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Nach Digitalisierung: Bauakten in Papierform können angefordert werden

Im Zuge der Digitalisierung der Verwaltung werden auch die zirka 7.000 Bauakten, die beim Stadtbauamt in Papier vorliegen, digitalisiert. Danach sollen die Papier-Akten vernichtet werden. Vor der Digitalisierung werden die Akten auf die wesentlichen Inhalte reduziert, so dass hauptsächlich die Planunterlagen und die Genehmigung übrigbleiben. Eigentümerinnen und Eigentümer, die an diesen Unterlagen interessiert sind, können sich bis zum 15. Dezember 2022 zurückmelden über http://www.civocracy.org/stadtkuenzelsau. Die Unterlagen können dann nach dem Einscannen den Eigentümern übergeben werden.

Pressemitteilung Stadt Künzelsau




„Das Lernen in meiner Ausbildungszeit hat sich gelohnt“

Die Freude ist groß bei Omar Alkhalaf – bei Bürgermeister Stefan Neumann mit seinem Rathaus-Team nicht minder. Im Sommer hat der gebürtige Syrer seine Ausbildung zum Verwaltungsfachangestellten erfolgreich abgeschlossen und trat gleich im Anschluss eine Stelle als Integrationsmanager bei der
Stadtverwaltung Künzelsau an, heißt es in einer Pressemitteilung. In Syrien hatte er noch ein Agrarstudium begonnen. Jetzt betreut er Geflüchtete, die aus einer Erstunterkunft des Landkreises in eine Anschlussunterbringung der Stadt kommen. „Er ist prädestiniert für diese Aufgabe, weil er weiß, was am dringendsten benötigt wird und wie man sich fühlt, wenn man flüchten und in
einem anderen Land neu und ganz von vorne anfangen muss“, sagte Bürgermeister Stefan Neumann bei der Übergabe des Ausbildungszeugnisses im Künzelsauer Rathaus.

„Ich freue mich riesig, dass ich jetzt anderen helfen kann“

Seine syrische Muttersprache hilft dem frisch gebackenen Integrationsmanager bei der Kommunikation mit den Hilfe suchenden Geflüchteten. „Es war richtig schwer, die neue Sprache Deutsch und gleichzeitig den Ausbildungsstoff zu lernen“, so Omar Alkhalaf. „Aber, ich habe es geschafft und freue mich riesig darüber, dass ich jetzt anderen helfen kann. Das Lernen in meiner Ausbildungszeit hat sich gelohnt.“ Er arbeitet zusammen im Integrations-Team der stellvertretenden Hauptamtsleiterin und Integrationsbeauftragen Marion Hannig-Dümmler im Tandem mit der Integrationsmanagerin Karina Vogel. Sie geben den Menschen Hilfestellung bei der Wohnungs- und Arbeitsplatzsuche, bei finanziellen Angelegenheiten, Kinderbetreuungs- und Schulfragen und mehr.

Die Integrationsstellen werden von der L-Bank und dem Ministerium für Soziales und Integration Baden-Württemberg gefördert.

Quelle: Pressemitteilung der Stadtverwaltung Künzelsau

Bürgermeister Stefan Neumann (links), die stellvertretende Hauptamtsleiterin Julia Knobel (rechts) und die Ausbildungsleiterin Milen Daibert haben Omar Alkhalaf zur bestandenen Abschlussprüfung gratuliert. Foto: Stadtverwaltung Künzelsau




Stadt Künzelsau möchte eventuell Krankenhausgebäude kaufen

Die Stadtverwaltung Künzelsau hat am 06. Mai 2020 ein Schreiben an hiesige Ärzte verschickt. In dem Schreiben, das der GSCHWÄTZ-Redaktion vorliegt, schreibt die Stadtverwaltung, dass sie sich derzeit „intensiv mit der zukünftigen gesundheitlichen Versorgung sowie einer möglichen Folgenutzung für das ehemalige Krankenhaus in Künzelsau“ beschäftige. Sie sei in Gesprächen zum Erwerb des Hauses. Um diese „ganzheitlich positiv beeinflussen zu können“, wird die Mithilfe der angeschriebenen Ärzte erbeten.

Um die Planungen weiterführen zu können, möchte die Stadtverwaltung von den angeschriebenen Ärzten unter anderem wissen, ob diese zufrieden mit dem derzeitigen Praxisstandort sind und ob es Pläne für eine Praxiserweiterung oder Nachfolgeregungen für die Praxis gibt, falls der jeweilige Arzt plant, seine Tätigkeit in der Praxis niederzulegen oder in naher Zukunft in Ruhestand zu gehen. Auch für den Flächenbedarf bei einer möglichen Erweiterung interessiert sich die Stadtverwaltung und dafür, „welcher medizinische Bereich aus Sicht des Arztes wichtig für Künzelsau ist“.

Laut dem Schreiben bittet die Stadtverwaltung um eine Antwort der Ärzte bis spätestens 21. Mai 2020. Danach werden laut der Stadtverwaltung die gesammelten Informationen zusammengetragen und mit der Feinplanung begonnen.

Text: Sonja Bossert




Stadt Künzelsau kauft XXL-Areal von Ziehl-Abegg

Der Kaufvertrag ist unterschrieben: In der vergangenen Woche haben die Vorstände von Ziehl-Abegg, Achim Curd Rägle und Norbert Schuster, gemeinsam mit Bürgermeister Stefan Neumann den Erwerb des Anwesens in den Kocherwiesen durch die Stadt Künzelsau offiziell vollzogen. Das rund 13.300 Quadratmeter große Grundstück in der Würzburger Straße liegt in der Nachbarschaft des Elektrofachmarktes HEM und des Sigloch-Gebäudes. Das geht aus einer Pressemitteilung der Stadtverwaltung Künzelsau hervor.

Wohnraum schaffen

„Die Fläche ist attraktiv und bietet für Künzelsau interessante Entwicklungsmöglichkeiten“, so Bürgermeister Neumann laut der Pressemitteilung. Vorstellbar sei eine Nutzung für Wohnen, Einzelhandel, Dienstleistung und Gewerbe. Deshalb sollen die bestehenden Hallen voraussichtlich 2020 abgebrochen werden. Vor dem Hintergrund dringend benötigten Wohnraums in der Kernstadt soll das Grundstück für den Geschosswohnungsbau zur Verfügung stehen. „Für Gemeinderat und Stadtverwaltung steht fest, dass die Schaffung von Wohnraum in der Stadt immens wichtig und als Stärkung von Künzelsau dringend erforderlich ist“, so Neumann weiter. „Die von Ziehl-Abegg erworbene Fläche ist eine der letzten, die für den Geschosswohnungsbau in Frage kommen und außerdem noch sehr gut an Stadt, Straße, Radwegnetz und Öffentlichen Personennahverkehr angebunden.“

Ziehl-Abegg froh über Verkauf

Die Stadt unterstreicht mit dem Erwerb auch die Verbundenheit mit dem in Künzelsau zum Weltmarktführer gewachsenen Unternehmen, wie Neumann meinte: „Durch die Veräußerung kann Ziehl-Abegg unternehmerische Ziele umsetzen. Gemeinderat und Stadtverwaltung sind gerne konstruktive Partner, wenn es um die Weiterentwicklung des Unternehmens geht.“

Auch Finanzvorstand Achim Curd Rägle ist froh über den Grundstücksverkauf: „Wir bekommen dadurch Freiraum für die weitere Unternehmensentwicklung.“

Auf dem Areal in der Würzburger Straße soll Wohnraum entstehen. Foto: Stadtverwaltung Künzelsau

 

Die große 13300 Quadratmeter große Fläche befindet sich direkt neben dem Elektronikfachmarkt Hem expert. Foto: Stadtverwaltung Künzelsau

Achim Curd Rägle, Stefan Neumann und Norbert Schuster (v.L.) unterzeichneten den Kaufvertrag. Foto: Stadtverwaltung Künzelsau