenden Betten scheinen für die HK nicht weiter ins Gewicht zu fallen – womit man bei der Frage angelangt wäre, inwieweit der Neubau in Öhringen wirklich  nötig ist.

„Ein Krankenhaus können wir uns nicht mehr leisten, aber ein neues Landratsamt“

„Ein Krankenhaus können wir uns nicht mehr leisten, aber ein neues Landratsamt“, murren viele Künzelsauer – besonders nach der letzten Kreistagssitzung, in welcher Kreiskämmerer Michael Schellmann und Landrat Dr. Matthias Neth verkündeten, dass das geplante neue Landratsamt (vom Landratsamt als „Kreishaus“ bezeichnet) keine 56,6 Millionen Euro mehr kosten soll, wie geplant, sondern vermutlich ein paar Millionen Euro mehr, da sich seit den Pklanungen von 2015 „einiges verändert habe“.

 

Text: Elke Brand und Dr. Sandra Hartmann

Foto: Elke Brand