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Künzelsau: Auf Balkon umhergeschossen

Ein Mann würde auf seinem Balkon stehen, mit einer Waffe schießen und herumschreien. Dies meldete ein Zeuge am Sonntagmittag, den 21. Juli 2019, der Polizei in Künzelsau. Als die Ordnungshüter in der Marc-Chagall-Straße eintrafen, versuchten sie den Mann durch klingeln und klopfen dazu zu bewegen die Tür zur Wohnung zu öffnen. Als er dies nicht tat, verschafften sich die Beamten Zutritt zu der Wohnung und konnten den 34-Jährigen festnehmen. Bei der von ihm zuvor verwendeten Waffe handelte es sich um eine Gaspistole. Da der Betroffene augenscheinlich unter Drogen- und Alkoholeinfluss stand und starke Stimmungsschwankungen zeigte, wurde er zunächst in Gewahrsam genommen.

Quelle: Pressemitteilung der Polizei Heilbronn

 

 




Brand einer Gartenhütte in Ingelfingen

Beim Brand einer Gartenhütte, in einer Kleingartenanlage in Ingelfingen, in der Nähe des Raiffeisenmarkts in der Künzelsauer Straße, entstand am Montagnachmittag, den 22. Juli 2019,  gegen 14.40 Uhr, Sachschaden in Höhe von circa 1.000 Euro. Die Feuerwehr aus Ingelfingen war mit drei Fahrzeugen und 26 Einsatzkräften vor Ort und konnte den Brand schnell löschen.

Quelle: Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Heilbronn




Bürgermeister Neumann hat nun drei anstatt zwei Stellvertreter

Zum ersten Mal hat der am 26. Mai 2019 neu gewählte Gemeinderat am vergangenen Dienstag, den 16. Juli 2019, getagt. In dieser konstituierenden Sitzung hat Bürgermeister Stefan Neumann alle Stadträte per Handschlag, mit dem Hinweis auf die gewissenhafte Erfüllung ihre Amtspflichten und Vorschriften der Gemeindeordnung verpflichtet. 22 Stadträte, darunter sieben erstmals gewählte, gehören fünf Fraktionen an:

CDU-Fraktion: Robert Volpp (Vorsitzender), Ernst-Friedrich Bürkert, Christian Freiherr von Stetten, Rolf Hamprecht, Jochen Jäger, Gerhard Rudolph.

Fraktion SPD & Grüne: Hans-Jürgen Saknus (Vorsitzender), Martin Braun, Erhard Demuth, Reintraud Lindenmaier, Lisa Möhler.

Fraktion Die Freien: Verena Löhlein-Ehrler (Vorsitzende), Dr. med. Andrea Faust, Rainer Süßmann.

Fraktion für Künzelsau (FfK): Herbert Schneider (Vorsitzender), Dr. med. Andrea Grups, Stefan Kraft, Wolfgang Schmelzle.

Fraktion Unabhängige Bürger Künzelsau (UBK): Boris d’Angelo (Vorsitzender), Sabine Janny, Wolfgang Kubat, Johannes Rückgauer.

Stellvertreter Bürgermeister

Bürgermeister Stefan Neumann hat vorgeschlagen, die bisherige Regelung mit zwei ehrenamtlichen Stellvertretern des Bürgermeisters beizubehalten. Auf Antrag der UBK-Fraktion hat der Gemeinderat dann jedoch einstimmig beschlossen, einen dritten Stellvertreter zu bestellen. Die Mitglieder des Gemeinderates haben deshalb aus ihren Reihen drei ehrenamtliche Stellvertreter des Bürgermeisters gewählt: Erster Stellvertreter ist Christian Freiherr von Stetten, zweite Stellvertreterin ist Reintraud Lindenmaier und dritter Stellvertreter ist Boris d’Angelo.

 

Quelle: Pressemitteilung der Stadtverwaltung Künzelsau




Ein kleiner Vorgeschmack auf ‚Das Mädchen von Orlach‘

Das Mädchen von Orlach, nach Katharina Hartmann – Eine wahre Begebenheiten, die unter anderem auch durch den Weinsberger Arzt Dr. Justus Kerner medizinisch und literarisch aufgearbeitet wurden. Im Mittelpunkt des Theaterstückes steht Magdalena Grombach, die auserkoren wurde, zur Erlösung der „weißen Frau“ beizutragen. Doch eine schwarze Erscheinung, der Schwarz von Orlach, möchte diese Erlösung mit allen Mitteln verhindern. Der Kampf zwischen Gut und Böse kann beginnen.

Das Mädchen von Orlach. Foto: Theater Braunsbach

Das historische Freilichtspiel ist ab dem 25. Juli 2019 im Theater in Braunsbach, Inselstraße, auf der Freilichtbühne zu sehen. Am Donnerstag, den 25. Juli 2019, findet die Vorpremiere statt. Die Premiere am Freitag, den 26. Juli 2019 und weitere Vorstellungen am Samstag, den 27. Juli 2019, am Freitag, den 02. August 2019 und am Samstag, den 03. August 2019.

Der Vostellungsbeginn ist immer um  20.45 Uhr und der Einlass beginnt um 19.30 Uhr.

Die Karten kosten 14 Euro (ermäßigt 12 Euro) Karten gibt es unter anderem bei der Buchhandlung Rau in Öhringen, Bahnhofstraße 16, zu kaufen. Telefon: 07941/91 98 0

http://www.theater-in-braunsbach.de

Die Freilichtbühne. Foto: Theater Braunsbach

Was an diesem vollen Tisch wohl gerade diskutiert wird? Foto: Theater Braunsbach

Das Mädchen von Orlach. Foto: Theater Braunsbach

Das Bühnenbild zu ‚Das Mädchen von Orlach‘. Foto: Theater Braunsbach

Auch die Feuerwehr ist mit dabei. Foto: Theater Braunsbach

Das Mädchen von Orlach hat die Zuschauer in ihren Bann gezogen. Foto: Theater Braunsbach

Bei diesem Text handelt es sich um eine bezahlte Anzeige.

 




Golf-Fahrer in Weißbach schwer verletzt

Am Samstag, den 20. Juli 2019, ereignete sich gegen 16:15 Uhr auf der L1045 ein schwerer Verkehrsunfall. Ein 21-jähriger Fahrer eines VW Golf aus dem Hohenlohekreis fuhr von Weißbach in Richtung Niedernhall. In einer leichten Linkskurve kam er aus bislang ungeklärter Ursache nach rechts in den Grünstreifen und stieß dann knapp 30 Meter weiter frontal gegen einen Baum. Dabei wurde der Fahrer schwer verletzt. Am Pkw entstand wirtschaftlicher Totalschaden in Höhe von 4.000 Euro. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft wurde beim Fahrer eine Blutentnahme durchgeführt.

Quelle: Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Heilbronn

 




Wo sind all die Vögel hin?

Jeder Gemeinde ihr Biotop 

Vortrag von Prof. Dr. Peter Berthold über ein neues Naturschutzprojekt zur Wiederbelebung der Artenvielfalt

 

Auch im Hohenlohekreis nimmt der menschliche Nutzungsdruck auf die Landschaft schon seit Jahrzehnten zu. Flächenverbrauch sowie die Intensivierung von Land- und Forstwirtschaft haben dazu geführt, dass vielerorts Lebensräume von Tieren und Pflanzen verloren gingen und nur noch kleine, isolierte Flächen übrig geblieben sind. Um dem entstandenen Artenrückgang entgegenzuwirken, könnten in Zusammenarbeit mit der Heinz Sielmann Stiftung  Naturschutzprojekte ins Leben gerufen werden.

Durch Initiative des CDU-Landtagsabgeordneten Arnulf von Eyb lud der Landschaftserhaltungsverband Hohenlohekreis e.V. Prof. Dr. Peter Berthold nach Dörzbach ins Universum ein, damit dieser für seine Ideen zu einem deutschlandweiten Biotopverbund werben kann.  Prof. Berthold ist von Haus aus Zoologe, im Besonderen jedoch Verhaltensforscher und Ornithologe, leitete lange Jahre die Vogelschutzwarte in Radolfzell, eine Zweigstelle des Max-Planck-Instituts für Ornithologie in Seewiesen und war Professor an der Universität Konstanz. Als seine Forschungsschwerpunkte sind der Vogelzug und Fragen zur Populationsdynamik und zum Artenschutz in der Ornithologie.

„Drei Kohlmeisenpaare je Hektar vertilgen während der Jungenaufzucht bis zu 50 Prozent aller Schädlingsraupen, wie zum Beispiel den Frostspanner“

Berthold beleuchtete mit aufrüttelnden Zahlen und provokativen Worten Gründe für den dramatischen Artenschwund: „Gehen Sie mit einem Körnerfresser in ein Mais- oder Weizenfeld und fragen ihn, was er zu fressen findet. Da wird er ihnen sagen: Gar nichts! Denn da gibt’s nichts mehr.“ Dagegen fanden sich in den Weizenäckern um 1950 in Deutschland zirka 1 Million Tonnen Sämereien von Wildkräutern. Wie notwendig allein aus Sicht einer umweltverträglichen Schädlingsbekämpfung eine hohe Vogeldichte ist, belegte er damit, dass „drei Kohlmeisenpaare je Hektar während der Jungenaufzucht bis zu 50 Prozent aller Schädlingsraupen vertilgen, wie zum Beispiel den Frostspanner“.

Die Kohlmeise. Foto: Unsplash/Pascal Beyer

„Oasen aus Menschenhand – jeder Gemeinde sein Biotop“

Doch er brachte auch konkrete Beispiele vom Bodensee, wie dem fortschreitenden Artenschwund erfolgreich Einhalt geboten werden kann. Seit seiner Emeritierung im Jahr 2004 wirkt er im Stiftungsrat der Heinz Sielmann Stiftung mit und gab den Anstoß für den Biotopverbund Bodensee (BVB). Die Heinz Sielmann Stiftung schafft seit 2004 ein Netz von neuen Lebensräumen für Tiere und Pflanzen in Sielmanns Biotopverbund Bodensee. Die Tier- und Pflanzenbestände sollen sich erholen und verschwundene Arten sollen zurückkehren können. Dieses Projekt stellt den umfangreichsten Großversuch dar, der im Hinblick auf die Rettung der Artenvielfalt durchgeführt werden konnte. Grundlage dafür ist ein im Jahre 1988 vorgestelltes neues Naturschutzkonzept: Renaturierung von etwa zehn Prozent der Fläche im Bereich jeder Gemeinde und dadurch Schaffung eines bundesweiten Biotopverbundes, basierend auf „Oasen aus Menschenhand – jeder Gemeinde sein Biotop“. Zwischenzeitlich wurden auf 500 Quadratkilometern Fläche über 100 Einzelprojekte an 44 Standorten gemeinsam mit den Städten und Gemeinden aus ganz Deutschland im Wert von etwa fünf Millionen Euro realisiert.

Im vollbesetzten Dörzbacher Universum kamen die markigen Worte Professor Bertholds beim Publikum größtenteils gut an. Die Frage, was daraus nun vor Ort folgen wird, konnte aber auch nach lebhafter Diskussion noch nicht beantwortet werden.

Quelle: Pressemitteilung des Landratsamtes des Hohenlohekreises




Vollsperrung zwischen Kocherstetten und Weilersbach

Die Landesstraße L 1045 zwischen Kocherstetten und Weilersbach muss am Montag, den 22. Juli 2019,  bis einschließlich Dienstag, den 23. Juli 2019, wegen Fahrbahnsanierungsarbeiten der Straßenmeisterei Künzelsau für den Gesamtverkehr gesperrt werden.

Der überörtliche Verkehr wird aus Künzelsau kommend ab Morsbach über die K 2373 – Künsbach – Feßbach – Rüblingen – Döttingen umgeleitet.

Der Verkehr aus Richtung Schwäbisch Hall  wird ab der L 1045 – über Jungholzhausen – L 1042 – Laßbach – K 2383 – Vogelsberg – Kocherstetten umgeleitet.

 

Quelle: Pressemitteilung des Landratsamtes des Hohenlohekreises




Nina und der Thaiboxer

Eine Studentin aus Stachenhausen erzählt, warum sie sich in der Flüchtlingshilfe engagiert:

„Ich engagiere mich in der Flüchtlingshilfe, weil ich mir einen eigenen Eindruck von dem großen Thema Flüchtlinge machen möchte, das seit der großen Flüchtlingswelle 2015 nicht mehr aus unserer Medienlandschaft wegzudenken ist und doch ein Thema bleibt, das scheinbar mehr Fragen und Ängste aufwirft, als beantwortet werden.

 

Mit YouTube-Videos Deutsch beigebracht

Durch die Organisation Pelican, die von Professoren und Mitarbeitern meiner Fakultät in Karlsruhe ins Leben gerufen wurde, habe ich Mohammad kennengelernt. Mohammad ist mein Tandempartner aus Afghanistan.
Er ist 20 Jahre alt und kam vor knapp 3 Jahren nach Deutschland. Nachdem er seinen Realschulabschluss in Deutschland nachgeholt hat, hat er sich für eine Ausbildung zum Fachinformatiker beworben und damit im September 2018 begonnen. Er hat sich bei Pelican angemeldet, weil er für die Berufsschule Hilfe in den Fächern BWL, Wirtschaftskunde und Deutsch benötigt. Da ich im Bachelor Wirtschaft studiert habe, freue ich mich natürlich sehr, ihm dabei zu helfen.

Was mich jedoch wirklich nachhaltig beeindruckt, ist die Geschichte Mohammads. Als er seinen Vater im Krieg in Afghanistan verlor, sahen Mohammad und seine Familie sich gezwungen aus ihrer Heimat zu flüchten. Im Nachbarland Iran gingen der Familie jedoch die finanziellen Mittel aus und nur Mohammad wurde die weitere Flucht ermöglicht. So ging es für ihn weiter in die Türkei, wo er in nur 5 Monaten dank seines beachtlichen Sprachtalents fließend türkisch lernte. Er reiste weiter über Griechenland, Italien und der Schweiz nach Deutschland. Sein großer Traum ist die Ausbildung des Fachinformatikers zu absolvieren und später sein eigenes IT-Unternehmen zu gründen. Wie lange sein Aufenthalt in Deutschland sein wird, ist noch unklar, denn seine Aufenthaltsgenehmigung gilt bisher nur bis zur Beendigung seiner Ausbildung. Die Möglichkeit ohne Asyl den Realschulabschluss nachzuholen und damit im Anschluss die Ausbildung zu beginnen, gab es für ihn nur in Deutschland.

 

Nur in Deutschland hatte er die Möglichkeit, seinen Realschulabschluss nachzuholen

 

Deshalb war es sein Ziel hierher zu kommen. Nachdem er sich mithilfe von YouTube-Videos Deutsch beigebracht hatte, begann er seine mittlere Reife. Nebenbei ging er seinem langjährigen Hobby, dem Thaiboxen nach. Er kämpfte so gut, dass er die deutsche Meisterschaft im September 2016 gewann. Um jedoch auf europäischer Ebene zu kämpfen, hätte er einen Aufenthalt in Deutschland gebraucht und so traf er die Entscheidung mit dem Thaiboxen aufzuhören und sich ganz auf seine bevorstehende Ausbildung zu konzentrieren. Nach fast drei Jahren in Deutschland, fiel ihm auf, dass in den deutschen Medien ein sehr negatives Bild von Flüchtlingen vorherrscht. So gründete er im November 2018 den Verein „Jugendliche ohne Grenzen Deutschland e.V.“, ein Ort kommunikativen Austauschs, frei von Religion oder Politik, der die Türen für alle Ethnizitäten öffnen soll. Mit Angeboten, beispielsweise verschiedenen Sportgruppen oder Global Villages, verfolgt der Verein zwei Ziele:

Das erste ist der Kulturaustausch, um gegenseitiges Verständnis zu fördern. So fügt Mohammad hinzu: „Ich wollte, dass die Jugendlichen die Kultur von Deutschland kennenlernen, Freunde finden und ihre Sprache verbessern.“ Aber auch deutsche Jugendliche sind dazu eingeladen, an Themenabenden teilzunehmen. Mohammad plant einen Themenabend über Afghanistan zu veranstalten. An dem möchte er über die afghanische Kultur erzählen, die Geschichte Afghanistans, wie es zum Krieg kam, aber auch wer die Menschen sind, die dort leben.

Thema Flüchtlinge: „Es gibt auch gute Menschen“, sagt Mohammad

Als er in Deutschland ankam war es ihm neu, Frauen bei der Begrüßung, sowie Männern, auch die Hand zu schütteln. Bis ihn irgendwann eine Frau direkt fragte wieso er ihr nicht die Hand gäbe. Ihm war dies nicht bewusst, denn in Afghanistan umarmt man seine Freunde und küsst sich dreimal auf beide Wangen. Mohammad liegt es auch am Herzen, dass man Afghanistan nicht nur mit Krieg assoziiert, sondern auch mit leckerem Essen, riesigen Gebirgen und sieht, dass es ein facettenreiches Land ist.

Das zweite Ziel basiert auf dem Wunsch das Bild von Flüchtlingen in der Gesellschaft zu verbessern und den Flüchtlingen, die es verdient haben, die Integration zu ermöglichen. „Was in den Zeitungen über Flüchtlinge steht soll geändert werden. Es gibt auch gute Menschen, die wegen der anderen ignoriert werden. Es soll mehr Möglichkeiten geben, für die Flüchtlinge, die talentiert sind, diejenigen die sich integrieren möchten.“

 

Spätzle zum Kennenlernen traditioneller deutscher beziehungsweise süddeutscher Küche

„Ich helfe Mohammad sehr gerne dabei, für Schularbeiten zu lernen oder einen Brief an das Finanzamt zu schreiben. Doch vielmehr habe ich das Gefühl, dass er mir geholfen hat. Er hat mir die Augen geöffnet für das, was wirklich passiert. Für das, was wirklich wichtig ist. Nachdem er und sein Freund Shirzad mich vor einigen Wochen zum selbst gekochten afghanischen Mittagessen eingeladen haben, werde ich die beiden bald von Spätzle überzeugen. Kultureller Austausch eben.“

 

Text von Nina Frölich

 




Mann springt aus fahrendem Auto

Ein 20-jähriger Mann hatte am frühen Samstagmorgen, den 20. Juli 2019, großes Glück beim Sprung aus einem Auto. Er war gegen 03 Uhr auf der Kreisstraße 2368 zwischen Kubach und Feßbach als Mitfahrer auf dem Rücksitz in einem Opel unterwegs. Plötzlich sprang er ohne Vorwarnung aus dem geöffneten Seitenfenster und fiel auf die Straße. Zum Glück fuhr die Lenkerin des Autos zu diesem Zeitpunkt mit einer geringen Geschwindigkeit, so dass sich der alkoholisierte Mann nur leichte Schürfwunden zuzog.

Quelle: Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Heilbronn




Radfahrer schlägt Jungen

Zu einem Übergriff auf dem Radweg in Schöntal am Donnerstagnachmittag sucht die Polizei Zeugen. Gegen 16.15 Uhr befand sich eine Gruppe von sechs Schülerinnen und Schülern im Bereich des Radwegs beim „Großen Garten“. Die Kinder, im Alter zwischen 13 und 14 Jahren, befanden sich auf dem Rückweg von einem Schulprojekt, das sie im Rahmen ihres Landschulheimaufenthalts absolviert hatten. Unterwegs kam ihnen ein Paar entgegen, das mit Fahrrädern in Richtung Berlichingen fuhr. Beim Vorbeifahren schlug der männliche Radfahrer unvermittelt einen der Schüler mit der Faust ins Gesicht. Der 13-Jährige ging dabei benommen zu Boden. Danach hielt der Unbekannte an, wickelte sich sein Fahrradschloss um die Hand und meinte sinngemäß, wenn die Kinder heutzutage nicht mehr Platz machen würden, müsse man sie eben schlagen. Danach fuhr der rabiate Radler zusammen mit seiner Begleiterin weiter. Die Kinder setzten ihren Weg zunächst fort bis der Junge plötzlich erneut zusammenbrach und das Bewusstsein verlor. Sofort wurde ein Rettungswagen angefordert, der den 13-Jährigen mit Sondersignal ins Krankenhaus bringen musste.

Drei Polizeistreifen fahndeten unterdessen nach dem unbekannten Schläger, konnten ihn jedoch trotz intensiver Suche nirgends entdecken. Die Polizei sucht nun Zeugen, die das Radler-Paar gesehen haben oder Hinweise zur Identität der beiden geben können. Beide sind etwa 50 bis 60 Jahre alt, trugen zum Tatzeitpunkt keinen Schutzhelm und waren mit identischen, rot-schwarzen Fahrradtrikots bekleidet. Am Fahrrad des Mannes waren Packtaschen im gleichen Design angebracht. Der Mann ist eher von kleiner und dicker Statur, hat graue, kurze Haare und trug eine Sonnenbrille. Seine Begleiterin hat auffallend blonde, kurze Haare. Wer Hinweise geben kann, wird gebeten, sich bei der Polizei in Krautheim, Telefon 06294 234, zu melden. Der Junge konnte im Übrigen nach medizinischer Behandlung wieder aus der Klinik entlassen werden. Es geht ihm den Umständen entsprechend gut.

Quelle: Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Heilbronn