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Hohenlohekreis: Girls‘ und Boys‘ Day

Mädchen und Jungen für neue Berufswege zu interessieren, ist das Ziel des jährlich bundesweit stattfindenden Girls‘ und Boys‘ Day. Jedes Frühjahr wird ihnen damit die Möglichkeit geboten, Berufsfelder kennenzulernen, die außerhalb der traditionellen Orientierung liegen. So sollen sie dazu ermutigt werden, Berufe zu ergreifen, die überwiegend vom jeweils anderen Geschlecht ausgeübt werden. In diesem Jahr findet der Girls‘ und Boys‘ Day am Donnerstag, den 26. März 2020 statt. 

Auch das Landratsamt Hohenlohekreis bietet für Mädchen und Jungen ab der 5. Klasse interessante Kurzpraktika in verschiedenen Bereichen an. So können Jungs das Berufsfeld Hauswirtschaft kennen lernen oder Einblicke in die vielfältigen Aufgabengebiete des Sozial- und Versorgungsamts oder des Gesundheitsamts des Hohenlohekreises erhalten. Mädchen haben die Möglichkeit, in die sogenannten Männerberufe wie Vermessungstechniker, Bauingenieur oder Förster reinzuschnuppern oder einen Tag bei der Lebensmittelkontrolle verbringen.

„Bei uns im Landratsamt Hohenlohekreis gibt es eine Vielzahl interessanter Berufe zu entdecken, die abwechslungsreich sind und spannende Karrieremöglichkeiten bieten. Wir hoffen, dass wir die Mädchen und Jungen durch den Girls’Day und Boys’Day für Berufe begeistern können, an die sie bisher vielleicht noch gar nicht gedacht haben“, so Landrat Dr. Matthias Neth in einer Pressemitteilung des Landratsamts Hohenlohekreis.

Anmeldungen sind ab sofort über die Internetseiten www.girls-day.de beziehungsweise www.boys-day.de möglich. Für Fragen steht die Gleichstellungsbeauftragte Lisa-Marie Hemer unter gleichstellung@hohenlohekreis.de oder unter Telefon 07940/18 849 zur Verfügung.

Quelle: Pressemitteilung des Landratsamts Hohenlohekreis




Künzelsau: Gesundheit und Wohlbefinden

Der Gesprächskreis Gesundheit und Wohlbefinden lädt am Montag, den 13. Januar 2020 in die Feuerwache in der Lindenstraße 16 in Künzelsau. Ab 14 Uhr informiert Fred Gehret zum Thema „Herzinfarkt muss nicht sein“. Er berichtet dabei aus seiner eigenen Erfahrung. Denn wenn man die ursächlichen Zusammenhänge erkennt, dann kann man auch Maßnahmen ergreifen, die im Akut-Fall auf eine einfache Art anzuwenden sind. Sein wichtigstes Anliegen jedoch ist der Aufbau einer grundsoliden Prophylaxe, um erst gar nicht mit den Folgen einer solchen Krankheit konfrontiert zu werden.

Interessierte sollten sich vorab unter Telefon 07940/ 33 91 oder per E-Mail an St.Georg1@t-online.de anmelden.




Niedernhall: Mann pöbelt auf Supermarkt-Parkplatz Passanten & Polizisten an

Keinen Respekt vor der Polizei zeigte ein 28-Jähriger am Donnerstagabend, den 02. Januar 2020, in Niedernhall. Die Polizei wurde verständigt, weil der junge Mann auf dem Parkplatz eines Discounters Kunden und Angestellte anpöbelte. Auch gegenüber den Ordnungshütern zeigte er sich ohne Grund sehr aggressiv. Er weigerte sich auch, sich von einer Verwandten nach Hause bringen zu lassen, obwohl er erheblich unter alkoholischer Beeinflussung und wahrscheinlich auch unter Drogeneinfluss stand. Da er keine Ruhe gab und die Beamten übel beleidigte, musste er seinen Rausch in einer Zelle ausschlafen. Vorher schlug er seinen Kopf allerdings mehrfach gegen die Zellentür und gegen ein Fenster. Er verletzte sich dabei leicht.

Quelle: Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Heilbronn

 




Spaziergänger meldet leblosen Körper am Künzelsauer Kocherufer

Wie die Süddeutsche Zeitung unter Berufung einer Meldung der deutschen Presseagentur (dpa) gegen 13 Uhr meldete, hat ein Spaziergänger angeblich eine leblose Person am Kocherufer in der Würzburger Straße in Künzelsau gesehen.Kocherufer in Künzelsau

Laut der Polizei war bei deren Eintreffen aber keine Person mehr auffindbar gewesen. Dennoch suchten am Montag, den 06. Januar 2020, mehrere Feuerwehrler und Mitglieder der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) sowie des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) – laut dpa insgesamt 83 Einsatzkräfte – die gesamte Uferböschung und das Wasser mit Tauchern ab – bislang ohne Ergebnis.

Quelle: www.sueddeutsche.de/panorama




Was ist das? 5 GSCHWÄTZ-Bücher zu gewinnen

Unsere GSCHWÄTZ-Leser sind einfach zu clever. Zu schnell flogen uns bei unseren vergangenen Reise-Rätsel-Runden die richtigen Lösungen nur so um die Ohren (Korsika und Panamakanal).

Daher haben wir unser Reiserätsel nun etwas erschwert. Das Foto zeigt ein Haus, das GSCHWÄTZ-Chefredakteurin Dr. Sandra Hartmann vor ein paar Tagen besucht hat.

Um welches Haus handelt es sich und wo steht es? Zu gewinnen gibt es 5 exklusive GSCHWÄTZ-Notizbücher, DIN A5, in einem starken türkis.

Schicken Sie Ihre Lösung einfach bis zum 10. Januar 2020 per WhatsApp an 0172/68 78 474 oder per E-Mail an info@gschwaetz.de

Die Gewinner werden von uns benachrichtigt. 




Hohenlohe: Probealarm im gesamten Kreis

Am Samstag, den 4. Januar 2020, findet der nächste turnusmäßige Probealarm der funkansteuerbaren Sirenen für die Feuerwehren des gesamten Hohenlohekreises statt. In allen Gemeinden und Ortsteilen werden die funkansteuerbaren Sirenen zwischen 11 und 12 Uhr ausgelöst.

Seit 1975 informieren bundesweit einheitliche Sirenensignale die Bevölkerung vor Katastrophen aller Art. Grafik: Landratsamt Hohenlohekreis

 

 




Sensation: Künzelsau bekommt ein neues Krankenhaus

… Diese und weitere Schlagzeilen möchten wir 2020 lesen:

// Öhringens Bürgermeister Thilo Michler gewinnt Comedy-Wettbewerb

Reiner Bremm, Thilo Michler und Dr. Michael Walter (v.l.) beim Pressegespräch im Rathaus von Öhringen im Februar 2019.
Foto: GSCHWÄTZ

// Regierung erkennt Fehler, verkleinert Verwaltungsapparat und kürzt Beamtenpensionen

Landrat Dr. Matthias Neth (Mitte) mit Dekan Ingo Kuhbach (rechts) und Dekanatsjugendseelsorger Gerold Traub bei der Übergabe des Friedenslichts im Waldschulheim Kloster Schöntal im Dezember 2019. Foto: Landratsamt Hohenlohekreis

// Landrat Neth baut Landratsamt in Künzelsau

Landratsamt des Hohenlohekreises.
Foto: GSCHWÄTZ

// Ingelfingen: Bürgermeister Michael Bauer und TSV-Vorstand Bernd Bauer begehen gemeinsam die Prunksitzung

Das Plakat zur Prunksitzung des TSV Ingelfingen 2020. Quelle: privat

Ingelfingens Bürgermeister Michael Bauer. Foto: GSCHWÄTZ/Archiv

TSV-Vorstand Bernd Bauer. Foto: GSCHWÄTZ/Archiv

// Niedernhall: Bürgermeister Achim Beck und Klaus Richter baden gemeinsam im neuen Solebad

Aktionswoche Solebad Niedernhall

Werbung zum Erhalt des Solebad es in Niedernhall 2018.

Bürgermeister Achim Beck in der Kelter. Foto: GSCHWÄTZ/Archiv

Klaus Richter hatte nicht immer gut lachen während seiner Gemeinderatszeit. Foto: GSCHWÄTZ/Archiv

// Bauern und fff einigen sich auf gemeinsame Klimapolitik

Diese Demonstrantin in Künzelsau hält ein originelles Plakat in ihren Händen. Foto: GSCHWÄTZ

Teilnehmer stärken sich auf dem Weg zur Berlin-Demonstration beim Bauernverband. Foto: Bauernverband/Archiv

Wir wünschen allen unseren Lesern einen schönen Start ins neue Jahr 2020. Es wird fantastisch.

 




„Als Hohenloher bisch du ä ganz großer hier uf de Erde“ Die besten Zitate 2019

Für die Kreisstadt des Hohenlohekreises war das Jahr 2019 gezeichnet durch eine Achterbahnfahrt der Gefühle. 2018 begann der Prozess um Elisabeth S. aus Künzelsau, die ihren damals siebenjährigen Ersatzenkel Ole aus Künzelsau erwürgt hat. Der Prozess endete im April 2019 – fast genau ein Jahr nach der Tat mit einer Verurteilung wegen Totschlags zu etwas mehr als zehn Jahren Haft für die ehemalige Krankenschwester.

Verteidigerin Anke Stiefel-Bechdolf plädierte auf fahrlässige Tötung. Foto: GSCHWÄTZ

An dem Schicksal des Jungen nahm nicht nur ganz Künzelsau Anteil, sondern eine ganze Nation. Deutschlandweit berichteten Medien über die schier unfassbare Tat. Die an Depressionen leidende Elisabeth S. sagte unter anderem aus: „Ich habe gedacht, er hat etwas verschluckt. Ich habe in Panik nicht abrufen können, was ich gelernt habe. Ich habe am Brustkorb versucht, ihn zu reanimieren. Nie im Leben würde ich Ole etwas antun.“ Richter Roland Kleinschroth antwortete damals: „Das Problem ist nur: Ole ist tot.“

Klimazug rollte am 20. 
September 2019 durch Künzelsau. Foto: GSCHWÄTZ

Für unsere Redaktion, die diesen Prozess eng verfolgte und darüber berichtete, steht diese Tat stellvertretend für die Abgründe menschlichen Handelns und man wird erinnert an den von Thomas Hobbes geprägten pessimistischen Satz, was die menschliche Spezies betrifft: „Der Mensch ist dem Menschen ein Wolf.“

Dagegen hat eine junge Generation wieder neue Hoffnung. Die Fridays-for-future-Bewegung, die 2018 mit Greta Thunbergs Klimaprotest in Stockholm begann, erreichte 2019 auch den Hohenlohekreis. Hunderte Schüler, Eltern, Lehrer und fff-Anhänger demonstrierten für einen besseren Klimaschutz. Die Bauern zogen nach. Nachdem ihnen massive Kritik ob einer vermeintlich klimaschädlichen Landwirtschaftspolitik zu Teil wurde, rollten Hunderte von Traktoren nach Stuttgart und Tausende nach Berlin, um gegen weitere Restriktionen zu demonstrieren und stattdessen gemeinsam mit den Verbrauchern über nachhaltige Landwirtschaft zu sprechen. Währenddessen pflanzten Politiker wie der Ingelfinger Bürgermeister Michael Bauer und die beiden Landtagsabgeordneten Arnulf von Eyb (CDU) und Anton Baron (AfD) Bäume im Ingelfinger Stadtwald. Roland Hartz erinnerte wegen der anhaltenden Dürre daran, dass „wir die gefährlichste Situation im Wald seit Menschengedenken haben.“

Alice Weidel bei der AfD-Veranstaltung am 02. Februar 2019 in Niedernhall. Foto: GSCHWÄTZ

Es war das Jahr der Proteste. Die Künzelsauer protestierten 2018 und 2019 zumindest gedanklich weiter gegen die Schließung ihres Krankenhauses – ohne Erfolg. Am 15. November 2019 gingen endgültig die Lichter aus am Krankenhausstandort in Künzelsau. „Das bricht einem fast das Herz“, äußerte sich eine Mitarbeiterin des Krankenhauses kurz vor der Schließung gegenüber GSCHWÄTZ.

Das HK Team verabschiedet sich. Foto: privat

Mit viel Polizei und Sicherheitskräften ist die AfD bei ihren Wahlkampfverabstaltungen vor den Europawahlen im Hohenlohekreis aufgefahren. Alice Weidel sprach in Niedernhall, Jörg Meuthen in Künzelsau. Meuthen sagte unter anderem in Künzelsau: „Es wird derzeit eine völlig verkorkste Klimapolitik gemacht. Ich habe das Gefühl, das Europäische Parlament ist ein Stuhlkreis der Vollzeitverstrahlten.“

Besucher des Stadtfestes in Künzelsau von 12. bis 14. Juli 2019. Foto: GSCHWÄTZ

Aber es gab auch genügend zu feiern. Nach zwei Jahren rief Künzelsau wieder zum Stadtfest und die Besucher kamen aus allen Nachbarstädten und Ortschaften. Ein Dorf aus dem Jagsttal feierte 2019 ein ganz besonderes Fest. Hollenbach. 800 Jahre. Hier sprach einer der begnadetsten Redner aus der Region: Gerhard Sprügel. Mit seinen Worten möchten wir unseren kurzen unvollständigen, aber doch hoffentlich kurzweiligen Jahresrückblick 2019 beenden: „Als Hoheloher bisch du ä ganz großer hier uf de Erde. Aber mehr als ä Hollebacher kannsch net werde.“

„Er nahm vom Besten nur das Beste und nicht von der großen Welt die Reste“. Besucher auf dem Fest zum 800-jährigen Jubiläum von Hollenbach. Foto: GSCHWÄTZ




Mahnfeuer in Stachenhausen am 04. Januar

Die Bauern der LsV-Gruppe und den Ortsverbänden laden alle Verbraucher zu einem Mahnfeuer am Samstag, den 04. Januar 2020, in Stachenhausen ein.

Unter dem Motto: „Land schafft Verbindung. Wir rufen zu Tisch“ wollen die Landwirte mit dieser Aktion direkt mit den Verbrauchern ins Gespräch kommen, unter anderem zu Themen wie Insektenschutz, billige Lebensmittel. 40 Prozent Bioanbau: Geht das überhaupt? Wo kommen unsere Lebensmittel her? Sollen sie wirklich schon die ganze Welt bereits haben?

Die Landwirte wollen damit ein klares Zeichen an die Verbraucher setzen. So heisst es in dem Flyer zu dem Mahnfeuer: „Wenn Sie Fragen haben, reden Sie mit uns und nicht über uns.“

Ende Oktober 2019 haben mehrere tausend Bauern in Stuttgart für eine nachhaltige Landwirtschaft demonstriert. Ende November 2019 demonstrierten Zehntausende Bauern in Berlin.

Die Veranstaltung beginnt um 18 Uhr direkt am großen Feuer am Festplatz Ortsausgang von Stachenhausen Richtung Oberginsbach. Gegen Spenden gibt es Glühwein, sonstige Getränke und Wurst.

Bauern entzünden Mahnfeuer in Künzelsau-Steinbach zur Unterstützung der Proteste der Bauern in Berlin. Foto: privat




Bauernverband kritisiert „billige Importprodukte in den Supermärkten“

Der Bauernverband Schwäbisch Hall – Hohenlohe – Rems E.V. hat sich deutlich zu dem Eckpunktepapier der Landesregierung positioniert. Zwar erkenne er dieses an, allerdings betonte der Bauernverband, dass damit „die Grenze des Machbaren erreicht“ sei.

Das geht aus einer Pressemitteilung des Bauernverbandes hervor.

Bauern entzünden Mahnfeuer in Künzelsau-Steinbach zur Unterstützung der Proteste der Bauern in Berlin. Foto: privat

Mit der Zustimmung zum Eckpunktepapier der Landesregierung signalisieren die landwirtschaftlichen Verbände ihre Bereitschaft, Verantwortung gegenüber Natur- und Artenschutz zu übernehmen. Die Grenze des Machbaren sei jedoch damit für die Bauern nun erreicht. Gegenüber dem Entwurf des laut Bauernverbandes nicht umsetzbaren Volksbegehrens „Pro Biene“ sei eine deutliche Entschärfung der Vorgaben für die Landwirtschaft  eingebracht worden, die für die Landwirte gerade noch tragbar sei. „Dies ermöglicht der Landwirtschaft zum einen, sich zukünftig stärker im freiwilligen Vertragsnaturschutz einzubringen. Andererseits erwarten die Bauern nun ein Ende der Spirale mit immer weitergehenden und zunehmend unerfüllbaren Forderungen.“ Der Verband

Bauern haben sich im November 2019 auf den Weg zu einer Demo nach Berlin gemacht, um auf ihre Lage aufmerksam zu machen. Foto: Archiv/ Bauernverband

betont:“Die Landwirtschaft braucht Luft zum Atmen.“

Die Zustimmung zum Eckpunktepapier zeige den Naturschutzverbänden nun die Kompromissbereitschaft der Bauern, aber auch klare Grenzen. Das Papier formuliert Eckpunkte, die im folgenden Gesetzesentwurf der Landesregierung zu berücksichtigen sind.

Laut dem Bauernverband sind jedoch die vorgesehenen Ziele zur Reduktion von 40 bis 50 Prozent chemisch synthetischer Pflanzenschutzmittel und die drastische Erhöhung auf 30 – 40 Prozent Biolandwirtschaft in Baden Württemberg für die Landwirte kaum realistisch.

Zentrale des Bauernverbandes in Übrigshausen. Foto: Bauernverband

Um so wichtiger sei es, dass nun Untersuchungszeiträume für die Jahre 2023 und 2027 gesetzt sind, welche die Umsetzbarkeit dieser Punkte prüfen und im Hinblick auf die Realität eine Neubewertung ermöglichen.

Aus Sicht des Bauernverbandes Schwäbisch Hall-Hohenlohe-Rems ist es klug, ein Einvernehmen zum Eckpunktepapier gefunden zu haben. Der Verband hofft, dass durch das Ende des Volksbegehrens und durch den Dialog mit den Naturschutzverbänden zukünftig den konventionellen Landwirten „mehr Respekt entgegengebracht“ werde. Beschimpfungen, beispielweise als „Giftspritzer“ oder Umweltverschmutzer, gehören, so sehen es beide Seiten, nicht zu einer konstruktiven Zusammenarbeit. Im Gegenteil: „Der Naturschutz und die Landwirtschaft sind Partner für mehr Artenschutz und Biodiversität. Die ganze Gesellschaft ist hier gefordert, nicht nur die Landwirtschaft.“

Podiumsdiskussion in Dörzbach am 4. Dezember 2019 zum Thema „Volksbegehren Artenschutz. Was erwartet die Gesellschaft? Wie sind wir Landwirte betroffen?“ Foto: Bauernverband

“Denn wir sehen es als gesamtgesellschaftliche Aufgabe, die Lösung offensichtlicher Probleme anzugehen. Die Landwirtschaft ist in weiten Teilen nicht Ursache, sondern ein wichtiger Partner für die Umsetzung von Lösungen, an denen wir gern mitarbeiten. Aber nur, wenn jeder Einzelne in unserer Gesellschaft dazu beiträgt. Denn das kann die Landwirtschaft allein nicht schaffen”, betont Jürgen Maurer als Vorsitzender des Bauernverbandes.

Bekenntnis zur Regionalität in der Landwirtschaft.

Die Landwirtschaft hat sich in den letzten Wochen geschlossen und auf verschiedenen Wegen Gehör verschafft. Ob mit Demonstrationen oder in der Politik. „Darauf können die Bauern stolz sein. Sie werden gesehen und gehört. Die Öffentlichkeit hat positiv auf die Kompromissfähigkeit und auf die “Warnrufe” der Landwirte reagiert. Deren Botschaft an die Gesellschaft ist, den Wert regionaler Lebensmittel zu erkennen, zu schätzen und beim Einkauf entsprechend zu handeln. In politischen Entscheidungsprozessen muss Schluss gemacht werden, mit ständig steigenden und unrealistischen Anforderungen an die Landwirte.“

Geschäftsführer Helmut Bleher dazu: “Denn unsere Bauern haben keine Chance mit heimischen Lebensmitteln, wenn in den Regalen der Supermärkte billige Importprodukte liegen, die weit unter unseren Standards erzeugt werden. Genau deshalb sind sie auch billiger! Im Grunde sollte bei uns nur das gekauft werden können, was den Vorschriften entspricht, die auch an uns gestellt werden.“