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Sechsjähriger ertrinkt im Neumühlsee (Waldenburg)

Nach einem Badeunfall im Neumühlsee bei Waldenburg ist ein sechsjähriger Junge gestorben. Das meldet das SWR-Studio Heilbronn. Laut der Polizei war der Junge am Sonntag, den 29. Juli 2018, mindestens 15 Minuten unter Wasser. Laut einer Pressemitteilung der Polizei Heilbronn hielt der Junge sich zwischen dem Nichtschwimmerbereich und dem Schwimmerbereich auf. Gegen 18 Uhr bemerkten seine Eltern das Fehlen des Jungen. Bei der mit weiteren Badegästen durchgeführten Suchaktion wurde er gegen 18.15 Uhr im Bereich des Geländers, welches die beiden Schwimmerbereiche trennt, aufgefunden. Er wurde sofort an Land gebracht und erste Wiederbelebungsmaßnahmen von zwei Badegästen durchgeführt, welche von der eintreffenden Notärztin fortgesetzt wurden. Der Sechsjährige wurde anschließend von einem Rettungswagen in ein Krankenhaus gebracht, wo er im Laufe der Nacht verstarb.

Wie es zu dem Unglück kam, wird derzeit von der Kriminalpolizei Künzelsau untersucht.

Mehr Informationen auf www.swr.de:

https://www.swr.de/swraktuell/baden-wuerttemberg/heilbronn/Neumuehlsee-bei-Waldenburg-Kind-nach-Badeunfall-reanimiert,badeunfall-neumuehlsee-100.html

 

 




Feuerwehr Waldenburg meldet erhöhte Waldbrandgefahr

Die Feuerwehr Waldenburg meldet eine erhöhte Waldbrandgefahr.

„Die extreme Trockenheit und die massive Hitzewelle sorgen aktuell für eine erhöhte Flächen- und Waldbrandgefahr im Gemeindegebiet Waldenburg. Bereits durch einen einzigen Funken kann ein Brand entstehen, der sich aufgrund der Trockenheit rasend schnell ausbreiten kann und in unserem zu weiten Teilen bewaldeten Gemeindegebiet womöglich sogar einige Zeit unentdeckt bleibt“, so eine aktuelle Mitteilung auf der Internetseite der Feuerwehr.

keine Glasflaschen liegen lassen, nicht auf trockenen Wiesen parken

Die Feuerwehr rät: „Entzünden Sie kein offenes Feuer im Freien. Lassen Sie keine brennenden Zigaretten und kein Glas (z.B. Glasflaschen) auf unversiegelten Flächen (z.B. Wald oder Wiesen) liegen. Glas kann Sonnenstrahlen bündeln und so einen Brand verursachen. Verzichten Sie außerdem auf das Grillen im Wald oder in Waldnähe und parken Sie nicht auf Waldwegen beziehungsweise Zufahrtswegen zu Wäldern (Anfahrtsweg der Feuerwehr) und auch nicht auf trockenen Wiesen oder Feldern (Brandgefahr durch heiße Fahrzeugteile).

Falls Sie einen Flächen- oder Waldbrand entdecken, informieren Sie bitte umgehend unsere Disponenten über den Notruf 112 und bleiben Sie vor Ort, um die Feuerwehr ein zu weisen (z.B. einen gut beschreibbaren Treffpunkt vereinbaren und von dort den Weg zeigen).

Waldbrandgefahrenindex

Hier gelangen Sie zum aktuellen Waldbrandgefahrenindex und dem Graslandfeuerindex des Deutschen Wetterdiensts:

https://www.dwd.de/DE/leistungen/waldbrandgef/waldbrandgef.html?nn=17572

Foto: Landesfeuerwehrverband Baden-Württemberg

 




Niederländische Schule kooperiert mit Schulen in Künzelsau und Waldenburg

Anfang Juli 2018 bekam die Schulleitung der Karoline-Breitinger-Schule in Künzelsau Besuch von Meriam Oud und Ina Postma, zwei Lehrerinnen des Nova College aus Harlem/Niederlande. „Ich freue mich, Ihnen nun unsere Ausbildungsformen vorstellen zu können“, begrüßte Schulleiter Volker Stephan die beiden Damen. „Angestrebt wird eine Kooperation der beiden Schulen, um sich über zukunftsorientierte Ausbildungsformen gegenseitig beraten zu können und den Schülern einen Austausch anbieten zu können“, so eine Pressemitteilung des Landratsamtes des Hohenlohekreises.

Sportschule Waldenburg und Karoline-Breitinger-Schule als Partner

Des Weiteren stand ein Besuch der Sport- und Physioschule Waldenburg an, da das Nova College auch in diesem Bereich eine Partnerschaft mit Schüleraustausch anstrebt. „Ich halte es für wichtig, den Schülern solche Möglichkeiten anbieten zu können“, betont Alexander Wörle, Schulleiter der Sport- und Physioschule. Jörg Palmer, stellvertretender Leiter des Fortbildungsinstituts in Waldenburg und Lehrer der Schule führte die Delegation über das Gelände. „Ich bin beeindruckt von der Ausstattung der Schule“, staunt Ina Postma aus Harlem. Im abschließenden Gespräch wurde man sich laut dem Landratsamt schnell über eine Kooperation einig.

Schule nähe Amsterdam, die Gesundheits- und Altenpflege anbietet

Das Nova College ist eine große Schule in Harlem (nähe Amsterdam, Niederlande), die verschiedene Ausbildungen anbietet, unter anderem auch in der Gesundheits- und Altenpflege. Diese Ausbildungsberufe werden in den Niederlanden schon seit geraumer Zeit generalistisch ausgebildet, das bedeutet, dass die Berufe gemeinsam beschult und ausgebildet werden. Um sich einen Überblick über diese Form der Ausbildung zu verschaffen, besuchte die Schulleitung der Karoline-Breitinger-Schule Künzelsau Volker Stephan und sein Stellvertreter Ansgar Hagnauer mit einer größeren Delegation von Lehrern und dem Regierungspräsidium Stuttgart bereits im vergangenen November das Nova College in Harlem.

Foto:

Bildunterschrift:

Von links nach rechts: Ansgar Hagnauer (Stellvertretender Schulleiter, Karoline-Breitinger-Schule Künzelsau), Alexander Wörle (Schulleiter, Sport- und Physioschule Waldenburg), Meriam Oud (Koordinatorin Auslandspraktika vom Nova College, Harlem), Jörg Palmer (Stellvertretender Leiter des Fortbildungsinstituts der Sport- und Physioschule Waldenburg), Ina Postma (Koordinatorin Auslandspraktika vom Nova College, Harlem).




25 Jahre Weihnachtsmarkt Waldenburg

Zum nunmehr 25. Weihnachtsmarkt lädt die Stadt Waldenburg am 16. und 17. Dezember 2017. Gestern abend gab es eine feurige Vorstellung von Fairy Elements. In diesem Rahmen ließ Waldenburgs Bürgermeister Markus Knobel am gestrigen Samstagabend die 25 Jahre im wahrsten Sinne in Flammen aufgehen.

An laut der Stadt über 50 Marktständchen können die Besucher noch bis heute abend Sockenwärmer trinken, Bommelmützen einkaufen oder Kunsthandwerk betrachten. Heute abend gibt es laut der Stadt ebenfalls eine Feuershow mit Fackeljonglagen und Feuerspucken.




Wie lebt es sich so als zehnfache Mama?

Ein Besuch im Albert-Schweitzer-Kinderdorf in Waldenburg.

Es ist ruhig an diesem Morgen im Albert-Schweitzer-Kinderdorf in Waldenburg. Die 58 Kinder der sechs Familien, die zurzeit hier leben, sind in der Schule oder im Kindergarten. „Am Nachmittag herrscht hier schon mehr Trubel“, sagt Eva Seibel, Pressereferentin der Einrichtung. Dann spielen die Kinder auf der verkehrsberuhigten Straße oder malen, basteln und kochen im so genannten Treff.

Zu ihren eigenen drei Kindern kamen sieben weitere dazu

Gegründet 1957 von Margarete Gutöhrlein und inspiriert von Albert Schweitzer gibt der Verein schutzbedürftigen Kindern ein Zuhause. Bundesweit gibt es zehn solcher Einrichtungen.
Auch Kerstin Fellger und ihr Mann Markus Pachmann sind seit 2015 Kinderdorf-Eltern. Zu ihren eigenen drei Kindern kamen sieben weitere dazu. „Es ist eine Herausforderung, die das ganze Leben umkrempelt“, sagt die gelernte Altenpflegerin und Erzieherin. Zunächst arbeitete sie als Erzieherin im Dorf. Ihr Mann gab dann den Anstoß für die Entscheidung, Kinderdorf-Eltern zu werden. Er arbeitet zwar extern als Schreiner, „doch der Papa ist das absolute Idol und besonders für die Jungs sehr wichtig“, erklärt die 39-Jährige.

Einen Familienurlaub planen? Eine logistische Meisterleistung für Kerstin Fellger.
Foto: GSCHWÄTZ / Sonja Bossert

Ein Elternteil muss Erzieher sein oder eine sozialpädagogische Ausbildung haben

Auch das gehört zum Konzept des Kinderdorfs: Betreut werden die Kinder von Paaren, mit einem Mann als Vorbild, das sei besonders für die Jungs wichtig. Ein Elternteil muss Erzieher sein oder eine sozialpädagogische Ausbildung haben. Mittlerweile haben sich Kerstin Fellger und ihre Familie eingelebt. Vor allem für ihre jüngste Tochter, die zehnjährige Lara, sieht sie Vorteile: „Sie hat jetzt immer jemanden zum Spielen.“ Der 17-jährige Sohn Lukas dagegen ist der coole Held der Rasselbande. Unterstützung im Alltag geben eine Hauswirtschafterin und Erzieher. Erlebnis- und Freizeitpädagogen bieten nachmittags ein Programm, ein Zirkuspädagoge trainiert mit den Kindern und eine Musikpädagogin gibt Unterricht. Die ab Zehnjährigen betreiben einmal im Monat ein Café.

Wichtig ist eine konstante Bezugsperson

Es sind Kinder aus Problemfamilien, deren Eltern sich nicht kümmern können oder wollen, die im Kinderdorf ein neues Zuhause finden. Das ging teilweise so weit, dass die Kinder nicht einmal ausreichend zu essen bekamen. Die Kinder werden vom Jugendamt aus ihren Familien genommen und können, wenn sie das entsprechende Alter haben und es Platz gibt, im Kinderdorf leben. Es gibt die Möglichkeit eines begleiteten Umgangs mit den leiblichen Eltern. Um den Start zu erleichtern, lernen sich alle schon vor dem Einzug kennen. Wichtig ist eine konstante Bezugsperson – die Eltern sollen ihre Rolle ganz bewusst leben. So sagen die Kinder mittlerweile Mama zu Kerstin Fellger.

„Hier hat man eine richtig echte Mama“

Der Alltag der Großfamilie sieht aus wie der jeder Familie – nur in anderen Dimensionen. Die zwei Waschmaschinen im Haus drehen sich ständig und die Kleidung wird in acht Körbe einsortiert. Eine logistische Meisterleistung ist die Fahrt in den Sommerurlaub. In der Woche zuvor gibt es viel zu tun: Listen schreiben, einpacken, kontrollieren, ob auch wirklich alles im Auto ist. Um abzuschalten, fährt die Hausmutter auch mal mit ihrer Ursprungsfamilie alleine weg. Doch länger als fünf Tage war das bis jetzt noch nicht. Auf Rituale legt Kerstin Fellger viel Wert – gemeinsame Mahlzeiten und Geburtstagsfeiern etwa. Einmal in der Woche räumen alle zusammen die Kinderzimmer auf. So lernen die Kinder Familienalltag kennen, den sie zuvor nicht hatten. Ein echtes Familienprojekt ist der Stall in Schwäbisch Hall, in dem acht eigene Pferde stehen. Mehrmals in der Woche fährt die Hausmutter dorthin, immer begleitet von einigen Kindern. Die Kinder leben gern im Dorf. Fragt man, sagen sie „weil man hier gutes Essen kriegt“, oder „weil Papa alles repariert und man nie allein ist“. Aber das Schönste für Kerstin Fellger ist die Antwort des Jüngsten: „Hier hat man eine richtig echte Mama“.