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Weißbach: Frau bei Unfall leicht verletzt

Eine Frau wurde bei einem Unfall am Donnerstagvormittag, den 30. April 2020, bei Weißbach leicht verletzt. Das geht aus einer Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Heilbronn hervor. Ein 27-Jähriger war gegen 11 Uhr aus Fahrtrichtung Niedernhall in Richtung Weißbach mit einem Sattelschlepper unterwegs. Zwei Fahrzeuge vor ihm fuhr ein Sprinter, der auf Höhe der Einmündung Schlößle, Zeugenaussagen zufolge, plötzlich bremste, blinkte und im selben Moment nach links abbog. Durch das abrupte Bremsen des Sprinterfahrers mussten die beiden nachfolgenden PKW-Fahrerinnen scharf abbremsen. Der Lenker des dahinter fahrenden Sattelschleppers konnte sein Gefährt jedoch nicht schnell genug abbremsen, so dass dieses mit dem davor noch rollenden PKW kollidierte. Die 51-Jähriger konnte einen weiteren Aufprall mit dem vor ihr fahrenden PKW durch ein Ausweichmanöver verhindern. Die Frau wurde leicht verletzt ins Krankenhaus gebracht. Der Sachschaden ist noch unbekannt. Hinweise auf den Sprinter, der abbog, werden beim Polizeirevier Künzelsau unter der Telefonnummer 07940/9400 entgegen genommen.




Weißbach: Abfallwirtschaft startet Pilotprojekt für Batteriesammlung

Bisher konnten handelsübliche Batterien in einer Sammelbox im Rathaus abgegeben werden. Davon rät die Abfallwirtschaft Hohenlohekreis laut einer Pressemitteilung jetzt aber ab, da immer mehr Lithium-Ionen-Batterien und -Akkus im Umlauf sind. „Von denen geht nämlich schon bei leichten Beschädigungen eine erhöhte Brandgefahr aus“, so der Geschäftsführer der Abfallwirtschaft, Sebastian Damm. Von Batteriesammelbehältern in Gebäuden sei daher abzuraten.

Behälter wird sehr gut angenommen

„Er steht erst wenige Tage und ist schon fast voll“, freute sich Weißbachs Bürgermeister Rainer Züfle über den nagelneuen Batteriesammelbehälter vor seinem Rathaus. „Mir war wichtig, dass wir trotzdem weiterhin unkomplizierte Sammelstellen anbieten können“, ergänzte er bei einer ersten Füllstandsmessung. Schließlich gelte es zu verhindern, dass alte Batterien achtlos im Restmüll oder gar im Straßengraben landen. „Ich habe daher die Abfallwirtschaft gebeten, geeignete Lösungen zu entwickeln“, so Züfle weiter.

Sammelbehälter als Leihgabe aus Karlsruhe

„Die Brandgefahr durch Lithium-Ionen-Batterien ist zwar mittlerweile bekannt, Lösungen von der Stange gibt es allerdings noch nicht“, berichtet der Bereichsleiter Joachim Bahr von der Abfallwirtschaft. Einzig die Abfallwirtschaft in Karlsruhe habe sich hier schon Gedanken gemacht. Dort wurde ein freistehender Sammelbehälter aus besonders hitzebeständigem Metall konstruiert. Der Einwurfschlitz des Behälters ist so konzipiert, dass nur Batterien bis zu einer bestimmten Größe eingeworfen werden können. Denn je größer die Batterie ist, desto größer sei die Gefahr bei einem Brand. Durch Gespräche war es Joachim Bahr schließlich gelungen, einen dieser speziellen Sammelbehälter als Leihgabe für den Pilotversuch in Weißbach zu bekommen. „Wir wollen jetzt testen wie er angenommen wird und erste Erfahrungen mit dieser Art von Behältern sammeln“, so Bahr. Bisher wird die neue Batteriesammelstelle in Weißbach sehr gut angenommen.

Flächendeckende Sammelstellen im Kreisgebiet

Der neue Sammelbehälter ist aber nicht die einzige Abgabestelle. Für Batterien und Akkus sind im Kreisgebiet flächendeckend auf allen Recycling- und Schwerpunkthöfen und auf dem Wertstoffhof Stäffelesrain Sammelstellen eingerichtet. Auch der Einzelhandel bietet Sammelstellen an.

Tipps für die Entsorgung

Um die Brandgefahr bei Lithium-Ionen-Batterien und -Akkus einzudämmen empfiehlt die Abfallwirtschaft Hohenlohekreis, folgende Hinweise zu beachten:

Mit einem handelsüblichen, transparenten Klebefilm die Pole abkleben, sobald die Batterien/Akkus aus den Geräten entfernt werden. Somit kann ein Kurzschluss bei freiliegenden Polen verhindert werden. Auch sollte darauf geachtet werden, dass Lithium-Ionen-Batterien und –Akkus nicht hinunterfallen oder beschädigt werden.

Weitere Informationen stehen auf der Homepage der Abfallwirtschaft www.abfallwirtschaft-hohenlohekreis.de und sind in der Abfall App eingepflegt. Sie ist immer aktuell und steht in den gängigen App-Stores unter dem Namen „Abfallinfo HOK“ kostenlos zum Download zur Verfügung. Das Team der Service-Hotline berät an der Bürgertheke oder telefonisch unter Telefon 07940/18 555.

 

Quelle: Pressemitteilung der Abfallwirtschaft Hohenlohekreis




Weißbach: Um’s Eck feiert zehnjähriges Jubiläum

Seit zehn Jahren gibt es den Um’s Eck-Laden von Ilonka Hess in Weißbach. Dieses Jubiläum wird am Freitag, den 21. Februar 2020, mit einem Sektempfang von 9 bis 17 Uhr gefeiert. Außerdem gibt es bis Freitag, den 28. Februar 2020, ein besonders Angebot: Cuvée für 5,99 Euro und den Fürstenfass Spätburgunder für 7,49 Euro.

Die Um’s Eck-Läden rufen die alte Tradition der Tante-Emma-Läden wieder ins Leben. Hier gibt es Lebensmittel, Getränke und alles für den täglichen Bedarf direkt vor Ort.




Weißbach/Forchtenberg: Mehrere Autos kollidieren miteinander

Gleich drei beschädigte Fahrzeuge und zwei leicht verletzte Personen forderte ein Verkehrsunfall bei Forchtenberg. Der Fahrer eines Daimler fuhr am Montag, den 21. Oktober 2019, gegen 16 Uhr von Forchtenberg in Richtung Weißbach. An der Einmündung nach Büschelhof übersah er drei vor ihm an der Einmündung haltende Fahrzeuge.

Zunächst kollidierte der Pkw mit einem Seat, welcher durch die Wucht des Aufpralls auf einen Renault Clio aufgeschoben wurde. Das erste Fahrzeug an der Einmündung konnte noch unbeschädigt nach links abbiegen. Der entstandene Sachschaden wird auf circa 15.000 Euro geschätzt.

Quelle: Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Heilbronn

 

 

 

 




Weißbach: SPD knapp 20 Prozent, FDP 8,4 Prozent

Hier die Ergebnisse der Europawahlen 2019 von Weißbach:

Ergebnisse Europawahlen 2019 in Weißbach. Foto: GSCHWÄTZ

 




Weißbach: Continental erklärt große Rauchwolke und „penetranten Geruch“

„Der Geruch ist wirklich sehr penetrant und zieht in die Häuser“, berichtete ein Anwohner gegenüber GSCHWÄTZ. Geruchsbelästigung in und um Weißbach: Von Samstag, den 20.04.2019, ab ca. 20.00 Uhr bis Sonntag, den 21.04.2019, ca. 05.00 Uhr roch es stark nach Gummi und Plastik in Weißbach und der näheren Umgebung. So berichtete uns ein besorgter Bürger. Zudem grassierte ein Bild in Facebook, das eine große Rauchwolke über der zu Continental gehörenden Firma Hornschuch zeigte, auch ein „großer, hellen Lichtfleck“ sei zu sehen gewesen.

Abluftreinigungsanlage sei gewartet worden

Was ist passiert? Wir fragen bei Continental nach. Axel Schmidt, Pressesprecher von Hornschuch, erklärte: „Es fanden geplante Wartungsarbeiten an der Abluftreinigungsanlage an unserem Werk Weißbach statt. Diese Wartung ist für die Funktion der Abluftreinigungsanlage absolut notwendig, damit die Abluft korrekt entsorgt werden kann. Das Wartungsintervall ist jährlich. Bei diesen Wartungsarbeiten wurden Teile der Abluftreinigungsanlage leer quasi „ausgebrannt“, dabei wurden keine Schadstoffe freigesetzt. Es handelt sich hierbei um ein anerkanntes Verfahren, bei dem es jedoch, abhängig von den Windverhältnissen, zu Geruchsbelästigungen für die Umgebung kommen kann. Der Wind trug diese Gerüche zu diesem Zeitpunkt Richtung Forchtenberg, was in den vergangenen Jahren nicht der Fall war. Wir haben uns bereits bei den Anwohnern, die uns wegen der Geruchsbelästigung kontaktiert haben, entschuldigt.“

Behörden seien informiert gewesen

„Was auch immer da vor sich geht, finde ich, dass wir als Bevölkerung eine kurze Information erhalten sollten, damit wir uns gegebenenfalls mit geschlossenen Fenstern darauf vorbereiten können und uns keine Sorgen machen müssen ob es wohl brennt oder nicht“, so ein Anwohner. Schmidt erklärte: „Die Behörden und die Gemeinde Weißbach waren im Vorfeld informiert worden, die Wartung wurde im Mitteilungsblatt Weißbach angekündigt. Wir werden diese Ankündigungen in Zukunft auf die Gemeinde das Mitteilungsblatt Forchtenberg ausdehnen.“ Bei der neuen Anlage, die unlängst in Betrieb genommen worden sei, sei dieses Verfahren aber künftig nicht mehr notwendig, so Schmidt: „Wir sind ständig bestrebt unsere Emissionen zu verringern, so wurde Anfang des Jahres eine weitere Abluftreinigungsanlage (für die Kalander) in Betrieb genommen. Diese Anlage arbeitet nach einem anderen Verfahren, ein solches „Ausbrennen“ ist hier nicht notwendig.“

 

 

 




64-jähriger Weissbacher erdrosselt

Nach einem Tötungsdelikt in Weißbach haben die Kriminalpolizei und die Staatsanwaltschaft Heilbronn einen 60-Jährigen als Tatverdächtigen ermittelt. Am Samstag, den 11. August 2018, hatten Anwohner die Polizei verständigt, da sie einen Nachbarn seit mehreren Tagen nicht mehr gesehen hatten und die Balkontür der Wohnung des 64-Jährigen offen stand. Als Polizeibeamte das Gebäude betraten, fanden sie die Leiche des Mannes.

Im Streit getötet

Durch Zeugenhinweise konnte ein 60-Jähriger ermittelt werden, der den 64-Jährigen einige Tage zuvor besucht hatte und Anfang der Woche mit dem Fahrrad wieder davongefahren sei. In seiner Vernehmung räumte er ein, den 64-Jährigen im Verlauf eines Streits erdrosselt zu haben. Der Tatverdächtige wurde am Sonntagabend, 12. August 2018,, auf Antrag der Staatsanwaltschaft Heilbronn dem zuständigen Haftrichter vorgeführt, der den Haftbefehl in Vollzug setzte. Daraufhin wurde der 60-Jährige in eine Justizvollzugsanstalt eingeliefert.

Zeugen gesucht

Im Zusammenhang mit dem Tötungsdelikt sucht die Kriminalpolizei Zeugen, die in der Zeit zwischen Montag, 6. August, und Freitag, 10. August, im Bereich Weißbach und Forchtenberg einen älteren Mann mit Fahrrad gesehen haben oder von diesem angesprochen wurden. Der Mann hatte mehrere größere Gepäckteile dabei und hielt sich unter anderem auch im Bereich des dortigen Kochertalradweges auf. Zeugen werden gebeten, sich mit Hinweisen unter der Telefonnummer 07131/104-4444 bei der Kriminalpolizei zu melden.

 

Quelle: Polizeipräsidium Heilbronn

Foto: GSCHWÄTZ/Archiv/Polizeirevier Künzelsau

 




30 Jahre Gonzo live – der Künzelsauer Musiker im Exklusiv-Interview

30 Jahre Bühnenjubiläum, 20 Jahre eigene Band. Ein guter Grund für uns, dem erfolgreichen Musiker Gonzo aus Künzelsau einen Besuch abzustatten. Josip Gonzo Krolo öffnet seine privaten Pforten und gewährt unserer Autorin Nadja Fischer exklusive Einblicke. Einen Rundgang durch seine Wohnung seht ihr im folgenden Video:

 

„Kochertal ist heimkommen“, sagt Gonzo, als wir ihn fragen, was für ihn Heimat bedeutet. Offen zeigt sich der Sänger und Musiker, als wir für ein Interview an seine Tür klopfen. Dahinter verbergen sich unter anderem goldene Schallplatten, eine Comic-Sammlung und jede Menge Stars-Wars-Artikel. „Ich verhüte mit Star Wars“, sagt der Künstler mit einem Augenzwinkern. Gonzo singt nicht nur mit seiner Band (rund 200 Auftritte im In- und Ausland pro Jahr), sondern ist auch gleichzeitig der Manager und Organisator der Auftritte.

Begonnen hat seine Karriere in der damals noch existierenden Kneipe La Quetsch in Künzelsau, als er nach ein paar Jacky Cola die Songs, die liefen, mitgesungen hat und gleich zwei Visitenkarten zugesteckt bekam. Er wurde unter anderem Sänger bei der Band Curly Sue. 1997 gründete Gonzo seine eigene Band namens Gonzo’N’Friends.

Am 04. Januar 2018 ist der Vater einer Tochter 47 Jahre geworden. „Mit dem Rücken an der Wand funktioniere ich am besten“, sagt Gonzo, als wir ihn auf seine Stärken und Schwächen ansprechen. Reden könne er gut, aber eine gewisse „Grundfaulheit“ stecke in ihm drin. Einen Hang zu Deko habe er, deswegen hätte er sich auch vorstellen können, Innenarchtitektur zu studieren, wenn das mit der Musikkarriere nicht geklappt hätte.

Mit seinem Kater Mutzel, den er aus dem Tierheim Hohenlohe geholt hat, bewohnt er eine schicke Wohnung mit einem parkähnlichen Garten in einer Villa in Weißbach. Neben den Schallplatten an den Wänden seines Wohnzimmers hängt auch ein Kreuz. Gonzo kommt aus seiner sehr katholischen Familie, sagt er. Aber das Kreuz erinnert ihn vor allem an eines: an seine Familie, seine Eltern.

 

// Das Interview //

 

„Bis zu diesem denkwürdigen Jacky Cola im La Quetsch“

von Nadja Fischer. Das Interview wurde veröffentlicht in unserem gedruckten Magazin im Januar 2018.

 

Unsere Journalistin Nadja Fischer war bei Sänger Gonzo zu Hause in seiner Wohnung in Weißbach und trank mit ihm eine Tasse Kaffee. Sie plauderten über Musik, Star Wars und Pelzwecker.

GSCHWÄTZ: „Wir covern nicht, wir interpretieren…“ – wie darf man sich das vorstellen?
GONZO: Wir covern, bringen aber Individuelles mit ein. Wir machen von Haus aus eigene Versionen und brauchen das wie die Luft zum Atmen. Wir haben auch keine feste Setliste, sondern wählen unsere Songs nach Emotion aus. Ich sehe mich auch nicht als perfekten Sänger, hatte auch nie Gesangsunterricht. Technisch kann man alles lernen, aber die Emotionen nicht.

 

GSCHWÄTZ: Hast du dich schon mal an eigenen Songs versucht?
GONZO: Ja. 2019 wird es ein Album geben. Ich denke auch, dass es deutsches Material sein wird. Das ist einfach die Sprache, mit der wir uns am wohlsten fühlen. Da sind wir auch bekannt dafür. Es wird sozusagen Hängemattenrock, entspannter Pop-Rock. Unserem Alter entsprechend. (lacht). Ich denke ja für nächstes Jahr über eine Band-Umtaufung nach: Die netten älteren Herrn.

 

GSCHWÄTZ: Was ist dein persönlicher Lieblingssong?

GONZO: Es gibt viele, aber der Song, der mich wirklich berührt, ist Comfortably Numb von Pink Floyd. Wie gesagt, es gibt so viele. Aber Pink Floyd hat mich schon mein ganzes Leben begleitet.

 

GSCHWÄTZ: Josip Gonzo Krolo ist dein vollständiger Name. Woher kommst du?
GONZO: Meine Wurzeln liegen in Kroatien. Ich bin in Künzelsau geboren, aber meine Eltern kommen aus Kroatien. Mein Vater war Flüchtling. Er hätte zur Armee müssen und man wusste nicht, ob man da lebend wieder nach Hause kommt. Also ist er geflüchtet und in Künzelsau gelandet. Witzigerweise hat er auch hier meine Mutter kennengelernt, die in Kroatien nur 26 Kilometer von ihm entfernt gelebt hat. Eigentlich bin ich ein Flüchtlingskind.

 

GSCHWÄTZ: Wie kamst du zur Musik?
GONZO: Das war Zufall. Ich war eigentlich voll der Nerd und habe mich nur mit Computern beschäftigt. Zwar habe ich immer gerne gesungen, hatte aber nie wirklich Ambitionen, dass ich Sänger werden will. Bis zum denkwürdigen Jacky Cola im La Quetsch in Künzelsau vor knapp 30 Jahren. Als mich mein Bruder abgefüllt hat und dann lief Hotel California im Radio und ich habe mitgesungen. Ich war lauter wie die Anlage. Wusste davon aber nichts mehr, hab‘ ja nichts vertragen, weil es mein erster Alkohol war. Dann hatte ich aber am nächsten Tag von zwei Leuten eine Visitenkarte in der Hosentasche.

 

GSCHWÄTZ: Bist du hauptberuflich Sänger?
GONZO: Ja. Wir haben ungefähr 200 Auftritte pro Jahr und das weltweit. Namibia, Hong Kong, Schweiz oder Österreich. Aber wir freuen uns über jeden Auftritt auf dem Land. Also diese Großstadtgeschichten… die Menschen auf dem Land sind viel dankbarer. Mittlerweile haben wir mehr nichtöffentliche Auftritte als öffentliche Auftritte.

 

GSCHWÄTZ: Manche Sänger trinken Tee, andere einen Whisky. Zu welcher Kategorie gehörst du?
GONZO: Ich nehme keine Drogen und bin seit zehn Jahren Nichtraucher. Mittlerweile trinke ich gerne Rotwein, Gin Tonic mit Gurke und natürlich Kaffee. Als alleinerziehender Vater lebt man den Rock `n Roll nun mal anders. Wenn ich nach den Auftritten nach Hause fahre, läuft im Auto immer ein Hörspiel von den Drei Fragezeichen.

 

GSCHWÄTZ: Wie kann man sich deinen Alltag vorstellen? Jeden Tag ausschlafen?
GONZO: Nein, schön wär‘s. Meine drei
Pelzwecker sorgen dafür, dass ich zeitig aufstehe. Ich bin Katzenpapa. Ich habe einen Ein-Mann-Betrieb mit zwei Jobs. Ich bin Künstler und Manager zugleich. Mein Büro ist zu Hause. Ich muss E-Mails schreiben und beantworten, Telefonate führen, Anfragen bearbeiten und kleine Events gestalten. Ich hatte auch seit 20 Jahren keinen Urlaub mehr. Aber mein Garten ist Urlaub genug für mich.

 

GSCHWÄTZ: Welche Hobbys hast du?
GONZO: Ich bin ein Serienjunkie. Breaking Bad, The Big Bang Theory und Game of Thrones. Alles gesehen. Ein Star-Wars-Fan bin ich auch. Jeder schenkt mir immer etwas, das mit Star Wars zu tun hat. Playstation vier zocken. Ich koche gerne und stehe auf Weihnachtskitsch.

 

GSCHWÄTZ: Was bedeutet für dich Heimat?
GONZO: Tja, Heimat bedeutet für mich… Ich bin ja geboren in Künzelsau und fühle mich als Hohenloher und Kochertäler. Eigentlich hätte ich schon oft hier wegziehen müssen, rein logostisch. Heimat bedeutet für mich: sich wohlfühlen, zu wissen, man kommt jetzt ein bisschen runter und hat Zeit für sich. Es ist einfach ein schönes Gefühl.

 

GSCHWÄTZ: Was sind deine drei Schwächen?
GONZO: Meine drei Schwächen…oha… ich rede viel. Ich bin ein bisschen faul. Man schiebt gerne Sachen vor sich her. Ich esse gerne. Was keine Schwäche ist, weil essen ist geil.

 

GSCHWÄTZ: Und was sind deine drei Stärken?
GONZO: Meine drei Schwächen (lacht). Irgendwas muss ich richtigmachen, gesangsmäßig, sonst wäre ich jetzt nicht seit 30 Jahren dabei. Ich kann Menschen unterhalten. Ich kann recht gut kochen, ist eine Leidenschaft. Ansonsten… was kann ich noch gut? Ich weiß es ehrlich gesagt nicht. Oh, ich mag Deko. Ich liebe es, mich schön einzurichten. Ihr könnt gerne nochmal an Weihnachten vorbeikommen, da eskaliert es im Garten. Ja, ich bin ein kleiner Deko-Freak. Ich habe auch mal mit dem Gedanken gespielt, dass ich Innenarchitektur studiere. Das hat mich immer gereizt, aber ich bin dann doch irgendwie an der Musik hängengeblieben.

 

GSCHWÄTZ: Auf deiner privaten Facebook -Seite hast du 7.500 Abonnenten. Die Leitung der Facebook Gruppe „Du weißt, dass du aus Künzelsau und Umgebung bist, wenn…“ hast du aber abgegeben. Wieso?
GONZO: Als die Hochwasserkatastrophe in Künzelsau war, hatten wir einige Benefizkonzerte. Das gesammelte Geld haben wir der Stadt Künzelsau gespendet. Einige meinten aber, auf offener Straße meine Tochter angehen zu müssen und haben behauptet, dass ihr Vater das Geld eingesteckt hätte. Dabei gab es eine offizielle Veranstaltung mit Übergabe des Geldes. So etwas kann ich nicht tolerieren. Wenn man ein Problem hat, sollte man mich direkt ansprechen. Aber nicht meine Tochter – Familie geht mir über alles. Deshalb habe ich die Leitung abgegeben.

 

Gonzo, wir danken dir für das Gespräch.

 

Zur Person
Josip Gonzo Krolo ist am 04. Januar 1971 in Künzelsau geboren. Er war Sänger bei den Bands Shin Kicker und Curly Sue. Seit 1997, also seit nunmehr 20 Jahren, gibt es seine Band Gonzo`N`Friends. Der Musiker, der 2018 sein 30-jähriges Bühnenjubiläum feiert, ist Single und hat eine Tochter, die gerade als Au-Pair in New York ist.
Gonzo hatte sich auch schon an der Dating-App Tinder versucht, jedoch keinen passenden Deckel gefunden. Sein Verhütungsmittel: die Star-Wars-Fan-Artikel in seiner Wohnung, die wohl jede Frau in die Flucht schlagen sollen.