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Haltbare Lebensmittel spenden und/oder ehrenamtlich mitarbeiten

Auch wenn die Aktion der Tafel Künzelsau – „Eins mehr!“ einkaufen und dann spenden bereits am Montag, den 14. November 2022, endet, so ist der Tafelladen in Künzelsau nach wie vor auf Spenden angewiesen. Gespendet werden können haltbare Lebensmittel wie Mehl, Öl, Nudeln sowie Drogiereartikel wie Zahncreme und Duschgel.

Bis Montag, den 14. November 2022, steht die Spendenkiste hierfür noch im Rathaus in Künzelsau. Aber auch danach können die Lebensmittel direkt zu den Öffnungszeiten in den Tafelladen gebracht werden:

Tafelladen Künzelsau
Ecke Wertwiesen / Gerbhausweg
74653 Künzelsau
Tel.: 07940 546647
Öffnungszeiten:
Mo: 15 bis 16.30 Uhr
Mi/Fr: 10.30 bis 12 Uhr

„Haltbare Lebensmittel, Dinge des täglichen Bedarfs und Grundnahrungsmittel brauchen wir für die Menschen, die zu uns in den Tafelladen in Künzelsau kommen“, sagt Angelika Protzer. Sie ist Tafel-Beirätin für die katholische Kirchengemeinde St. Paulus. Bürgermeister Stefan Neumann hat sich mit ihr und Thomas Kallerhoff, dem Leiter der Diakonischen Bezirksstelle Künzelsau, sowie Barbara Sitzenfrei, die im Tafelladen mitarbeitet, im Rathaus getroffen, um wieder die Aktion „Eins mehr!“ zu starten. „Wir unterstützen auch in diesem Jahr diese Spendenaktion“, sagt Künzelsaus Bürgermeister Stefan Neumann.

Überschuss an Menschen weitergeben, die wenig haben

„Der Grundgedanke und die eigentliche Aufgabe der Tafel sind, überschüssige Lebensmittel an Menschen weiterzugeben, die wenig finanzielle Mittel zur Verfügung haben“, sagt Thomas Kallerhoff. Ohne die regelmäßigen Lebensmittelspenden aus dem Handel wäre das nicht möglich und für die Spendenbereitschaft bedankt er sich. Doch die Warenspenden im Tafelladen in Künzelsau können die Nachfrage nicht decken. „Das ist in vielen Städten so, da sind wir in Künzelsau keine Ausnahme. Deshalb erinnern wir mit unserer Aktion daran, dass es für viele von uns möglich ist, beim Einkaufen einfach ,Eins mehr!‘, über den eigenen Bedarf hinaus, mitzunehmen und dann in die Spendenkiste zu legen“, wirbt Thomas Kallerhoff.

Spenden kommen Menschen in der Region zu Gute

Nudeln, Mehl, Speise-Öl, Kaffee, Tee, H-Milch oder Zucker – generell haltbare Lebensmittel – sind willkommen, sagt Barbara Sitzenfrei. „Aber auch Drogerie- und Hygieneartikel wie Shampoo, Seife, Zahnpasta oder Waschmittel werden gebraucht.“ Über Schokolade, Kaba, Honig, Nougatcreme oder Ähnliches freuen sich die Kinder. Die gespendeten Waren kommen Menschen in der Region zugute, die aufgrund ihrer finanziellen Verhältnisse darauf angewiesen sind, im Tafelladen einzukaufen.

Der Betrieb des Tafelladens in Künzelsau (Miete, Strom, Fahrzeug und mehr) ist finanziell ungefähr zur Hälfte abgedeckt. „Die andere Hälfte finanzieren wir über Spenden“, erklärt Kallerhoff. Deshalb helfen dem Tafelladen auch Geldspenden.

Einen Wochentag im Tafelladen helfen – Ehrenamtliche gesucht

Dringend gebraucht werden auch Menschen, die im Tafelladen ehrenamtlich mitarbeiten. „Unsere Mitarbeitenden sind in der Regel an einem Wochentag für vier bis fünf Stunden mit dem Vorbereiten der Warenauslage, dem Verkauf und anschließenden Aufräumen beschäftigt“, berichtet Barbara Sitzenfrei. Wer also ein paar Stunden in der Woche einbringen kann, darf sich gerne bei Thomas Kallerhoff in der Diakonischen Bezirksstelle oder im Tafelladen melden. „Uns fehlen momentan mehrere Ehrenamtliche, weil altersbedingt langjährige Mitarbeitende aufgehört haben“, sagt Thomas Kallerhoff.

Geldspenden

„Eins mehr“ ist eine Aktion des Beirates der Künzelsauer Tafel, dem die Künzelsauer Kirchengemeinden angehören: Evangelischer Kirchenbezirk (Diakonische Bezirksstelle), Evangelische und Katholische Kirchengemeinde, Christengemeinde Arche Künzelsau e.V. und Süddeutsche Gemeinschaft. Die Trägerschaft liegt beim Kreisdiakonieverband, Bezirksstelle Künzelsau, Thomas Kallerhoff, Amrichshäuser Straße 4, Künzelsau, Telefon 07940 2192, http://www.diakonie-kuenzelsau.de . Spenden werden gerne auf dem Konto der Diakonischen Bezirksstelle Künzelsau bei der Sparkasse Hohenlohekreis entgegengenommen: IBAN DE30 622 515 500 005 011 489, Vermerk „Künzelsauer Tafel“.

Aktion Eins mehr: von links: Angelika Protzer, Tafel-Beirätin für die katholische Kirchengemeinde St. Paulus; Bürgermeister Stefan Neumann; Tafel-Mitarbeiterin Barbara Sitzenfrei; Thomas Kallerhoff, Leiter der Diakonischen Bezirksstelle Künzelsau und Marco Jungbauer, Leiter Bürgerbüros im Rathaus. Foto: Stadtverwaltung Künzelsau




„Ich bewundere den Mut des ukrainischen Volkes“

In der Ukraine herrscht Krieg. Hunderttausende Menschen flüchten, Familien werden auseinandergerissen, Männer bleiben im Land, um ihre Heimat zu verteidigen, Frauen und Kinder nehmen tagelange und aufreibende Wege durch die winterliche Kälte in sichere Länder auf sich. Sie alle erfahren Leid, Tod, Zerstörung und einen übermächtigen Gegner, der zu allem bereit ist. Ich bewundere den Mut und die Entschlossenheit des ukrainischen Volkes, das ihr Land und – auch unsere – Werte von Freiheit und Demokratie verteidigt.

„Wichtig ist uns, schnell und unbürokratisch helfen zu können“

In Öhringen sind bereits Geflüchtete aus der Ukraine angekommen. Sie haben zunächst Zuflucht bei Familien und Freunden gefunden. In Öhringen leben dauerhaft 46 ukrainische Mitbürger:innen. Sie sorgen sich um ihre Familien und Freunde. Ihnen sei unsere Hilfe und Unterstützung gewiss. Im heutigen Krisenstab haben wir entschieden, unsere Stadt gezielt auf die Ankunft von Geflüchteten vorzubereiten und die notwendige Infrastruktur zu schaffen. Wir sind bei allen Vorkehrungen auch in enger Abstimmung mit dem Landratsamt. Wichtig ist uns, schnell und unbürokratisch helfen zu können. Unser Team der Flüchtlingshilfe steht für Beratung rund um Ankunft, Formulare und Rechte bereit. Unser Ordnungsamt kümmert sich um die Unterkünfte. Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, hier brauchen wir auch ihre Mithilfe. Sollten sie private Unterkunftsmöglichkeiten zur Verfügung haben, melden sie sich bitte bei unserem Ordnungsamt, Herrn Frank Stransky.

„Wir stehen selbstverständlich in engem Austausch mit Stadtpräsidentin Sabina Nowosielska aus unserer polnischen Partnerstadt Kędzierzyn-Kożle“

Dass Öhringer:innen helfen wollen zeigt sich in all den Anrufen und Angeboten, die uns in den letzten Tagen erreicht haben. Hilfe macht nur Sinn, wenn sie wirklich dort ankommt wo sie gebraucht wird. Die notwendige Infrastruktur wird derzeit von lokalen Akteuren aufgebaut. Informieren sie sich bitte in der Tagespresse und im Internet über lokale Spendenaktionen. Sachspenden können an das Landratsamt, Amt für Ordnung und Zuwanderung, gemeldet werden. Geldspenden sind bei dem Spendenkonto von „Aktion Deutschland Hilft“ willkommen.

„Niemand will Krieg“

Wir stehen selbstverständlich in engem Austausch mit Stadtpräsidentin Sabina Nowosielska aus unserer polnischen Partnerstadt Kędzierzyn-Kożle. Dort sind mittlerweile 300 Ukrainerinnen und Ukrainer angekommen. Polen hat über 300.000 Geflüchtete aufgenommen. Sabina Nowosielska arbeitet seit Tagen mit ihrem Team und vielen polnischen Ehrenamtlichen unter vollstem Einsatz daran, eine solide Infrastruktur für die ankommenden Geflüchteten aufzubauen. Der Landkreis ist auf rund 5.000 Ankommende vorbereitet. Strukturiert und konzentriert werden ausreichend Hygieneartikel, Kleidung und Nahrungsmittel an einem Sammelpunkt gelagert. Es gibt Koordinatoren für den Landkreis und für die Gemeinde. Die ärztliche Versorgung ist sichergestellt. Heute ist eine neunköpfige polnisch-stämmige Familie in Kędzierzyn-Kożle angekommen, die wieder dauerhaft in Polen leben wird. Wir haben unserer Partnerstadt unsere vollste Solidarität und Hilfe angeboten. Die Stadt Kędzierzyn-Kożle hat ein Spendenkonto eingerichtet. Das Geld wird für die Unterstützung der Geflüchteten in der Stadt verwendet. Sollten Sachspenden gebraucht werden, stehen wir und viele Freiwillige aus Öhringen bereit, einen Warentransport einzurichten.

Unsere Pflicht ist es, sich mit der Ukraine solidarisch zu zeigen.

Demokratie, Freiheit und Frieden sind keine Selbstverständlichkeiten. Niemand will Krieg. Unsere Pflicht ist es, sich mit der Ukraine solidarisch zu zeigen.

Kontakt

  • Bei Fragen und Angeboten zu Unterkunftsmöglichkeiten: Frank Stransky, Ordnungsamt Öhringen, Tel.: 07941-68220, E-Mail: Frank.Stransky@oehringen.de
  • Bei Fragen zur Integrationsberatung (Leistungen, Dokumente, Formulare): Hans-Jürgen Saknus, Integrationsmanagement Stadtverwaltung, Tel.: 07941-68217, E-Mail: Hans-Juergen.Saknus@oehringen.de
  • Spenden: „Aktion Deutschland hilft“, IBAN: DE53 200 400 600 200 400 600, Betreff „Nothilfe Ukraine“
  • Direkte Spenden an unsere Partnerstadt Kędzierzyn-Kożle für die Unterstützung der dortigen Geflüchteten: BNP Paribas Bank Polska S.A., IBAN: PL58 1600 1462 1029 8069 5000 0002: Stichwort: POMOC UKRAINA.
  • Ehrenamtshilfe: Wer ehrenamtlich unterstützen möchte, kann sich an Sonja Schäfer im Amt für Kreisschulen und Bildung wenden. Sie ist Ansprechpartnerin zur Koordinierung von ehrenamtlichem Engagement in der Integrations- und Flüchtlingshilfe im Hohenlohekreis, Tel.: 07940 18-1921, E-Mail: Sonja.Schaefer@hohenlohekreis.de
  • Sachspenden: Sachspenden nimmt das Amt für Ordnung, Zuwanderung und Recht per E-Mail entgegen: OrdnungundZuwanderung@hohenlohekreis.de. Die Angebote werden zunächst gesichtet und falls Bedarf besteht, erfolgt eine Rückmeldung.



Landrat Dr. Neth: „Die Spendenbereitschaft und die Hilfsangebote der Bürger:innen aus dem Hohenlohekreis ist überwältigend“

Am Freitag, den 04. März 2022, hat eine gemeinsame Lagebesprechung zur Aufnahme von Flüchtenden aus der Ukraine zwischen dem Landratsamt Hohenlohekreis und den Bürgermeistern der Städte und Gemeinden per Videokonferenz stattgefunden. Dabei haben sich alle Anwesenden auf eine enge Zusammenarbeit bei der Aufnahme von Flüchtenden aus der Ukraine verständigt. Das geht aus einer Pressemitteilung des Landratsamtes hervor.

„Ich freue mich sehr über den engen Schulterschluss zwischen Landratsamt und Bürgermeisterämtern“

„Ich freue mich sehr über den engen Schulterschluss zwischen Landratsamt und Bürgermeisterämtern, denn nur zusammen können wir die vor uns liegenden Herausforderungen meistern“, betont Landrat Dr. Matthias Neth. „Unser gemeinsames Ziel ist es, allen Schutzsuchenden aus der Ukraine schnell und unkompliziert eine angemessene Unterkunft zur Verfügung zu stellen.“

„Mein aufrichtiger Dank geht hier an die vielen Ehrenamtlichen“

In den kommenden Tagen wird vor allem vorübergehender Wohnraum für ankommende Geflüchtete, vorwiegend Frauen und Kinder, benötigt werden. Bürger:innen und Bürger, die private Räumlichkeiten für die Unterbringung von Schutzsuchenden melden möchten, nehmen bitte mit dem Rathaus ihrer Stadt oder Gemeinde Verbindung auf. „Wir als Landkreisverwaltung bleiben auch am Wochenende im engen Austausch mit den Städten und Gemeinden und sind kurzfristig bereit, falls eine Aufnahme von Geflüchteten außerhalb von privaten Strukturen nötig wird. Mein aufrichtiger Dank geht hier an die vielen Ehrenamtlichen in den Organisationen, auf deren bewährte Strukturen und Unterstützung wir immer zählen können“, so Landrat Dr. Neth.

„Wir leben die europäischen Werte von Frieden, Freiheit und Freundschaft.“

Das Landratsamt und andere Stellen erreichen viele Anfragen, welche Spenden derzeit besonders gebraucht werden. „Die Spendenbereitschaft und die Hilfsangebote der Bürger:innen aus dem Hohenlohekreis ist überwältigend – vielen Dank Ihnen allen“, sagt Landrat Dr. Matthias Neth. „Ihre Solidarität mit den notleidenden Menschen in der Ukraine und den Geflüchteten zeigt: Wir leben die europäischen Werte von Frieden, Freiheit und Freundschaft.“

Geldspenden sind derzeit am wirkungsvollsten, denn mit ihnen kann vor Ort in der Ukraine und den angrenzenden Ländern wie Polen angeschafft werden, was dringend gebraucht wird. An Sachspenden wie Matratzen, Kleidung oder Schlafsäcken besteht im Hohenlohekreis selbst aktuell kein Bedarf, da noch nicht bekannt ist, wann und wie viele Schutzsuchende in den Landkreis kommen werden. „Wir wissen, dass die Spenden von Herzen kommen. Allerdings ist noch nicht absehbar, welche Dinge wirklich gebraucht werden. Daher die große Bitte: Spenden Sie nur das, was explizit angefragt wird“, betont Landrat Dr. Neth. Das Landratsamt wird sich zu gegebener Zeit mit konkreten Sachspendenwünschen an die Öffentlichkeit richten.

Kapazitäten zur Sortierung, Weitergabe und Lagerung begrenzt

Angesichts der großen Spendenbereitschaft sind schon viele Angebote für Sachspenden eingegangen. Allerdings sind die Kapazitäten zur Sortierung, Weitergabe und Lagerung sowohl beim Landratsamt wie auch bei den Hilfsorganisationen begrenzt.

Wer aktuell Sachspenden machen möchte, kann diese beim Stützpunkt für humanitäre Hilfe, Industriestraße 8 in Satteldorf (Landkreis Schwäbisch Hall) abgeben, jeweils Montag, Dienstag und Freitag von 17 bis 19 Uhr. Gebraucht werden aktuell Nahrung und Medikamente.

Wer nicht selbst zu einem Sammelpunkt fahren kann, kann seine Sachspenden beim Ordnungsamt des Hohenlohekreises anmelden unter der E-Mail: sachspenden@hohenlohekreis.de. Dort wird sich um die Weiterleitung gekümmert.

Geldspenden nehmen das Bündnis „Aktion Deutschland hilft“ und das „Aktionsbündnis Katastrophenhilfe“ entgegen:

Aktion Deutschland hilft

IBAN: DE62 3702 0500 0000 1020 30

Betreff: „Nothilfe Ukraine“

Online spenden unter: www.aktion-deutschland-hilft.de

 

Aktionsbündnis Katastrophenhilfe

IBAN: DE65 100 400 600 100 400 600

Betreff: „Nothilfe Ukraine“

Online spenden unter: www.aktionsbuendnis-katastrophenhilfe.de

 

 

 




Würth-Gruppe spendet eine Million Euro für Ukraine

Mit einer Spende in Höhe von einer Million Euro und Sachspenden hilft die weltweit tätige Würth-Gruppe mit Sitz in Künzelsau den vom Krieg betroffenen Menschen in der Ukraine. Das Unternehmen möchte damit einen Beitrag leisten, um ihnen zur Seite zu stehen und seine Solidarität zum Ausdruck bringen.

In der Ukraine beschäftigt der Konzern 118 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Persönliche Worte von Reinhod Würth
“Die Situation in der Ukraine bewegt mich zutiefst und bereitet mir große Sorgen. Unsere Gedanken sind bei unseren Beschäftigten und deren Familien sowie allen Menschen, die sich vor dem Krieg in Sicherheit bringen. Oberste Priorität hat deren Unversehrtheit. Ich spüre im Unternehmen große Solidarität mit den Betroffenen, wir werden sie mit allen uns möglichen Mitteln unterstützen.“
Unternehmen sammelt auch Sachspenden
Zusammen mit Bettina Würth, Vorsitzende des Beirats der Würth-Gruppe, sowie den Führungsgremien der Würth-Gruppe wurde beschlossen, eine Million Euro zur schnellen Hilfe zur Verfügung zu stellen. Zudem sammelt das Unternehmen Sachspenden.
Pressemitteilung Würth

 




Wir müssen alles dafür tun, den Frieden in Europa wiederherzustellen und eine humanitäre Notlage zu verhindern“

Im Hohenlohekreis haben die Vorbereitungen zur Aufnahme von Kriegsflüchtenden aus der Ukraine begonnen. „Der völkerrechtswidrige Einmarsch der russischen Armee in die Ukraine ist eine Zeitenwende. Wir müssen alles dafür tun, den Frieden in Europa wiederherzustellen und eine humanitäre Notlage zu verhindern“, sagt Landrat Dr. Matthias Neth. „Dazu gehört die uneingeschränkte Solidarität mit den Ukrainerinnen und Ukrainern. Menschen, die ihr Zuhause aufgrund des Krieges verlassen mussten, dürfen sich auf die Hilfe ihrer europäischen Freunde verlassen. Der Hohenlohekreis wird selbstverständlich seinen Beitrag leisten, um diesen Menschen Zuflucht und Schutz zu bieten.“

Vorhandene Unterkünfte werden zusätzlich ausgerüstet

Am vergangenen Samstag hat Landrat Dr. Matthias Neth gemeinsam mit dem zuständigen Amt für Ordnung, Zuwanderung und Recht entschieden, den Hohenlohekreis gezielt auf die Ankunft Schutzsuchender aus der Ukraine vorzubereiten. Dazu steht das Landratsamt in engem Austausch mit den Städten und Gemeinden, den Hilfsorganisationen im Landkreis sowie den Stellen des Landes. Als erste Maßnahmen werden die vorhandenen Unterkünfte zusätzlich ausgerüstet und ergänzende Ausstattung wie Betten und Material zur Versorgung organisiert, um kurzfristig weitere Plätze zu schaffen. Zudem intensiviert der Kreis seine Bemühungen, weitere Unterkünfte zu schaffen bzw. die bestehenden Unterkünfte auszubauen. Derzeit gibt es im Hohenlohekreis 54 freie Plätze.

Anzahl der Flüchtlinge noch nicht absehbar

Bislang sind noch keine Kriegsflüchtenden aus der Ukraine im Hohenlohekreis eingetroffen. Wie viele Personen dem Kreis von Seiten des Landes zugewiesen werden, ist derzeit noch nicht absehbar. Dies ermisst sich aus dem Verteilerschlüssel und kann erst abgeschätzt werden, wenn die Personen in Deutschland eingetroffen sind.

Neth sieht Hohenlohekreis gut vorbereitet

„Wir sind gut darauf vorbereitet, die notleidenden Menschen hier aufzunehmen und ihnen einen sicheren Ort in dieser schrecklichen Zeit zu bieten“, so Landrat Neth. Er freut sich über die große Hilfsbereitschaft der Hohenloherinnen und Hohenloher. „Dass wir aus der Bevölkerung so viel Solidarität und Unterstützung für die Ukraine wahrnehmen, ist ein Lichtblick. Als Europäerinnen und Europäer müssen wir zusammenhalten – für den Frieden und die Menschlichkeit.“

Wie können Menschen im Hohenlohekreis helfen?

Der Hohenlohekreis richtet kein eigenes Spendenkonto ein, sondern verweist auf die Aktion „Deutschland hilft“. Dem Bündnis gehören unter anderem auch das Deutsche Rote Kreuz, die Diakonie Katastrophenhilfe und die Caritas an.

Aktion Deutschland hilft
IBAN: DE53 200 400 600 200 400 600
Mit dem Betreff „Nothilfe Ukraine“ erreicht die Spende die Menschen, die Hilfe am dringendsten brauchen.

Wer ehrenamtlich unterstützen möchte, kann sich an Sonja Schäfer im Amt für Kreisschulen und Bildung wenden. Sie ist Ansprechpartnerin zur Koordinierung von ehrenamtlichem Engagement in der Integrations- und Flüchtlingshilfe im Hohenlohekreis, Telefon: 07940 18-1921, E-Mail: Sonja.Schaefer@hohenlohekreis.de.

Der Hohenlohekreis ist zudem weiterhin auf der Suche nach Unterkünften für Geflüchtete. Eigentümer von geeigneten Immobilien zur Flüchtlingsunterbringung können sich an das Amt für Ordnung, Zuwanderung und Recht wenden, E-Mail: OrdnungundZuwanderung@hohenlohekreis.de. Ein Formular zur Meldung ist auf der Homepage www.hohenlohekreis.de unter Bürgerservice / Was erledige ich wo? / Formulare / Ordnung und Zuwanderung eingestellt.

Angebote für Sachspenden nimmt das Amt für Ordnung, Zuwanderung und Recht per E-Mail entgegen: OrdnungundZuwanderung@hohenlohekreis.de. Die Angebote werden zunächst gesichtet und falls Bedarf besteht, erfolgt eine Rückmeldung.

Pressemitteilung Hohenlohekreis




Schutzkleidung für Arztpraxen, DRK & Altenheime: Landrat Neth bedankt sich bei den Spendern

Der gemeinsame Spendenaufruf für Schutzausrüstung für die Gesundheitseinrichtungen von Landrat Dr. Matthias Neth, Thomas Philippiak, dem Vorsitzenden der Innovationsregion Hohenlohe, und dem ärztlichen Direktor der Hohenloher Krankenhaus gGmbH, Dr. Werner Reinosch, zeigt erste Erfolge. Es haben sich bereits einige Betriebe und Unternehmen gemeldet und ihre Unterstützung zugesagt. Das geht aus einer Pressemitteilung des Hohenlohekreises hervor.

„Ich freue mich sehr über die großzügigen Angebote, die wir bereits erhalten haben“, so Landrat Dr. Neth. „Damit können wir Arztpraxen, Altenheimen, dem DRK und weiteren Einrichtungen die dringend benötigten Schutzausrüstungen kurzfristig zur Verfügung stellen. Die bereits angelieferten Pakete werden wir sofort weiter verteilen“.

Wer Masken, Schutzkleidung oder Handschuhe beisteuern kann, wird gebeten sich unbedingt mit dem Gesundheitsamt des Hohenlohekreises, bevorzugt per E-Mail unter corona-spenden@hohenlohekreis.de oder telefonisch unter 07940 18-309 in Verbindung zu setzen, damit die Anlieferung organisiert werden kann.

Dazu noch zwei Hinweise:

  • Bitte keine Pakete direkt beim Gesundheitsamt abstellen.
  • Abgelaufene und offene Pakete können leider nicht angenommen werden.

 

 




Christkind hat Helfer in Ingelfingen

Alle Kinder freuen sich über Geschenke. Doch weil nicht jedes Kind etwas zu Weihnachten bekommt, gibt es die Aktion „Weihnachten im Schuhkarton“ der gemeinnützigen Organisation Samaritan’s Purse e.V. in Berlin. Auch Familie Heim aus Ingelfingen engagiert sich seit vier Jahren: Bei ihnen können Spender weihnachtlich dekorierte Schuhkartons samt Inhalt abgeben. Leute, die keine Zeit zum Päckchen packen haben, können auch Geld spenden. „Dieses Jahr wurden 83 Päckchen und 471 Euro bei uns abgegeben“, freut sich Ilse Heim. „Das ist doch ein schönes Ergebnis in Ingelfingen.“ Es kommen aber nicht nur Spenden aus Ingelfingen, sondern auch aus der Umgebung. „Bei vielen Spendern helfen außerdem die Kinder beim Einpacken und Gestalten der Kartons und bringen dann die Päckchen mit Mama oder Papa und strahlenden Augen zu uns“, beschreibt Ilse Heim einen weiteren Aspekt dieser Weihnachtsgeschichte.

Die Kartons gehen nach Osteuropa und Zentralasien

Die Kartons und das Geld bringen die Heims dann mit ihrem Auto nach Westernach zur großen Sammelstelle. Von dort aus geht es per Lkw nach Berlin, wo wiederum zahlreiche Ehrenamtliche den Inhalt kontrollieren – unter anderem wegen den Zollbestimmungen. Deshalb sollen die Kartons nur mit einem Band oder Gummi verschlossen und nicht zugeklebt sein. Noch vor Weihnachten werden die Geschenke nach Osteuropa und Zentralasien gebracht und dort an bedürftige Kinder verteilt. Mit den Geldspenden werden die Transportkosten bezahlt sowie Päckchen ergänzt, in denen noch etwas fehlt.

Christkind beantwortet Weihnachtspost

„In Ingelfingen werden schon lange Päckchen für die Aktion gesammelt“, sagt Ilse Heim. Als die Familie, die das vor ihnen machte, aufhörte, übernahmen sie und ihr Mann. „Mit der Aktion machen wir das, was wir können“, sagt sie bescheiden. „Außerdem haben wir einfach Platz.“ Familie Heim hat ein Zertifikat erhalten, damit sie Spendenquittungen ausstellen darf und die Spender wissen, dass alles seine Ordnung hat. Die evangelische Kirchengemeinde begleitet die Aktion und kümmert sich beispielsweise um die Veröffentlichung des Spendenaufrufs im Amtsboten. Ilse Heim und ihr Mann sind überzeugt von der Sache, schließlich „kommt das Kinder zugute, die es brauchen“. Deshalb wollen sie auch im nächsten Jahr wieder bei der Aktion mitmachen.

Süßigkeiten, Schulmaterialien und Spielzeug können in die Päckchen

In Hohenlohe beteiligen sich auch viele Schulen an der Aktion und werben bei den Eltern ihrer Schüler dafür. Damit diese dann wissen, was sie in die Kartons packen können, macht Samaritan’s Purse e.V. Vorschläge. So kann man neben Süßigkeiten und Schulmaterialien auch Kleidung, Spielzeug oder Hygieneartikel in die Päckchen legen. Sehr beliebt bei den Kindern sind sogenannte „Wow-Geschenke“ wie Fußball mit Pumpe, Puppen, Musikinstrumente oder Tischtennisschläger. Zusätzlich kann auf dem Karton ein Etikett angebracht werden, auf dem steht, ob das Geschenk für einen Jungen oder ein Mädchen gedacht ist und welches Alter das Kind haben sollte.

Übrigens: Ab dem 1. Advent ist im bayrischen Himmelstadt wieder die Weihnachtspostfiliale des Christkinds geöffnet. Damit die Briefe rechtzeitig zum Fest beantwortet werden können, müssen sie bis spätestens zehn Tage vor Heiligabend eingegangen sein. Die Adresse des Christkinds ist: An das Christkind, 97267 Himmelstadt.

Auch viele Schulen in Hohenlohe beteiligten sich an der Aktion „Weihnachten im Schuhkarton“. Foto: GSCHWÄTZ

 

In den Karton kann man die unterschiedlichsten Dinge wie Spielzeug, Süßigkeiten oder Schulmaterialien packen. Foto: GSCHWÄTZ

 

Die Organisation Samaritan’s Purse e.V. macht auch Vorschläge für die Geschenke. Foto: GSCHWÄTZ

 




„Auch wir merken, dass die Altersarmut in Künzelsau zunimmt“ – Jeder kann im Rathaus Lebensmittel für Bedürftige spenden

Künzelsauer Tafel ruft zum Spenden auf – „Eins mehr!“ einkaufen und dann spenden

In der Zeit zwischen Erntedank und Advent, um den St. Martinstag, startet die Künzelsauer Tafel seit einigen Jahren einen Aufruf, Waren zu spenden. „Auch wir merken, dass die Altersarmut in Künzelsau zunimmt und sind froh, wenn wir für unseren Kundenkreis ausreichend Waren zur Verfügung stellen können“, sagt Anke Braun. Bei der Aufstellung der Spendenkiste im Foyer des Künzelsauer Rathauses erklärt die Leiterin des Tafelladens Künzelsau, dass gerade jetzt im Herbst und Winter, wo der Zugriff auf Obst und Gemüse aus den Gärten wegfällt, der Bedarf groß ist.

Gebraucht werden haltbare Lebensmittel

Gebraucht werden haltbare Lebensmittel wie Nudeln, Mehl oder Zucker. Aber auch Drogerie- und Hygieneartikel wie Shampoo, Seife, Zahnpasta oder Waschmittel sind willkommen. „H-Milch und Speise-Öl können wir außerdem sehr gut gebrauchen“, ergänzt Barbara Sitzenfrei, die ehrenamtlich im Tafelladen mitarbeitet. Mit Kaba, Honig, Nougatcreme oder Ähnlichem kann Kindern eine Freude gemacht werden. Die gespendeten Waren kommen Menschen in der Region zugute, die aufgrund ihrer finanziellen Verhältnisse darauf angewiesen sind im Tafelladen einzukaufen. „Unsere Kunden benötigen eine Kundenkarte, die bei der Diakonischen Bezirksstelle beantragt werden kann“, erklärt. Barbara Sitzenfrei.

Bürgermeister Neumann: „Hefen ist auf diese Weise so einfach“

„Eins mehr!“, über den eigenen Bedarf hinaus, einkaufen und an andere Menschen denken, ist das Motto der Spendenaufrufs. „Im letzten Jahr ist die Sammelaktion sehr gut gelaufen“, so Thomas Kallerhoff, Leiter der Diakonischen Bezirksstelle Künzelsau. „Ich freue mich, wenn wieder viele teilnehmen und hoffe, dass wir das gute Ergebnis vom letzten Jahr wieder erreichen.“

„Wir stellen die Sammelkiste gerne wieder in unserem Rathausfoyer auf“, sagt Bürgermeister Stefan Neumann, der die Aktion seit Jahren unterstützt. „Schon auf dem Heimweg vom Einkauf können Sie bei uns im Rathaus etwas in Spendenkiste legen. Helfen ist auf diese Weise so einfach.“

Die Spenden für „EINS mehr!“ können vom 11. bis 22. November 2019 im Rathaus während der Öffnungszeiten des Bürgerbüros, Montag bis Freitag von 8.30 bis 18.30 Uhr, Samstag von 9 bis 13 Uhr abgegeben werden. Auch direkt im Tafelladen Ecke Wertwiesen / Gerbhausweg werden die Warenspenden gerne angenommen: Montag um 14 Uhr, Mittwoch um zirka 9.30 Uhr und Freitag um 9.30 Uhr.

Vom 11. bis 22. November 2019 geht die Aktion

„EINS mehr“ ist eine Aktion des Beirates der Künzelsauer Tafel, dem die Künzelsauer Kirchengemeinden angehören: Evangelischer Kirchenbezirk (Diakonische Bezirksstelle), Evangelische und Katholische Kirchengemeinde, Christengemeinde Arche Künzelsau e.V. und Süddeutsche Gemeinschaft. Die Trägerschaft liegt beim Kreisdiakonieverband, Bezirksstelle Künzelsau, Thomas Kallerhoff, Amrichshäuser Straße 4, Künzelsau, Telefon 07940 2192, www.diakonie-kuenzelsau.de

Finanzielle Spenden werden gerne auf dem Konto der Diakonischen Bezirksstelle Künzelsau bei der Sparkasse Hohenlohekreis entgegengenommen: IBAN DE30 622 515 500 005 011 489, Vermerk „Künzelsauer Tafel“.

 




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// Interne Prüfungen beim Deutschen Roten Kreuz (DRK): Was unterscheidet Malteser, ASB und diverse andere Verbände vom DRK Hohenlohe? Sie zahlen Steuern beim Verkauf von Kleiderspenden aus Altkleidercontainern. Derzeit laufen interne Untersuchungen, ob es rechtens ist, dass der DRK Hohenlohe keine Steuern diesbezüglich abführt. Was sagt der Präsident des DRK, Landrat Dr. Matthias Neth, dazu?

// Hetzer oder Held? Dr. Andreas Eckle äussert sich im Interview zu den Vorwürfen gegen seine Person, die von Kreisräten, dem Landrat und der hiesigen Tagespresse gegen ihn erhoben wurden und sagt, warum das Krankenhaus Künzelsau nie hätte geschlossen werden dürfen

// 30 Jahre Gonzo live. Der Musiker aus Künzelsau, der weltweit Auftritte hat, öffnet uns seine Türen zu seinem Palast und hat mit uns über Tinder, Star Wars und das Wichtigste in seinem Leben gesprochen.

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